Tatort Folge 677: Der Traum von der Au



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Tatort Folge 677: Der Traum von der Au 5 4

Hauptkommissar Ivo Batic (Miroslav Nemec) ist auf der Suche nach einer neuen Wohnung. Er findet großen Gefallen an einer luxuriösen Dachgeschosswohnung im angesagten Münchner Au-Viertel. Doch im Keller des zum Großteil bereits sanierten Mietshauses liegt – die Leiche des ehemaligen Hausmeisters Grassl! Batic und sein Kollege, Kommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) von der Kripo München, untersuchen den Tatort. Das Opfer wurde anscheinend brutal erschlagen, denn die Leiche weist schwere Kopfverletzungen auf.

Tatort „Der Traum von der Au“ – ARD Trailer

 
Batic und Leitmayr beginnen ihre Ermittlungen im Fall „Der Traum von der Au“ und vernehmen umgehend die Hausgemeinschaft. Dabei erfahren die Kripo-Beamten, dass Grassls thailändische Frau Malee und ihr Sohn Ton seit einiger Zeit als vermisst gelten. Unterstützt werden die beiden Münchner Kommissare von dem neuen Hausmeister Mikosz, der auffallend großes Interesse an der Aufklärung des Verbrechens zeigt und den Fahndern bereitwillig Zugang zu allen Räumen des Hauses verschafft. Es scheint beinahe, als würde Mikosz am liebsten selbst den Mörder fassen.
Auch die Metzgerin Gerti, die im Erdgeschoss wohnt, gibt Ivo Batic und Franz Leitmayr nur allzu gerne Auskunft über die anderen Mieter, die sie sehr genau studiert zu haben scheint: da sind Pierre Traublinger und seine freizügige Geliebte Naomi, der geheimnisvolle, zurückgezogene Professor, die wohlhabende Frau von Helmstedt und ihre wechselnden Männerbekanntschaften sowie Konrad Strobl, der Installateur, der um seinen Vater trauert und der eine Werkstatt im Hinterhof hat. Auch der habgierige Hausbesitzer Peter Bachinger lebt in dem sanierten Altbau.

Wie sich in der Tatort-Folge „Der Traum von der Au“ bald herausstellt, herrscht in dem Haus ein täglicher Kleinkrieg unter den Mietern, der bereits zwei Bewohner in den Selbstmord getrieben hat. Für den dritten Todesfall, den Mord an Hausmeister Grassl, hätten beinahe alle Mieter ein Motiv gehabt – zum großen Ärger der beiden Hauptkommissare. Denn die ohnehin schon schwierigen Ermittlungen werden durch das zunehmend rätselhafte Verhalten des Hauptkommissars Carlo Menzinger (Michael Fitz) zusätzlich erschwert. Der sonst so geduldige Ermittler beschäftigt sich anscheinend zunehmend mit Aktivitäten, die mit den Untersuchungen im Mord an Grassl nichts gemein haben. Anstatt Batic und Leitmayr lästigen Recherchearbeiten abzunehmen, verfolgt Menzinger offenbar ganz eigene Ziele…

 
Der BR-Tatort „Der Traum von der Au“ ist nach 45 Einsätzen der letzte Fall für Kommissar Carlo Menzinger alias Michael Fitz. Die Tatort-Folge 677 wurde im April und Mai 2007 in München und Umgebung gedreht und am Sonntag, den 21. Oktober 2007, erstmals im Ersten Programm der ARD ausgestrahlt.

Besetzung
Kriminalhauptkommissar Ivo Batic – Miroslav Nemec
Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Oberkommissar Carlo Menzinger – Michael Fitz
Metzgerin Gerti – Johanna Bittenbinder
Hausmeister Mikosz Michalowski – Volker „Zack“
Malee Grassl – Young-Shin Kim
Ton Grassl – Patrick Gehrhardt
Naomi – Vaile Fuchs
Frau von Helmstedt – Andrea Wildner
Dr. Stoll – Hubert Mulzer
Immobilienmaklerin Inga Uhl – Tina Bordihn
Polizeipathologe Dr. Simon Rössle – Jan Messutat
Anwalt – Gerhard Wittmann
Walter Strobl – Gerry Scott
Frau Silin – Soogi Kang
Ärztin im Krankenhaus – Julia Koschitz
Professor – Norbert Heckner
Pierre Traublinger – Dennis Grabosch
Hausbesitzer Peter Bachinger – Alexander Held
Handwerker Konrad Strobl – Fritz Karl

Stab
Regie – Tim Trageser
Kamera – Eckhard Jansen
Buch – Peter Probst
Musik – Andreas Weidinger

Bilder: BR/Bavaria/Erika Hauri


7 Meinungen zum Tatort Folge 677: Der Traum von der Au

  • lisaaa • am 18.10.12 um 14:06 Uhr

    Wie heißt das Lied ganz am Schluss ??

    Lg. Lisaaa


  • Tina • am 9.8.13 um 23:51 Uhr

    Frank Sinatra / That’s life


  • Julian • am 5.3.14 um 11:23 Uhr

    Ein echt guter Münchner Tatort mit einem sehr interessanten Thema.


  • Dirk • am 28.12.15 um 20:22 Uhr

    Der Tatort Nummer 677 aus München, mit den beiden Hauptkommissaren Leitmayr und Batic: Mordkommission. Es geht um Nobel- Hobel-Wohnungen, welche sich in München der höhere Dienst innerhalb der Verwaltung nur mit Wohnberechtigungsschein und Wohngeldantrag leisten kann. Vorausgesetzt man ist kinderreich. Und es geht um Mord, heimtückisch, hinterhältig, nachhaltig. Diesen, eher wenig erscheinenden Tatort-Fernsehfilm, habe ich bislang zweimal gesehen. Der Kollege der beiden mutmaßlichen Hütchenspieler, Kommissar Menzinger, verabschiedet sich nach Quittierung des Dienstes. Der taucht aber ab und zu später mal wieder auf, glaub‘ ich. Persönlich halte ich die Handlung in diesem Tatort-Krimi für überzogen und die Spannung für eher mäßig. Aber wie die Realität zeigt: Möglich ist alles.


  • Bernhard • am 17.5.16 um 20:52 Uhr

    Geniale Idee der Mörderin. Quecksilber von der Gesichtscreme in die Wurst. Da muss man erst mal darauf kommen. 😨


  • arte-Versteher • am 18.5.16 um 10:58 Uhr

    Eine bewusst langsam und ruhig erzählte Vorstadtgeschichte auf dem schmalen Grat zwischen Idyll und Abgrund. In der Wekstatt des Hauptverdächtigen meint man öfter mal Meister Pumuckl hinter den Regalen vorbeihuschen zu sehen. Getragen wird die Geschichte von jeder Menge kauzigem Humor bei der Interaktion der Kommissare untereinander und mit den Verdächtigen, ohne dass es zynisch würde. Liebhabern des Schnellen, Hektischen und Coolen sei von diesem angenehmen Stück Unterhaltung ausdrücklich abgeraten. Für mich 4 Sterne.


  • allesrogervolker • am 19.5.16 um 12:54 Uhr

    Ein wunderbarer Tatort aus München !


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