Tatort Folge 1017: Fangschuss



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Im 31. Münsteraner Tatort mit dem Titel „Fangschuss“ büffelt der versnobte Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) nicht nur für seine mündliche Jagdprüfung, sein Kollege Thiel (Axel Prahl) von der Mordkommission steht außerdem vor der heiklen Frage: Ist Leila, die junge Frau mit dem schlumpfblau gefärbten Haar, die plötzlich vor seiner Wohnungstür steht, tatsächlich seine Tochter? Als ein früherer, vermeintlicher Kandidat für die Vaterschaft mit einem Pistolenschuss in den Schädel regelrecht hingerichtet wird, begibt sich die toughe Leila in äußerste Gefahr …

Der lang ersehnte neue Tatort-Krimi aus der westfälischen Domstadt feiert am Sonntag, den 2. April 2017 um 20.15 Uhr im Ersten Programm der ARD seine TV-Premiere. Es ist davon auszugehen, dass die Erwartungen des Publikums gewohnt hoch sind und die Einschaltquote die Zehn-Millionen-Hürde zweifelsohne knacken wird.

Update vom 03.04.2017:
Tatsächlich hat der Tatort „Fangschuss“ aus Münster den eigenen Quotenrekord geknackt. Mit 14,56 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 39,6 Prozent hat „Fangschuss“ die Tatort-Folge „Schwanensee“ (13,63 Mio. bei Erstausstrahlung am 08.11.2015) als quotenstärksten Tatort seit 1992 abgelöst.

Inhalt der Tatort-Folge „Fangschuss“

„Wie hoch muss bei Abgabe eines Fangschusses auf Schalenwild die Mündungsenergie mindestens sein? – 200 Kilojoule. Jaaa! Du bist gut. Du bist richtig gut, K. F., hm!“ Selbst am Tatort paukt Karl-Friedrich Boerne noch die Grundlagen für die Jagd. Nur noch wenige Tage trennen den kauzigen Mediziner nämlich von seinem heißbegehrten Jagdschein – dann ist Prüfung! Wäre das nicht bereits Stress genug, plagen den Professor Sorgen um seine lichter werdende Haarpracht. Androgenetische Alopezie – der anlagenbedingte Haarausfall -, so lautet Professor Boernes Diagnose zu seinem eigenen großen Leidwesen. Danke, Papa.

Die Gerichtsmedizinerin Silke „Alberich“ Haller fällt der kreisrunde Haarausfall als Erste auf und sie ist sich keineswegs zu schade, ihren Chef mit aller gebotenen Indiskretion auf ihre Entdeckung aufmerksam zu machen. Eitel, wie Karl-Friedrich nun einmal ist, holt der sich sofort Rat von seinem Friseur Christian und bekommt den wertvollen Tipp über ein geheimes Haarpräparat, das sich allerdings noch in der Testphase befindet. Dr. Freya Freytag, Vorsitzende der Münsteraner Jagdgesellschaft 1961 e.V. und Teil des Prüfungsausschusses für Boernes Jagdprüfung, ist zufälligerweise jene Person, die das wundersame Haarwuchsmittel entwickelt hat. Karl-Friedrich Boerne setzt fortan alles daran, die Tinktur in die Finger zu bekommen. Und bietet sich freiwillig als Versuchskaninchen an.

Währenddessen hat Hauptkommissar Frank Thiel ganz andere Probleme. Gerade hat er seine Sporttasche gepackt und will zum Fitnessstudio aufbrechen, da ruft Kommissarin Nadeshda Krusenstern auf seinem Handy an. Hektisch nimmt er ab und lässt sich die dringenden Neuigkeiten zu einem neuen Fall erläutern – da klingelt es an der Wohnungstür. Thiel ist genervt. Er öffnet die Tür und starrt in das Gesicht einer fremden Frau Anfang Zwanzig, mit blau gefärbtem Haar und lässiger Kleidung. Schnell wimmelt der Fahnder die Dame ab und knallt ihr die Tür vor der Nase zu. Der Fahnder muss jetzt schleunigst zum Tatort, wo sich ein junger, sportlicher Mann namens Sebastian Sandberg vom Balkon seiner Wohnung in die Tiefe gestürzt hat. Auch Prof. Boerne ist bereits vor Ort und stimmt Frank Thiels erstem Eindruck zu: Die Fakten deuten zwar auf Selbstmord, zugegeben, doch kann die Trennung von seiner Freundin Leni den IT-Experten tatsächlich in den Tod getrieben haben? Einbruchsspuren in der Wohnung lassen eine weitere These zum vermeintlichen Suizid zu.

Thiel und Krusenstern nehmen die Ermittlungen im Fall „Fangschuss“ auf. Als der Kommissar erneut vor seiner Wohnung auf die vorlaute Leila trifft, offenbart die ihm endlich, dass sie ihn für ihren Vater hält. Frank Thiel ist erschüttert, als er die Zusammenhänge erfährt: Aus einem einstigen Flirt mit der Mannheimerin „Biggi“ im August 1994, Thiel war gerade Kommissaranwärter, soll Leila entstanden sein. Im Mai ’95 kam das Mädchen auf die Welt. Der bekannte Journalist Jens Offergeld, der im gleichen Zeitraum wie Frank Thiel eine Affäre mit Biggi hatte, kommt aufgrund seiner Sterilisation nicht in Frage für eine Vaterschaft. Den Namen dieses Mannes verschweigt Leila gegenüber Frank aber.

