Tatort Folge 243: Tödliche Vergangenheit

Der Tatort „Tödliche Vergangenheit“ wird für Kommissar Markowitz eine Reise in die Vergangenheit. Bei dem Opfer, welches im Tatort „Tödliche Vergangenheit“ getötet wurde, handelt es sich um seine eigene Tochter, zu welcher er nach seiner Scheidung vor 30 Jahren den Kontakt verloren hatte. Gleiches gilt auch für seine damalige Frau, welcher er bis dahin auch nie mehr kontaktiert hatte.

Er gibt den Fall und dessen Ermittlungen im Tatort „Tödliche Vergangenheit“ wegen Befangenheit ganz offiziell ab. Doch Kommissar Markowitz wird in diesem Fall von seiner eigenen Betroffenheit zu eigenen Nachforschungen in diesem Fall getrieben. So ist es auch nicht verwunderlich, das er im Tatort „Tödliche Vergangenheit“ nach der Trennung mit seiner Frau zum ersten Mal Kontakt zu dieser aufnimmt und sie sich auch noch in der Kneipe treffen, in welcher sie sich damals kennengelernt hatten. Bei diesem Lokal handelte es sich um einen Treffpunkt der amerikanischen Soldaten, welchen diese in den 1950er Jahren gerne aufgesucht hatten.

Kommissar Markowitz spürt sehr schnell, dass seine von ihm geschiedene Frau im Tatort „Tödliche Vergangenheit“ ihre eigenen Vorstellungen darüber hat, wie der Fall aufzuklären ist und wie der Täter zu bestrafen ist. Doch ihm fehlen für die Vermeidung von weiterem Unheil die Möglichkeiten.

Besetzung der Tatort – Folge „Tödliche Vergangenheit“:
Kriminalhauptkommissar Franz Markowitz – Günter Lamprecht
Gerber Max – Volkert Martens
Eva Maria – Karin Baal
Lilo – Katja Junge
Harrys Mutter – Renate Grosser
Brialzik – Hans Teuscher
Klaus – Jürgen Rothert
Karla – Dagmar Manzel
Pohl – Hans Nischke
Harry – Richy Müller

Stab:
Kamera: Michael Baldenius
Buch und Regie: Marianne Lüdcke

Erstausstrahlung der Tatort – Folge „Tödliche Vergangenheit“: 20.05.1991
Bilder: rbb

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2 Kommentare

  • Peter
    17. Januar 2010 - 00:54 | Permalink

    Einer der ersten und auch besten Fernsehfilme in
    deutsch-deutscher Koproduktion aus der Wendezeit.

    Die Schlapphut-Geschichte um den
    Gastwirt/Führungsoffizier im Friedrichshainer Kiez,
    der seine Stieftochter und ihren Lover
    zu Stasi-Kurierdiensten und Ungarnreisen zwingt . .
    naja, ist halt immer dick aufgetragen worden,
    die Phantasie schoß Honigblüten in jener Zeit,
    also geschenkt . .

    Aber – wie ist das gespielt, gelebt!, gefilmt
    und zelebriert worden.
    Da stimmt jede Figur, ein Ensemble deutscher
    Charakter-Darsteller schenkt sich nichts,
    gibt nicht preis. Großartig Hans Teuscher,
    Karin Baal, Richy Müller und die Manzel,
    als herbe, spröde Ost-Karbolmaus,
    meist wird ihr ja nur die Dame abverlangt.

    Traumhaft schöne und bedeutungsschwere Symbolik,
    ein stolzer Film auf das geeinte Berlin.
    Da wird die Kamera drauf gelassen, Stimmung eingefangen
    oder zwingend u. melancholisch (Musik! etc.) aufgebaut.

    Lamprechts Markowitz ist ein Kommissar eigener Güte,
    mit keiner anderen Auslegung dieser Rolle im “Tatort”
    vergleichbar.
    Leicht ungepflegt wirkend, schwitzig, unpretenziös,
    ein Kumpeltyp ohne Zugaben an Zeitgeist u. Regie.

    Schade, daß es nur so wenig Einsatzfälle für
    diesen Lamprecht-Anti-Typen gab.
    Der SFB hat sicherlich die “originellsten” Darsteller
    dieser Rolle gehabt und stets sofort verschlissen.
    Schade. Auch um Markowitz.

    Interessant und niemals langweilig, trotz dieser Story.
    Das gelingt nur guten Regisseuren und Schauspielern.

    LG Peter, Berlin

  • gjb
    9. Juni 2010 - 12:33 | Permalink

    dieser typ `markowitz ` war ohne zweifel eine der besten to

    figuren. ja, schade, dass es davon nur wenige episoden gibt.

    günter lamprecht eben….!

    grüsse

    gjb

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