



0 MeinungenIn einem Großstadtvorort betreibt im Tatort „Alles umsonst“ Erich Schmidt eine recht gut gehende Bäckerei. Das Leben des Mannes verläuft in normalen und geordneten Bahnen und er ist auch nicht unzufrieden. Die Bevormundungen seiner Ehefrau nerven ihn zwar gelegentlich und er hat sich auch damit abgefunden, dass diese Ehe ihm nichts mehr bringt und es sich nicht mal um eine Zweckgemeinschaft handelt. Man kennt diesen Umstand ja im Tatort „Alles umsonst“ auch von Bekannten und hört es immer wieder von Freunden.
Anni Klein arbeitet im Tatort „Alles umsonst“ schon seit einigen Tagen als Aushilfe in der Bäckerei von Erich Schmidt und in den Arbeitspausen unterhält er sich gelegentlich mit der Frau. Dabei finden sich die beiden immer sympathischer. Aber es wird im Tatort „Alles umsonst“ zu einer mörderischen Bewegung, als er durch Anni Klein mitbekommt, dass er am ganzen Leben vorbeigelebt hat. Erich Schmidt wird immer bewusster, dass er noch nicht richtig gelebt hat.
So ist es im Tatort „Alles umsonst“ auch recht klar, dass das Zusammenleben mit seiner Ehefrau unter diesen Umständen schnell nur noch unerträglich wird und er sich befreien muss. Die Gedanken, dass er seine Frau aus dem Weg räumen muss, werden immer konkreter und er überlegt sich im Tatort „Alles umsonst“ einen guten Plan, welcher nicht nur durch Zeitungsmeldungen angeregt war. Es ist der Plan zum perfekten Mord, wäre da nicht ein dummer Zufall gewesen.
Besetzung der Tatort – Folge „Alles umsonst“:
Kommissar Nagel – Diether Krebs
Anni Klein – Monika Bleibtreu
Seine Frau – Katharina Tüschen
Paul Rickert – Michael Gahr
Ilse – Paola Schoene
Erich Schmidt – Horst Michael Neutze
Herr Mielke – Robert Naegele
Witwe Scherzer – Gisela Zülch
Schulrat a. D. – Helmut Malik
Stab:
Buch – Theodor Schübel
Regie – Hartmut Griesmayr
Produktionsleitung – Günter Handke
Kamera – Frank A. Banuscher
Schnitt – Karin Baumhöfer
Kostüme – Dore Clemens
Erstausstrahlung der Tatort – Folge „Alles umsonst“: 11.03.1979
Bilder: NDR/Tele Press


4 Kommentare
Warum wird Dieter Krebs nicht erwähnt?
Ein solider, stiller und unspektakulärer Krimi,
der aber alles hat, das zum Genre gehört:
Ein glaubhaftes Motiv, eine plausibel aufgebaute Tat,
verblüffende Wege und Irrwege,
ein nachdenklicher, grüblerischer Kombinierer
als Kommissar, ein pfiffiger Täter – der nicht perfekt.
Diether Krebs als Kommissar Nagel gibt seinen Ermittler
hellwach und lauernd, auch sein “Nuscheln” hat ihm
kein überbedachter Regisseur genommen.
Monica Bleibtreu IST die Verkäuferin.
Neutze wirkt absolut glaubhaft in der Rolle des Bäckers.
Hier konnte keine Langeweile aufkommen,
so kann auch heute ein guter Krimi auch sein,
das kann auch mal im Milieu der “kleinen” Leute spielen,
da es aktuell meist nur Schloßherren oder Anwälte,
Firmenbosse u. anderes Jetset sein müssen . .
Mehr davon, Bitte mehr Wiederholungen der 70′er und weiter,
ARD-Programmdirektoren, wiederholen Sie:
Die komplette Tatort-Reihe von Folge 1 an . .
Es soll ja nicht auf Neuproduktionen
verzichtet werden. Die guten, echten Krimi-Teams,
Batic/Leitmaier oder Ritter Starck u.a. können auf
bessere Drehbücher, ohne Druck!, warten . .
Die Comedy-Fraktion, Börne/Thiel z.Bsp., kann mit Zeit
als “Kriminalkomödie” ein eigenständiges Ding werden.
Leugne ja nicht, daß die Komiker auch Fan’s haben.
Und, anderes – es ist immer besonders schön, einen kompletten, vollständigen Abspann zu sehen, das Besondere der Reihe,
dieses Gefühl, bis zur letzten Sekunde auszukosten . . .
Verstümmelt uns die Tatorte nicht!
LG Peter, Berlin.
Ein Tatort der soliden Art, absolut glaubhaft gespielt, und gut besetzt ( das auseinandergelebte Ehepaar Schmidt, die junge Verkäuferin, und auch die Nebenrollen passen )
Eine Tatortfolge, die das Dramatische des alltäglichen aufnimmt.
Zur Drehortsuche, die Bäckerei Schmidt befindet sich in der Böcklerstraße in der Braunschweiger Innenstadt, es steht in Braunschweig kein Streetview zur verfügung, jedoch über Bing Maps kann man die lage gut feststellen, auch den Hinterhof mit Blick auf das Haus der ” Wittwe Scherzer ” kann man erkennen. Ich war bei einem Braunschweig besuch am Ort, das Haus der Bäckerei ( mitterweile nicht mehr betrieben ) ist noch genauso orange angestrichen wie in der Folge 1979, an der Straßenseite prangt stolz, wie damals, der Schriftzug ” Bäckerei Gustav Fischer Conditorei “.