Tatort Folge 074: Finderlohn



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Tatort Folge 074: Finderlohn 5 4

Zwei Mädchen, Magda und Anette, befinden sich auf einem havarierten Lastkahn auf dem Rhein, als sie am Ufer einen Autounfall beobachten. Schnell eilen Sie zu dem Autowrack, doch die Fahrerin ist bereits tot. Die Zeuginnen untersuchen die persönlichen Sachen der Toten und erfahren, dass die Frau bereits vor dem Unfall als verstorben galt. Neugierig geworden nimmt Magda ein Kosmetiktäschchen an sich. Mit Hilfe des Inhalts wollen die beiden Mädchen herausfinden, was mit der Frau geschehen ist. Die Spur führt die zwei jungen Nachwuchs-Ermittlerinnen nach Straßburg, doch dort geraten sie in einen Sog aus kriminellen Machenschaften, Erpressung und Mord – Anette bezahlt sogar mit ihrem Leben. Hauptkommissar Gerber (Heinz Schimmelpfennig) wird schließlich in seinen fünften – und letzten – Tatort-Fall eingeschaltet: „Finderlohn“.

Der Kommissar kann die Leiche am Rheinkanalufer als die seit zwei Jahren verschwundene Ehefrau von Dr. Martin Schmetz identifizieren. Der Ex-Bankier war damals in einen Skandal verwickelt: er soll 8 Millionen Mark unterschlagen haben. Das Ehepaar war angeblich bei einem Urlaub auf den Bahamas ertrunken, ihre Leichen wurden jedoch nie gefunden. Gerber ist überzeugt davon, dass er nun, zwei Jahre später, dem Betrüger Schmetz auf die Schliche kommen kann. Bereits am nächsten Tag berichtet die Presse von dem Fall und veröffentlicht ein Bild von dem flüchtigen Martin Schmetz.

Gerber erfährt von der fehlenden Kosmetiktasche und von dem Vorhaben von Magda und Anette. Er lässt die beiden Mädchen durch Kriminalmeister Eckerle in Straßburg beschatten. Der informiert bald seinen Vorgesetzten, dass sich der gesuchte Schmetz im Hotel Majestic in Straßburg aufhält! Der Hauptkommissar reist sofort von Baden-Baden nach Frankreich und stürmt mit der örtlichen Polizei das Hotel. Dort trifft er auf Magda, die aussagt, Schmetz habe ihre Freundin Anette umgebracht. Der Ex-Bankier wird verhaftet. Aber damit ist der Fall „Finderlohn“ noch keineswegs gelöst…

 
Der Fernsehkrimi „Finderlohn“ wurde vom SWF produziert. Die Dreharbeiten fanden von August bis September 1976 in Baden-Baden, Straßburg und Umgebung statt. Die Erstausstrahlung des 74. Tatorts fand am Sonntag, den 24. April 1977, im Ersten statt.

Besetzung
Kriminalhauptkommissar Gerber – Heinz Schimmelpfenning
Kriminalobermeister Ihle – Peter Bongartz
Kriminalmeister Eckerle – Michael Rasmussen
Dr. Martin Schmetz – Peter Pasetti
Sonja Goday – Sonja Pflüger
Jean-Luc Hasslacher – Dan Mastacan
Siegfried Dörrenberg – Claus Jurichs
Magda – Lisi Mangold
Anette – Constanze Franz-Engelbrecht
Kriminalhauptkommissar Huck – Werner Feisst
u.a.

Stab
Drehbuch – Henry Kolarz
Regie – Peter Schulze-Rohr
Kamera – Hans Hollmann
Kostüme – Alheid Lupp
Szenenbild – Karl Schneider
Schnitt – Bernd Lorbiecki
Produktionsleitung – Werner Rollauer
Produktion – Gig Malzacher


5 Meinungen zum Tatort Folge 074: Finderlohn

  • Gerhard Rothgänger • am 5.8.07 um 23:57 Uhr

    Diese Tatortfolge wurde, was Ausstrahlung betrifft, stiefmütterlich behandelt. Ich weiß nur von 2 Ausstrahlungsterminen.
    Vielleicht lag es daran, daß es in dieser Folge nicht so sehr um das eigentliche Mordthema ging, sondern um das Katz-und Mausspiel zwischen Lisi Mangold und Constanze Engelbrecht, was schließlich in Mord endet – den eigentlichen Höhepunkt dieser Folge


  • David Lombardo • am 11.10.12 um 18:35 Uhr

    Interessanter Fall für Gerber, der allerdings die Mörderin schon kurz nach der Tat überführen kann.
    Die junge Constanze Engelbrecht, ermordet in der Badewanne und das alles nur aus Eifersucht. Die Täterin ein Mauerblümchen, die auch mal einen richtigen Mann abbekommen möchte.


  • Dirk • am 6.5.15 um 15:09 Uhr

    Der Tatort Nummer 074. Einer der in Vergessenheit geratenen Spielfilme dieser Serie. Als ich das Datum der Erstsendung las, mußte ich schmunzeln. Ein halbes Jahr noch, dann hatte Vater Staat mich zu sich gerufen. Damals packte man schon Monate vorher Sachen, die man anschließend gar nicht brauchte. Ja, dieser Tatort war solide inszeniert , in damaliger Zeit für mich eher langatmig, aber mit gern gesehenen Schauspielern. Der Mord an Anette in der Badewanne, zum Ende des Films, mußte , meine ich, nicht sein. Hat an Spannung und Dramatik wirklich nichts hinzugesteuert. Eher das Ende des Porsches, am Anfang des Films, da man den ins geheim doch gerne selbst gefahren hätte, ganz nach dem Motto. Je schneller, je besser.


  • Walter Ulbricht • am 8.9.15 um 18:11 Uhr

    Die Dramatik ist hier nicht so wichtig. Sie mag etwas langatmig geworden sein.
    Aber es ist einer der TOe, die man immer gerne sieht – vielleicht bis auf den Mord in der Badewanne.
    Das Thema „Älterer Herr mit jungen Mädchen“ hat doch etwas Prickelndes, und Peter Pasetti bringt das richtig rüber.
    Und die Darstellerin ist doch wirklich hübsch, oder?


  • MadMonkey • am 3.5.17 um 18:46 Uhr

    Fantastischer Beitrag von Gerber mit tollen Schauspielern und einem unglaublich smoothen Soundtrack. Ich habe diese 85 min sehr genossen. Die Musik trägt hier wesentlich zur Stimmung bei. Alles sehr chillig 70er pur


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