Tatort Folge 728: Gesang der toten Dinge

Der Tatort mit dem Namen „Gesang der toten Dinge“ führt die beiden Münchner Ermittler Ivo Batic und Franz Leitmayr an ihre Grenzen. De Fernseh-Astrologin Doro Pirol wurde erschossen in ihrer Nymphenburger Villa aufgefunden. Nicht nur der Stiefvater des Opfers, Prof. K.D. Mosberg und ihr Ehemann Remy zeigen sich erschüttert.

Auch die Haushälterin Annemarie Weigand, welche im Tatort „Gesang der toten Dinge“ viele Jahre im Haushalt des Opfers gearbeitet hat, kann den plötzlichen Tod der schönen Astrologin kaum fassen. Der Gerichtsmediziner spricht nach der Obduktion von Selbstmord und hat nach dem ersten Anschein dafür auch sehr stichhaltige Argumente. Die Tote wurde von ihrer Freundin Selina Fritsch aufgefunden.

Doro Pirol und ihr Mann Remy agierten im Tatort „Gesang der toten Dinge“ beide als sehr populäre Esoterik-Stars in ihrer TV-Show „Astraltime“ vor der Kamera. Ihre Freundin Selina agierte dabei hinter den Kulissen als Wahrsagerin. Da landete der Großteil der Anrufe der Zuschauer. Für die beiden Münchner Kommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic stellt sich sehr schnell heraus, dass die Ehe von Remy und Doro am kriseln war. Der Gatte von Doro hatte eine Affäre mit ihrer Freundin Selina. Auch der Brief der Selbstmörderin im Tatort „Gesang der toten Dinge“erwies sich als eine Fälschung.

Handelt es sich im Tatort „Gesang der toten Dinge“ etwa doch um Mord? Einer der letzten Kalendereinträge in Doros Kalender führt Leitmayr und Batic in die Parkanlage des Schlosses Nymphenburg. Hier wirkt seit vielen Jahren die kundige Gärtnerin Fefi Zänglein. Sie ist etwas Besonderes, denn sie kann eine „Aura“ sehen. Ihre Begabung brachte ihre allerdings mehr als nur einmal Ärger mit den Vertretern der Behörden. Kommissar Batic ist sehr erstaunt, das Fefi ihm von seinem einstigen und vor vielen Jahren verstorbenen Hund berichten kann, welcher ihm sehr ans Herz gewachsen ist. Batic ist bemüht, für den Rest der Ermittlungen bei klarem Verstand zu bleiben. Die Begegnung mit Fefi und die Entwicklungen in der Villa entführen die beiden Kommissare im Tatort „Gesang der toten Dinge“ in eine rätselhafte Welt.

Video Tatort Gesang der toten Dinge

Besetzung der Tatort – Folge „Gesang der toten Dinge“:
Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Kriminalhauptkommissar Ivo Batic – Miroslav Nemec
Fefi Zänglein – Irm Hermann
Remy Pirol – André Eisermann
Annemarie Weigand – Therese Affolter
Prof. Mosberg – Bernd Stegemann
Dr. Arnfried Goll – Stefan Merki
Achim Knott – Stephan Zinner
Haubner – Harald Dietl
RA Bschliessmayer – Wolfgang Freundorfer
Staatsanwalt Rogler – Christian Hoenig
Selina Fritsch – Christiane von Poelnitz
Doro Pirol – Jutta Fastian
Gabi Kunz – Sabine Timoteo
Dr. Alt – Georg Blumreiter

Stab
Regie: Thomas Roth
Kamera: Jo Molitoris
Buch: Markus Fenner
Musik: Lothar Scherpe

Erstausstrahlung der Tatort – Folge „Gesang der toten Dinge“: 29.03.2009
Bilder: BR/Bavaria Film/Stephen Power

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23 Kommentare

  • Schimpanski
    29. März 2009 - 20:43 | Permalink

    Also, ich fand die Folge unerträglich. Die Story der reinste Horror, wenn ich lächerlich “übersinnliches” sehen will, dann schalte ich auf die dämlichen US-Sendungen auf den Privaten (z.B. The Mentalist – hilfe!).

    Das Schlimmste, oder eher DIE schlimmste, war die terrormäßige Carlo-Ersatz-Tussi. Den übermäßig betonten schweizer Dialekt kann doch kein Mensch aushalten.

    Wenn das jetzt mit der Gehilfin so weiter geht, sind die Münchener für mich gelaufen. Da würde ich sogar freiwilig Klara Blum-Folgen gucken.

  • Bachmann
    29. März 2009 - 22:54 | Permalink

    Super,

    richtig spannend mal eine ganz andere Art von Tatort.
    Besonders gut gefallen hat mir der Auftritt von Sabine Timoteo als Gabi Kunz, da waren zum teil gut gelungene und auch witzige Dialoge.
    Vieleicht sehen wir diesen SCHWEIZER KRACHER bald wieder.

