Tatort Folge 235: Unter Brüdern



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Tatort Folge 235: Unter Brüdern 5 3

In der Episode „Unter Brüdern“ des Tatortes führt eine Mord in Kombination mit illegalem Kunsthandel kurz nach Maueröffnung zu den ersten Kontakten zwischen Ost und West auf kriminalistischem Gebiet. Die beiden Kommissare Thanner und Schimanski ermitteln mit ihren beiden populären Ostberliner Kollegen Grawe und Fuchs. Im Zuge von Devisenbeschaffungsmaßnahmen wurden Gemälde in DDR-Besitz von Privatpersonen und Museen abgepresst. Nach der Wende wurden sie von ehemaligen Stasi-Mitarbeitern versteckt und sollen nun mit Hilfe der Alten Kanäle im Westen verscherbelt werden. Der in Düsseldorf ansässige Kunsthändler Schrader wird im Tatort „Unter Brüdern“ von der Kripo als Hauptverdächtiger vermutet.

Als in Duisburg im Tatort „Unter Brüdern“ die Leiche eines Mittelsmannes gefunden wird, der in der DDR polizeilich gesucht wird, ist dies ein willkommener Anlass für die Ost-Kommissare einen Abstecher in den Westen zu machen. Die Ermittlungen mit Schimanski und Thanner verlaufen allerdings ergebnislos. So ergibt sich bei Schrader weder ein brauchbarer Hinweis das er etwas mit dem Mord zu tun hat noch das seine DDR-Geschäfte illegal sind. Dennoch vermuten die vier Kommissare, dass der Kunsthändler Schrader, für seine Hintermänner zu einem heißen Eisen geworden ist, nachdem er in Kontakt mit der Kripo war. Sie werden sich wohl nach einem neuen Käufer für die Gemälde umsehen müssen. Leute mit Geld sind da die bevorzugte Zielgruppe im Tatort „Unter Brüdern“ und die Kommissare Schimanski und Thanner beschließen selbst in diese Rolle zu schlüpfen. Modisch getarnt ziehen die Tatortkommissare in das Grand Hotel Unter den Linden ein. Die Angebote, ob ein- oder zweideutiger Art, lassen nicht lange auf sich warten.

Besetzung der Tatort – Folge „Unter Brüdern“:
Hauptkommissar Horst Schimanski – Götz George
Hauptkommissar Thanner – Eberhard Feik
Hänschen – Chiem van Houweninge
Grawe – Andreas Schmidt-Schaller
Fuchs – Peter Borgelt
Viola – Susanne Bentzien

Stab
Regie: Helmut Krätzig
Kamera: Franz Ritschel
Buch: Helmut Krätzig und Veith von Fürstenberg
Musik: Paul Vincent Gunia

Erstausstrahlung der Tatort – Folge „Unter Brüdern“: 28.10.1990
Bilder: rbb/WDR/Lange

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7 Meinungen zum Tatort Folge 235: Unter Brüdern

  • brigitte müller • am 13.5.10 um 17:26 Uhr

    Ich fand diesen tatort sehr gelungen,spannend und satirisch.warum findet man ihn nicht auf dvd? ich hätte ihn so gern


  • Ramona Vorbeck • am 23.1.11 um 10:13 Uhr

    Dieser Tatort ist der Beste !!!!!!!!!!!!
    Der hat Kultstatus und geht in die Geschichte ein.


  • olaf • am 31.1.11 um 1:48 Uhr

    Das beste was zu diesem Thema je gedreht wurde, Satir, Spannung und damals doch realistisch – einfach super.


  • DanielCH • am 21.10.12 um 16:03 Uhr

    Ich sehe diese Folge als eine gelungene Mischung von Tatort und Polizeiruf 110. Interessant ist sie vor allem auch aus historischer Sicht.


  • DanielCH • am 27.4.13 um 10:28 Uhr

    “Unter Brüdern” ist ein Film, den ich ohne Probleme mehrmals schauen kann, was dank der DVD möglich ist. Ein paar Kritikpunkte gibt es dennoch: So wird im ganzen Film nie klar, was das Motiv für den Mord an Herrn Kröner ist, mit dessen Leiche der Fall beginnt. Dann wird Herr Kröners Vorname mal als Ernst, mal von seiner Frau als Erich genannt. Was stimmt den nun? Schliesslich finde ich, dass die beiden Ostkommissare vom Polizeiruf 110, Fuchs und Grawe, im ganzen Film etwas stiefmütterlich behandelt werden. Nur einmal, beim Zusammentreffen am Duisburger Bahnhof mit Schimanski und Thanner, erfährt man überhaupt den Namen der beiden, eben Fuchs und Grawe. Das geht so schnell, dass ich bezweifle, dass jemand, der den Polizeiruf damals nicht kannte, mit den beiden Figuren etwas anfangen konnte. Diese Kritikpunkte führen mich dazu, dass ich von meiner früheren Bewertung von fünf Sternen auf jetzt vier Sterne gehe, wobei ich lieber noch viereinhalb Sterne gäbe, was hier ja nicht möglich ist.


  • Gerd Graf • am 1.9.13 um 17:37 Uhr

    Nicht unbedingt der beste Schimanski-Tatort aber allemal sehenswert. Er zeigt schön und deutlich die Zeit direkt nach dem Fall der Mauer! 4 Sterne.


  • James • am 31.12.13 um 1:52 Uhr

    Nächste Wiederholung:
    Nacht von Sa auf So, 05.01.2014 um 00:45 Uhr im HR-Fernsehen.
    Bin gespannt, ob sich der Film als Betacam- oder 35-mm-Produktion entpuppt, denn HD ist im Vergleich zu DVDs noch verräterischer, und ich freue mich riesig auf die erste HD-Ausstrahlung. Da machen sogar die DDR-Polizeirufe richtig Spaß. (Achtet auf genügend Vorlauf, denn der HR eilt gerne durch sein Nachtprogramm.)


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