Tatort Folge 1011: Tanzmariechen



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Tatort Folge 1011: Tanzmariechen 4 21

Ihr 69. Tatort-Fall führt das Ermittlerduo Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) mitten in die Vorbereitungen eines Karnevalvereins für den kommenden 11.11. Der WDR-Krimi „Tanzmariechen“ wirft einen Blick hinter die Kulissen des geplanten Massenfrohsinns, bei dem weniger der Spaß, als vielmehr monetäre Faktoren, Ruhm und Anerkennung in der vordersten Reihe tanzen.

Der Karnevals-Tatort „Tanzmariechen“ wird saisonal passend eine gute Woche vor dem Rosenmontag 2017 (27. Februar) im Ersten Programm der ARD gezeigt. Für Sonntag, den 19. Februar 2017 um 20.15 Uhr ist die TV-Premiere des Kölner Tatorts dort angesetzt.

Inhalt der Tatort-Folge „Tanzmariechen“

Der Drehbuchautor dieser Tatort-Folge mit der offziellen Nummer 1011 ist niemand Geringerer als Jürgen Werner, ein renommierter, erfahrener Verfasser von mittlerweile mehr als zwanzig Tatort-Skripten. Er hat von bislang zehn verfilmten Dortmunder Büchern, die dem Team Faber, Bönisch, Dalay und Kossik als Vorlagen dienten, sieben geschrieben, ebenso „Wacht am Rhein“ (Tatort-Folge 1007), den vorherigen 67. Einsatz der Kölner Hauptkommissare Ballauf und Schenk. Auch „Kartenhaus“ (Tatort-Folge 977) und die dramatische Episode „Franziska“ (Tatort-Folge 895), die aus Jugendschutzgründen erst ab 22.00 Uhr ausgestrahlt werden darf, sind Ergebnisse von Werners Arbeiten.

Jürgen Werner beschrieb den Plot des neuen Kölner Tatorts „Tanzmariechen“ gegenüber dem WDR wie folgt: „‚Tanzmariechen‘ zeigt die Welt hinter den Kulissen. Den Leistungsdruck, der hinter dem Lächeln liegt. Für viele ist die »fünfte Jahreszeit«, im wahrsten Sinn des Wortes, eine todernste Angelegenheit.“

Kein Wunder, dass sich der mindestens ebenso große Tatort-Kenner Thomas Jauch als Regisseur für diesen Krimi gefunden hat, hatte der doch bereits den Münsteraner Fall „Ein Fuß kommt selten allein“ (Tatort-Folge 986) im Jahr 2016 gedreht. Dieser Tatort mit Kommissar Thiel und Gerichtsmediziner Professor Boerne als Hauptermittler drehte sich, ähnlich wie „Tanzmariechen“, um einen Mord, bei dem das Opfer im Tanzmilieu aktiv war. Für den Kölner TV-Krimi stand Jauch also erneut vor der Aufgabe, mit Schauspielern zusammenzuarbeiten, die selbst nicht professionell tanzen. Die Darsteller mussten sich allerdings nach einem relativ kurzen Tanztraining vor der Kamera nahtlos in die Profi-Gruppe von Tänzern integrieren. Das Vorhaben ist geglückt: Die zwei Schauspielerinnen Sinja Dieks und Natalia Rudziewicz, die die beiden verfeindeten Tänzerinnen Saskia und Annika in „Tanzmariechen“ verkörpern, zeigen im Film durchaus Talent.

Als Vorbereitung auf die Umsetzung des Drehbuchs besuchte Thomas Jauch mehrfach die Trainingsstunden diverser Kölner Karnevalsvereine – er war erschrocken und begeistert zugleich: Die Karnevalsartisten studieren an zwei Abenden pro Woche ihre Tanzformationen ein. Sobald es allerdings auf den Karneval zugeht, werden die Trainingseinheiten auf vier bis fünf Stück die Woche gesteigert; los geht es damit schon nach Aschermittwoch, im Prinzip trainieren die Tänzer also rund um das Jahr intensiv. Ein hartes, schweißtreibendes Hobby.