Nun hat jene Biggi Speicheldrüsenkrebs im Endstadium; Leila wird bald vollkommen auf sich allein gestellt sein. Was soll Thiel nur mit der selbstbewussten jungen Frau anfangen? Er nimmt sie, wenn auch zunächst mit größter Skepsis, in seiner Wohnung auf.

Als der Münsteraner Ermittler Thiel zu einem weiteren Leichenfund gerufen wird, wird Leila plötzlich hellhörig. Ein Toter wurde in Schonebeck nahe Münster entdeckt! Begleiten darf sie ihren mutmaßlichen Vater zwar nicht zum Tatort, jedoch ahnt die junge Frau bereits, wer da mit einem Kopfschuss hingerichtet wurde: Offergeld. Sie war bei ihm, als er von einem Fremden bedroht wurde, und konnte als einzige Zeugin flüchten. Seitdem hält Leila Wagner über ihr Smartphone Kontakt zu dem Mörder des Enthüllungsjournalisten, das ist ihr gut gehütetes Geheimnis.

Worin war Jens Offergeld verwickelt? Und welche Rolle spielte Sebastian Sandberg dabei? Frank Thiel ahnt von den Verwicklungen Leilas nichts …

 
Der titelgebende Fangschuss ist in der Jägersprache eine Bezeichnung für den Gnadenschuss, der angewendet wird um schwer verletztes Wild zu töten. Nach einem Verkehrsunfall ist häufig solch ein Fangschuss notwendig, um ein Tier von seinem Leid zu erlösen. Der Jäger nutzt hierfür eine spezielle Kurzwaffe, beispielsweise eine großkalibrige Pistole, und schießt in den Kopf (= Haupt) oder den Hals (= Träger) des Wilds; dies ist eine sehr schnelle und beinahe schmerzlose Tötungsart, da sofort alle Reflexe, die Atmung und der Herzschlag aussetzen.

Die Dreharbeiten zum 31. Münster-Tatort des WDR begannen am 2. November 2016 und endeten einen Monat später, am 2. Dezember. Gefilmt wurde dabei in Münster, Köln, Erftstadt und Umgebung. Münsteraner und Münsters Touristen werden das LWL-Museum für Kunst und Kultur in der Innenstadt wiedererkennen, ebenso das bekannte Rathaus und dessen Innenhof am Stadthaus I. Die Szenen im Wald wurden am Köttinger Concordiasee in Erfstadt gedreht; für zwei Drehtage versammelte sich hier das 40-köpfige Filmteam. Auf einer Wiese wurde extra für den TV-Krimi ein Hochsitz errichtet, in dem Dr. Boerne und Dr. Freytag auf das Wild warten.

Regisseur dieser Tatort-Folge mit der offiziellen Nummer 1017 war der US-Amerikaner Buddy Giovinazzo, der 1957 in New York City geboren wurde. Der Filmemacher ist selbst auch als Krimiautor aktiv und drehte in der Vergangenheit bereits vier Tatorte: 2003 „Dreimal schwarzer Kater“ (Tatort-Folge 543), ebenfalls ein Fall von Thiel und Boerne, 2006 den Borowski-Krimi „Das Ende des Schweigens“ (Tatort-Folge 655), 2009 „Platt gemacht“ (Tatort-Folge 742) mit Ballauf und Schenk aus Köln und 2011 „Rendezvous mit dem Tod“ (Tatort-Folge 791) mit Saalfeld und Keppler.

Zu dem Verhältnis der zwei Zankhähne Frank Thiel und Karl-Friedrich Boerne erklärte Giovinazzo gegenüber dem WDR: „Sie passen zusammen wie Fred Astaire und Ginger Rogers. – Allerdings bin ich mir nicht sicher, welcher von beiden Ginger Rogers ist.“

Die Autoren Stefan Cantz und Jan Hinter, die für „Fangschuss“ verantwortlich sind, schrieben bereits die Vorlage für den ersten Münster-Tatort „Der dunkle Fleck“ (Tatort-Folge 511) aus dem Jahr 2002.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (37 J. | Kinoliebhaberin)

Fans des Münster-Tatorts werden an diesem Fall ihre wahre Freude haben, denn die Wortgefechte zwischen Thiel & Boerne sitzen. Und vermutlich wird diesem Team sogar verziehen, dass das Prrivatleben eines Kommissars beinahe in den Vordergrund der Geschichte rückt … 2 minus von mir.

