Tatort Folge 090: Himmelfahrt



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Tatort Folge 090: Himmelfahrt 5 1

Finkes letztes Fall: Ein Ereignis am Tag der „Himmelfahrt“ wirft weite Schatten in Hauptkommissar Finkes (Klaus Schwarzkopf) letztem Tatort-Einsatz. Finke muss mal wieder ins Kieler Umland reisen, diesmal nach Doetersen. Denn dort treibt ein Heckenschütze sein Unwesen. Sucht er sich seine Opfer wahllos aus?
 

Zu Beginn des Tatorts „Himmelfahrt“ brennt in der Kleinstadt Doetersen bei Kiel ein Wohnhaus. Die Feuerwehr versucht, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Eine Frau schreit – anscheinend sind ihre Kinder noch in dem Haus. Willi Erkens, einer der anwesenden Männer der freiwilligen Feuerwehr beweist Heldenmut und rettet die beiden Kinder aus dem brennenden Haus. Er selbst wird bei der Aktion schwer verletzt und muss ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Seine Entlassung wollen Erkens und seine Kollegen und Freunde von der freiwilligen Feuerwehr und der dazu gehörigen Musikkapelle, Bernd Lobsien, Thomas Brass, Jan Stratman, Holger Budinski und Lossak, natürlich groß feiern. Besuch aus Kiel hätten die Männer allerdings nicht erwartet, vor allem nicht Hauptkommissar Finke von der Kripo Kiel … Denn der wird noch heute die Ermittlungen am ersten Tatort im Fall „Himmelfahrt“ aufnehmen müssen.

Alles beginnt, als Lossak und Brass während der Feier einen Moment vor das Haus gehen, um ein Motorrad zu begutachten. Plötzlich ein Zischen. Brass fasst sich an den Unterleib, krümmt sich vor Schmerzen, blutet und wird ohnmächtig. Jemand hat geschossen. Ein Verrückter? Eine verirrte Kugel? Ein Jagdunfall? Um das zu klären, reist Kommissar Finke aus Kiel am Tatort an. Seine Ermittlungen im Fall „Himmelfahrt“ beginnen bei den Zeugen. Er befragt die Ehefrau von Brass, die Freunde und schließlich das Opfer selbst.

Doch das erste Opfer im Fall „Himmelfahrt“ soll nicht das einzige bleiben. Finke wird gut zu tun bekommen in seinem letzten Tatort. Als nächstes ist Bernd Lobsien an der Reihe. Er trainiert gerade seine jungen Schützlinge im Tennisclub, da bricht er mitten im Spiel zusammen. Erneut ein Bauchschuss aus dem Nichts. Das dritte Opfer ist Willi Erkens. Mitten auf der Kirmes wird er angeschossen. Die Bewohner des dreifachen Tatorts, der Kleinstadt bei Kiel, sind verängstigt. Inzwischen fürchtet jeder um sein Leben. Wer wird das vierte Opfer im Fall „Himmelfahrt“ sein?

Hauptkommissar Finke ahnt, dass es einen Zusammenhang mit einem Feuerwehreinsatz der Opfer geben muss. Doch der Brandmeister des Dorfes verneint diese Frage beinahe kategorisch und auch die Opfer schweigen lieber, als den Polizisten aus Kiel bei seinen Ermittlungen zu unterstützen. Dabei ahnen sie, dass die Anschläge mit den Ereignissen am Tag der Himmelfahrt zusammenhängen. Aber das geht ja Kommissar Finke und seine Plizistenkollegen nichts an …
 

Der Kieler Tatort „Himmelfahrt“ ist eine Produktion des NDR und wurde am 13. August 1978 zum ersten Mal im Ersten Programm der ARD gesendet. Es ist der siebte und letzte Fall für Kommissar Finke innerhalb der ARD-Krimi-Reihe.

Besetzung
Kommissar Finke – Klaus Schwarzkopf
Hauptwachtmeister Mickat – Curt Timm
Lossak – Diether Krebs
Assistent Dressler – Gerhard Dressel
Holger Budinski – Peter Drescher
Thomas BrassVolker Eckstein
Bernd – Mathias Einert
Willi Erkens – Eckhardt Heise
Christa Brass – Britta Fischer
Rita – Susanne Schäfer
Jan Stratmann – Andreas Seyferth
Isa – Barbara Breit
Robbi – Dominique Horwitz
Lieth – Bert Breit
Hans – Hans Peter Sternberg
Wirt – Ferdinand Dux
Grete – Eos Schopohl
Brandmeister Wölfer – Henry Kielmann
Inge – Ingar Werdenigg
Hauptwachmeister Weinert – Egdar Bessen
u.a.

