Tatort Folge 1020: Wehrlos



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Tatort Folge 1020: Wehrlos 4 13

Welch schöne Überraschung für den Hauptdarsteller Harald Krassnitzer, der den Wiener Oberstleutnant Moritz Eisner im Tatort spielt: „Wehrlos“ ist sein 40. Fall! Davon ahnte der Mime allerdings nichts, da er solche Zahlen nach eigener Aussage kaum im Blick hat. Erst als die ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner zehn Tage vor Beendigung der Dreharbeiten zu „Wehrlos“ feierlich eine Tatort-Torte sowie eine gerahmte Karikatur der zwei Figuren Eisner und Fellner überreichte, realisierte Krassnitzer sein rundes Jubiläum. Da musste Neuhauser gleich ein, zwei Tränchen lassen.

Seit 1998 steht Krassnitzer für die Krimireihe vor der Kamera. „Nie wieder Oper“ hieß sein erster Einsatz (Tatort-Folge 404, Erstausstrahlung: 17. Januar 1999), in seinem 24. Fall „Vergeltung“ wurde ihm 2011 die sympathische und zugleich eigenwillige Majorin Bibi Fellner alias Adele Neuhauser dauerhaft an die Seite gestellt.

Der Wiener Tatort „Wehrlos“ mit dem mittlerweile bestens eingespielten österreichischen Ermittlerduo Bibi und Moritz feiert am Sonntag, den 23. April 2017 um 20.15 Uhr seine TV-Premiere im Ersten Programm.

Inhalt der Tatort-Folge „Wehrlos“

Der 40. Fall Eisners führt ihn und Bibi Fellner ausgerechnet in die eigenen Reihen. Auf den ersten Blick erscheinen die Umstände im Wiener Tatort „Wehrlos“ klar: ein Mord, ein Selbstmord. Der Chef der Polizeischule in Wien, Peter Kralicek, und seine Ehefrau liegen tot in ihrem Haus. Ihr wurde der Schädel an einem Spiegel im ersten Stockwerk zertrümmert, er liegt mit einer Kugel in der Brust unten im Wohnzimmer auf dem Rücken. Hat sich in diesem Wiener Tatort ein tragisches Ehedrama abgespielt?

 
Majorin Bibiane „Bibi“ Fellner ist gerade dabei, sich zu Beginn des Krimis „Wehrlos“ bei einer Online-Singlebörse anzumelden. Mit ihrem echten Namen (dieser Punkt wird im Laufe der Geschichte eine Rolle spielen) registriert sie sich bei „Lonely Hearts“, der Webseite, die Kontaktaufnahmen erleichtern soll. Bei einer Tasse Tee und äußerst skeptisch tippt sie ihre Vorlieben, Hobbys und Interessen in das Profil ein. Ein Anruf auf dem Smartphone unterbricht sie jäh: Bibi wird zum Fundort der beiden Leichen gerufen. Sofort versucht sie ihren Freund und Ermittlungspartner Moritz Eisner telefonisch zu erreichen – vergebens. Ungeduldig fährt sie zu seiner Wohnung und klingelt Sturm. Das gibt’s doch nicht, wo bleibt denn Moritz bloß?

Eine Frau öffnet der verdutzten Bibi schließlich die Tür, schnell zuppelt sie den übergeworfenen Pullover zurecht. Fellner versucht die Fassung wiederzugewinnen und erkennt dann ein bekanntes Gesicht: Es handelt sich bei Eisners neuer Herzdame um Samy Graf (Ruth Brauer-Kvam) aus dem Fall „Sternschnuppe“ (Tatort-Folge 974)! Kurz darauf erscheint Moritz in T-Shirt und Boxershort ebenfalls an der Tür. Bibis Anrufe will er nicht gehört haben, er habe geschlafen, erklärt er verlegen. Majorin Fellner ist stocksauer.

