Tatort Folge 088: Schlussverkauf



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Im Tatort „Schlussverkauf“ ermittelt Kriminalhauptkommissar Melchior Veigl (Gustl Bayrhammer) zusammen mit seinen beiden Kollegen der Mordkommission München, Lenz (Helmut Fischer) und Brettschneider (Willi Harlander) in einem komplizierten Mordfall. Während des Winterschlussverkaufs wird der Abteilungsleiter eines Kaufhauses erstochen – und der war alles andere als beliebt.
 
Tatort Kaufhaus, Tatzeit Schlussverkauf – der Fall für Kommissar Veigl und seine Kollegen von der Münchener Mordkommission beginnt in der Öffentlichkeit. Es Winterschlussverkauf in einem großen Warenhaus mitten in Münchens Fußgängerzone. Der Kundenansturm ist riesig. Dann fällt plötzlich ein Mann mitten in der Menschenmasse zu Boden. Überall ist Blut. Der Mann wurde mit einem mit einem Messer erstochen. Die Menschen am Tatort schweigen entsetzt. Es ist der wohl stillste Moment während des Schlussverkaufs. Sie alle sind Zeugen der Tat. Alle haben den Täter gesehen. Langsam erheben die Augenzeugen ihre Stimmen: Es war eine Frau, eine junge, eine alte, eine große in einem roten Kostüm. Nein, es war eine Verkäuferin, ein junger Bursche, ein Ausländer. Da vorne ist er. Panik kommt auf am Tatort. Man ruft den Notarzt, einen Krankenwagen und die Polizei.

Veigl und seine Kollegen rücken an und beginnen mit den Ermittlungen am Tatort. Die Zeugenaussagen sind so zahlreich wie unterschiedlich. Klar ist nur: Das Opfer ist Manfred Spränger, der Abteilungsleiter des Kaufhauses. Der Mörder oder die Mörderin konnte in der Menschenmenge untertauchen und so unerkannt vom Tatort entkommen. Der Schlussverkauf ist zum Komplizen geworden.

Die ersten Aussagen der Personen, die Spränger kannten, machen Veigl schnell klar: Der Tote war nicht beliebt – weder privat noch beruflich. So wollte er seine Mutter gegen deren Willen in ein Altersheim abschieben. Sein Vorgänger wurde seinetwegen entlassen. Er hat eine Frau sitzenlassen, seine ehemalige Geliebte Eva-Maria Wagner, um dann ein Verhältnis mit deren 17jähriger Tochter Petra zu beginnen. Dass der Sohn der Verlassenen darüber alles andere als erfreut war, kann man sich denken; und so ist auch Frau Wagners Sohn Uwe verdächtig. Können Veigl und seine Kollegen den Mord im Schlussverkauf aufklären?

 
Der Münchener Tatort „Schlussverkauf“ wurde vom Bayerischen Rundfunk produziert. Zum ersten Mal war er am 21. Mai 1978 im Ersten Programm der ARD zu sehen.

Besetzung
Kriminalhauptkommissar Veigl – Gustl Bayrhammer
Kriminalhauptmeister Lenz – Helmut Fischer
Kriminalobermeister Brettschneider – Willi Harlander
Alma Spränger – Ida Ehre
Eva-Maria Wagner – Kyra Mladek
Uwe Wagner – Werner Schulze-Erdel
Petra Wagner – Mijou Kovacs
Elsa Rothermund – Marianne Lindner
Haslauer – Hans-Dieter Asner
Hausmeister – Uli Steigberg

Stab
Drehbuch – Konrad Sabrautzky
Regie – Wilm ten Haaf
Kamera – Luy Briechle
Szenenbild – Hans Gailling
Kostüme – Barbara Gailling
Schnitt – Margit Sager
Produktionsleitung – Harald Vohwinkel


1 Meinung zum Tatort Folge 088: Schlussverkauf

  • Dirk • am 23.6.16 um 21:20 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 088 aus München mit Hauptkommissar Veigl, Hauptmeister Lenz und Obermeister Brettschneider, der gerade befördert worden ist. Himmel, diese „Jung-Karrieren“. Gemeinsam versucht man den Mord an einen Kaufhaus-Mitarbeiter aufzuklären, geschehen mitten am ersten Tag im Schlussverkauf und der sah gespenstig echt auch. Schon als Bub nahm meine Mutter mich mit, um mich dann nicht mehr von der Hand zu lassen. Trotzdem schaffte sie alle. Der Tatort wirkte alleine und tatsächlich zäh, zog und zog sich in die Länge und es kam wirklich kein Funken von Spannung herüber. Der angeblich äußerst unbeliebte Abteilungsleiter, wurde vor protzender Kulisse zu Grabe getragen und Veigl setzte als Peugeot-Fahrer neue Maßstäbe für Langweiligkeit. Am Ende des Tatort-Dramas eine Täterin, welche fast Mitgefühl hinterließ, eine vom Leben enttäuschte und gebeutelte Frau, welche die Tochter an den eigenen Liebhaber verlor, der das unmündige Mädchen schwängerte. In diesem Tatort wirkte, neben den Schauspielern, wirklich alles wie eine Einöde und bieder fad, ja das war’s.


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