Tatort Folge 160: Gelegenheit macht Liebe



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Tatort Folge 160: Gelegenheit macht Liebe 5 3

Im Tatort „Gelegenheit macht Liebe“ muss der Hamburger Kommissar Stoever (Manfred Krug) den Mord an einem Jugendlichen aufklären. Noch ermittelt er mit Kriminalhauptmeister Matthes (Rainer Goernemann) und nicht mit seinem späteren Tatort-Partner Brockmöller.

„Gelegenheit macht Liebe“ – das wissen Dr. Armin Rademacher, der aufstrebende Direktionsassistent in einer Hamburger Großmolkerei, und die Chefsekretärin Brigitte Schwalb nur zu gut. Die beiden Kollegen fühlen sich nämlich ganz schön zueinander hingezogen. Und als sich endlich mal wieder eine Gelegenheit zum Liebemachen ergibt, nutzen die beiden Fremdgänger diese ohne lange zu fackeln. Blöd ist nur, dass die beiden bei ihrem Stelldichein in Armins Auto von zwei Jugendlichen überrascht werden. Noch blöder ist, das einer der beiden jungen Männer am nächsten Tag tot aufgefunden wird. Er wurde erschossen. Kommissar Stoever und Kriminalhauptmeister Matthes werden zum Tatort gerufen.

Bei der Untersuchung des Tatorts kann die Tatwaffe identifiziert werden. Bald stellt sich raus: Ein Projektil aus derselben Waffe hat auch die Karosserie des Autos von Dr. Rademacher durchschlagen. Der wiederum hatte den Wagen etwa zur Tatzeit als gestohlen gemeldet und kann sich das Ganze nicht erklären.

Ist es reiner Zufall, dass die Waffe das Auto des Direktionsassistenten „markiert“ hat? Wurde der Wagen wirklich gestohlen? Waren die Jugendlichen vielleicht darüber in einen Streit geraten? Kommissar Stoever und Kriminalhauptmeister Matthes machen sich daran, diese Frage zu beantworten. Die Ermittlungen im Tatort-Fall „Gelegenheit macht Liebe“ beginnen – und damit die Zeugenbefragungen.

Dr. Rademacher gibt bei seiner Vernehmung vor, von nichts zu wissen. Der zweite Jugendliche, der auch die Tatwaffe besorgt hat – er hat sie zum Wochenendurlaub aus der Bundeswehr-Waffenkammer mitgehen lassen – ergreift die Flucht, als Stoeve zum Verhör anrückt. Und dann ist da noch ein Taxifahrer, der angibt Brigitte Schwalb am Abend der Tat gefahren zu haben – und zwar sei sie in der Nähe des Tatorts zugestiegen. Brigitte selbst schweigt dazu: Niemals würde sie ihre Affäre zugeben. Aber warum? Hat sie Angst um ihre Stellung oder vor ihrem Mann? Wen deckt sie? Stoever ist sich sicher, das Brigitte ihm etwas Entscheidendes verschweigt.

Es ist keine leichte Aufgabe für Kommissar Stoever, die fehlenden Teile des Puzzles zusammenzusetzen.


Der Tatort „Gelegenheit macht Liebe“ ist eine Produktion des Norddeutschen Rundfunks. Die Tatort-Folge 160 wurde am 19. August 1984 erstmals ausgestrahlt. Es ist der zweite Fall des langjährigen Tatort-Ermittlers Kriminalhauptkommissar Paul Stoever (Manfred Krug). Hier ermittelt er noch an der Seite von Kriminalhauptmeister Matthes (Rainer Goernemann).

Besetzung
Hauptkommissar Paul Stoever – Manfred Krug
Kriminalhauptmeister Matthes – Rainer Goernemann
Gerd Enders – Uwe Bohm
Brigitte Schwalb – Claudia Rieschel
Direktor Seelschopp – Günther Gellermann
Holger Piwitt – Waldemar Wichlinski
Dr. Rademacher – Günther Maria Halmer
Werner Schwalb – Gernot Endemann
u.a.