Für den Tatort arbeitete das Filmteam mit der Tanzgruppe des Vereins Fidele Sandhasen Oberlar aus Troisdorf bei Köln zusammen, außerdem mit De Heinzelmanncher zo Kölle und den Kölsche Harlequins der KG Alt Köllen vun 1883. Die im Tatort gezeigten Urkunden, Mützen, Pokale und Plaketten sind allesamt echt und stammen aus dem Fundus des Karnevalmuseums (Maarweg 134-136, 50825 Köln; Informationen dazu im Internet), getragen durch das Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e.V.

Neu ist den beiden Fahndern Max Ballauf und Freddy Schenk das Karnevalsterrain übrigens nicht: Schon in ihrem Fall „Restrisiko“ (Tatort-Folge 406) von 1999 musste der erklärte Karnevals-Muffel Ballauf seine jecken Kollegen ertragen. Alfred Schenk war damals sogar noch selbst aktives Mitglied in einer solchen rheinischen Vereinigung. Auch in „Tanzmariechen“ setzt Max die rote Clownsnase schließlich äußerst unfreiwillig auf und wird von Freddy als Vampir, Tobias Reisser als Pirat und dessen eindlich einmal sichtbaren Lebensgefährten David als Polizist verkleidet „abgeführt“. Ballaufs Gesichtsausdruck spricht am Ende dieses WDR-Krimis Bände …
 

Die Story:
Es ist gerade zwei Monate her, seit sich die 16-jährige Evelyn Pösel das Leben nahm. Das hübsche, blonde Mädchen sprang von der Kölner Südbrücke, ihre Eltern Martina und Rainer sowie ihr kleiner Bruder Paul blieben geschockt zurück. Der Druck wurde zu groß, mutmaßt Martina Pösel, als sie mit Hauptkommissar Max Ballauf im Tatort „Tanzmariechen“ spricht. Der ermittelt gerade gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Freddy Schenk in einem Mordfall, in dem auch der Suizid von Evelyn eine Rolle zu spielen scheint.

Einige Stunden zuvor: Während des Trainings der Kölner Tanzgruppe „De Jecke Aape“ (kölsch für „Die verrückten Affen“) herrscht ein rauer Ton. Die Tanztrainerin Elke Schetter ist ehrgeizig und verlangt alles von ihren Tänzerinnen und Tänzern. Schließlich planen sie und der Präsident des Karnevalvereins, Günther Kowatsch, Großes: Fernsehbühnen soll die Gruppe in der kommenden Karnevalssaison erobern. Pokale müssen gewonnen und das mediale Interesse geweckt werden!
Die Position des ersten Tanzmariechens ist dabei besonders ruhmreich und hart umkämpft: Die beiden jungen Tänzerinnen Saskia Unger und Annika Lobinger liefern sich deswegen einen erbitterten Konkurrenzkampf.

Als die strenge Trainerin Schetter eines Tages erschlagen in der Wagenhalle des Vereins entdeckt wird, werden Ballauf und Schenk zum Tatort gerufen und mit den Untersuchungen im Mordfall beauftragt. Der Gerichtsmediziner Dr. Roth stellt fest, dass der Täter noch mit aller Gewalt auf den Schädel des Opfers einschlug, als Schetter bereits tot war. Merkmale eines Mordes, der vermutlich aus Wut heraus geschah. Da weder die Mordwaffe noch Fingerabdrücke am Tatort sichergestellt werden können, tappen die Ermittler im Kölner Krimi „Tanzmariechen“ vorerst vollkommen im Dunkeln. Jetzt ist präzise, aber mühselige Ermittlungsarbeit angesagt: Das Umfeld von Elke Schetter wird vernommen.

Bei ihren internen Ermittlungen im Karnevalsverein „De Jecke Aape“ stoßen die Kölner Kommissare bald auf die Geschichte der unglücklichen Evelyn. Tobias Reisser, der Ballauf und Schenk wie gewohnt tatkräftig mit seinen Recherchearbeiten vom Büro aus unterstützt, entdeckt in einem sozialen Netzwerk auf dem noch existierenden Profil der Verstorbenen Hinweise, dass das Mädchen vor ihrem Selbstmord von den anderen Tänzerinnen massiv gemobbt wurde. Saskia scheint dabei die Rädelsführerin gewesen zu sein. War es also nicht der Druck der karnevalsverrückten Eltern, der ihre Tochter in den Suizid getrieben hat, sondern die öffentlichen Demütigungen und Anfeindungen durch die Tanzgruppe? Evelyn Pösel war aus der Tanzgruppe rausgeworfen worden, erfahren die Kriminalhauptkommissare, nachdem ihre Leistungen in Folge des Mobbings und Psychoterrors nachließen. Dabei wurde sie noch zuvor als Anwärterin für die Position des ersten Funkemariechens gehandelt.

