Tatort Folge 688: Borowski und das Mädchen im Moor



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In dem Tatort „Borowski und das Mädchen im Moor“ suchen die beiden Fahnder aus Kiel, Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) und Polizeipsychologin Frieda Jung (Maren Eggert), nach der verschwundenen 16-jährigen Industriellentochter Belinda, die zuletzt in einem Moor gesehen wurde.

Gibt es im Tatort „Borowski und das Mädchen im Moor“ überhaupt das klassische Mordopfer, dessen Täter die Kommissare finden müssen? Diese Frage stellen sich zu Beginn des Krimis die Kieler Ermittler Borowski und Jung. Sie wissen nur, dass ein Mädchen verschwunden ist – eine Leiche gibt es jedoch nicht. Bei der Verschwundenen handelt es sich um Belinda Strick, die fast 17-jährige Tochter des wohlhaben Unternehmers Strick. Das Mädchen war von Zeugen zuletzt im Moor beobachtet worden und danach nicht wieder aufgetaucht. Noch ist daher im Tatort „Borowski und das Mädchen im Moor“ unklar, ob Belinda einfach davongelaufen war oder tatsächlich das Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.

Während die Kommissare Borowski und Jung noch nach dem Mädchen suchen, könnte Klaus Raven ihnen all ihre Fragen beantworten. Raven arbeitet als Detektiv in einem Kaufhaus in Kiel, wo das verschwundene Mädchen regelmäßig geklaut hatte. Nachdem der Detektiv Belinda beim Stehlen erwischt und sie den Mann durch ihr Verhalten provoziert hatte, sind mit dem Kaufhausdetektiv die Nerven durchgegangen. Mitten im Kaufhaus, versteckt in einem abgelegenen Winkel, hatte er das Mädchen getötet. Hervorgerufen wurde der Aussetzer durch Ravens angespannte finanzielle Situation. Der anspruchsvolle Lebensstil seiner Frau und die teuren Gebühren für das Internat seiner Tochter hatten den Kaufhausdetektiv in eine ernsthafte Verschuldung getrieben. Seine Rechnungen kann Klaus Raven im Tatort „Borowski und das Mädchen im Moor“ kaum noch bezahlen, da ihm das Wasser bis zum Hals steht.

Dass es keine Hoffnung mehr gibt, Belinda lebend zu finden, wissen Jung und Borowski jedoch nicht, als sie sich bei der Familie der Verschwundenen und in dem Internat, das Belinda besucht hatte, umsehen. Wie die Ermittler bald merken, herrscht zwischen dem Mädchen und ihrem Vater und vor allem dessen zweiter Frau keine gute Beziehung. Und auch die anderen Mädchen im Internat hatten die Industriellentochter im Tatort „Borowski und das Mädchen im Moor“ nicht gemocht, so dass das Mädchen ziemlich einsam war. Gründe, um Kiel den Rücken zu kehren, hätte sie also einige gehabt. An dieser Unbeliebtheit war Belinda jedoch anscheinend nicht ganz unschuldig, da sie die anderen Mädchen bestohlen hatte und aufgrund der großen Spenden ihres Vaters an das Internat nie bestraft worden war. Eine besondere Abneigung gegen die Verschwundene hegte jedoch Maria Raven, da Belinda ihr eine Rolle in einem Theaterstück weggeschnappt hatte. Maria ist ausgerechnet die Tochter von Belindas Mörder.

Dieser sucht auch bald den Kontakt zu Kommissar Borowski, dem er nach einer Autopanne im Moor zufällig begegnet. Dem Fahnder ist der Mann im Kieler Tatort „Borowski und das Mädchen im Moor“ sofort sympathisch und so bittet er Raven sogar um Hilfe, als er in dem Kieler Warenhaus zu ermitteln beginnt. Wird Borowski noch rechtzeitig merken, dass er den Mörder längst kennt oder schwebt auch der Kommissar in Gefahr?

