Tatort 052: Die Abrechnung



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Professor Stürznickel, ein steinreicher Industrieller, wird in seiner Villa erschlagen. Die Schwiegertochter des Opfers, Evelyn, sagt gegenüber der Polizei aus, sie habe den Mörder auf frischer Tat ertappt und ihn daraufhin erschossen. Kommissar Haferkamp (Hansjörg Felmy), der zum Tatort gerufen wird, verdächtigt Evelyn Stürznickel zwar, ihren Schwiegervater selbst ermordet zu haben – der Essener Tatort-Ermittler hat allerdings keine stichhaltigen Beweise für seine Theorie. Haferkamps Klage gegen die mutmaßliche Täterin wird durch Stürznickels Star-Anwalt Dr. Alexander abgewiesen. Mit einem eindringlichen, brillant formulierten Plädoyer schafft der es, einen Freispruch zu erwirken.

Durch den Tod des alten Stürznickels erben Evelyn und ihre Stieftochter Angela ein ansehnliches Vermögen. Angela lehnt dieses aber ab, denn sie war Zeugin des Mordes und weiß, wer die wahre Mörderin ist… Dr. Alexander wundert sich über Angelas Verhalten, war er sich doch sicher, Evelyn sei unschuldig, als er sie verteidigte. „Wenn Sie es doch waren, dann lege ich mein Mandat sofort nieder“, hatte er zu ihr vor dem Prozess gesagt.

Kurz nach dem Freispruch Evelyns verschwindet Angela. Die Stiefmutter zeigt sich in tiefer Sorge um das Kind. Nach zwei Tagen taucht die Leiche des Mädchens in einem Flussbett auf – Tod durch eine Überdosis Schlaftabletten, lautet die Diagnose der Rechtsmedizin. Evelyn wird wegen Mordes angeklagt, die Beweislast ist dieses Mal erdrückend. Dennoch hält sie Haferkamp in diesem zweiten Mordfall für unschuldig, denn Angela hatte ihren Wellensittich frei gelassen, bevor sie verschwand; für Haferkamp das eindeutige Indiz für einen Plan, sich selbst umzubringen. Der Hauptkommissar der Kripo Essen wundert sich derweilen über Dr. Alexander, der seine Mandantin auffallend schwach verteidigt. Der Anwalt scheint sich dieses Mal nicht die geringste Mühe zu geben, Evelyn Stürznickel vor einer lebenslangen Haftstrafe zu bewahren.

Haferkamp erwirkt einen Durchsuchungsbefehl für die Anwaltskanzlei – und entdeckt im Büro von Dr. Alexander einen versteckten Abschiedsbrief von Angela… Welche Ziele verfolgt der Anwalt und wie ist er in den Fall „Die Abrechnung“ verwickelt?
Kommissar Haferkamps fünfter Fall „Die Abrechnung“ wurde am 8. Juni 1975 erstmals in der ARD ausgestrahlt. Produziert wurde der Fernsehkrimi vom WDR. Einen kurzen Gastauftritt hat übrigens der bayerische Tatort-Kommissar Veigl, der von Gustl Bayrhammer verkörpert wird.

Besetzung
Kommissar Haferkamp – Hansjörg Felmy
Evelyn Stürznickel – Maria Schell
Angela Stürznickel – Irina Wanka
Dr. Alexander – Romuald Pekny
Dr. Kürschner – Rolf Becker
Ingrid Haferkamp – Karin Eickelbaum
Kreutzer – Willy Semmelrogge
Kommissar Konrad – Hans Beerhenke
Frau Neugebauer – Ursula Grabley
Gustav Gottlieb – Hermann Günther
Franz Knoop – Hannes Kaetner
Karin Grund – Andrea L’Arronge
Polizeibeamter – Gerhard Garbers
Richter – Joachim Wichmann
Untersuchungsrichter – Karl Renar
Staatsanwalt – Werner Abrolat
Staatsanwalt – Klaus Münster
Kommissar Veigl – Gustl Bayrhammer

Stab
Autor – Karl-Heinz Willschrei
Regie – Wolfgang Becker
Kamera – Gernot Roll
S/B – Michael Pilz
TA – in Farbe
Produktionsleitung – Werner Kließ
SA a) – WDR I.
SA b) – ORF I.
Kostüme – Monika Beuert
Maske – Peter Müller


4 Meinungen zum Tatort 052: Die Abrechnung

  • Derrick • am 3.3.10 um 18:02 Uhr

    Einer der besten Haferkamp Tatorte.Spannend und logisch inszeniert.Vorallem das Psychoduell zwischen Oberkommissar Haferkampf und dem Anwalt Dr. Alexander bringt die Spannung in die Folge.9 von 10 Punkten.


  • pumpkins • am 26.12.10 um 13:37 Uhr

    Die Abrechnung hat mir sehr gefallen. Er gehört zu den wenigen alten Tatorten die man sich öfters ansehen kann.


  • Monika • am 9.11.11 um 21:22 Uhr

    @pumpkins: bei 800+ Folgen gibt es m.E. nicht nur „wenige“ Tatorte, die man sich öfters ansehen kann?!


  • Dirk • am 5.8.15 um 21:07 Uhr

    Der Tatort Nummer 052. Den habe ich noch nicht gesehen, bei der Erstausstrahlung muß ich beim Billard gewesen sein. 75 war meine Queue-Zeit. Ich fand diesen Tatort aus Essen mit Oberkommissar Haferkamp und seinem Kollegen Kriminalhauptmeister Kreutzer, der war ja kaum zu sehen, sehr langatmig. Die Geschichte der mordenden Ehefrau, der Selbstmord der Stief- Tochter, des äußerst beleidigten Rechtsanwaltes, welcher noch persönlich aus gekränkter Eitelkeit das tote Mädchen entsorgte, schien schon sehr in verworrene Intelligenzen entstanden zu sein. Alleine um diesen einen Mega-Weltstar als Zuschauer stand zu halten, brauchte man schon zwei Streichhölzer, um die Augenlider hoch zu halten. Der Untersuchungsrichter schien auch der damaligen Null-Bock Generation angehörig zu sein und KHK Haferkamp hinterließ einen Eindruck. Meine Meinung über einen der Besten in der Tatort-Geschichte, neben KHK Finke aus Kiel.


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