Tatort Folge 710: Wolfsstunde

Münster wird im Tatort „Wolfsstunde“ von einem grausamen Sexualmord erschüttert. Eine junge Jurastudentin wird erwürgt in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Presse vermutet einen Serienmörder und titelt nur „Müssen wir jetzt alle Angst haben?“. Tatsächlich spricht aber nicht viel dafür, dass in dieser Ausgabe des Tatortes ein Serienmörder am Werk war.
Als zuerst dringend tatverdächtig im Tatort „Wolfsstunde“ gilt der freie Fotograf und Ex-Freund des Opfers André Pütz. Er stellte dem Opfer in der Vergangenheit wiederholt nach und seine überstürzte Flucht bei einem überraschenden Besuch von Kommissar Thiel und Prof. Boerne lassen ihn nicht weniger verdächtig erscheinen.
Doch Tatortkommissar Frank Thiel wehrt sich im Tatort „Wolfsstunde“ gegen voreilige Schlüsse. Im kommt die Tat bekannt vor und er kann Parallelen zu anderen Fällen ziehen. Vor allem der Einbruch bei der überaus gutaussehenden Bankangestellten Anna Schäfer lässt ihn nicht los und bereitet Thiel mehr als nur Kopfzerbrechen. Diese wiederum begegnet ihm aber zunächst nur sehr unnahbar.

Der in diesem Tatort „Wolfsstunde“ geschehene Mord lässt den Kriminalhauptkommissar Thiel an einen, in seiner Vergangenheit liegenden, sehr traumatischen Vorfall denken. Doch weder die Staatsanwältin Wilhelmine Klemm noch der Rechtsmediziner Prof. Karl-Heinz Boerne können dem Gefühl von Thiel im Tatort „Wolfsstunde“ folgen. Die Indizien und die Ergebnisse des Rechtsmediziners sprechen einfach zu deutlich gegen das Bauchgefühl von Thiel. Ein hinreißender Thriller in dem der Zuschauer zusammen mit Frank Thiel um die einzige Zeugin zittern kann, die dem Serienmörder bislang entwischen konnte. Freuen sie sich also auf einen spannenden Film mit dem Tatort Wolfsstunde.

Besetzungder Tatort – Folge „Wolfsstunde“:
Prof. Karl-Friedrich Boerne – Jan Josef Liefers
Frank Thiel – Axel Prahl
Wilhelmine Klemm – Mechthild Großmann
Silke Haller “Alberich” – ChrisTine Urspruch
Nadeshda Krusenstern – Friederike Kempter
Herbert Thiel – Claus D. Clausnitzer
André Pütz – Thomas Dannemann
Sascha Kröger – Arnd Klawitter
Anna Schäfer – Katharina Lorenz

Stab:
Buch: Kilian Riedhoff und Marc Blöbaum
Regie: Kilian Riedhoff
Musik: Peter Hintertür
Kamera: Marcus Kanter
Szenenbild: Thomas Schmid

Erstausstrahlung der Tatort – Folge „Wolfsstunde“: 9.11.2008
Bilder : WDR/Uwe Stratmann

Tags , , , , , |

15 Kommentare

  • isseult
    9. November 2008 - 23:29 | Permalink

    Hallo!
    Woher wusste Börne, dass Kröger doch der Täter war? Bitte dringend um Aufklärung!

  • Gerald
    9. November 2008 - 23:47 | Permalink

    Nun ja er hat es zumindest vermutet und anschließend bewiesen..

  • Cicely
    9. November 2008 - 23:59 | Permalink

    …ja, aber für die Vermutung muss es doch einen Impuls gegeben haben. Mir war, als wäre ihm beim Musikhören eine Idee gekommen. Wer weiß mehr?

  • patrizius
    10. November 2008 - 11:32 | Permalink

    hab ich mich auch gefragt. Erst dachte ich, er hat ein problem mit dem dolby surround, aber irgendwie hat er ja was entdeckt oder?

  • Mee
    10. November 2008 - 13:41 | Permalink

    Peinlich – nichts als Peinlich!!! Sowas schlechtes hab ich ja selten gesehen. Eine der (Haupt) Witzfiguren schlimmer als die andere! Bai dem einen wurde eindeutig Dr. House als Vorbild genommen. Schlecht – Grottenschlecht!

  • Johannes
    11. November 2008 - 10:53 | Permalink

    noch mal zum Musikhören, habe mich auch gefragt, was Börne da entdeckt hat. Mir war so, dass Wagner lief (Tristan und Isolde?) und er irgendetwas mit der Balance eingestellt hat; also irgendetwas unterschiedliches aus den beiden Lautsprechern gehört hat. Aber auf welche Lösung soll er dabei gekommen sein? ist mir völlig schleierhaft.