Am Haus der Kraliceks werden die zwei Kriminalbeamten Eisner und Fellner gleich vom aufgebrachten Nachbar des toten Ehepaars abgefangen. Bei ihm wurde nebenan zeitgleich eingebrochen, als der Schuss bei den Kraliceks fiel. Ermittler Stefan Pohl, der bereits am Tatort ist, klärt die Wiener Kollegen über die bisherigen Erkenntnisse im Fall „Wehrlos“ auf.

Dem ersten Anschein nach erschlug Peter Kralicek zuerst seine Ehefrau und erschoss dann mit seiner Dienstwaffe sich selbst. Ob der Einbruch von nebenan mit den beiden Toten im Zusammenhang steht? Die Fahnder schließen diese Möglichkeit im aktuellen Fall aus. Das ist allerdings der einzige Punkt, in dem sich Oberstleutnant Moritz Eisner und Majorin Bibi Fellner dieses Mal einig sind: es entbrandet noch am Tatort ein heftiger, lautstarker Streit zwischen den Freunden. Bibi kann und will nicht verstehen, wie Moritz ihr die Affäre mit Samy über Wochen hat verheimlichen können; sie setzt auf Vertrauen und absolute Offenheit. Er hingegen plädiert für ein Stück Privatsphäre, das selbst vor Bibi auch privat bleiben sollte. Die Spurensicherung und die ermittelnden Polizisten im Haus der Kraliceks wundern sich nicht schlecht über den energischen Disput im ersten Stock.

Neue Erkenntnisse bringt die Obduktion von Peter Kraliceks Leichnam. An nur einer Hand befinden sich Schmauchspuren aus seiner Waffe, außerdem hatte der vermeintliche Selbstmörder seinen Oberkörper nicht entblößt. Die Erfahrungen in solchen Fällen zeigen allerdings, dass sich Menschen mit Suizidplänen eine Waffe entweder mit beiden Händen auf die Brust oder mit nur einer Hand an die Schläfe setzen und zudem das Hemd oder den Pullover ausziehen, bevor sie abdrücken. Beweiskräftiger fallen schließlich die Untersuchungen aus der Ballistik aus: Das Projektil, das Kralicek tötete, stammt definitiv nicht aus der Dienstpistole des Polizeichefs! Die Munition ist eine spezielle Herstellung, die nicht im Handel erhältlich ist und zu der nur wenige Polizeibedienstete Zugang haben – das schränkt den Täterkreis im Tatort „Wehrlos“ ungemein ein, bedeutet aber zugleich:
Der Mörder des Polizeichefs muss in den eigenen Reihen zu finden sein!

Die Vernehmung der beiden „Ohrenzeugen“ Harald und Pia Haag aus dem Nachbarhaus, das in der Todesnacht ausgeraubt wurde, bestätigt die Theorie von einem Mord: das schlafende Ehepaar hörte sogar zwei Schüsse, nicht bloß einen, erinnert es sich nun. Doch wo ist das zweite Projektil? Die Spurensicherung hat im Haus der Kraliceks keine zweite Kugel finden können. Offenbar hatte der Exekutivbedienstete Kralicek auf seinen Mörder gefeuert, bevor er selbst den tödlichen Schuss in die vordere Herzkammer erlitt.

Die Spur führt zu dem dominant auftretenden Gruppeninspektor Thomas Nowak, der an der besagten Polizeischule eine führende Position einnimmt und nach eigener Aussage mit dem Ermordeten befreundet war. Oberst Ernst Rauter, Eisners und Fellners Vorgesetzter, trommelt seine zwei Mitarbeiter zu einem vertraulichen Gespräch zusammen. Die Untersuchungen im Fall „Wehrlos“ sollen fortan undercover und mit Fingerspitzengefühl geführt werden, die Presse soll möglichst keinen Wind davon bekommen, was hier offenbar innerhalb des Polizeiapparats geschehen ist. Weil sich im Kollegium bereits herumgesprochen hat, dass Bibi und Moritz am Tatort privat aneinandergeraten sind, nutzt Rauter diesen Umstand für einen Plan. Majorin Fellner soll ihren Job im Zuge eines erneuten, aber inszenierten Streits im Präsidium offiziell kündigen und sich an die Polizeischule versetzen lassen, um dort in geheimer Mission ermitteln zu können. Gesagt, getan.