  • bootz
    30. März 2009 - 00:28 | Permalink

    also wirklich, diese folge konnte man ja überhaupt nicht ernst nehmen. zu mir hat die jungfrau maria auch gesprochen und besteht darauf dass so ein scheiss nicht mehr gedreht wird. diese folge war einfach nur flach, unglaubwürdig und unnötig, denn am ende ist es eben doch wichtig was hinten dabei rauskommt,s.o. außerdem kann ich eine schweizerische polizeibeamten bei einem münchner tatort nicht befürworten. ich denke, dass die entscheidende note bei den tatorten auch die regionale Individualität sein sollte, besonders der dialekt.

  • Arthur Lemming (BDA)
    30. März 2009 - 07:10 | Permalink

    Himmel hilf!

    War das ein Tatort oder “Ghost Whisperer” trifft “Medium” und dergleichen Esotherikquatsch? Sinnlose “Mordrecherche”, da es ja klein Mord war und sehr unglaubwürdige Charaktäre. Selbst ein Astro-Fuzzi wie der Pirol hätte, im Angesicht seiner schlechten Lage, wohl eher einen Anwalt eingeschaltet als sich als geistig Derangierter an die “Jungfrau Maria” zu wenden und die ganze Selbstmordvertuschung zur Erreichung des Wohnrechts durch den Stiefvater – naja. Der Mordversuch an der Oma wurde doch von mindestens zwanzig Rentnern im Altenheim beobachtet. Warum gibt es, laut Batic und Leitmeier, keine Zeugen???

    Aber das Schlimmste: Die SCHWEIZERIN! Das ist ja wie in den frühen 70ern in Chris-Roberts-Schlagerfilmchen, wo auch immer Schweizer mit dem berühmten -CH-Laut um sich werfen durften und alle glaubten, das sei lustig.

    Liebe Produzenten und Drehbuchautoren: Macht sowas bitte nie wieder oder löst die Ermittlungschrew auf und ersetzt sie durch Charakterköpfe wie es der Bayerhammer oder der Eckhardt (Tatort Wien) waren!

  • mayavonderspree
    30. März 2009 - 11:16 | Permalink

    Die Schweizerin ist wirklich überzogen, dass die alten Herren aus München eine kleine Frischzellenkur brauchen, sehe ich ja ein, aber ob das gleich so ein klischeereiches Schwyzer Mädli sein muss?
    Ansonsten aber trotzdem ganz nett, bloß: War das überhaupt ein Tatort? Kam mir eher vor wie eine Erbschleicherkomödie.

  • dub
    30. März 2009 - 12:33 | Permalink

    schlimm, ganz schlimm war das gestern. langweilige story und dann diese schweizer polizistin.sorry, aber hoffentlich wirken wir schweizer in deutschland nicht so.

  • Helmut Schwarz
    30. März 2009 - 13:14 | Permalink

    Ein super unterhaltsamer und spannender Tatort. Das Thema Übersinnliches wurde von allen Seiten betrachtet. Von der kommerziellen bis zur unaufdringlichen Seite. Tolle schausspielerische Leistungen. Vor allem Irm Hertmann hat mich “verzaubert”.
    Es gibt eben doch mehr mehr Dinge zwischen Himmnel und Erde als eure Schulweisheit sich träumt.
    Ich bin kein Esotherik-Fuzzi oder Übersinnlichkeitsfanatiker aber doch offen für
    Shakespeares Weisheit.

  • uta
    30. März 2009 - 14:53 | Permalink

    Ich fand diesen Tatort witzig und originell. Natürlich war alles übertrieben, aber ich denke, dass es so gewollt war!
    Die Figur Fefi fand ich sehr interessant.

  • nogget
    30. März 2009 - 19:07 | Permalink

    o weia.
    was für ein niederschlag. fefi war ok, alles andere hahnebüchern.
    das schlechteste, abstruseste, was die münchner je abgeliefert haben.
    und dann noch die neue kollegin. was haben wir zuschauer verbrochen, uns ein so hölzernen swiss import an stelle von carlo vorzusetzen.
    obergrausam!

    aber ich bin eingefleischter fan, es kann jetzt nur mehr wieder besser werden.
    maria hat zu mir gesprochen!