Stab
Drehbuch – Herber Lichtenfeld
Regie – Rainer Wolffhardt
Kamera – Günther Wulff
Kostüme – Sigird Nasarksi
Szenenbild – Gonsela B. Dahlke
Schnitt – Luise Dreyer-Sachsenberg
Musik – Bert Breit

Bilder: NDR/Tele Press


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5 Meinungen zum Tatort Folge 090: Himmelfahrt

  • Peter • am 3.1.10 um 2:52 Uhr

    Ein Krimi erster Güte,

    der jedem klar aufzeigt, warum heutige Versuche einen
    spannenden Kriminalfilm zu drehen, fast immer scheitern.

    Besetzt mit erstklassigen Schauspielern bis in die kleinen
    Rollen, ein junger Diether Krebs, der überzeugend
    den Oberschuft verkörpert.
    Natürlich Klaus Schwarzkopf, aber Horwitz und Eckstein u.a. setzen weitere Charaktere, das paßt einfach, da ist
    keine falsche „Leichtigkeit“ oder Humor,
    wenn die Szene einfach keinen Humor, keine Ironie
    verträgt – das Slapstick-Ensemble aus Münster
    hat dafür dagegen überhaupt kein Gespür, entsprechend
    unauthentisch, nicht anzusehen diese Schmonzetten.

    Eine geradezu ruhige, „auf der Szene“ bleibende Kameraführung, läßt den gefesselten Zuschauer nie fallen.

    Obwohl durch Traum-Remineszenzen der TV-Kieker bald
    schon „mehr“ weiß, den Täter, das Motiv ahnt/kennt,
    läßt die Spannung nicht nach . .

    Nein – DAS notwendige Krimi-Gefühl verstärkt sich noch,
    wird neu aufgebaut,
    indem die Täter-Opfer-Rollen auf einmal hin- und her
    wechseln, die Zeit vergeht dann viel zu schnell . .

    Das ist alles meisterhaft gemacht, ist ebend beherrschtes
    Handwerk, wo heute versucht wird, irgend einen
    „Zeitgeschmack“, eine imaginäre „Sehgewohnheit“ zu bedienen.
    ein „Zurechtschustern“, das KEIN Film zwingend braucht.

    Nein, umgekehrt, der Film „fordert“ den Zuschauer, jeder,
    der „normale Antennen“ hat, wird ohne Langeweile
    dabei bleiben und blendend unterhalten das ist keine Frage des Alters . .

    Eben klar das Genre bedient, einen Tatort produziert,
    nicht eine Mischung aus „Klimbim“ und Krimi.

    Wiederholt endlich ALLE diese frühen Filme, bei Ausgabe 1
    wird angefangen, dann bis in die „Tatorte“ v. 1995 so,
    20 Jahre wieder Fernsehunterhaltung mit Hochspannung . .
    Es ist so einfach . . . der sichere Erfolg wird vielen „Machern“ einen ungeheuren Erkenntnisgewinn bringen.

    LG Peter, Berlin


  • Peter Achterberg • am 27.1.10 um 21:04 Uhr

    Der absolut beste Tartort aller Zeiten, meiner Meinung nach noch besser als Reifezeugnis.

    Mit freundlichen Gruesse
    Peter Achterberg, Amsterdam, Niederlande


  • Achim • am 27.12.12 um 19:49 Uhr

    Peters Worte vom 3.1.2010 sprechen mir aus der Seele.
    Dem ist nichts hinzuzufügen.
    Welcher Mist (T’schuldigung) einem heute angeboten
    wird -außer Wiederholungen der guten Filme aus einer
    besseren Fernsehzeit-, lässt mich resignieren.
    Achim, Hamburg


  • Ingolf • am 13.7.14 um 13:05 Uhr

    Regie führte Rainer Wolffhardt.
    Ingolf, Bremen


  • Dirk • am 24.7.15 um 15:03 Uhr

    Der Tatort Nummer 090, mit Hauptkommissar Finke aus Kiel. Früher, neben KHK Haferkamp aus Essen, mein Lieblings-Tatort-Kommissar. Dieses lag wahrscheinlich daran, daß ich damals wöchentlich zwischen Essen und Kiel aus beruflichen Gründen pendelte, F. mich sehr an meinem früheren Klassenlehrer erinnerte und diese beiden Spielfilm-Kommissare einfach gut waren. Die Story erinnert an Outlaws sowie an Law and Order. Die hätte auch im Riesengebirge, Odenwald, Harz und Schwarzwald spielen können. Im 17.-18.-Jahrhundert, sowie früher und später auch. Es waren keine biederen Familienväter, die über das Mädchen hergefallen sind, sondern im Dorf bekannte Subjekte. KHK Finke hat viel zu lange gebraucht, Zusammenhänge zu erkennen. War ja auch sein letzter Fall. Die Rächer, nicht weniger brutal. Aber der auf Dauer geschundenen Seele des Opfers war eh nicht mehr zu helfen. Diesen Tatort habe ich damals in der Erstausstrahlung gesehen, berührt davon bin ich bis heute.


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