Gerald (37 J. | IT-Nerd)

Als Münsteraner ist man natürlich „Lokalpatriot“, und diesem Fall besonders gerne. Ich freue mich, dass der WDR mit dem LWL-Museum, Rathaus und Stadthaus einprägsame Drehorte gefunden hat. Da fallen die teils langatmigen Dialoge zwischen Tochter und Vater gar nicht mehr so auf. Von mir ein „Einschalten!“, Münster lohnt sich.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Frank Thiel – Axel Prahl
Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne – Jan Josef Liefers
Kommissarin Nadeshda Krusenstern – Friederike Kempter
Rechtsmedizinerin Silke „Alberich“ Haller – ChrisTine Urspruch
Staatsanwältin Wilhelmine Klemm – Mechthild Großmann
Taxifahrer Herbert „Vaddern“ Thiel – Claus D. Clausnitzer
Leila Wagner – Janina Fautz
Jens Offergeld – Christian Maria Goebel
Dr. Freya Freytag – Jeanette Hain
Annika Kühn – Leni Wesselmann
Paul Gebhard – André M. Hennicke
Horst Martens – Michael Schenk
Christiane Gebhard – Britta Dirks
Friseur Christian – Jan Dose
Dr. Bürli – Heinrich Cuipers
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Stefan Cantz, Jan Hinter
Regie – Buddy Giovinazzo
Kamera – Kay Gauditz
Szenenbild – Frank Polosek
Schnitt – Bernd Schriever
Ton – Wolfgang Wirtz, Sebastian Leukert
Musik – Günther Illi

Video zur Tatort-Produktion

Bilder-Galerie zum Krimi aus Münster


41 Meinungen zum Tatort Folge 1017: Fangschuss

  • Gottlieb • am 22.3.17 um 19:06 Uhr

    Freue mich heute schon auf diesen Krimi mit dem einzigartigen Ermittlerduo, wobei ich auch die anderen bewährten Darsteller nicht vergessen will. Hoffentlich muß Boerne nicht mal wieder im Sinne des rotgrünen Zeitgeistes als Depp dastehen.


  • Klaus Bilz • am 2.4.17 um 5:24 Uhr

    Man muss sie mögen oder man lässt es.
    Wir freuen uns schon auf heute Abend.
    TATORT ist eben ein Muss am Sonntagabend.
    Boerne und Thiel ein Ermittlerduo mit Esprit.
    Für mich manchmal wie Stan Laurel und Oliver Hardy.
    Für alle denen diese beiden Namen​ nichts sagen.
    O.Hardy u. S.Laurel wären Dick und Doof


  • Rumo • am 2.4.17 um 10:29 Uhr

    Zitat Christian Buß:
    „Vor Ausstrahlung bitte ein paar Schnäpse trinken.“

    PS: Diesen seinen guten Rat werde ich wohl berherzigen.
    Um nämlich heute Abend nicht (wieder) in Versuchung zu geraten, einen anderen TV-Sender zu wählen…
    ;-()


  • Kreuzotter • am 2.4.17 um 13:41 Uhr

    Ich muss hier mal gegen bewerten, da hier bereits mit 5 Sternen bewertet wurde, ohne den Tatort gesehen zu haben.


  • Kreuzotterdotter • am 2.4.17 um 14:36 Uhr

    Nur weil man ihn nicht gesehen hat, darf man sich nicht freuen ? Sollte er sich nur halb freuen ? Entweder ich will eine Pizza essen oder eben nicht. ICH freue mich auch drauf, also 5 Sterne. Oder vielleicht nur 3 weil ich ja misstrauisch sein könnte ob er meinen Egoismus vielleicht nicht befriedige? No! 5 Sterne weil das Gefühl stimmt!


  • Steffix • am 2.4.17 um 18:52 Uhr

    Hah – dann setze ich mal ALL IN (5 Sterne) und schau mal wie das heitere Sternchensetzen weitergeht wenn der Tatort wirklich gelaufen ist.


  • rk • am 2.4.17 um 19:44 Uhr

    Wäre schön, wenn man das pseudointellektuelle Genuschele nicht auch noch mit pseudodramatischer Musik unterlegen würde. Thiel und Boerne wie immer Extraklasse.


  • Daniel Maier • am 2.4.17 um 20:28 Uhr

    Grottenschlecht gespielt, langweilig von Anfang an, einfach nur ätzend.


  • Sabina • am 2.4.17 um 20:44 Uhr

    Schade, dies war der schlechteste Tatort aller Zeiten.


  • Martin M. • am 2.4.17 um 20:52 Uhr

    Herrlich, einfach herrlich :-)


  • BG • am 2.4.17 um 21:03 Uhr

    Ich fand ihn nach den ganzen merkwürdigen TOs in diesem Jahr erfrischend gut. Die Münsteraner beherschen es vorbildlich, eine Geschichte spannend und witzig, ohne dass es gleich in Klamauk ausartet,zu präsentieren…


  • Kradmelder • am 2.4.17 um 21:23 Uhr

    Die Absurditäten sind Programm, die Dialoge machen wie immer Spaß, in diesem Fall vor dem Hintergrund von Börnes Jagdschein-Ambitionen und Verwendung der dazugehörigen sprachlichen Besonderheiten. Sehr angenehm gegenüber den meisten anderen Krimi-Fernsehproduktionen der letzten Zeit ist, dass die Protagonisten nicht mit privaten Schwierigkeiten überfrachtet werden, um den Figuren eine vermeintliche Tiefe zu verleihen, die niemand braucht. Entspannter Krimispaß ohne große Ansprüche, dafür mit Leichtigkeit und Unterhaltungswert. Gute Mischung, mir gefällt’s.


