Tatort Folge 029: Jagdrevier

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Im Tatort mit dem Namen „Jagdrevier“ gelingt dem Häftling Dieter Brodschella, welcher nur noch eine kurze zeit seiner Haftstrafe zu verbüßen hatte, die Flucht. Er will den König von Niederau, Kresch, umbringen. Kresch gehören fast alle Häuser und Grundstücke in Niederau, einem kleinen und abgelegenen Dorf in Schleswig Holstein. Brodschellas Freundin wurde nach einer Silvesterparty bei besagtem Kresch tot aufgefunden. Kommissar Finke soll nun Kresch beschützen und Brodschella einfangen. Doch Kresch will sich nicht beschützen lassen und Brodschella erst recht nicht einfangen lassen.

Heise, der Ortspolizist von Niederau, welcher kurz vor der Pensionierung steht, soll Kommissar Finke helfen. Heise stellt allerdings gleich klar, dass Finke bei den Leuten hier nicht mit Hilfe rechnen braucht. „Die sind hier irgendwie alle verwandt“ meint Heise. Heise ist im Übrigen auch der Schwager von Brodschella.

Finkes Vorgesetzter, Oberrat Mertens, ist auch nicht sonderlich glücklich. Er macht Finke den Vorwurf, das er vielleicht nur die ganzen Personen verwechselt. Es ist für ihn zwar bedauerlich, das sich eine alte Dame das Leben genommen hat, weil ihr Kresch die Miete heraufgesetzt hat, und die Minderjährige Heide Borcherts bei der Polizei die Aussage gemacht hat, dass sie von einem Landstreicher vergewaltigt wurde, aber für unseren Fall Herr Finke, so Mertens, „Für unseren Fall, Herr Finke, ist das gänzlich unerheblich.

Besetzung des Tatortes „Jagdrevier“:
Kommissar Finke – Klaus Schwarzkopf
Jessner – Wolf Roth
Kresch – Walter Buschhoff
Dieter Brodschella – Jürgen Prochnow
Ina Lenz – Vera Gruber
Heise – Uwe Dallmeier
Heinz – Karl-Heinz von Hassel
Mertens – Werner Nippen

Stab
Regie: Wolfgang Petersen
Kamera: Nils-Peter Mahlau
Buch: Herbert Lichtenfeld

Erstausstrahlung des Tatortes „Jagdrevier“: 13.05.1973
Bilder: NDR/Sachse

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5 Kommentare

  • Reiner
    25. Januar 2010 - 15:03 | Permalink

    Für mich der beste Tatort aller Zeiten!

    Heute will jeder Power und Action … diese Folge ist an Langsamheit und Trägheit nicht zu überbieten. Und genau dies macht sie prickelnd – klingt verrückt, aber wer die Folge kennt, wird es gern bestätigen wollen …

  • Hendrik
    10. November 2010 - 16:41 | Permalink

    Weiß zufällig jemand, wo die schöne, weiße Villa von Kresch steht? Würde mich interessieren, wenn ich mal in der gegend bin.

  • Lombardo
    29. April 2012 - 20:03 | Permalink

    Einer der besten Tatort Filme überhaupt, für heutige Zeiten allerdings
    nicht mehr vorstellbar, diese Ruhe und Langatmigkeit, trotzdem jederzeit
    Spannung und Realitätsnahe Handlung.

  • Gudrun Eussner
    30. April 2012 - 18:27 | Permalink

    Ist ja alles schön&gut, aber wo seht Ihr denn diese tollen TO? Auf DVD?

    Ich habe kein DVD,ich werde hier in Frankreich mit immer denselben Wiederholungen der Wiederholungen genervt. Ich kann diese Kommissare nicht mehr ertragen, am peinlichsten ist’s, wenn sie selbst Verdächtige, Zeugen oder Opfer werden. Und der Gag ist das Sparprogramm mit vier Kommissaren in einem TO.

    Für jeden alten TO bin ich dankbar, wenn’s nicht gerade “Reifezeugnis” ist, oder hieß er “Reifeprüfung”? Ich verwechsle die Titel immer, da gibt’s doch einen US-Film, den die ARD uns auch in der Dauerschleife vorführt.

    Gleich, um 20:15 Uhr, läuft auf ZDFneo “Inspector Barnaby”, die Reihe ist so gut, daß ich die einzelnen Ausgaben dreimal sehen kann, wenn auch nicht unbedingt von Samstag auf Montag.

  • Lombardo
    3. Mai 2012 - 12:49 | Permalink

    Ich habe fast alle Tatort Filme aus den 70er und 80er Jahren, dass allerdings durch viel Glück und leider auch viel Arbeit.

    Mein ehemaliger Nachbar hat sich damals den ersten brauchbaren Videorecorder gekauft und eigentlich fast jede Folge aufgenommen und archiviert. In den letzten Jahren haben wir die meisten Filme aufwendig digitalisiert und jetzt auf Festplatte archiviert.

    Die Qualität ist allerdings fast immer nur durchgehend befriedigend, aber immerhin nach der langen Zeit.

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