Tatort Folge 025: Tote Taube in der Beethovenstraße



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Tatort Folge 025: Tote Taube in der Beethovenstraße 2 5

Der Tatort „Tote Taube in der Beethovenstraße“ ist ein höchst ungewöhnliches Experiment aus den Anfängen der ARD-Krimi-Reihe. Das Drehbuch und die Regie stammen von Samuel Fuller, einem damals sehr bekannten amerikanischen Regisseur und Schauspieler. Es war der erste Tatort, der nicht von einem Deutschen gedreht wurde. In den USA lief er 1974 sogar als Kinofilm. Eine weitere Besonderheit: Die Hauptrolle spielte nicht der Kölner Zollfahnder Kressin, der zu Beginn verletzt wird, sondern ein amerikanischer Privatdetektiv namens Sandy.

Tatort – Tote Taube in der Beethovenstraße

 
Sandys Partner wird in Bonn auf offener Straße erschossen, der Täter Charlie Umlaut kurz darauf festgenommen. Da der Fall aller Wahrscheinlichkeit nach in einem Zusammenhang mit dem internationalen Drogenhandel steht, übergeben die Behörden den Fall an Kressin. Der Detektiv Sandy reist aus den USA an und berichtet Kressin dagegen, das er und sein toter Partner zusammen an einem Erpressungsfall arbeiteten. Ein verheirateter Präsidentschaftskandidat wurde mit einem Foto, das ihn zusammen mit einer anderen Frau in einer eindeutigen Situation zeigt, erpresst.

Kurze Zeit später im Tatort „Tote Taube in der Beethovenstraße“ kann Umlaut entkommen. Kressin wird in der Situation so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus muss. Sandy ermittelt nun alleine weiter. Er stößt dabei auf Christa, die Frau auf dem Erpresserfoto, beschattet sie, spricht sie an. Mit einem Medikament macht er dann sie bewusstlos, fotografiert sie in den Armen eines Bekannten. Dann montiert er den Kopf eines italienischen Politikers in die Aufnahmen. Mit Hilfe dieser Fotos und Christas Kontakten versucht er, an die Hintermänner der Erpressungsversuche zu kommen, was ihm schließlich auch gelingt.

Mensur, der Chef der Erpresserbande, setzt Christa und Sandy in der Folge auf mehrere Poltiker und Diplomaten an. Die beiden kommen sich dabei persönlich näher. Christa gesteht Sandy ihre Liebe, Sandy erzählt Christa von seinen Ermittlungen. Charlie Umlaut kommt dahinter und versucht, die beiden inmitten eines Karnevalumzuges zu töten, kommt aber im Kampf mit Sandy selbst um.

Schließlich wird Sandy von Mensur als Detektiv enttarnt. Die zwei Männer liefern sich im Tatort „Tote Taube in der Beethovenstraße“ ein Fechtduell, bei dem Sandy am Ende Sieger bleibt und Filmnegative mitnimmt, mit denen ein Minister erpresst werden sollte. Der Fall scheint abgeschlossen zu sein, aber dann kommt es zum Showdown zwischen Christa und Sandy…

 
Die TV-Premiere der Tatort-Episode „Tote Taube in der Beethovenstraße“ wurde am 7. Januar 1973 in der ARD ausgestrahlt. 59 Prozent aller Fernsehzuschauer an diesem Abend sahen Kressins sechsten Fall.

Besetzung
Zollfahnder Kressin – Sieghardt Rupp
Sandy – Glenn Corbett
Mensur – Anton Diffring
Charlie Umlaut – Eric P. Caspar
Mr. Novak – Alex D’Arcy
Mr. Fong – Anthony Chin
Luthini – William Ray
Christa – Christa Lang

Stab
Drehbuch – Samuel Fuller
Regie – Samuel Fuller
Szenenbild – Lothar Kirchem
Kamera – Jerzy Lipman
Musik – The Can


6 Meinungen zum Tatort Folge 025: Tote Taube in der Beethovenstraße

  • David Lombardo • am 7.10.12 um 15:08 Uhr

    Zollfahnder Kressin in einer Nebenrolle, die Ermittlungen führt sein Kollege aus den Vereinigten Staaten. Für die Damalige Zeit ein gewagtes Experiment, ein Hauch von Hollywood in einem in Deutschland gedrehten Film. Eine interessante Story, doch zu Langatmig und undurchsichtig.


  • Paul • am 7.8.15 um 21:33 Uhr

    Sehr langweilig, man hätte besser Kressin die Hauptrolle geben können, dann wäre es bestimmt unterhaltsamer gewesen.


  • Capt.High • am 2.12.15 um 23:46 Uhr

    Das ist kein Kressin, sondern ein US-Filmchen, bei dem ein paar Dilettanten mit einer Kamera rumgespielt haben. Und es ist der schlechteste Tatort, den ich je gesehen habe.
    Zum Teil spielt er im damals leerstehenden Hotel Petersberg. Ein erstklassiger Drehort, den diese Stümper nicht verdient haben.
    Sieghardt Rupp war wohl vertraglich dazu verpflichtet, sich das anzutun.
    Den einen Stern habe ich nur gegeben, weil man null Sterne nicht eingeben kann.


  • Walter Ulbricht • am 13.12.15 um 4:50 Uhr

    Konfuser, unsympathisch amerikanisch-schwachsinniger Primitivfilm, bar jeglichen Gehalts.
    Die Musik erzeugt Magenkrämpfe.


  • Smokie • am 13.12.15 um 10:50 Uhr

    Schade, für einen Kressin-Tatort ging diese Folge völlig in die Hose. Dieser US-amerikanische Schauspieler, der die Hauptrolle übernehmen durfte, wäre zur damaligen Zeit, als Darsteller in einer Westernserie (Bonanza oder Shilo-Ranch) etwas besser eingesetzt gewesen. Aber in einem Tatort, ziemliche Fehlbesetzung. Leider!


  • Norbert • am 15.12.15 um 15:44 Uhr

    Was war das denn? Kam rüber wie amerikanischer Serientrash aus den 70ern – kein guter Versuch. Kressin spielte dabei nur eine Nebenrolle. Gelöscht, kommt nicht in meine Sammlung.


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