  • fan
    30. März 2009 - 19:46 | Permalink

    tut mir leid, aber unglaubwürdigere charaktere habe ich selten in einer tatort-folge gesehen. Leider war nicht nur die schauspielerische Leistung, sondern auch die Story und die völlig unglaubwürdigen Dialekte (Bsp. “Fefi” und “Schweizer Polizistin”) unterste Schublade.
    Diese Tatort-Folge hat wie eine schlechte Komödie gewirkt. Auch musikalisch wurde überhaupt nicht der Sinn der Story getroffen.
    Ein weiterer Störfaktor war für mich definitiv das Gebärden der Schweizer Polizistin. Dieses ständige Schnutengeziehe und der verzweifelte Versuch, lustig zu sein, kam leider gar nicht gut an.

    Bitte überlegt euch das Konzept der Münchner Kommissare noch einmal.
    So war das nichts.

  • Flo Mertens
    30. März 2009 - 21:00 | Permalink

    Das war der absolute Tiefpunkt der TATORT-Geschichte… Hanebüchene Geschichte, hölzerne Dialoge, überzogene Charaktere und on top noch dieser fürchterlich überbetonte und nervige schweizer Dialekt. Und die hat geplappert ohne Ende… Insgesamt noch nicht mal Bauerntheater-Niveau. Also das war wirklich Gebührenverschwendung hoch zehn. So einen Klamauk will ich nicht noch mal sehen. Das gilt auch genau so für den Dünnpfiff aus Münster letzte Woche…

  • irms
    31. März 2009 - 08:04 | Permalink

    ich fand andere tatorte schon unglaubwürdiger, wobei dieser gewollt überdrehte szenen mit in die geschichte, betonung geschichte, nahm. und sonntag abends nach weltspiegel ein paar lacher ist doch ganz aufmunternd für die ganze woche… also danke an die schweizerin und den münchner kollegen, ich hoff auf bald

  • Marco
    31. März 2009 - 11:57 | Permalink

    Ich kann mich dem Großteil meiner “Vorschreiber” vollinhaltlich anschließen!
    Wenn mir nicht die “Frankfurt-Tatorte” – vor allem wegen der unsäglich unsympathischen und psychopathischen Figur der Charlotte Sänger – dermaßen zuwider wären, dann müsst ich sagen, der Tatort vom Sonntag war der schlechteste, den ich je gesehen habe…
    Das ist sehr bedauerlich, da die Münchner ansonsten zu meinen Tatort-Favoriten gehören!

    Ich hoffe daher, das diese Folge ein Ausrutscher war und die Tatsache, dass die Figur der Gabi Kunz nicht mehr vorkommen wird, gibt dieser Hoffnung auch Berechtigung.

  • Münchnerin
    31. März 2009 - 14:06 | Permalink

    Bitte die nächste Folge ohne Schweizerin!!! Dieser übertriebene Dialekt war unverständlich, die Figur der Schweizer Polizistin war einfach nur störend. Ich hoffe, dass sie jetzt nicht zum festen Repertoire gehören wird, denn dann heißt es abschalten beim nächsten Münchner-Tatort. Wäre schade!

  • Senator42
    31. März 2009 - 21:29 | Permalink

    Das war die beste Krimikomödie seit langem. Genau so amüsant wie “Wer früher stirbt ist länger tot”.

    Ich mag zwar den schweizer Dialekt auch nicht soooo ganz, aber hier hat es gepasst. Auch meine ich dass es ein wenig überzogen war, weshalb ist diese Folge als “Krimikomödie” bezeichne.

    Schlimm sind wirklich CSI & Co. Da stimmt wirklich gar nichts. Aber die wollen ja schließlich nur Werbung verkaufen und sind gezwungen mit irgendwelchen Filmchen die Lücken zu füllen.

    Gruß aus Franken

  • Lena
    1. April 2009 - 11:19 | Permalink

    Schon mehrmals fragten mich Deutsche, ob ich vielleicht einen deutschen Vater oder eine deutsche Mutter hätte, mein Hochdeutsch sei so gut. Ich hab mich immer gewundert, da ich meine einzigen “deutschen” Vorfahren vor ca. 500 Jahren in die Schweiz einwanderten. Jetzt weiss ich wieso diese Fragen kamen, offenbar denken die Deutschen wir Schweizer würden so Hochdeutsch reden. Wir tun es nicht! Es wird wohl noch ein paar alte Leutchen irgendwo auf dem Land geben, die schlecht Hochdeutsch reden, aber auch das klingt dann anders und eine Komissarin aus Basel wird auf keinen Fall so reden,sondern Hochdeutsch sehr gut beherrschen, ganz zu schweigen dass der Basler Dialekt sowieso ganz anders ist als was sich Deutsche normalerweise als Schweizer Dialekt vorstellen (und sowieso ganz anders als dieses komische Zeug).

  • S.
    1. April 2009 - 19:43 | Permalink

    Enorm enttäuschend und einfach nur furchtbar.