  • D.B. • am 2.4.17 um 21:25 Uhr

    Immer wieder unterhaltsam, die Münsteraner.


  • Nicole Eder • am 2.4.17 um 21:58 Uhr

    Eine schlichte Katastrophe. Der blaugefärbte Jungstar ist eine einzige Zumutung. Janine Fautz , die man schon öfter, auch im Österreich Tatort bewundern durfte, ist von einer penetranten Selbstgefälligkeit, was sich auf jede Ihrer Rollen durchschlägt. Man spürt förmlich, dass Sie sich selbst spielt und die freche Göre als Kompensation ihrer Zwergenhaftigkeit einsetzt . So nach dem Motto die Flucht nach Form. Da kann man nur sagen, irgendwann muss man aufhören ein Kinderstar sein zu willen. Ausserdem bekommt dieser ohnehin miserabel Tatort dadurch zusätzlich den Charakter eines Jugendfilms, den man höchstens am Sonntag Nachmittag im Kinderprogramm verstecken kann. Ein übriges tut dann auch noch die vor Klischee strotzende Handlung. Jeder Journalist hängt sein Recherche Material heute im Zeitalter des Computers auf die „Wäscheleine“, der böse Pharmakonzern ist auch noch da. Und Thiel ist als Krimikommissar extrem naiv, wenn es um seine Zeugungsfähigkeit geht. Das er seiner, wie immer an, Krebs erkrankten Expartnerin, keinerlei Aufmerksamkeit schenkt. usw…. Der Tatort – und das ist nicht erst durch diesen schlechten Münster Tatort – evident – geht den Weg des ganzen öffentlich rechtlichen Fernsehens, – siehe Wetten das – den Weg in die „Geschichte“.
    Mit freundlichen Grüßen
    Nicole


  • WolfG • am 2.4.17 um 22:17 Uhr

    Müde Gags, nahezu spannungsfreie Handlung, als TO nicht akzeptabel.


  • MM223 • am 2.4.17 um 22:20 Uhr

    Ich fühlte mich gut unterhalten. Das ist ja leider inzwischen die Ausnahme bei den Tatorten.


  • G. E. Rücht • am 2.4.17 um 22:22 Uhr

    Bei den Münsteranern weis man wenigstens, was man bekommt.
    Wie ein ZACK-Comic. Spaß, Spannung, Abenteuer. ;-)


  • Rudolf • am 2.4.17 um 22:35 Uhr

    Hat Spass gemacht. Es gibt bessere und weniger gute Münsteraner TO, der heute war für mich im Mittelfeld, aber es hat immer Niveau, ist spannend und speziell.
    Grosses Lob für Janina Fautz als Leila, war aber nicht nur von der schauspielerischen Seite gut, auch die Rolle war interessant und ansprechend.


  • Steve • am 3.4.17 um 0:33 Uhr

    Tatort Münster lohnt sich immer! Auch diesmal. Nicht Thiel und Boerne’s #1 aber trotzdem deutlich besser als viele andere ’neue‘ Tatort Filme aus anderen Regionen.


  • Nicht nur sonntags • am 3.4.17 um 1:19 Uhr

    Naja – drei Sterne – Münster-Bonus. Aber die Göre ging ja gar nicht. Gehen die heute noch auf eine Schauspielschule? Das Sprechen lernt man dort nicht, wie? Hab in jedem Satz min. ein Wort auch nach Zurückspulen nicht verstanden – und dieses aufgesetzte Gehabe, mit sich selbstsprechenderweise …


  • Flixi • am 3.4.17 um 6:38 Uhr

    Dies Rezension schreibe ich nach dem ersten gucken. Werde ihn mir noch mehrmals angucken, weil sich meine Meinung dann noch ändert, weil ich neue Aspekte sehe.

    Nicht nur Sonntags Bewertung kann ich mich anschließen. Drei Sterne sind Münster-Bonus.

    Spannung war kaum vorhanden, das die Mordermittlung anscheinend nur zweitrangig waren, was allerdings in Münster meistens der Fall ist. Der Wortwitz kam ab und an vor. Glücklicherweise hat man diesmal auf peinlichen, albernen Klamauk verzichtet. Vaddern gar nicht vorhanden, da Urlaub. Alberich und Klemm in kleinen Szenen viel zu selten zu sehen. Nadeshda hat mir diesmal recht gut gefallen. Die Geschichte war viel zu blauhaariglastig. Irgendein Filmkritiker hat geschrieben, dass die Schauspielerin zum festen Stamm gehören sollte. Ich denke und hoffe, dass das nicht der Fall sein wird, denn Münster ist Thiel und Boerne. Auch das kam mir deutlich zu kurz. Thiel war mehr mit seinem Privatleben als mit dem Fall beschäftigt, Boerne viel zu selten zu sehen. Glücklicherweise – auch wenn ich es befürchtet hatte – diesmal nicht in das Lächerliche gezogen und diesmal auch nicht als reiner Unsympath dargestellt. Ein positiver Faktor dieser Folge.

