Tatort Folge 670: Sterben für die Erben



  1 Meinung
Tatort Folge 670: Sterben für die Erben 5 1

Im Tatort „Sterben für die Erben“ erleben Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und ihr Kollege Mario Kopper (Andreas Hoppe) nach dem Tod eines wohlhabenden Hoteliers in Ludwigshafen ein tragisch-komisches Beispiel dafür, wie sich die Familie eines Verstorbenen nicht verhalten sollte.

Eines Nachts stürzt Karl Grimm über das Treppengeländers eines Hotel, das er als Seniorchef selbst leitet. Der ältere Mann landet nach dem Sturz in der Lobby, wo er tot auf dem Boden liegen bleibt. Zurück lässt der Hotelier im Tatort „Sterben für die Erben“ drei erwachsene Kinder, mit denen es Kommissarin Odenthal noch häufig zu tun bekommen wird. Denn Heike, Walter und Pia legen ein Verhalten an den Tag, bei dem sich ihr Vater wohl bald im Grabe umdrehen würde.

Dem alten Mann, der anscheinend immer schlecht gelaunt war, hatten sie alle schon den Tod gewünscht. Und so denken alle drei, anstatt über den tragischen Unfall und ihren Verlust zu trauen, nur ans Geld – schließlich gilt es zu klären, wer das Erbe einsacken darf. Wäre Karl Grimm nur einen Monat älter geworden, wäre die Sache im Ludwigshafener Tatort „Sterben für die Erben“ klar: Der alte Mann hatte seinen wertvollsten Besitz, das Hotel, schon vor knapp zehn Jahren der jüngsten Tochter Pia geschenkt. Doch ehe eine Schenkung rechtliche Gültigkeit erlangt, müssen zehn Jahre vergehen – und Grimm ist genau neun Jahre und elf Monate nach seiner Entscheidung gestorben. Während Heike und Walter nach den zehn Jahren keinen Cent gesehen hätten, haben sie jetzt die Chance auf einen Pflichtanteil des Erbes. Hatte also einer der beiden deswegen ihren Vater umgebracht?

Es kommt im Tatort „Sterben für die Erben“ schon bald zu erbitterten Auseinandersetzungen zwischen den drei Kindern, die vor nicht viel zurückschrecken, um sich das Erbe zu sichern. Selbst den eigenen Geschwistern die Schuld an dem Tod des Vaters zu geben, ist für Pia, Walter und Heike nicht zu geschmacklos. Für Lena Odenthal bedeutet diese Situation im Ludwigshafener Tatort „Sterben für die Erben“, dass sie in einem Netz aus Lügen und Intrigen nach der Wahrheit und dem Mörder suchen muss. Zu ihrem Unglück muss die Fahnderin die offiziellen Ermittlungen alleine leiten. Denn ihren Kollegen Kopper hat es per Zufall in die Küche des Hotels verschlagen, wo er für einen neuen Koch gehalten wird. So bekommt Kopper, der auch in seiner Freizeit gerne kocht, im Tatort „Sterben für die Erben“ jedoch immerhin die Gelegenheit, sich undercover etwas umzuhören. Die Arbeit in der Küche allein erweist sich schon als ziemlich anstrengend und die zusätzlichen heimlichen Befragungen verlangen dem Fahnder viel ab.

In der Zwischenzeit muss Kommissarin Odenthal zwar nicht mit körperlichen Herausforderungen kämpft, dafür steht sie aber vor einer ganz anderen Frage, auf die sie noch keine Antwort weiß. Warum hatte Karl Grimm, als er im Tatort „Sterben für die Erben“ nachts von der Treppe in der Lobby stürzte, seinen Zimmerschlüssel nicht dabei? Und vor allem: Warum war die Wohnung des Opfers abgeschlossen, während Grimms Schlüssel sich aber in der Wohnung befand?

 
Der SWR-Tatort „Sterben für die Erben“ erzählt beinahe auf eine karikierende Art und Weise, wie sich die Erben ohne jeden Respekt für den Vater um dessen Nachlass streiten. Die Geschichte hatte sich für das Drehbuch Dotothee Schön ausgedacht, während Lars Montag den Krimi drehte. Der im Mai und Juni 2006 in Ludwigshafen, Baden-Baden und Pirmasens entstandene Tatort wurde etwas über ein Jahr später, am 1. Januar 2007 zum ersten Mal im TV gezeigt.