  • markus
    1. Dezember 2008 - 12:37 | Permalink

    Hi all,

    schoen, dass Ihr alle diskutieren koennt, …, ich bin zur Zeit in Ausralien und suche jemanden der mir Tatorte von Juli 08 bis heute gegen Geld aufnehmen und schicken kann,

    Wer jemanden weiss, bitte unter markus.rehde@mac.com melden,

    cheers, guys, Markus

  • Malc
    13. März 2009 - 22:59 | Permalink

    Aus meiner Sicht der mit Abstand schwächste Münsteraner Tatort. Thiel setzt seine Entwicklung vom Grummelbär zum Soziopathen fort, verliert jede Objektivität, und behält am Ende dank seines zum wiederholten Male überstrapazierten Bauchgefühls und einer reichlich an den Haaren herbeigezogenen Schicksalsfügung recht. Dass so am Ende so einiges in der Folge ungereimt bleibt (die Verbindung der 3 Vergewaltigungen, Boernes Fehldiagnose) ist ebenso unbefriedigend wie die stillschweigende Unterstellung, das Ergebnis rechtfertige Thiels Verhalten gegenüber seinen Mitarbeitern und die schwere Missachtungen der Grundrechte eines Verdächtigen, für dessen Schuld zu diesem Zeitpunkt kaum mehr als sein „Bauchgefühl“ spricht. Der Reiz eines guten Krimi ist m.E., dass er spannend und letztlich doch logisch ist. Nach diesem Maßstab ist „Wolfstunde“ ein ganz schwacher Krimi.

    Um wie viel stärker wäre diese Folge gewesen, hätte Thiel sich am Ende eine zu starke Befangenheit eingestehen müssen während der Fall von Boerne und Krusenstern (die für starkes Verhalten am Ende als letzte Idiotin dasteht) aufgeklärt wird.

  • Sensenmann
    25. März 2009 - 20:39 | Permalink

    ich fand ich eigentlich ganz ok, obwohl so einiges seltsam war, wie die boerne aktionen, aber im vergleich zu den anderen Münster-tatorts war es ein schlechter tatort.
    Mein lieblingstatort ist ja Satisfaktion (münstertatort), weil dort boerne auch mal von einer anderen seite gezeigt wird, nämlich von der wilden seite, die jeder normale mensch in jüngeren jahren auch mal hatte

  • Krümel
    30. Dezember 2009 - 17:29 | Permalink

    Juhuuuuuuu…

    Endlich mal wieder ein Tatort Münster im Fernsehen. Das neue Jahr fängt gut an:)

  • Krümel
    1. Januar 2010 - 16:05 | Permalink

    Wusstet Ihr eigentlich, dass dieser Tatort auf einer wahren Begebenheit beruht? Ich kenne die Straße in Münster, wo das damals passiert ist und es ist immer ein komisches Gefühl, wenn man dran vorbei fährt….

  • isolde
    1. Januar 2010 - 23:31 | Permalink

    Hi, ich weiss das die Diskussionen hier schon etwas länger her sind ,aber ich habe Wolfstunde jetzt erst gesehen und wollte mal wissen ob das jemals geklärt was Boerne beim Musikhören entdeckt hat und wie er auf Kröger gekommen ist. Kann jemand helfen?

  • Silke
    3. Januar 2010 - 22:03 | Permalink

    Ich habe Wolfsstunde auch erst jetzt gesehen und frage mich dasselbe. Würde mich total interessieren, ob es dazu inzwischen Neues gibt.

  • Martin
    5. Januar 2010 - 01:46 | Permalink

    Hallo,

    bin hier gelandet wegen der gleichen Frage. Vielleicht ist es auch eher metaphysisch gemeint, also Boerne hört Musik und liest den Artikel über den toten Fotografen und hat plötzlich das Gefühl, das etwas nicht stimmt. Erst denkt er, es läge an seiner Anlage, und dann merkt er, dass es das nicht ist. Ein akuter Anfall von Bauchgefühl also, ist ja manchmal ansteckend ;-)

  • johnny7
    21. Dezember 2010 - 22:55 | Permalink

    Das Musikstück, das Boerne in dieser Szene hört, ist übrigens nicht, wie oben fälschlicherweise angegeben, von Wagner, sondern der Anfang des ersten Satzes der fünften Sinfonie von Gustav Mahler (dem auch zu Recht das größte Plakat in Boernes Büro gebührt).

    In der Szene kann ich auch nicht erkennen, was Boerne auf den richtigen Täter bringen sollte; eine mögliche Erklärung wäre, dass er doch zu der Einsicht kommt, eine DNA-Analyse des Kaugummis könnte ja nicht schaden.

    Zu der Folge allgemein muss ich sagen, dass es gerade durch die angespannte Situation vor allem Thiels selten spannend ist, wer denn nun der Täter ist und mit welchem Hintergrund. Trotzdem ist es nicht gerade ein gelungener Zug, den Täter im Einkaufszentrum zu entlarven, da er sich dort wirklich nicht pervers verhalten hat und das Vergewaltigungsopfer in der Folge mehrere Männer der Tat bezichtigt.

  • Hinterlasse eine Antwort

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

    *

    Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>