    Ich muss Rudolf widersprechen. Einige der neueren Tatorte waren weder spannend, noch hatten sie sonderlich viel Niveau, siehe Das Wunder von Wolbeck, Summ Summ Summ. Fangschuss gehört – im Moment – für mich sicher zu den schlechteren Folgen, aber dennoch besser als die besagten.


  • Frank • am 3.4.17 um 6:53 Uhr

    „Noch grausamer als sonst“, könnte der Untertitel dieser Folge sein. Für mich ein Zeichen, dass sich der Klamauk von Münster totgelaufen hat. Natürlich steht die Story ja nie im Vordergrund beim Duo Thiel / Boerne, der „Wortwitz“, wie Flixi schreibt, wird auch immer lahmer, alles schon mal dagewesen. Hätte auch eine Wiederholung sein können. Einzig die Verfolgungsszenen mit Leila waren sehr gut umgesetzt (Danke an die Kamera), passten aber einfach nicht in das Umfeld dieser Klimbim…, äh nein: Tatort ist unser Leben – Folge.


  • arte-Versteher • am 3.4.17 um 7:21 Uhr

    Stefan Cantz und Jan Hinter haben mit den Figuren Thiel und Boerne offenbar nichts mehr vor – außer Sendezeit zu füllen. Schade drum.

    Eine Komödie lebt (wie das Drama) von den grundsätzlichen Ideen, die darin verhandelt werden. Idee eins dieses TO: Ein Mann erfährt, dass er möglicherweise eine Tochter hat, von der er bislang nichts wusste. Das kann etwas in ihm auslösen, ihn emotional in eine Ausnahmesituation bringen, ihn aufwühlen, ihn komplett durcheinanderbringen und ihn „dumme Sachen“ machen lassen. Nicht so bei dem Thiel, der hier ins Drehbuch geschrieben wurde. Och jo, vielleicht ist sie meine Tochter, vielleicht auch nicht, was soll’s. Diese Beliebigkeit und Wurstigkeit in der Haltung der Figur verhindert schon im Ansatz, dass sich hier irgendeine witzige Wendung ergeben könnte. Es gibt eine Szene, die den Kern eines Konflikts enthält, aber sie trägt nicht und wird deshalb von den Drehbuchautoren nach zwei Minuten lieblos abgewürgt: Boerne erfährt von der DNA-Probe des Schlumpfhaares, die Alberich im Institut vornimmt. Dann kommt ein ganz unmotivierter Ausbruch Boernes: „Hoho, das wird Thiel vernichten!“ Was natürlich völliger Quatsch ist. Das hätte in den ersten Thiel/Boerne-Filmchen funktioniert, als beide einander noch feindlich gesinnt waren und Boerne den Frischling Thiel schnell wieder aus Münster wegekeln wollen. Aber nun, nachdem sich die beiden über viele Folgen zu einem Verhältnis „Was sich liebt, das neckt sich“ zusammengerauft haben, ist das völlig sinn- und witzlos. So wird dieser mögliche böse Zauber Boernes noch in der gleichen Szene völlig witzlos durch Alberich neutralisiert, indem sie wie ein schlechter Zauberer einen Gegenzauber aus dem Hut zieht: Sie kann ihrerseits Boerne unter Druck setzen, weil sie sein dubioses Haarwuchsmittel findet. Würden die Autoren dem Konflikt vertrauen, könnten sie viele lustige Szenen um diesen Kern herumbauen. Tun sie aber nicht, sie frühstücken das alles in einem Kurzdialog ab, der wie ein Fremdkörper in diesem Film wirkt.

    Idee zwei dieses TO: Der obergescheite Boerne macht sich aus Eitelkeit mit dem Haarwuchsmittel zum Deppen. Die einzige Szene, bei der ich wirklich schmunzeln musste, war, als der Bericht mit den Risiken und Nebenwirkungen dieses Mittelchens aus dem Drucker kam. Nun würde man annehmen, dass Superbrain und Hypochonder Boerne sofort in Panik ausbricht und an sich alle möglichen Symptome einer Vergiftung entdeckt. Dafür ist aber leider keine Zeit mehr, denn wir sind schon auf der Zielgeraden, und nun muss schnellschnell noch der „Fall“ aufgeklärt werden. Erst als das erreicht ist, fällt es Boerne in einer der letzten Szenen wie Schuppen von den Augen und er muss den Zuschauern, die es möglicherweise bis hierhin noch nicht verstanden haben sollten, in die Kamera sagen: „Oh Gott, und das Zeug hab ich genommen!“ Witz, komm raus, du bist umzingelt.

