Tatort Folge 488: Gewaltfieber

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In der Tatort – Episode „Gewaltfieber“ macht die Tat den Anschein, als wäre sie im Gewaltrauch passiert. Es wurden die Leichen von einem Schüler und drei Lehrern im Lehrerzimmer eines Gymnasiums gefunden. Sie wurden grausam durch ein Dutzend Schüsse getötet. Lena Odenthal und ihr Team sowie der Finder der Toten, Jacky Brätigam, sind im Tatort „Gewaltfieber“ von dem Anblick entsetzt. Da die Waffe neben dem Schüler Paul Cordes liegt, scheint es offensichtlich, wer der Schütze des Amoklaufs war.

Der Direktor der Schule widerspricht dieser These im Tatort „Gewaltfieber“ in seiner Aussage vehement. Paul war angeblich sein bester Schüler gewesen. Er war vielversprechend und brillant. Nach den Worten des Direktors ein Lichtblick unter all dehnen, welche alkoholisiert, uninteressiert oder gar mit Messern bewaffnet die Schule besuchen. Der Lehrer Dr. Georg Lobentag ist im Tatort „Gewaltfieber“ sehr leicht zu provozieren, wenn über seinen Lieblingsschüler gesprochen wird.

Auch die Mutter von Paul ist davon überzeugt, dass der eigene Sohn kein Gewalttäter ist. Sie weiß im Tatort „Gewaltfieber“ allerdings nicht sehr viel über das Umfeld ihres Sohnes. Sie kennt weder die Freundin noch seine Freunde. Doch die Distanz ist in der Familie offenbar normal. Kommissarin Lena Odenthal erfährt erst von Jäcky, dass es sich bei der Freundin um die von der Schule verwiesene Chris Domnik handelt. Chris gehört im Tatort „Gewaltfieber“ offenbar genauso wie Fabian und Jacky zu einer geheimnisvollen Clique, welche sich „Verein“ nennt. Dem „Verein“ werden von der Lehrerschaft alle möglichen Taten zugetraut. Chris ist schon vor einigen Wochen von zuhause abgehauen und seitdem ach nicht mehr auffindbar. Der Direktor will nicht glauben, dass sie die Freundin von Paul war und auch er ein Mitglied im „Verein“ war.

Direktor Lobentag realisiert im Tatort „Gewaltfieber“ allerdings nicht, wie sehr verletzt sich sein Sohn Paul durch die Fixierung seines Vaters auf seinen Lieblingsschüler Paul fühlt. Fabian Lobentag fühlt sich vernachlässigt und ist von der Verherrlichung Pauls genervt. Fabian weiß, dass auch der angeblich brillante Paul ein Mitglied des „Vereins“ war und er kennt auch ganz andere Seiten als die Brillante an dem Kumpel. Er bringt mit einem Video, welches die Gewaltbereitschaft von Paul beweist und zeigt, seinen Vater aus dem Gleichgewicht.
Doch auch die Mitglieder des „Vereins“ sind im Tatort „Gewaltfieber“ aus dem Gleichgewicht geraten. Sie treten gegenüber der Außenwelt sehr cool auf. Doch bei ihren gemeinsamen Treffen wird klar, wie aufgewühlt sie alle nach Pauls Tod sind. Die Schmauchspuren beweisen, dass Paul geschossen hat. Als die Polizei das Video von den Gewaltspielen sieht, ist die Sache offenbar klar. Die Sache kann zu den Akten gelegt werden.

Doch Lena Odenthal bleibt im Tatort „Gewaltfieber“ hartnäckig und hört nicht auf nach Hintergründen und Motiven zu forschen. Sich ist sich sehr sicher, dass hier etwas vertuscht werden soll. Sie fragt sich, ob weitere Täter in Betracht waren oder ob Paul wirklich der Einzige war. Eine weitere Untersuchung, welche weitere Spuren zutage fördert, gibt ihr zu Koppers Überraschung recht. Paul Cordes ist das Opfer und ermordet worden. Bei den nun folgenden Ermittlungen nach dem zweiten Täter verhaftet Lena den kompletten Verein erstmal vorläufig.

Besetzung der Tatort – Folge „Gewaltfieber“:
Kommissarin Lena Odenthal – Ulrike Folkerts
Kommissar Mario Kopper – Andreas Hoppe
Chris Domnik – Lena Lauzemis
Fabian Lobentag – Sebastian Urzendowsky
Natascha Günther – Nathalie Spinell
Günter Domnik – Karl Kranzkowski
Frau Keller – Annalena Schmidt
Anna Cordes – Corinna Harfouch
Peter Becker – Peter Espeloer
Dr. Georg Lobentag – Michael Wittenborn
Jacky Bräutigam – Matthias Schweighöfer

Stab
Regie: Martin Eigler
Kamera: Thomas Makosch
Buch: Fred Breinersdorfer
Musik: Wilhelm Stegmeier

Erstausstrahlung der Tatort – Folge „Gewaltfieber“: 02.12.2001
Bilder: rbb/Krause-Burberg

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1 Kommentar

  • rosa auvinen
    7. Juli 2010 - 19:14 | Permalink

    Ein packender, tiefgründiger Tatort, der sich wirklich gut mit der Thematik auseinandersetzt – und das vor dem schrecklichen Ereignis in Erfurt 2002.

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