Tatort Folge 385: Am Ende der Welt



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Im Tatort „Am Ende der Welt“ ermitteln die Fahnder Kommissar Philipp von Burg (László I. Kish) und Wachtmeister Markus Gertsch (Ernst C. Sigrist) aus Bern, nachdem in der Region Jura der Sohn eines Anwalts bei einem vermeintlichen Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist.

In der Berner Region Jura kommt es im Tatort „Am Ende der Welt“ zu einem tragischen Verkehrsunfall, bei dem der junge Landvermesser Alain Grossenbacher ums Leben kommt. Während die Polizei, auch weil es auf der Straße bereits in der Vergangenheit schwere Autounfälle gegeben hatte, keine weiteren Untersuchungen einleitet, kann sich der Vater des Opfers nicht mit dem Gedanken eines Unfalls abfinden. Antione Grossenbacher ist ein erfolgreicher Anwalt und nutzt seinen Einfluss jetzt, um dafür zu sorgen, dass sich die „Gruppe Leib und Leben“ der Berner Polizei den Unfallhergang näher anguckt. An der kriminaltechnischen Untersuchung sind auch die Fahnder von Burg und Gertsch aus Bern beteiligt. Als die Polizisten im Tatort „Am Ende der Welt“ schließlich zu dem Ergebnis kommen, dass der Tod von Alain Grossenbacher möglicherweise durch eine Fremdeinwirkung hervorgerufen worden sein könnte, übernimmt das Berner Tatort-Team auch die Ermittlungen in dem Fall.

Schon bald finden von Burg und Gertsch heraus, dass die Straße in der Vergangenheit bereits mehrfach der Schauplatz weiterer tödlicher Autounfälle war. Trotz der bekannten Gefahr haben die Behörden in Jura im Tatort „Am Ende der Welt“ jedoch nichts unternommen, um noch mehr tragische Unfälle zu verhindern. Zudem erfahren die beiden Ermittler bald auch, dass Alain, der in der Region einer Gruppe von Landvermessern angehörte, in der Freizeit im Umweltschutz aktiv war. So hatte der Anwaltssohn mehrere Umweltverschmutzer aus Jura im Auge behalten und deren Verstöße genauestens dokumentiert. Könnte dieses Engagement im Tatort „Am Ende der Welt“ eventuell dafür gesorgt haben, dass Alain Grossenbacher sich Feinde gemacht hat, die sogar vor einem Mord nicht zurückschrecken?

Das Notizbuch des Toten gibt den Fahndern genaue Informationen, wen Alain welcher Vergehen beschuldigt hatte. Die Aufzeichnungen können von Burg und Gertsch zudem davon überzeugen, dass der Landvermesser mit seinen Anschuldigungen Recht hatte. Vor allem hatte der junge Mann dem Gestütsbesitzer Brechbühl und dem Fabrikanten Schertenleib Umweltverschmutzung vorgeworfen, die im Tatort „Am Ende der Welt“ sowohl die Bekanntschaft mit Alain als auch eine Beteiligung an dessen Tod abstreiten. Die Aussage der beiden Verdächtigen kann die Berner Ermittler jedoch nicht vollständig überzeugen, zumal kurze Zeit später ein Polizeiauto, das vor dem gemeinsamen Hotel abgestellt war, angezündet wird. So geraten die Polizisten plötzlich selbst in Gefahr und stehen vor der Frage, ob die Mörder von Alain jetzt auch nach ihrem Leben trachten.

Die Ermittlungen in Jura gestalten sich im Tatort „Am Ende der Welt“ äußerst schwer, da die bäuerliche Religionsgemeinschaft gegenüber den Beamten schweigt. Von Burg und Gertsch finden jedoch die fast fanatische Weltabgewandheit der Anwohner verdächtig. Schließlich macht ein weitere Anschlag, diesmal auf das Leben der Berner Kommissare, deutlich, dass sie jemandem in Jura auf die Füße getreten sind…

 

Der Tatort „Am Ende der Welt“ wurde von SF und DRS produziert und am erstmals am 03.05.1998 im Fernsehen gesendet.

Besetzung
Kommissar Philipp von Burg – László I. Kish
Wachtmeister Markus Gertsch – Ernst C. Sigrist
Sabina Schlack – Charlotte Schwab
Paul Jeanneret – Jean-Pierre Gos
Richard Gerber – Michael Neuenschwander
Clara Bürki – Kristina Nel
Barbara Leuenberger – Johanna Klante
Sandra – Sandra Förnbacher
u.a.

Stab
Regie – Helmut Förnbacher
Buch – Urs Aebersold
Kamera – Matthias Kälin
Musik – Klaus Doldinger
Produktion – SFDRS

 


1 Meinung zum Tatort Folge 385: Am Ende der Welt

  • Dirk • am 13.6.16 um 7:32 Uhr

    Die beiden Schweizer Polizeibeamten, der von Burg und der Gertsch von Leib und Leben aus der Stadt Bern, bei uns heißt es schlicht Mordkommission, ermitteln im tiefsten Hinterland der Schweiz, bis hin zu den Bergbauern, die eine religiös motivierte Gemeinschaft vehement betreiben und Fremden gegenüber äußerst zurückhaltend sind. Aber auch die anderen Hinterwäldler zeigen Burg und Gertsch drastisch auf, dass Schnüffler unbeliebt sind, auch wenn verschiedene Todesfälle in der Vergangenheit aufzuklären sind. Bei diesem Tatort-Spielfilm aus dem Jahre 1998 braucht man „Sitzfleisch“, um den auch über den Zeitraum der gesamten Sendelänge aushalten zu können. Ein weiteres Mal tue ich mir diesen düsteren und unteren Mittelklassestreifen aber nicht an, es sei denn der Weltuntergang könnte verhindert werden.


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