    Bitte Herr Cantz, bitte Herr Hinter, entwickeln Sie noch mal den Ehrgeiz, für Thiel/Boerne eine Komödie zu schreiben. Sie können es, keine Frage! Aber das hier war lieblos, belanglos und unter Münsteraner Niveau.


  • MoMi • am 3.4.17 um 9:06 Uhr

    Einer der schlechtesten Münster Tatorte insgesamt gesehen. Positiv wie immer die Kabbeleien zwischen Thiel und Boerne und erfrischend auch der „Blaue Engel“ Leila als Jungstar. Ein unterhaltsamer, braver, gut gedrehter Tatort für einen entspannenden Sonntagabend ohne grossen Hintergrund. Warum musste auch noch Schweizer einen Satz sagen und dann noch nicht mal richtig Schwyzerdütsch sprechen………. Weglassen…..Hoffentlich wird der nächste Münster TO wieder top und mit dem Althippie der ja jetzt in Goa im Urlaub weilt: „Deine Pflanzen werden bei deinen Rückkehr wie du aussehen – braun“ Top-Spruch finde ich.


  • Romy • am 3.4.17 um 9:23 Uhr

    Also Teilen einiger Rezensionen gebe ich recht, manchmal wirkte es etwas stumpf, aber der Münster-Bonus ist nicht wegzudenken. Mir geht einfach das Herz auf, wenn ich die beiden sehe. Frau Klemm hatte für meinen Geschmack zu wenig Spielzeit, Nadeshda hat mir gut gefallen. Ich schätze die Dialoge zwischen Alberich und Boerne immer noch sehr, aber ich wünsche mir für den nächsten Münsteraner Tatort etwas mehr Story und V.A. Fokus auf die Story, mehr altbewährte Figuren, und schon stehe ich wieder guten Gewissens dahinter. :-)


  • Patrick • am 3.4.17 um 12:30 Uhr

    Ich habe gestern Abend genau das gesehen, was ich sehen wollte. Eine humorvolle, entspannende Sonntagabendunterhaltung ohne Psychokram und sonstige Experimente. Ich mag die herrlichen Wortspielereien zwischen den Protagonisten. Auch nach der mittlerweile 31. Folge hat sich das nicht geändert. Natürlich gibt es auch beim Münster-Tatort Unterschiede, was die Qualität betrifft und vielleicht gehörte dieser Tatort nicht zu den Allerbesten des Teams. Aber ich habe mich hervorragend unterhalten gefühlt und nur darauf kommt es mir an.


  • Molly • am 3.4.17 um 16:45 Uhr

    Es muss doch möglich sein, den Münsteranern mal wieder ein spritziges Drehbuch zu schreiben. Man freut sich immer drauf und ist dann irgendwie enttäuscht. Janina Fautz ist auch kein Glücksgriff.


  • Dirk • am 3.4.17 um 20:40 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 1017, gesendet am 02.04.2017, ARD, 20:15 h, Erstsendung. Das wirklich und wie immer beliebte Ermittler-Duo, der Hauptkommissar Thiel und der eitle studierte Gerichtsprofessor Boerne, beide von der Mordkommission, ermitteln in einem Tatort-Fernsehkrimi aus der schöne Fahrradstadt Münster und glaublich erscheinend sowie sehend, ohne diesmalige großartige Unterstützung der sonstig gerne anzuschauenden kriminalistischen Beteiligten. Ich möchte nunmehr gar nicht weiter auf den Inhalt dieses anspruchslosen erscheinenden Tatort-Fernsehfilms kommen. Aber: Der alternde Hauptkommissar Thiel, ja der, hat immer noch einen jugendlichen Sohn und die untergeschobene Extrovertierte schien auch väterliche Gefühle in diesen gealterten Mordermittler entstehen gelassen zu haben . Und — Professor Boerne erscheint im zunehmenden Alter, sein Haarwuchs machte dem ja arg zu schaffen, nicht sarkastischer, sondern eher und wirklich gehässiger zu werden. Frau Haller musste es ertragen. Pfui… Einzig wahrlich und tatsächlich authentisch erschien mir die akademisch geprägte Film-Figur und Gegenspielerin von Professor Boerne gewesen zu sein. Wer hätte die nicht gerne als Vorgesetzte? Sehenswert erschien mir dieser Tatort-Streifen schon, ein wirkliches Verbundenheitsgefühl mit einem Münsteraner Tatort trat aber bei mir nicht auf. Zu wenig Außenaufnahmen und wenn man dann noch ließt und erfährt, wo überall (außerhalb von Münster) gedreht worden ist. Nee, so nicht.