Besetzung
Lena Odenthal – Ulrike Folkerts
Mario Kopper – Andreas Hoppe
Frau Keller – Annalena Schmid
Viktoria Merz – Claudia Fritzsche
Jonas Grimm – Maximilian Mauff
Karl Grimm – Traugott Buhre
Theo Martinek – Leopold von Verschuer
Walter Grimm – Josef Ostendorf
Ivanka – Nikola Kastner
Pundarik – Irshad Panjata
Walburga Grimm – Sabine Orleans
Heike Martinek – Karla Trippel
Pia Grimm – Naomi Krauss
Peter Becker – Peter Espeloer

Stab
Regie – Lars Montag
Musik – Ulrich Sinn
Kamera – Jürgen Carle
Buch – Dorothee Schön

Bilder – SWR/Krause-Burberg


15 Meinungen zum Tatort Folge 670: Sterben für die Erben

  • Mag. Gerald Raab • am 26.7.07 um 13:54 Uhr

    Als eingefleischter Tatort-Fan möchte ich diese Folge als besonders gelungen hervorheben, und dazu gratulieren. Hervorragende musikalische Umrahmung (Ulrich Sinn !!)


  • torsten_seidel • am 3.1.09 um 0:19 Uhr

    Ein super Tatort war das. Gerade eben habe ich ihn mit meiner Frau sehen können. Kann uns aber jemand sagen was für ein Hotel das war in dem der Film gedreht worden ist? Das sah nämlich super aus. War das in Ludwigsburg?

    Gruss
    Torsten

    tseidel@gmx.ch


  • nadin • am 17.6.10 um 21:23 Uhr

    habe gerade den tatort gesehen und mir hat die musik sehr gut geafallen, kann mir vielleicht sagen, was für ein lied das, dass ziemlich am ende gespielt wurde, war?
    lieben gruß


  • Gudrun Eussner • am 15.10.10 um 19:00 Uhr

    Sie können nicht anders als immer wieder dieselben TO zu senden. Ob das nun gute sind oder weniger gelungene. Mir hängt das zum Halse raus.Mit anderen Filmen geht’s genauso. Da fahren die öffentlich-rechtlichen Anstalten Milliarden Euro ein, und mir setzen sie ständig dieselben Wiederholungen vor. Wo bleibt das ganze Geld?

    Wenn es wenigstens alte, gar uralte TO gäbe, aber nein, diejenigen der letzten zehn Jahre werden durch die Regionalsender getrieben.

    Alle Wiederholungstermine
    Datum Sender
    00.00.0000 WDR
    18.12.2007 SW3
    02.01.2009 ARD
    12.04.2009 SW3
    27.02.2010 RBB
    17.06.2010 WDR
    16.10.2010 HR (21:45)


  • pumpkins • am 16.10.10 um 13:48 Uhr

    Zahl doch einfach mehr mal sehen ob die dann den alten Schund wieder rauskramen. Von dem bissle Geld was da reinkommt drehen die nicht nur Tatort Folgen sondern es werden Show finanziert oder Talkrunden veranstaltet wo die Gäste eine Prämie bekommen für das erscheinen. Ich möchte nicht wissen wieviel der Dreckshund Sarrazin bekommen hat um dann das blöde Volk zu verarschen und Kasse zu machen. Die anderen „nationalen“ wie Seehofer und von und zu Guttenberg obendrein…wollen Prämie und dann labern die wenns rote Licht angeht…bäh mir wird so übel…

    Außerdem kann nicht jeder die Tatort Folgen am Sonntag sehen oder sonstwann weils es soll ja noch Leute gehen die arbeiten – verstehste – arbeiten – und die haben dann nicht immer Zeit…deshalb sind die Wiederholungen auch richtig…Für den Fall das man die schon kennt wie wärs mal mit Fernbedienung oder nem guten Buch?


  • gjb • am 16.10.10 um 14:35 Uhr

    der wo…! schön, diese sehr einfache erklärung…!

    gute bücher helfen sogar bei rechtschreibschwäche.

    grüsse


  • Martin • am 18.11.10 um 22:21 Uhr

    Sag mal, pumpkins:

    Wäre es nicht besser, Du beherrschst die deutsche Sprache, bevor Du Deinen Senf abgibst?
    Ich habe schon lange nicht mehr solch einen schlechten Stil und so viele Fehler gelesen, wie in Deinem Artikel!

    Unglaublich!!!

    Ich habe wenig Probleme mit Menschen, die keine oder nur eine ungenügende Schulausbildung genossen haben, aber die sabbeln dann wenigstens nicht öffentlich rum!

    Mein Tipp an Dich: Wenn man keine Ahnung hat, einfach Schnauze halten. Und endlich Deutsch lernen. Oder bist Du erst 14 Jahre alt und hast das noch vor?

