Tatort Folge 068: Abendstern



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Tatort Folge 068: Abendstern 5 2

„Abendstern“ war der neunte Tatort-Einsatz für Hansjörg Felmy in der Rolle des Kommissars Haferkamp. Der Essener Ermittler sorgt in dieser Tatort-Folge mit seiner zuweilen zynischen, unterkühlten Art einmal mehr für amüsante Dialoge mit seinem Chef Scheffner und seinem Assistenten und Freund, Hauptmeister Willi Kreutzer. Auch Haferkamps Ex-Frau Ingrid ist wieder mit von der Partie und sorgt für eine gewisse Lockerheit.

Im Fall „Abendstern“ entdecken Arbeiter eines Tages die Leiche von Isabel Raisch. Die Tote wurde im Wald verscharrt. Haferkamp, der von der alarmierten Polizei zum Tatort gerufen wird, glaubt bald an einen Zusammenhang mit einem anderen Leichenfund: vor kurzem wurde ein ermordeter Bauer ganz in der Nähe entdeckt. Auch der Landwirt wurde im Unterholz vergraben, nachdem er offenbar überfahren wurde.

Kommissar Haferkamp beginnt mit seinen Ermittlungen und hat schon nach kurzer Zeit im Mordfall Raisch einen dringend Tatverdächtigen in seinem Visier: Peter Raisch, der Ehemann der Toten. Ein Großteil der Indizien deutet darauf hin, dass er der Täter ist; doch der Verdächtige beteuert seine Unschuld.
Als Heinz Haferkamp schließlich heraus findet, dass Isabel Raisch einen Geliebten hatte, wendet sich das Blatt im Tatort „Abendstern“. Mit Gerhard Helm traf sich die verheiratete Frau regelmäßig. Der Fahnder aus Essen konzentriert seine Untersuchungen fortan auf Helm und stößt dabei auf Hinweise, die die Verdachtsmomente gegen den Mann erhärten.

Gerhard Helm, ebenfalls verheiratet, wird zwar von seiner Frau in Schutz genommen – die belastet ihn dadurch aber nur noch stärker. Ist dies ungewollt oder führt die gehörnte Ehefrau etwas im Schilde gegen ihren Mann? Die verhält sich jedenfalls äußerst merkwürdig. Haferkamp hat den Eindruck, dass ihr alle Mittel recht sind, um die zerrüttete Ehe zu retten – auch ein Mord? Haferkamp lässt Frau Helm beschatten. Als sie zur Post fährt und dort ein Paket abholt, ordnet der Essener Kriminalbeamte im Fall „Abendstern“ eine Hausdurchsuchung an. Der Inhalt des Pakets bringt Haferkamp der Lösung des Falls ein großes Stück näher…

 
Der Schauspieler Günter Gräwert, der im Tatort „Abendstern“ den verdächtigen Liebhaber Helm spielt, war zu Lebzeiten (1930 – 1996) ein viel beschäftigter Regisseur. Er inszenierte diverse Episoden der Krimiserien Der Kommissar, Der Alte und Derrick. In einer Gastrolle in Tatort-Folge 68 ist außerdem Gustl Bayrhammer als Haferkamps Münchner Kollege, Kommissar Veigl, zu sehen.

Mit einer Einschaltquote von 62 Prozent zählt die Erstausstrahlung von „Abendstern“ am 7. November 1976 zu den erfolgreichsten aller Haferkamp-Fälle.

Besetzung
Kriminalkommissar Haferkamp – Hansjörg Felmy
Ingrid Haferkamp – Karin Eickelbaum
Scheffner – Bernd Schäfer
Isabel Raisch – Andrea Rau
Frau Helm – Elfriede Irrall
Gerhard Helm – Günter Gräwert
Peter Raisch – Christian Kohlund
Kurmeier – Horst Sachtleben
Henning – Harry Kalenberg
Schindler – Peter Musäus
Tankwart – Wilhelm Zeno Diemer
Frau Pilz – Roswitha Dost
Beamter – Claus Fuchs
Kreutzer – Willy Semmelrogge
Frau Henning – Helma Seitz
Kurz – Hansjürgen Leuthen
Gastkommissar Veigl – Gustl Bayhammer

Stab
Autor – Herbert Lichtenfeld
TA – in Farbe
S/B – Michael Pilz
Produktionsleitung – Werner Kließ
Produktionsleitung – Richard Deutsch
Kamera – Josef Vilsmeier
Regie – Wolfgang Becker

Bilder: WDR


3 Meinungen zum Tatort Folge 068: Abendstern

  • Dirk • am 14.4.15 um 20:53 Uhr

    Den Tatort Nummer 068, gerade habe ich ihn mir angesehen und mich gewundert, daß dieser leise Haferkamp und Kreutzer Spielfilm bis dato keinerlei Meinung erhalten hat. Eigentlich der kriminalistische Aufklärungsfilm, ohne Aktion, Waffengewalt und verbale Hochfrequenz. Bedienungs-Modell läßt sich mit weniger sportlich erscheinenden Herrschaften ein, weniger des geldwerten Vorteils wegen, eher um ihren gut aussehenden und athletisch wirkenden Ehemann aus dem Weg zu gehen. Durch Zufall in einem Unfall-Mord verstrickt, wird sie als Zeugin ebenfalls gemeuchelt. Das Motiv des Täters völlig irre und nicht erklärbar. Muß aber in einem Krimi nicht immer sein, um die folgenden Handlungen darbieten zu können. Und die hatten die Qualitäten eines Bühnenstückes. Täter bis zur Entlarvung U.N.B.E. Kannt. Traurige Randfiguren, gutes Team. In damaliger Zeit stimmte selbst die Pulle morgens am Schreibtisch. Von wegen auf´n Bau da wird…………..


  • schippers jean • am 28.6.15 um 8:11 Uhr

    de cassetteband zeer goede bedenking voor die tijd


  • Diethelm Glaser • am 24.5.16 um 17:13 Uhr

    Ich habe den Tatort gerade gesehen und bearbeitet, was mich ärgert, ist, dass nie die Rollen der Darsteller komplett irgendwo gelistet sind: ist z.B. „Kurz“ der Kripobeamte in der Post? Und warum wird dauernd trotz Mini-Rollen Claus Fuchs erwähnt? Bestechung?
    Der Film selbst sehr solide und mit schönen Einfällen (Casettenrecorder unterm Sitz). Übrigens: überall wird „Kreutzer“ geschrieben, aber lt. einem Türschild in einer der Folgen davor sreht eindeutig „Kreuzer“!
    Was nervt: die zu der Zeit üblichen „Gast-Kommissare“!
    Diese alten Folgen sind einfach klasse!
    Diethelm


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