  • Birgit • am 3.4.17 um 21:32 Uhr

    Gab schon bessere. Frau Fautz bitte nicht fest ins Team nehmen. Sowas kenne ich schon vom Polizeiruf mit Schmücke und Schneider. Ging nicht gut. Nur Jugendlichkeit allein belebt den Tatort auch nicht, vielleicht ein besseres Drehbuch? Ich mag, wenn sich die beiden liebevoll kabbeln und spritzige Dialoge liefern, nicht nur Häme.. Der Staatsanwältin würde ich auf jeden Fall wieder mehr Raum geben. Ich drücke die Daumen für den nächsten…


  • alter Fan • am 3.4.17 um 22:15 Uhr

    wie erwartet wieder ein echter Münsteraner Tatort mit all seinen Spezialitäten – sicher nicht der absolute : es gab in der Tat schon bessere ; für mich aber dennoch ein unterhaltsamer TO – Fernsehabend – ein besonderer Gag war ja zudem noch die “ Vorbereitung“ durch
    die “ Verstehen Sie Spaß ? “ Sendung vom Vorabend


  • ERwin • am 4.4.17 um 0:16 Uhr

    Nein. Wieder nix. Tut mir leid. Ich glaube, es ist an der Zeit, den Münster TO ausklingen zu lassen. Bevor wir uns eines Tages nur noch an solchen Stuss erinnern.

    Die Handlung war nicht spannend und sowieso an den blauen Haaren herbeigezogen. Die Dialoge waren nicht wirklich lustig. Und der Schluss… na ja, darf man ‚Mist‘ sagen??

    Als alter Münsteraner muss ich sagen, es macht mich traurig zu sehen, wie Thiel und Börne hier verhunzt werden. Seltsamerweise werden ihre Fälle im Vorhinein immer noch in den 7. Himmel gelobt; liegt es womöglich daran, dass es uns irgendwie gelungen ist, die seit mehreren Sendungen andauernde Flaute auszublenden??

    Ja, natürlich freue ich mich schon auf den nächsten Münster TO… aber nicht darauf, anschließend wieder herbe Kritik üben zu müssen!!

    Tut mir leid, mehr als 2 Sterne gibt es hier nicht…


  • Guggi • am 4.4.17 um 7:04 Uhr

    Wieder nichts Gutes aus Münster. Die Einschaltquoten sind mit 14,5 Millionen enorm, aber das ist auch alles. Ich bin froh am Vorabend – sehr gute Werbung und sicherlich EIN Grund, für die hohe Einschaltquote – Verstehen Sie Spass geguckt zu haben. Da habe ich mich wirklich amüsiert, wobei ich mich gefragt habe, wo der Friseur von Liefers seine Ausbildung gemacht hat ………

    Zurück zum Tatort. Jeder hat eine andere Sichtweise, aber wo Patrick den tollen Wortwitz gehört hat, überlege ich gerade. Es waren zwei oder drei nette Szenen, mehr nicht. Die Dame mit den blauen Haaren hat viel zu viel Raum eingenommen, Thiel als evtl. Vater war mir zu flach und Boerne als Jäger zwar keine Lachnummer, aber auch nicht wirklich witzig. Es wird Zeit für bessere Drehbücher und wenn die beiden wirklich bis 2020 weitermachen, dann muss mehr kommen. Die Autoren schaffen die Waage zwischen Spannung und witziger Unterhaltung im Moment nicht mehr. Der Versuch mit Janina Fautz ist gescheitert. Lieblos ist der passende Ausdruck. Ich denke, weil die letzten Folgen einfach sehr Boerne lastig waren, hat man es diesmal mit Thiel versucht. Das passt zur Figur Thiel einfach nicht. Ich wünsche mir mal wieder eine Folge wie Satisfaktion oder der Hammer. Dieser Wunsch wird mir vermutlich leider nicht erfüllt.

    Besser als andere neue Tatorte? Würde ich nicht zustimmen. Einzig, weil ich die Charaktäre mag, haben die beiden bei mir einen Bonus. Ich persönlich freue mich schon auf den 15.04.. Da kommt „Ein Fuss kommt selten allein“ Sicherlich auch nicht das gelbe vom Ei, aber ein wirklich schöner, unterhaltsamer Tatort aus Münster.


  • Thomas M. • am 4.4.17 um 13:37 Uhr

    Die Geschichte und den Tatort gab es schon mal wollt Ihr uns veräppeln !!!!

    Oder hab ich real geträumt??????

    Nur weiter so mit unseren GEZ Gebühren.

    LG T.M


  • Thorsten • am 4.4.17 um 15:07 Uhr

    Ich bin auch der Meinung, dass man das Münster-Team in guter Erinnerung behalten sollte und nicht erst dann aufhört, wenn die Quoten nichts anderes mehr zulassen.

    An dieser Stelle wird mir richtig bewusst, was wir an Mey/Steier verloren haben…. Kann man die nicht noch mal überreden? Die beiden gehören meiner Meinung rückblickend zu den besten, sagen wir mal drei, Teams ever.