    Grüße, Martin


  • Gudrun Eussner • am 19.11.10 um 23:14 Uhr

    Ich bin immer davon ausgegangen, daß pumpkins maximal 14 Jahre alt ist; deshalb habe ich ihm seine Beiträge nicht übelgenommen.


  • Mario • am 19.11.10 um 23:23 Uhr

    Bitte hört mit den Kindereien hier auf. Gerald und auch ich sind bisher froh darüber gewesen, das man hier ohne Zensur auskommt.

    Vergiftet hier nicht die Stimmung mit Anzickereien, Anspielungen und anderen Spielchen nach unten zu ziehen. Manchmal ist es besser, sich einfach mal zurück zu lehnen, tief durch zu atmen und fünf gerade sein zu lassen.

    Grüße
    Mario


  • Martin • am 21.11.10 um 17:32 Uhr

    Ja,
    Mario, da muss ich Dir Recht geben!
    Ich mach so was – normalerweise – auch nicht.

    Grüße, Martin


  • Chaosweibchen • am 21.11.11 um 13:39 Uhr

    Da gefragt wurde wo der Tatort gedreht wurde:

    In 66953 Pirmasens. Das Hotel heißt Hans-Sachs-Hof und ist in der Schloßstraße neben C&A. Das ist mein Heimatort und damals gab es nen Zeitungsbricht über die Dreharbeiten.

    Ich fand den Tatort übrigens totale grütze.


  • goetz • am 29.11.11 um 21:01 Uhr

    Ich kene diese Folge nicht und schau sie gleich an,

    Der Beitrag der Kürbisse ist in der sprachlich erbärmlich.
    Wer jemandem, der dies beanstanded, Zensur vorwirft, schreibt selbstgerecht und billig.


  • Ralf Siebert • am 30.11.11 um 0:12 Uhr

    Eine Frage an Herrn Ulrich Sinn. Welche hervorragenden Summbienen dort Bach u.s.w. gesummt
    haben. Wie heisst die Formation und wie komme ich an die CD . MfG Siebert


  • nico haupt • am 4.3.12 um 21:40 Uhr

    Auch wenn’s ein netter Spruch in der obigen Zusammenfassug ist, aber Mario -welcher ein grosser Fan der italienischen Kueche ist- hat nicht ein einziges mal „Jägerschnitzel und Kartoffelsalat“ zubereitet, sondern grossbuergerliche Kueche, sowie Spaghetti zur Beerdigung – auf terrorpsychologischem Wunsch der Hotelbesitzerin.

    Dies ist keine Kleinkiepigkeit von Details, sondern eine Herunterwuerdigung eines grossen Character Schauspielers und der Drehbuchautorin Dorothee Schön ;

    Sehr gute Folge.
    Irgendwie eine Hommage an John Cleese „Fawlty Towers“ nmm ; –

    freundlichst ;


  • Dirk • am 20.2.17 um 18:42 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 670 aus der Stadt Ludwigshafen sowie aus dem Jahre 2007. Die beiden Hauptkommissare der dortigen Mordkommission, Frau Odenthal und ihr Herr Kopper, ermitteln, zusammen mit der Aspirin Frau Merz, in einem mysteriösen Todesfall eines Hoteliers, welcher es tatsächlich und wahrscheinlich geschafft hat, die gesamte nähere und augenscheinliche Blutsverwandtschaft, gegeneinander aufzuhetzen. Mit Nichten und Cousins kein wirklich angenehmer Zeitgenosse, selbst dem jugendlichen Enkel unangenehm aufstoßend. Der Kopper fängt mal wieder an, will im Hotelbetrieb den angeblichen Mordfall ermittelnd aufnehmen und gerät in den vagen Verdacht, ein Koch zu sein. Seiner mit ermittelnden Chefin gefällt augenscheinlich dieses Klischee und somit schleust sich der Kopper konspirativ in den gesellschaftlichen Familienbetrieb als Betriebsfachkraft ein und erfährt erstaunliches Gezänk, Intrigen und Betrügereien. Nur einen Mörder stellt er nicht und dieses aus einem guten Grunde. Ja……diesen Tatort-Fernsehfilm mag man oder man mag den nicht. Ich finde sehenswert ist der aber alle Male, den solche Herrschaften gibt es zu Hauf. Meckern, draufhauen, wegducken. Nach nunmehr zehn Jahren war er mir durchaus wiederholungswürdig. Ehrlich.


Schreiben Sie Ihre Meinung.

Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

1 2 3 4 5

Tatort Sendezeiten

Ihr findet uns unter
Neue Tatortfolgen
Weitere Folgen
Kommissarübersicht
Stadt Archiv