Bibi Fellner wird Thomas Nowak als kommissarische Leiterin der Einrichtung vor die Nase gesetzt. Und der ist alles andere als begeistert. Am ersten Tag schon macht er ihr deutlich, was der strenge Ausbilder von Fellner hält. Es beginnt eine Tortur des systematischen Mobbings und Psychoterrors, die Bibi viel Kraft und Beherrschung abverlangt. Am Schwarzen Brett der Schule findet sie einen Ausdruck ihres frisch angelegten Singlebörsen-Profils bei „Lonely Hearts“ wieder, das Handschuhfach im Auto der trockenen Alkoholikern ist plötzlich mit Unmengen kleiner Schnapsflaschen gefüllt. Dabei ist die Majorin nicht die einzige, die mit Nowaks Einschüchterungsaktionen zu kämpfen hat; die jungen Polizeischüler kuschen allesamt vor dem Mann, dem man besser keine Widerworte gibt.

In der Zwischenzeit ermitteln Oberstleutnant Eisner und sein Assistent Manfred „Fredo“ Schimpf weiter von außen. Sie stoßen auf eine SMS im Handy der toten Elena Kralicek, die anscheinend nicht für sie, sondern ihren Ehemann bestimmt war. Mit den Absendern dieser Nachricht hatte sich Elena im Lokal „Villa Romanticka“ hinter dem Rücken ihres Mannes Peter getroffen: ein Pärchen à la Bonnie und Clyde, das mittlerweile wegen Hehlerei in U-Haft sitzet. Eisner stattet den beiden einen Besuch ab …
 

Christopher Schier, der mit der ORF-Serie „CopStories“ bereits Krimierfahrung im Filmgeschäft sammelte, führte im Wiener TV-Krimi „Wehrlos“ erstmals die Regie in einem Tatort. Seine Mitarbeit an dem Projekt beschrieb der Regisseur als „wahrscheinlich das Beste, was einem passieren kann […]“. Die Vorlage verfasste der Erfolgsautor Uli Brée, der bereits die Drehbücher für die Tatort-Folgen „Vergeltung“, „Ausgelöscht“, „Abgründe“, „Paradies“ und „Sternschnuppe“, allesamt Kriminalfälle mit dem Gespann Moritz und Bibi, lieferte.

Gedreht wurde der ORF-Tatort „Wehrlos“ im Zeitraum vom 30. März bis zum 26. April 2016 in Wien und Umgebung.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (37 J. | Kinoliebhaberin)

Der Humor in diesem Wiener Tatort erinnert stark an jenen aus den Münsteraner Krimis – und es macht verdammt Spaß, dem zankenden Duo Moritz & Bibi bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Simon Hatzl liefert zudem eine gekonnte Darstellung des Psychoterroristen Nowak ab.

Gerald (37 J. | IT-Nerd)

Mit jeder neuen Folge aus Wien gefallen sie mir besser. Der ORF scheint den Drehbuchautoren wirklich Luft zu geben um die Figuren zu entwickeln. Moritz und Bibi sollte man sich in dieser Folge nicht entgehen lassen, also „Einschalten“.