  • Gottlieb • am 5.4.17 um 14:56 Uhr

    Einen unterhaltsamen Tatort, den bringen Boerne und Thiel immer noch zustande. Dem Handlungsverlauf konnte ich zwar nicht ganz folgen wegen akustischer Probleme, aber darüber kann man sich ja im nachhinein noch informieren. Freya Freytag, diese attraktive und sympathische Frau hätte ich gern als Staatsanwältin; denn deren Stimme und Gehabe nerven auf die Dauer doch ein bißchen, in dieser Folge allerdings nur minimal. Auch Freya, der Name der germanischen Liebesgöttin und Anführerin der Walküren, nach dem unser Freitag allerdings nicht benannt ist, gefällt mir gut. Da hatte die Frau gleich noch einen zusätzlichen Bonus, wenn das natürlich auch nicht im Sinne des Drehbuchschreibers ist. Doch die Gedanken sind frei. Dagegen paßt die blauhaarige Göre nicht recht ins Bild. Sie ist flach charakterisiert, ohne jeden bemerkenswerten Hintergrund, einfach zeitgeistig banal. Eine interessante und vielschichtige Gören-Figur ist Ina Paule Klink in der „Wilsberg“-Reihe gelungen. Ihre Vorgängerin, der die Leila Wagner der Schauspielerin Janina Fautz ähnelt, war als Figur nur langweilig. Wenn Boerne etwas weniger veralbert würde und Thiel als Polizist ein wenig mehr auf seine Linie achtete, wäre das nicht schlecht. Wie gesagt: nur etwas und ein wenig. Am Übergewicht mindestens eines Ermittlers sind z. B. Herbert und Herbert aus Halle gescheitert. Eine in diesem Fall attraktive junge Kommissarin, die natürlich alles besser wußte, konnte und machte als die beiden alten Knaben, hat der Reihe nicht aufhelfen können. Auch das Auftauchen von Katharina Abt im Bullen von Tölz beschleunigte den Niedergang der Reihe eher als ihn anzuhalten. Ihr durch Zickereien geprägter Einsatz bei den Rosenheimern läßt ebenfalls nichts Gutes ahnen.


  • Augenzeuge • am 5.4.17 um 23:49 Uhr

    Dieser Tatort ist nicht einfach zu bewerten. Gut finde ich, dass man endlich auf die Crazyness-Bremse getreten ist. Die letzten fünf Münsteraner kamen mir vor, wie ein hysterisch werdender Wettbewerb um immer skurrilere Szenarien. Mit der Folge „Feierstunde“ war hoffentlich der Tiefpunkt erreicht: Börne per Gift am Sprechen zu hindern, also eines der wichtigste Elemente der Serie willentlich auszuknocken, nur um dann ein traurig-langweiliges Kammerspiel abzuliefern mit 08/15-Dramaturgie „Wettlauf-gegen-die-Zeit“ – das hatte ja den Vogel abgeschossen.
    Mit „Fangschuss“ schlägt man endlich den richtigen Weg ein: Erst mal wieder einige Folgen von den altbewährten Leuten machen lassen, bis Gras über die kreativen Selbstverwirklichungs-Experimente gewachsen ist.
    Nur haben die Autoren die Sache ein wenig zu sehr ausgebremst. Ich hätte für den Back-to-the-Roots-Kurs nicht gerade die Autoren des allerersten Tatorts gewählt, sondern welche, bei deren Werke das Duo schon besser entwickelt war. Alternativ hätten sich die Autoren aber auch einfach mehr ins Zeug legen können. Also echt: Reporter … Enthüllungsstory … wird umgebracht … Pharmafirma. Gibt es eigentlich eine bessere Definition für abgedroschen?
    Ich fürchte auch, Janina musste nur aus einem einzigen Grund die ganze Folge über mit Schlumpf-Frisur herumlaufen: Damit Nadeshda am Ende dem Täter mit blauer Perücke eine Falle stellen konnte. Ohje, ohje …
    Und: Ja, stimmt, einen Jagdschein zu machen, passt zu Börne – aber den hätte er schon seit 20 Jahren in der Tasche! Zum jetzigen Börne passt das nicht. Genauso wenig, wie wenn er jetzt erst Golf spielen lernen würde. Tipp ans Autorenteam: nächstes Mal zehn der alten Folgen vorher anschauen.
    Trotzallem war ich erleichtert: Bei „Fangschuss“ kamen Erinnerungen an die guten Zeiten der Serie auf. Jetzt noch ein paar Mal die alte Garde ranlassen, dann passt‘s wieder. 4 Punkte für die Hoffnung.


  • Karin • am 7.4.17 um 0:14 Uhr

    Bin ja inzwischen bei einem Tatort schon dankbar, dass ich nicht dauernd auf die Idee komme, umzuschalten, wie bei vielen Tatort-Krimis bisher in diesem Jahr.
    Münster ist immer noch überdurchschnittlich und sehenswert, beste Sonntagsabendunterhaltung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Vier Sterne.


  • Sir Sherlock • am 7.4.17 um 8:52 Uhr

    Gute Unterhalung, wie immer eine „Bank“ nach den letzten Experimenten……..
    Aber die Story war auch schon besser !
    Eine Frage ! Was wollen (wir) am Sonntagabend sehen ? Für mich haben die Münsterahner Tatorte genau die richtige Mischung !!!!


  • spiderman916 • am 7.4.17 um 9:13 Uhr

    Naja, eher Durchschnitt. Kuckuckskinder gab es in allen möglichen Tatorten schon genug, die Zwergenwitze sind nach über 15 Jahren auch schon abgegriffen.


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