Die Eltern und auch Sohn Paul leiden unter dem tragischen Verlust. Rainer Pösel konzentriert sich nun verstärkt auf den kommenden 11. November, an dem der Startschuss für die neue Karnevalssaison fällt, um sich abzulenken. Paul arbeitet währenddessen krampfhaft an seiner Büttenrede, die er für den Vortrag vor einem Prüfungsausschuss auswendig zu lernen hat; es fällt dem Jungen sichtlich schwer, seine Gedanken zu ordnen. Mutter Martina macht sich indessen schwere Vorwürfe, ihre Tochter zu sehr in die Erfolgsrolle des ersten Funkemariechens gedrängt zu haben. In Kürze wäre Evelyn siebzehn Jahre alt geworden und Martina Pösel gerät zunehmend an ihre psychischen Grenzen. Ihr Mann Rainer ist dagegen fest überzeugt, dass Saskia und Elke Schetter, die Evelyn aus dem Verein hinauskomplementiert hatte, verantwortlich sind für den Tod des verzweifelten Mädchens. Er lauert Saskia Unger in der Trainingshalle auf, rasend vor Wut. War er es auch, der Elke Schetter in der Tatnacht erschlug?
 

Die Dreharbeiten zum WDR-Tatort „Tanzmariechen“ fanden vom 8. September bis 8. Oktober 2015 in Köln und Umgebung statt. Gedreht wurde unter anderem auf der Kölner Südbrücke, in der Altstadt und bei einer Baufirma.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (36 J. | Kinoliebhaberin)

Ich fühlte mich beim Sehen dieses Krimis ein wenig wie Kollege Max: unschlüssig, was ich mit dem Karnevals-Quark und der Herde kurzgeröckter Tanzmariechen anfangen sollte. Nicht mein Thema, dazu so zäh wie ne olle Kamelle erzählt.

Gerald (37 J. | IT-Nerd)

Karneval und Köln sind wohl untrennbar zusammen. Leider fehlt dieser Folge aus Köln das Tempo, es zieht sich wie das schon oft von mir erwähnte Kaugummi. Versöhnt wurde ich mit dieser Folge durch die unvermutete Täterwendung am Schluss. Ein Tatort der gesehen werden „kann“ mit der Note 3+.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Hauptkommissar Freddy Schenk – Dietmar Bär
Assistent Tobias Reisser – Patrick Abozen
Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth – Joe Bausch
Evelyn Pösel – Stella HolzEapfel
Paul Pösel – Luke Piplies
Rainer Pösel – Tristan Seith
Martina Pösel – Milena Dreißig
Günther Kowatsch – Herbert Knaup
Saskia Unger – Sinja Dieks
Annika Lobinger – Natalia Rudziewicz
David Mühlberger – Marc Rissmann
Elke Schetter – Katja Heinrich
Tanzgruppe De Heinzelmanncher zo Kölle e.V.
Tanzgruppe Kölsche Harlequins der KG Alt Köllen vun 1883 e.V.
Tanzcorps Fidele Sandhasen Oberlar e.V.
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Jürgen Werner
Regie – Thomas Jauch
Kamera – Clemens Messow
Szenenbild – Stefan Schönberg
Schnitt – Dagmar Lichius
Musik – Stephan Massimo