Tatort-Besetzung

Oberstleutnant Moritz Eisner – Harald Krassnitzer
Majorin Bibi Fellner – Adele Neuhauser
Oberst Ernst Rauter – Hubert Kramar
Gruppeninspektor – Thomas Nowak – Simon Hatzl
Ermittler Stefan Pohl – Alexander Strobele
Rechtsmedizinerin Susi Freund – Michou Friesz
Inkasso-Heinzi – Simon Schwarz
Daniela Maurer – Simone Fuith
Florian Maurer – Sebastian Wendelin
Katja Humbold – Julia Franz Richter
Manfred Schimpf – Thomas Stipsits
Rudolf Haag – Martin Zauner
Pia Haag – Birgit Linauer
Samy Graf – Ruth Brauer-Kvam
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Uli Brée
Regie – Christopher Schier
Kamera – Thomas W. Kiennast
Schnitt – Alexandra Löwy
Szenenbild – Conrad Moritz Reinhardt
Musik – Markus Kienzl, Sofa Surfers

Video zur Tatort-Produktion

Bilder-Galerie zum Krimi aus Wien


21 Meinungen zum Tatort Folge 1020: Wehrlos

  • margit • am 23.4.17 um 20:56 Uhr

    Ich fand ihn spannend und gut gespielt! Moritz und Bibi sind Spitze👍


  • Thorsten • am 23.4.17 um 20:56 Uhr

    Bibi und Moritz sind wirklich der einzige Lichtblick in der derzeitigen Tatort-Flaute.


  • arte-Versteher • am 23.4.17 um 21:04 Uhr

    Fängt harmlos-schrullig mit viel Schmäh an. Früh meint man als Zuschauer den Durchblick zu haben. Und dann, etwa mit dem Beginn des letzten Drittels, bleibt einem zunehmend das Lachen im Hals stecken. Schön auch, wie auf allen Ebenen immer wieder das Thema Paarbeziehungen durchdekliniert wird. Nicht immer braucht es groß inszenierte Jesuslatschen-Dramatik, damit eine Geschichte unter die Haut geht.


  • alter Fan • am 23.4.17 um 21:08 Uhr

    solider TO aus Wien -ziemlich tiefgreifende story und exzellente Schauspieler – eigentlich nichts zu meckern


  • Christine • am 23.4.17 um 21:13 Uhr

    Ich LIIIIEEEEBE Bibi und Moritz! Das war wieder einmal ein toller Tatort aus Wien. Fantastisches Couple, tolle Dialoge, Nebendarsteller, fesselnder Fall. Danke!


  • RudolfW • am 23.4.17 um 21:31 Uhr

    Habe nach einer Vorab-Bewertung des heutigen Tatorts in einer Zeitung nach einiger Tatort-Enthaltsamkeit aufgrund diverser unerträglicher Tatort-Experimente (z.B. LU-Tatort ) und der ständigen Installation neuer Teams mal wieder eingeschaltet und habe es nicht bereut. Endlich mal wieder ein Lichtblick, um in den Worten von Thorsten zu bleiben.


  • arsylang • am 23.4.17 um 21:56 Uhr

    Leider kann ich mich den Vorschreibern nur bedingt anschliessen. Ich erinnere mich an spannendere Fälle der beiden Ermittler. Vor allem erscheint es mir eher unglaubwürdig, dass sich Bibi Fellner mit dem richtigen Namen an einer Singlebörse anmeldet. Das habe ich noch nie gehört. Und auch mit dem Humor ist es so eine Sache, aber der kann verschieden sein und das ist auch gut so


  • Karin • am 23.4.17 um 22:00 Uhr

    Das ist eh egal, da ich sowieso deprimiert bin. Passender Satz von Bibi Fellner.

    Irgendwie ein DepriKrimi. Aber so kommen mir die Wien Tatorte schon immer vor.

    Wo soll ich anfangen.

    Düstere Bilder, dabei ist es so a scheene Stadt. Mal ein wenig Farbe würde nicht schaden.

