Tatort Folge 591: Todesbrücke



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Tatort Folge 591: Todesbrücke 5 5

Den Berliner Ermittlern Ritter (Dominic Raacke) und Stark (Boris Aljinovic) sitzt im Tatort „Todesbrücke“ noch der Schreck in den Knochen: Als sie auf der Autobahn unterwegs sind, wird plötzlich ein Gegenstand von einer Brücke aus auf den Wagen der beiden Kommissare geworfen. Felix Stark reagiert geistesgegenwärtig und kann einen Unfall gerade noch verhindern. Das Wurfgeschoss zerplatzt auf der Windschutzscheibe – eine Wasserbombe! Die drei jugendlichen Täter können unerkannt entkommen. Handelt es sich bloß um einen bösen, dummen Jungenstreich?

Wenig später wird aus dem Spaß tödlicher Ernst. Der Berliner Insolvenzverwalter Thomas Franke stirbt unter eben dieser Brücke; statt einer Wasserbombe haben Unbekannte nun einen schweren Pflasterstein in die Tiefe fallen lassen. Die Kommissare Till Ritter und Felix Stark denken sofort an die drei Jugendlichen und leiten die Ermittlungen im Fall „Todesbrücke“ ein. Kurz darauf verunglückt Frankes Kollegin Sybille Bohrmann auf dieselbe Weise – das kann kein Zufall sein, da sind sich Ritter und Stark einig. Sie suchen die Familien der Opfer auf und erfahren, dass weder Thomas noch Sybille private Feinde hatten. Die Hinterbliebenen haben keinerlei Erklärung für die Mordanschläge.

Als Hauptkommissar Stark und sein Kollege Ritter die verdächtigen Teenager ausfindig machen, können die im aktuellen Fall ein wasserdichtes Alibi vorweisen. Bald schon stoßen die beiden Berliner Ermittler auf eine neue heiße Spur: beide Opfer hatten zuletzt an demselben Fall gearbeitet. Sie sollten die Versteigerung der insolventen Spedition Meier-Hofer abwickeln. Stehen die Morde also in einem Zusammenhang mit der Unternehmensberatung Moggenhauer, dem Arbeitgeber von Franke und Bohrmann?

Auch Reling, der Nachbar von Thomas Franke und Sybille Bohrmann in der Reihenhaussiedlung der Firma, ist verdächtig. Die ermittelnden Kripo-Beamten erfahren, dass auch er einst in einer führenden Position bei Moggenhauer beschäftigt war, bis er schließlich wegen ständiger Beschwerden entlassen wurde. Wollte sich Reling an den beiden Insolvenzberatern rächen? Oder müssen Ritter und Stark ein ganz anderes Tatmotiv in Erwägung ziehen?

 
Christine Hartmann führte beim SFB-Tatort „Todesbrücke“ die Regie, Frauke Hunfeld schrieb das Drehbuch. Die Dreharbeiten für den Fernsehkrimi fanden im März bis April 2004 in Berlin statt. Ihr Fernsehdebüt feierte die 591. Tatort-Folge am Sonntag, den 13. März 2005, im Ersten Programm der ARD.

Besetzung
Hauptkommissar Till Ritter – Dominic Raacke
Hauptkommissar Felix Stark – Boris Aljinovic
Wiegand – Veit Stübner
Herr Bohrmann – Florian Martens
Klaus Rehling – Herbert Trattnigg
Sybille Bohrmann – Christine Reinhart
Lutz Weber – Ernst-Georg Schwill
Eva Franke – Isabella Parkinson
u.a.

Stab
Drehbuch – Frauke Hunfeld
Regie – Christine Hartmann
Kamera – Alexander Fischerkoesen
Musik – Fabian Römer

Bilder: RBB/A. Plehn


10 Meinungen zum Tatort Folge 591: Todesbrücke

  • Muckel • am 11.5.10 um 21:28 Uhr

    Wie heißt denn das Lied, das gespielt wird, während Kommissar Ritter im Auto vor dem Haus der werdenden Mutter sitzt. (Nicht „Mad World“) ich meine das, das von einer Frau gesungen wird. Wäre toll, wenn jemand das wüßte!
    Danke im Voraus!
    Muckel


  • Katie • am 14.5.10 um 17:29 Uhr

    Das Lied heißt ,,My Immortal“ von ,,evanescence“! Das Lied ist wirklich schön!


  • katja • am 2.10.10 um 20:07 Uhr

    schön.. das wollte ich auch hier finden.. schönes Lied, schöner Tatort, bei dem Komissargespann auch nicht anders zu erwarten :-)


  • Christian • am 10.3.14 um 21:35 Uhr

    Nicht schlecht, aber leider zu viele private Probleme die den Fall in den Hintergrund treten lassen.


  • ich • am 1.4.14 um 19:15 Uhr

    Wunderbarer Tatort,-wunderbar melancholisch, zumindest zum Ende hin. Ich hätte fast geweint. Irgendwie schön. Und natürlich auch ein tolles Team.


  • serendipity • am 7.1.15 um 22:54 Uhr

    total toller tatort.. sehr emotional!


  • Norbert • am 10.1.15 um 3:14 Uhr

    Glänzender Whodunnit-TO mit viel Tiefgang und gutem Bezug zur Realität. Insbesondere sticht hier Boris Aljinovic heraus – als Kommissar und als verzweifelter, alleinerziehender Vater.


  • arte-Versteher • am 6.10.15 um 9:53 Uhr

    Man kann das Privatleben der Kommissare eng mit dem Fall verzahnen, ohne dass es peinlich wird – dieser TO beweist es. Überwiegend leise Töne aus Berlin, ohne auf Whodunnit-Spannung und Verfolgungsjagden zu verzichten. Kommissar Stark als dünnhäutiger Teilzeit-Vater zieht den Betrachter mehr in den Film hinein als alle Verdächtigen. Für sein Schlussplädoyer an den lebensmüden Mörder auf dem Dach hätte sich Stark wahrscheinlich von jedem Polizeipsychologen einen Rüffel geholt, aber es hat ja „funkioniert“…


  • Eveline • am 6.10.15 um 11:06 Uhr

    Ich fand den Tatort super.
    Vor allem weil er so realistisch ist.
    Welcher Berufstätige hat es nicht schwer Kinder und Beruf unter ein dach zu bekommen.
    Das Thema der Morde begleitet uns ja auch tagtäglich durchs Leben.
    Toller Tatort
    Daumen Hoch


  • Dirk • am 27.5.16 um 6:07 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 591 aus Berlin. Die Hauptkommissare Ritter und Stark vom Landeskriminalamt in einem ihrer besten Tatort-Spielfilme. Sie ermitteln wegen Mordes in zwei Fällen, kurz hintereinander durch Steine werfen von einer Autobahnbrücke begangen. Seltsamerweise traf es beide Male Angehörige der selben Firma, was Ritter und Stark zusätzlich sensibilisierte. Dann meldet sich ein Erpresser und der Fall nimmt eine explosionsartige Wende, in deren Verlauf Stark seine pädagogischen Fähigkeiten als Vater voll verwerten kann. Dieser gute Tatort-Kriminalspielfilm, mit einem hervorragenden Mordermittlerteam, ist immer wieder sehenswert und zeigt solide und spannende Polizeiarbeit im Alltag auf. Prima.


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