Video zur Tatort-Produktion

Bilder-Galerie zum Krimi aus Köln


30 Meinungen zum Tatort Folge 1011: Tanzmariechen

  • Anna Krechel • am 18.1.17 um 21:26 Uhr

    wie soll der neue Tatort folge Tanzmariechen aus sehen aus Köln mit Max Ballauf und Freddy Schenk wenn ich fragen darf ist der Anfang unterhaltsam
    oder ist es erst spannung wie fängt der Tatort an mit den beiden Komisare
    Max Ballauf und Freddy Schenk ist die Wurstbraterei wieder zu sehen bei
    Tatort aus köln wenn ich fragen darf, Ich bin auch nämlich tatort fan und ich
    mag die beiden Komisare Max Ballauf und Freddy Schenk sehr gerne im
    Tatort zu sehen die ist die einziege Tatort folge aus köln die ich sehr gerne
    gucke und ich freue mich schon auf den nässten Tatort folge aus köln zu sehen mit den thema Tanzmariechen ich freue mich schon drauf und ich hoffe das es unterhaltsam ist und spannend auch und ich hoffe das viele
    Zuschauer den neuen Tatort aus Köln mit den thema Tanzmariechen
    ansehen und das sie gut sind auch ich werde auf jeden fall den neuen Tatort aus Köln ansehen ich finde das thema Tanzmariechen sehr gut
    ich hoffe das sie so viele zuschauer ansehen können meinen bewertung
    gebe ich die besten 20 sterne an Max Ballauf und Freddy Schenk von mir


  • Thorsten • am 19.2.17 um 21:44 Uhr

    Einfach nur fad, dieser Pappnasentatort. Dass es die Mutter war, war doch schon bei ihrem ersten Auftritt klar.


  • Stecknadel • am 19.2.17 um 21:50 Uhr

    Ich fand die Folge super. … Tatort Köln hat meistens die besten Schauspieler! ! ! !
    Die Story war gut und spannend.
    Danke Ballauf und Schenk


  • Bani • am 19.2.17 um 21:56 Uhr

    War sehr in Ordnung würde ich sagen :)


  • TatortOtto • am 19.2.17 um 22:05 Uhr

    Der Friedhof in Köln vor dem Stadtkraftwerk :-) Das war wohl eher der Bergheimer Vorort Niederaußem!? :-P


  • Elisabeth Etoundi • am 19.2.17 um 22:10 Uhr

    Mir hat der Tatort gefallen, auch wenn die Täterin früh auszumachen war.
    Aber das stand meiner Meinung nach nicht unbedingt im Vordergrund.


  • Laju • am 19.2.17 um 22:23 Uhr

    Na, ja, ging so. Unaufgeregt, nachvollziehbar, aber auch sehr vorhersehbar.
    Wenigstens kein sinnloses, wirklichkeitsfremdes Geballere oder Action um jeden Preis.
    Der Kölner tatort ist mir immer noch der Liebste. Sympathische, authentische, hervorragende Schauspieler. Gute, wirklichkeitsnahe Fälle, glaubwürdig umgesetzt!


  • Bosi • am 19.2.17 um 22:24 Uhr

    Diesen Tatort fand ich besser, als erwartet.
    Alle Schauspieler top.
    Kuss mit upps, sehr mutig. !!!
    Tristan Seither spielt mit einer Mario Adorf Power. Hut ab – weiß nicht wie man schappo richtig schreibt.
    Grüße aus BW.


  • Bosi • am 19.2.17 um 22:28 Uhr

    Tristan Seith spitze.


  • Funkenmariechen • am 19.2.17 um 22:37 Uhr

    Eigentlich ganz OK, aber die Lösung war völlig sinnfrei. Die Mutter hätte eher den Vater erschlagen als die Trainerin. Die Trainerin gehörte gar nicht zum Verein und hat auch andere Truppen trainiert. Warum sollte sie die Vereinspokale oder -kleider verteidigen, zumal sie selbst die Mobberin rausschmeißen wollte? Und warum hätte grade die Mutter, die den ganzen Karnevalsmist rauswerfen wollte, ausgerechnet ihrer Tochter das blöde Kleid samt Pokal aufs Grab legen wollen? Paßt alles nicht. Da wäre der Bruder der bessere Mörder gewesen – selbst gequält, völlig unbeachtet, dass er immerhin seine Schwester verloren hat – keinen interessiert’s. Da hätte Rache noch irgendwie gepaßt.


  • DerWeihnachtsmann • am 19.2.17 um 22:44 Uhr

    @Anna Krechel
    selten so einen zu­sam­men­hang­losen Unsinn gelesen. Das is ja schlimm!

    ___________________

    Leider nur durchschnittlicher Tatort mit dem meiner Meinung nach bestem Duo.
    Täter wirkt etwas aus dem Hut gezaubert, naja besser als die ganzen „Refugee Tatorte“ in letzter Zeit.