Der Kieler Tatort „Borowski und das Mädchen im Moor“ wurde erstmalig am 17. Februar 2008 im Fernsehen gezeigt, wo er bei seiner Premiere einen Marktanteil von etwa 20 Prozent erreichte. Gedreht wurde die Tatort-Folge 688, die der zehnte Fall für Kommissar Klaus Borowski ist, von Regisseurin Claudia Garde von Ende August bis Anfang Oktober 2007 in Kiel.

Besetzung
Hauptkommissar Klaus Borowski – Axel Milberg
Polizeipsychologin Frieda Jung – Maren Eggert
Klaus Raven – Andreas Schmidt
Iris Raven – Maria Schrader
Fabrikant Strick – Peter Gavajda
Maria Raven – Isolda Dychauk
Roland Schladitz – Thomas Kügel
Ernst Klee – Jan Peter Heyne
u.a.

Stab
Drehbuch – Sascha Arango
Regie – Claudia Garde
Kamera – Carsten Thiele
Musik – Jörg Lemberg

Bilder – NDR/Marion von der Mehden


14 Meinungen zum Tatort Folge 688: Borowski und das Mädchen im Moor

  • ququuseliih • am 17.2.08 um 21:31 Uhr

    in dem film kommt eine sternchentasche vor. weiss jemand wo man die kaufen kann?


  • von Woltershagen • am 17.2.08 um 21:49 Uhr

    HAllo,

    ich habe mich gefragt, wann frank Elstner rauskommt und die ganze Sache auflöst. Ich habe schon viel Mist gesehen, aber der Tatort „Das Mädchen im Moor“ schlägt dem Fass den Boden aus. Die Regie muss völlig bekifft gewesen sein, bei Dreh, das Drehbuch hat ein Gehirnamputierter Kranker geschrieben und die Schauspieler haber sich damit für den Comedy Preis qualifiziert. Mal wieder ein gelungener Tatort.


  • Esther Meyer • am 18.2.08 um 10:11 Uhr

    dem kann ich mich nur anschließen!!
    Der Tatort war eine absolute Zumutung.
    Mein Mann sagt noch:“Jetzt fehlt nur noch, dass der Dachkoffer wieder hoch kommt.“ Flopp – da war er.
    Flachste Comedy!


  • Thorben P • am 18.2.08 um 13:52 Uhr

    Ich, als Kieler, fand diesen Tatort mal wieder sehr gelungen – gespickt mit typisch norddeutschem Humor. Wieder einmal hat sich gezeigt was für ein Genie Borowski doch ist. Das Ende war mir fast schon ein wenig zu krass; hat nur noch gefehlt, das die Kleine auch noch die Axt in den Kopf kriegt, oh oh…

    Bin gespannt, wie sich der Faden mit dem Wolf in Zukunft wohl weiterspinnt. ;)


  • Sternchen • am 19.2.08 um 17:46 Uhr

    Also das war ja wohl ein richtig übler Tatort! Welch merkwürdige Zufälle! Und die auftauchende Leiche zum Schluß…
    Schade für Axel Milberg!
    Ach ja: Wo ist eigentlich die Filmtochter abgeblieben? Lange schon nicht mehr gesehen…


  • Moritz • am 19.2.08 um 21:00 Uhr

    Der beste Tatort seit Monaten. Tolle Schauspieler, keine Allerweltsstory, trockenen Humor.

    Besonders letzteres fehlt den anderen Kommissaren doch zusehends. Oder kann jemand von Euch über die zwei Kölner aus Stadt mit dem infantilen Karnevalshumor lachen?


  • Sternchen • am 21.2.08 um 20:58 Uhr

    Hallo Moritz,
    hast wohl noch nie einen guten Tatort z. B. „Oskar“ (aus Frankfurt) gesehen?
    Sternchen


  • hanna.b • am 22.2.08 um 20:27 Uhr

    ja wo kann man diese sternchentasche kaufen? die ist echt hübsch.


  • Fena • am 22.9.09 um 8:22 Uhr

    für mich der beste borowski! toller tatort. und schön gruselig im moor!