Stab
Drehbuch – Peter Hemmer
Regie – Pete Ariel
Produktionsleitung – Jürgen Böttcher
Aufnahmeleitung – Gerald Goetze
Redaktion – Dieter Meichsner
Regieassistenz – Michael Zimmer
Kamera – Eckhard Dorn
Schnitt – Anja Cox
Musik – Eberhard Weber
Kostüme – Hans Joachim Kühl
Maske – Helga Wittig
Ton – Jochen Engelberg

Bilder: WDR/Gita Mundry


9 Meinungen zum Tatort Folge 160: Gelegenheit macht Liebe

  • Gudrun Eussner • am 24.4.10 um 23:59 Uhr

    Superspannend! Und wie Günter Maria Halmer und Uwe Bohm 1984 aussahen, herrlich – fast so schön wie Rita Russek …


  • Jan Reinhard • am 25.4.10 um 12:17 Uhr

    Hallo,
    kann irgendjemand Angaben zur musikalischen Untermalung des Filmes machen (Titel/Interpret)?


  • Alf Meyer • am 15.12.12 um 14:25 Uhr

    Musik: Eberhard Weber
    Title: suche ich selber, hoffe, es weiß jemand !!!


  • Kell • am 22.1.13 um 0:28 Uhr

    Ich bearbeite gerade meine „Hamburger Tatorte.“ Durch eine Suchanfrage bin ich aufmerksam geworden. Gefällt mir gut.

    Gruß aus Hamburg
    von Ingo Kell


  • Robin Mock • am 3.3.15 um 20:49 Uhr

    Die Musik ist auf der Eberhard Weber CD Chorus
    zu hören.


  • Dirk • am 1.3.16 um 8:33 Uhr

    Der Tatort Nummer 160 mit dem Hauptkommissar Stoever aus Hamburg, Mordkommission. Er hat einen nicht ganz alltäglichen Fall aufzuklären, wie immer. In diesem Fall wollen die Geschädigten aber nicht so recht die Wahrheit sagen, ein intimes Geheimnis steht den beiden jeweils anders verheirateten Betroffenen hierbei im Weg. Der Grund des Übels ist der Diebstahl einer Bundeswehrwaffe durch einen unreifen Soldaten, welcher damit einem Freund imponieren will. Dieser nutzt die Gelegenheit der Bewaffnung zum Zwecke einer versuchten Vergewaltigung, überfällt ein Liebespaar im Wald. Am Schluss ist er tot. Jetzt kommt Stoever ins Spiel. Wer tötete den bösen Buben? Der zweite Zeuge, der diebische Entwender von Bundeswehrmaterial, kommt ebenfalls zu Tode, ohne direktes Fremdeinwirken und die beiden Fremdgänger halten dicht. Stoever macht am Ende dieses interessant zu sehenden Tatort-Krimis lange Zähne. Diesen Tatort-Spielfilm aus der Mitte der 1980iger Jahre habe ich in der Vergangenheit mehrmals gesehen und finde ihn durchaus wiederholungswürdig, zumal die Geschichte bis heute nichts an Realität und Glaubhaftigkeit verloren hat.


  • Britta Gehlhaar • am 24.6.18 um 21:32 Uhr

    Der Tatort spielt in meiner alten Heimat, im Klòvensteen bei Wedel!


  • Henning • am 12.7.18 um 1:46 Uhr

    Ein Bundeswehrrekrut mit Minderwertigkeitskomplexen namens Gerd entwendet eine Waffe von seiner Einheit, um damit vor dem von ihm bewunderten Holger anzugeben. Bei einem gemeinsamen „Schießtraining“ stellt sich dieser als totaler Psycho heraus, der zunächst das Bild einer nackten Frau zerschießt und dann die Waffe benutzen will, um die mit ihrem heimlichen Geliebten zufällig vorbeikommende Sekretärin zu vergewaltigen. Gerd erschießt seinen Kumpel, um ihr zu helfen. Soweit nachzuvollziehen.

    Ich denke aber, in einem wirklichen Fall hätte die Sekretärin aufgrund der Schwere der Ereignisse nicht so lange geschwiegen, um ihre bürgerliche Blase aufrecht zu erhalten. Kann mich aber auch irren. Ganz unterhaltsamer Film, bei dem mich die hier vielgelobte Musik eher stört.


  • Gottlieb • am 12.7.18 um 19:12 Uhr

    Spannend und unterhaltsam. Was will man mehr? Der darf ruhig nach einer angemessenen Frist wiederholt werden.


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