  • Mark B. • am 19.2.17 um 23:16 Uhr

    Guter Tatort. Auch mal hinter die Kulissen geschaut. Das war auch schon beim Tatort, der hinter die Kulissen des Musikantenstadls sah, ziemlich aufschlussreich. Zum Glück gibts hier mit dem ARD einen Sender, der neben guten Politmagazinen auch in seinen Filmen mal die Dark side of the show beleuchtet.


  • Max • am 19.2.17 um 23:20 Uhr

    @Anna Krechel

    Ich glaube selbst der Google Translator ist verständlicher als Deine Texte…
    [Zensiert durch die Redaktion. Bitte bleiben Sie sachlich, danke.]

    Langweiliger Tatort mit nicht nachvollziehbarer Thematik.

    Ich hab mich die ganze Zeit gefragt, woher kenne ich nur diese Schauspielerin, bis
    ich sie irgendwann an ihren großen Nasenlöchern erkannt habe.

    Es war „Schirmchen“ Jennifer Schirrmann aus der Serie Stromberg! :-)


  • Benni • am 19.2.17 um 23:24 Uhr

    Warum sind am 11.11. die Bäume so grün? Verkleidet?


  • Tigerchen • am 20.2.17 um 0:18 Uhr

    Wieder ein sehr sehenswerter Tatort aus Köln !!!


  • Frank • am 20.2.17 um 8:19 Uhr

    Der Tatort Tanzmariechen bietet einen ungeschönten Einblick hinter die Kulissen des Karnevals. Für die tollen Tage wird das ganze Jahr über hart gearbeitet und um Positionen gerangelt. Wie so oft ist Geld und Netzwerk (Klüngel) wichtiger als Fähigkeit um am Ende der Session weit oben zu stehen, oder als Mariechen durch die Luft zu fliegen. Zum Ende wird der schöne Teil des Karnevals aus Konsumentensicht auch noch gezeigt, wenn der Karnevalsmüde Max Ballauf auf eine Party mitgeschleppt wird. Die beiden Ermittler gehören immer zum Besten, schön auch das Tobias Reisser immer stärker eingebunden wird. Er lieferte die entscheidenden Hinweise für die Ermittlung und sein Lebenspartner wurde auch eingebunden. Ansonsten klassische Krimigeschichte mit absehbarer Lösung, wenn auch die Täterin etwas aus dem Hut gezaubert wurde. Volle fünf Sterne.


  • Hanz W. • am 20.2.17 um 8:41 Uhr

    Guter, „klassischer“ Tatort um unerfüllte Träume und übersteigerten Ehrgeiz, der gerne auch mal an die Kinder weitergegeben wird. Der Karneval für manche der Figuren als das „eigentliche“ Leben, für das alles getan wird, bis halt der schöne – oder auch un-schöne – Schein nicht mehr aufrechtzuerhalten ist. Am Schluss gar mit einem leicht tragischen touch.
    Recht unaufgeregt in Szene gesetzt, der Blick in die Eifersüchteleien hinter die Kulissen einer solchen Tanzgruppe nicht ganz neu, aber solide, gradeaus gespielt. 3,5 Sterne, gerne aufgerundet.


  • spiderman916 • am 20.2.17 um 9:59 Uhr

    Durchschnittlich und sehr vorhersehbar. Trotzdem unterhaltsam.


  • Kölner • am 20.2.17 um 11:08 Uhr

    Langweilig, vorhersehbar und klischeehaft. Die Kulisse der Tanzgarde hätte auch durch jeden anderen Sportverein ersetzt werden können und der Versuch, einen Blick ins Innenleben des Karnevals zu geben, ist kläglich gescheitert.
    Außerdem fragt man sich, warum krampfhaft versucht wird, eine Form von Dialekt zu sprechen, der so schlecht ist, dass einem die Ohren weh tun.
    Liebe Regisseure in Deutschland „allet“ ist kein kölsches Wort!!!!! Nur um ein ganz schlimmes Beispiel zu nennen.
    Außerdem haben die abgehalfterten Kommissare Schenk und Ballauf haben ihren Zenit deutlich überschritten. Der Lokalkolorit, den ein Tatort ausmachen sollte, ist im Kölner Tatort fast gar nicht zu erkennen, obwohl die Stadt so viel positives wie auch negatives zu bieten hätte.
    Die


  • Caro • am 20.2.17 um 11:13 Uhr

    Ein gewöhnlicher TO mit aktuellem Thema. Gefiel mir gut. Ganz klassisch, gut gespielt, hätte bestenfalls etwas spannender sein können.