  • lena • am 21.10.10 um 16:17 Uhr

    war mal echt was anderes, für einen tatort zwar ein bisschen sehr heftig aber hat mir trotzdem, oder grade deswegen ziemlich gut gefallen und solang nicht jede folge nach dem muster verläuft bin ich absolut zufrieden


  • Tatort Münster Fan • am 11.1.11 um 17:54 Uhr

    Hallo, ich finde neben dem münsteraner Ermittlerteam eigentlich Milberg und seine Tatorte auch sehr gut, doch muss ich bei diesem Tatort eine Ausnahme machen. Zwar glänzt der Kommissar, wie immer, mit subtilem Humor, doch stört mich, wie sehr das gerade in Deutschland sehr populäre Klischee des „wohlstandsverwahrlosten Internatsschülers“, der von seinen meist geschiedenen und psychisch kaputten Eltern, die obendrein noch zu viel Geld haben, ins unmenschlich teure Internat abgechoben wird. Ich war zu dem Zeitpunkt Schüler des Internats, welches das Mädcheninternats des Tatorts darstellt, und finde es nicht in Ordnung, wie entgegen diesbetreffender Absprachen zwischen Produktionsteam und Schulleitung das schlechte Außenbild der deutschen Internatsszene geschürt wurde. Meiner Meinung nach ist soetwas populistisches Gehetze, und nebenbei war die Story durch eben diese Rahmenbedingungen schon im Voraus abzusehen. Damit meine ich nicht, dass der Mörder von Anfang an bekannt war, das ist ja sowieso klar.
    Viele Grüße


  • Gudrun Eussner • am 11.1.11 um 20:37 Uhr

    Danke für diesen Kommentar, TO Münster Fan! Das ist genau das, was ich an fast allen TOs der letzten zehn Jahre moniere, sie sind, wenn sie nicht gerade reine Inzucht sind, wie heute wieder TO 643 „Aus der Traum“, überladen mit Ideologie, mit „populistischem Gehetze“ gegen phantasierte Feinde der Gesellschaft, geldgeile Pharmaunternehmen, arrogante Schönheitschirurgen, Immobilienhaie, Bankmanager, die anständigen Kleinbürgern Derivate andrehen, Junk Bonds an sie verscherbeln, Großagrarier, die arme kleine Bauern in den Ruin treiben etc.

    Die TOs haben heutzutage das Niveau der „Gartenlaube“ des 19. Jahrhunderts. Einer ihrer Mitarbeiter war Wilhelm Marr. Keine Ahnung, wer das war? Wenn’s interessiert, einfach mal googlen, bitte.


  • Gotschikoski • am 15.4.15 um 15:04 Uhr

    Habe den vor Kurzem auf youtube gesehen. Interessant, aber sicher auch zwiespältig. Sascha Arango hat hier einen nicht geplanten Tötungsdelikt, und der Täter reitet sich, provoziert durch die Nachforschungen Borowskis, immer mehr in die Probleme hinein. Das ist ein Muster, das Arango sehr pflegt und das Hitchkock auch schon kultiviert hat. Die jungen Schauspielerinnen sind Klasse und eindringlich für die minimale Screentime, die ihnen gegeben wird. Maria Schrader ist leider völlig unterfordert und ihre Rolle sehr eindimensional. Da wurde viel Potential verschwendet.


  • Dirk • am 3.9.16 um 14:05 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 688. Das Kieler Mordermittlerteam, die Polizeipsychologin Frieda Jung und der Hauptkommissar Klaus Borowski, ermitteln in einem Mordfall, welcher augenscheinlich bewiesen ist, nur das bekannte Opfer und der Mörder, müssen noch gefunden werden. Der aktive Ladendetektiv Raven war es und vermittelt dem Borowski gar ein Gefühl von Sympathie und Gemeinsamkeit. Man muß doch einmal die Kirche im Dorf lassen. Wer erwürgt denn eine hübsche und ertappte Ladendiebin nach verbalen Profokationen? Genau so einer und gut, dass seine Tochter ebenfalls ein Internat besuchte. Frieda Jung wieder einmal gut besetzt. Ein wirklich spannender und gut gemeinter Tatort-Spielfilm aus dem Jahr 2008, durchaus sehenswert und wiederholungwürdig.


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