  • peter weismann
    2. April 2009 - 21:16 | Permalink

    Das war total super, einfach Granate und hat mir ausgezeichnet gefallen und viel Freude gemacht, viel mehr Spaß, als vieles sonst und als das meiste, was einem so im TV angeboten wird, weshalb ich auch fast nichts mehr ansehe.
    Tatort, das bleibt Kult und gehört zum Sonntag dazu und ist erst der echte Abschluß der Woche und deshalb immer angesagt (außer bei Schimanski, da gehe ich lieber gleich schlafen)

    Nun hat die “Schweizer-Tatort-Gabi” bei uns einen regelrechten Fan-Status, die Aufnahme der Sendung wird archiviert und nicht, wie üblich, gelöscht.
    Sabine Timoteo war ein echter Höhepunkt und all das dumme Gerede in der Schweiz wegen eines falschen Dialektes einfach nur Quatsch. Was soll denn das? Denkt ihr wirklich, Hamburger und Bayern reden wie im Tatort? Es gibt alleine in unserer Region ein unüberschaubare Anzahl von Dialekten auf engstem Raum, teilweise so verschieden, daß sich Bewohner von Nachbarorten nur Hochdeutsch (oder was wir dafür halten) verständigen können. Das kann nicht authentisch im Tatort gebracht werden, dann bräuchten alle Rollen Untertitel!

    Meine Meinung: gebt uns mehr von der “Schweizer-Tatort-Gabi”
    und gebt uns mehr von diesen leicht schrägen Krimis!

  • Phantom
    6. April 2009 - 11:49 | Permalink

    Das war die Steigerung aller miesen Münchner Tatorte überhaupt! Die bayerischen fallen mir schon länger negativ auf, aber bei der letzten Folge war ich kurz vor dem abschalten. Furchtbar. Für so einen Dreck verschwende ich nicht nochmal Strom. Da weiß man was man an denen aus Münster oder Stuttgart hat.

  • Papillon
    9. April 2009 - 14:33 | Permalink

    Dieser Münchner war nicht wirklich eine Punktlandung, überhaupt nicht!!
    Die schweizer Kollegin war ziemlich nervtötend und die Figuren an sich waren sehr überspitzt.
    Ich liebe die Kommissare Leitmayr und Batic und wenn ich schon der Meinung bin, dass er am ziel vorbeigeflogen ist, trifft dies auf die Meinung der Bevolkerung zu, aber ich bin sicher, dass der nächste Fall wieder ein richtig gut sein wird.

  • wicki
    20. April 2009 - 05:45 | Permalink

    da versuchten die bayern muenster nachzumachen.

    einfach nur peinlich….

  • Rolf Sutter
    25. August 2010 - 13:16 | Permalink

    Hier in diesem Tatort war der Fernsehzuschauer extrem herausgefordert. In gewissem Sinne haben ja alle recht und immer dann wenn die eigenen Erwartungen nicht erfüllt wurden. Das Modell “Tatort” wurde gesprengt. Aber auch im “normalen” Kriminalfall wird die Grenze mit Aufklären und unklar bleiben da sein. Wir erwarten immer die rationale klare Aufklärung. Wir mögen gar nicht wenn etwas nach unserer Logik nicht stimmt. Es muss alles im Rahmen unserer sinnlichen Spannweite ablaufen und unser Paradigma muss eingehalten werden.
    Einiges ist grotesk, Anders überzeichnet, mit Absicht. Gar nicht nach dem Gusto eines abgeklärten Aufklärers. Für mich schön war, die Aufnahmen des Gesang der toten Dinge. Mehr und mehr setzt sich ja durch, dass es keine toten Dinge gibt. Alles ist und bleibt lebendig, immer nur in anderer Form. So ist das tote ein Konstrukt in unserem Verstand das unser Verstand noch nicht versteht. Kann ja sein ?!

  • Batic Nymphenburg
    15. Juli 2011 - 22:28 | Permalink

    Ich kann mich den Ansichten hier nicht anschließen.
    Das war Tatort auf Niveau eines Miss Marple Kriminalfalls.
    Tatsächlich würde er auch international Beachtung finden.
    Als Ambiente das Schloß Nymphenburg und die Amalienburg (Wohnhaus von Fefi). Als Hauptthema nun Esoterik oder Übersinnliches festzumachen ist eher nebensächlich, finde ich. Normalerweise schalte ich die meisten Tatorts weg, aber auch hier konnten mich Batic und Leitmayr wieder überzeugen. Die anderen Schauspieler aus dem Theatermilieu waren glaubwürdig. Ob aus der Schweiz oder nicht …
    Das Drehbuch ist angenehm vielseitig wie immer aus Münchner Feder und trifft gut das esoterisch katholisch und latent religiöse Lebensbild des Münchner Bürgertums.

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