  • T. • am 20.2.17 um 16:34 Uhr

    …ist es jemand aufgefallen, dass auf dem Grabkreuz der Name Evelyn falsch geschrieben wurde, nämlich Eveyln.
    Peinlich, peinlich


  • alter Fan • am 20.2.17 um 21:23 Uhr

    guter TO – hätte sicher an mancher Stelle auch etwas spannender sein können , die Story an sich war doch schon emotional spannend genug – Action wäre da wohl eher fehl am Platz gewesen . Mir hat der Köllner jedenfalls gut gefallen , und ich hoffe nur , dieses äußerst sympatische Ermittlerteam bleibt dem Tatortfan noch lange erhalten . So ein TO gerät doch am besten ohne das ganze aufgedrückte “ aktuell politische Zeigefinger Anhängsel “ – gute Storys schreibt das Leben auch in Deutschland und dazu noch innerhalb der Ureinwohner.
    P.S. Ich bin kein Nazi aber seit Jahrzehnten leidenschaftlicher TO Fan ; hab´zudem kein Verständnis dafür , daß sich vielleicht der selbsternannte Flüchtlingrat noch in die Tatorredaktion eingeschlichen hat – bei “ Lindenstrasse hat das ja schon exzellent funktioniert .


  • Jvd • am 20.2.17 um 21:47 Uhr

    Ganz schlechter TO. Eine unerwartete Wendung and am Ende war es leider auch nicht. Nach der ersten Szene, in welcher der Täter vorkam, war eigentlich klar, wer es war. Schade, der Karneval bietet so ein breites Spektrum…


  • MoMi • am 21.2.17 um 19:23 Uhr

    Solider guter Tatort mit der üblichen Glanzleistungen von Freddy und Ballauf. Story passend zu Köln und der Karnevalszeit. Man könnte auch den Tatort transferieren in die Eiskunstlauf-Szene mit den nervösen Eltern, die ihre Mädels und Jungen durch Trainer zu Höchstleistungen „motivieren“ . Diesem Nachwuchs kann es so gehen wir Evelyn und Paul. Abgesehen davon wie heute auch mit den sog. Social-Media umgegangen wird und die Jugend hinter ihrer Handy-Fassade andere Jugendliche erpressen kann.
    Alles in allem ein unterhaltsamer Tatort Abend. Danke dafür.


  • Sir Sherlock • am 21.2.17 um 20:06 Uhr

    Die Story hat noch ein bisschen Luft nach oben. Ein paar kleine Fehler, aber die Schauspieler wie meistens im Köln -Tatort top.


  • Dirk • am 22.2.17 um 19:41 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 1011 aus der Dom-Stadt Köln, die liegt am Rhein. Fast hätte ich geschrieben fünfundzwanzig Sterne ist der wert, geht aber leider nicht. Die Hauptkommissare der dortigen Landpolizei, der Ballauf und der Schenk, ermitteln mit ihrer liebesbedürftigen Bürokraft, den Reisser, in verschiedenen Todesfällen des, ja tatsächlich, Kölner Karnevals. Wer den Kölner Karneval kennt, mit allen Hintergründen und Ereignissen, weiß, Randstein wurde hier gezeigt. Nicht schlecht, aber Ramstein. Unlogischer Selbstmord, unlogischer Mord, nicht näher erfragter Selbsttötungsversuch. Selber jahrelang in Köln wohnhaft gewesen, war ich nicht einmal mit der Familie als Zuschauer dabei. Jetzt weiß ich wieder warum! Aber, die eingespielten sinnentleerten Platitüden, zeigten doch eine gewisse Gnädigkeit mit dem unbekannten Tatort-Fernsehfilm-Publikum auf. Man konnte, ohne wissenswerte Sachverhalte verpasst zu haben, den Kühlschrank aufsuchen. Prima.


  • Colorwriter • am 23.2.17 um 10:19 Uhr

    Gut gemeint und, wegen dem schlechten Drehbuch, nicht besser machbar…

    Kaum Lokakolorit, keiner redet Kölsch…

    Sehenswert:

    Der colle Assistent knutscht mit seinem Freund!