    Der Drehbuchautor hat hoffentlich keine Ehe- oder Partnerprobleme.
    Hier kommen sie in Massen vor.
    Bibi und Moritz zoffen sich, beeinflusst exztrem den Fall, wird sogar vom Vorgesetzten eingesetzt.
    Die Nachbarn liefern bei der Befragung eine gewollt komische Figur ab, beim Niedermachen des Schatzi vor Polizisten.
    Der erste Tot soll anfangs auf einen Krach der Eheleute zurückzuführen sein,
    Ein deppertes Einbrecherpärchen erpresst Polizisten.
    In einer Polizeischule frönt man dem Klischee, das dort immet gemobbt, missbraucht, vergewaltigt, erpresst und unter den Teppich gekehrt wird.
    Der Auslöser der Taten ist ein Schüler, der sich mit dem Auto umbringt. Die einzige Schülerin im Kreis wird missbraucht und erhängt sich.
    Der Vater des Schülers ist ein hochdekorierter Polizist, der Krebs hat, noch einen Orden bekommt, bei Moritz um Verständnis bittet, und mordet.
    Der Ausbilder ist ein Sadist und unterdrückt seine gesamte Umgebung, es werden natürlich grausame Rituelle durchgeführt.
    Der Assistent Frodo hat natürlich auch Eheprobleme, damit das Thema nicht zu kurz kommt. Und pennt im entscheidenden Moment ein.
    Bibi sucht im Datingportal nach einem Lover, das wird wie selbstverständlich publik und auch zum Mobben genutzt. Und säuft wieder, wird überwacht, ein Verhältnis mit einem Untergebenen angedichtet, und Flachmänner ins Handschuhfächern gepackt. Erst nach dreimaligem Bildwechsel schafft sie es, die zu entsorgen.
    Der depperte Einbrecher entkommt dem depperten, deprimierten Assistenten.

    Klischeebeladen, düster, mit Witz an den falschen Stellen, überzeichnete Figuren, zu viele Probleme bei jedem Beteiligten, alles in allem einfach unglaubwürdig.
    Der 40. Wiener Tatort wäre ein besseres Drehbuch zu wünschengewesen.

    Und gönnt Wien doch mal einen neuen Farbanstrich, ist kein EdgarWallace in SchwarzWeiss…….


  • Sturmgeist • am 23.4.17 um 22:01 Uhr

    Wer hat die Ehefrau von Peter Kralicek umgebracht?


  • BG • am 24.4.17 um 0:14 Uhr

    Irgendwie gut …


  • Hanz W. • am 24.4.17 um 7:27 Uhr

    Guter Durchschnitt. Gab schon bessere aus Wien (aber gelegentlich auch deutlich schlechtere, wie etwa der letzte). Eine sichere Bank sind ja meistens die skurrilen Nebenfiguren, wie Inkasso-Heinze, Bonnie&Clyde oder Fredo. Den Fall um Beziehungsprobleme und -problemchen aller Art aufzuziehen, nun ja, Geschmackssache. Wird hier zumindest zum Teil dadurch aufgefangen, dass Moritz und Bibi tatsächlich zu de profiliertesten Figuren im Tatort-Kosmos überhaupt gehören.
    Darüber hinaus aber schien mir das ganze etwas zäh, und so richtig nachvollziehbar war’s mir auch nicht in jeder Sekunde. Dennoch ganz ordentliche Unterhaltung, ein Dreier der besseren Sorte, mehr aber auch nicht.


  • Frank • am 24.4.17 um 8:25 Uhr

    Adele Neuhauser trumpft in diesem Tatort auf. Ob deprimiert, wütend oder einfach auch mal politisch inkorrekt, sie bringt alle Facetten von Bibi hervorragend ins Spiel. Ein Genuss !!! Ansonsten bleibt Wien dunkel – nicht nur wegen der vielen Szenen bei Nacht und Nachtclub, keine leichte Kost. Immer wieder durch die Wiener Nebenfiguren aufgelockert. Für mich volle 5 Sterne.


  • Bruno • am 24.4.17 um 8:31 Uhr

    Nur eine Ergänzung.
    In der Besetzungsliste sollte es richtig heißen:
    Julia Franz Richter, *1991
    .. da es auch eine wirkliche Julia Richter, *1970, gibt.