    Und ein neuer Mario Adorf!!!

    Das Mordmotiv.

    Warum die Mutter die Trainerin umbringt, im Affekt, ist nicht zu verstehen. Dass sie stattdessen die Mobberin und Konkurrentin erschlägt, war wohl zu einfach. Und da muss dann eben ein Konstrukt daher kommen. Das Mordopfer verweigert ihr, die Sachen ihres Kindes und den von der Tochter erkämpften Pokal her zu geben..

    Na klar. Wie logisch! Die Trainerin ist doch dahinter gekommen, warum die Tochter Selbstmord begangen hat. – Und will die Mobberin rauswerfen, steht kurz davor, den miesen Vereins“chef“ wegen dessen Affäre mit einem anderen Tanzmariechen, genau dazu zu zwingen. Und kommt dann ausgerechnet der trauernden Mutter quer… Wie unlogisch!

    Aber gewollt, um die Handlung in die Länge zu ziehen.

    Schade.

    Macht Null von 5 Sternen.

    Ich hätte mir da weibliche Solidarität gewünscht, sprich die Mutter, und die Trainerin lassen den Vereinschef so richtig rafiniert vor die Pumpe laufen…

    Für die Schauspieler, die allesamt eine Spitzenleistung zeigen und nichts für dieses Drittklassige Drehbuch können, gebe ich daher 3 Sterne.


  • CarstenH • am 23.2.17 um 21:29 Uhr

    Ich fand die Story fade, die Schauspieler zu bemüht, keine Spannung, kaum Witz, alles in allem sehr seichte Kost. Dazu kommt noch meine Abneigung gegen den Karnevall. Schenk und Ballauf haben in meinen Augen ihren Zenit vor einiger Zeit erreicht, die Geschichten scheinen auserzählt.


  • arte-Versteher • am 24.2.17 um 10:53 Uhr

    Ich wollte nichts zu dieser Folge schreiben, denn ich fand sie für das ARD-Flaggschiff am Sonntagabend sehr schwach – was ich ungern hier hinschreibe, weil ich die beiden altmodisch sozialpädagogisch angelegten Figuren Max und Freddy an sich sehr mag.

    CarstenH hat mich nun veranlasst, doch etwas zu ergänzen. Ich kann sein Statement unterstreichen, allerdings möchte ich seinen letzten Satz etwas modifizieren. Ich glaube nicht, dass die Geschichten auserzählt sind, wie könnte das in einer Stadt wie Köln der Fall sein!? Und dass die Interaktion von zwei alten Schlachtrössern immer wieder neu „erfunden“ werden kann, zeigen m.E. Franz und Ivo in München. Auch dort ist nicht jeder Schuss ein Treffer, aber dennoch gelingt immer mal wieder eine dezente Frischblutzufuhr – wie etwa in der innovativ und dennoch ohne allzu anstrengende künstlerische Verrenkungen erzählten Folge 997 (Die Wahrheit).

    Was ist also das Problem in Köln? Meines Erachtens ist es die absolute Mutlosigkeit, die ErzählWEISE etwas vom altbackenen Staub der Jahrzehnte zu befreien. Und mit Erzählweise meine ich die Art, wie man so eine Geschichte entwickelt und aufrollt, nicht solche albernen Pseudotabubrüche wie das Geknutsche auf dem Kommissariatsflur. Ich musste nachschauen, hatte die Zahl nicht parat: Der legendäre Kuss zwischen Carsten Flöter und Robert Engel in der Lindenstraße stammt aus dem vergangenen Jahrtausend, genau gesagt aus dem Jahr 1990. Um die gleiche Zeit ist offenbar auch die Dramaturgie dieses Köln-TOs stehengeblieben.

    Also aus meiner Sicht die Bitte: Weniger Mätzchen zum Aufpeppen, sondern mal grundsätzlich drüber nachdenken, ob diese unfassbare biedere Erzählweise anno 2017 wirklich noch im Hauptprogramm trägt.

    Einen Stern für Max, einen für Freddy. Bitte gebt ihnen bessere Drehbücher.


  • DerAndi • am 27.2.17 um 0:23 Uhr

    …und dann war da noch der Rechtschreibfehler auf dem Grabkreuz der Tochter… :-)


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