    Hat aber keinen Einfluss auf meine Bewertung.
    Ich mag die Figur Moritz Eisner gerne.
    Aber dieses krampfhafte Bemühen, persönliche Animositäten in die Ermittlungsarbeit zu schupsen, fand ich peinlich.

    Und so dämlich ist keine Frau, ihr Auto von innen mit dem Dampfstrahler zu reinigen. Da könnte sie auch mit ’nem Cabrio und offenem Dach durch die Waschstraße fahren.


  • Sabine Pofalla • am 24.4.17 um 11:28 Uhr

    @Bruno:

    Herzlichen Dank für Ihren Hinweis, wir haben die Angabe in der Besetzungsliste umgehend ergänzt.

    Mit vielen Grüßen aus der Redaktion, Sabine


  • Catharina • am 24.4.17 um 12:15 Uhr

    Wie immer bei Moritz und Bibi : Spitzentatort.


  • Dirk • am 24.4.17 um 15:41 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 1020 aus Österreich, ARD, Erstsendung, 23.04.2017, 20:15 h. Die Wiener Sonderermittler, der Herr Oberstleutnant Moritz Eisner sowie die Frau Major Bibi Fellner ermitteln , im Auftrag des Vorgesetzten, Herrn Oberst Ernst Rauter, in diesem wirklich guten Tatort-Thriller in Sache Morde in den eigenen Reihen und finden hierbei in der teilweisen verdeckten Arbeit tragische menschliche Schicksale heraus. Verbal, so meine ich, haben diese beiden liebenswerten Streithähne, ihre Auseinandersetzungen ein wenig übertrieben und der Eisner lief die ganze Distanz über missmutig und schlecht gelaunt über den abendlichen Fernsehbildschirm. Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen Rauter und Fellner sollte man sich zukünftig überlegen, ob die beiden nicht ein operativ verdeckt arbeitendes Ermittlerteam bilden sollten und der Eisner nicht zum eheberatenden Eigenbrödler hinter seinem Schreibtisch versetzt werden kann. Kommt mir in diesem spannenden und wiederholungswerten Tatort-Kriminalfilm irgendwie besser vor. Da ich ab und an kurz die Wohnstube habe verlassen müssen, ist mir der Grund der Tötung an der Frau des polizeilichen Schulleiters auch momentan nicht geläufig und wer die schwarzhaarige junge Dame mit Gymnastikmatte in der Wohnung des zweiten Sado-Maso war, ist mit bislang auch entgangen. Aber ich arbeite noch dran.


  • Colorwriter • am 26.4.17 um 11:51 Uhr

    Viel Geschrei, dazu reichlich Lärm um allerlei überholte Klischees aus der KuK Zeit. – Einer Ära, der man in Austria anscheinend heute noch hinterher weint.

    Dazu:

    Ein bisserl Öd, weil es an Logik föhlt…

    Schade drumm, den die allesamt guten Akteure geben ihr Bestes.


  • miraBerlin • am 28.4.17 um 16:17 Uhr

    Was ist das für ein Clubsong auf den Bibi Fellner so ausgelassen tanzt ?


  • MoistvonLipwik • am 14.5.17 um 10:59 Uhr

    Die Story selbst war gut, der Plot rund, die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller unschlagbar. Sehr schön auch die schon fast skandinavische Düsternis, wie man sie schon in Kiel zu schätzen weiß: Wallander in Wien.
    Leider aber doch ein paar handwerkliche Fehler: wie kommt ein „normaler“ Kriminalbeamter (Einbruch) an noch im Versuchsstadium befindliche, neuartige Munition? Wenn – wie suggeriert – er seine Dienstwaffe benutzte: wieso konnte diese nicht anhand der Beschussproben identifiziert werden? Überhaupt: wie kann ein schwer Verletzter alle seine Spuren beseitigen? Fehlbestände bei der Munition fallen üblicherweise auf. Hier hat man doch etwas sehr gepresst.
    Trotzdem gutes Handwerk, ein deutlicher Gewinn gegenüber dem Vorgänger.


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