Tatort Folge 742: Platt gemacht



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Tatort Folge 742: Platt gemacht 5 10

Der Tatort „Platt gemacht“ führt die beiden Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) auf die Straßen Kölns und zu den Menschen, die dort ihr Zuhause haben – denn einer der zahlreichen Obdachlosen in der Domstadt wurde ermordet.

Tatort Platt gemacht

 

Das gemütliche Currywurst-Essen der beiden Kollegen Ballauf und Schenk wird im Tatort „Platt gemacht“ jäh unterbrochen: Vor den Augen der beiden Kölner Fahnder stirbt nämlich ein Obdachloser, nachdem er aus einer Flasche Wein getrunken hatte. So bekommen die beiden Kommissare einen neuen Fall und müssen bequemerweise gar nicht erst durch die halbe Stadt fahren, um sich am Tatort umzusehen.

Bei dem Toten handelt es sich im Tatort „Platt gemacht“ um einen jungen Mann namens Andi Lechner, der in Köln auf der Straße gelebt hatte. Das Opfer war abhängig gewesen von Rauschgift und hatte seinen Lebensunterhalt dadurch finanziert, dass er seinen Körper an andere Männer verkauft hatte. Bald ist in dem Krimi auch klar, woran Lechner gestorben ist – denn in der Flasche Wein, welche das Opfer kurz vor seinem Tod genossen hatte, befand sich ein Frostschutzmittel namens Glykol. Doch hatte jemand im Tatort „Platt gemacht“ bewusst das Gift in den Wein gekippt, um Lechner zu töten? Oder war der Tod eher ein tragischer Unfall?

Um das herauszufinden, müssen sich Ballauf und Schenk sich unter den Menschen umsehen, die zwar oft mitten in der Stadt wohnen, aber trotzdem am Rande der Kölner Gesellschaft stehen – den Obdachlosen. Hier treffen die beiden auf einen älteren Wohnungslosen, der sich Beethoven nennt und trotz seiner Wohnsituation eine sehr kultivierte Umgangsweise hat und sogar sehr gut auf der Kirchenorgel spielen kann. Von Beethoven erfahren die Ermittler, dass es im Tatort „Platt gemacht“ kurz vorher einen Streit zwischem Opfer und dem „Stadtcowboy“ Django gegeben hatte, weil Django von Lechner gefordert hatte, dass dieser seine Schulden begleicht. Doch selbst jemand, der auf der Straße lebt, würde für 50 Euro wahrscheinlich nicht morden.

Der nächste Verdächtige ist der Schönheitschirurg Dr. Norbert Ellermann – ein selbsternannter Samariter, der ein Wohltätigkeitsessen für die Obdachlosen veranstaltet hatte. Nicht nur war der Streit zwischen Lechner und Django genau auf dieser Veranstaltung entbrannt – Ellermann hatte im Tatort „Platt gemacht“ anscheinend auch eine sexuelle Beziehung zu dem Toten. Hatte also vielleicht Lechner gedroht, die homosexuellen Neigungen des Schönheitschirurgen bekannt zu machen, wenn dieser ihm kein Geld gibt?

Dann ist da im Tatort „Platt gemacht“ auch noch ein Privatdetektiv namens Stefan Meutsch, welcher im Auftrag der Anwältin Gesine Stürmer einen Obdachlosen gesucht hatte, der in einem Prozess aussagen soll. Könnte das Lechner gewesen sein? Und spielt es eine Rolle, dass die Rechtsanwältin in finanziellen Schwierigkeiten steckte?

Trotz Beethovens häufigen Auftritten und seiner Rolle als eine Art Fremdenführer in der Welt auf der Straße kommen Ballauf und Schenk im Tatort „Platt gemacht“ nicht weiter. Bewegung kommt in den Fall erst, als ein zweiter Obdachloser umgebracht wird, denn wieder wurde das Opfer mit demselben Frostschutzmittel vergiftet. Hängen die beiden Morde in Köln etwa zusammen und gibt es vielleicht sogar einen Serientäter, der es auf Obdachlose abgesehen hat?

 

Den Kölner Tatort „Platt gemacht“, in dem es um das Leben auf der Straße geht, hatte Buddy Giovinazzo auf Basis des Drehbuches von Jan Hinter und Stefan Cantz inszeniert. Als bekannte Gäste sind in dem am 4. Oktober 2009 erstausgestrahlten Krimi Schauspieler Peter Millowitsch und die Kölner Gruppe „De Höhner“ zu sehen.

Besetzung
Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Freddy Schenk – Dietmar Bär
Rechtsmediziner Dr. Roth – Joe Bausch
Beethoven – Udo Kier
Dr. Norbert Ellermann – Christian M. Goebel
Stefan Meutsch – Michael Schenk
Sascha Döhn – Florian Bartholomäi
Dr. Behnisch – Nicola Schössler
Wilma Döhn – Kristina Walter
Django – David Scheller
Krankenschwester Uschi – Lena Baader
Stickel – Wolfgang Packhäuser
Oberschwester – Christa Rockstroh
Greisin Kempel – Gerda Böken
Ammon – Adolfo Assor
Staatsanwalt – Frank Voss
Sozialarbeiterin Hanni – Gesine Giovinazzo-Todt
Gesine Stürner – Catherine Flemming
Franziska Lüttgenjohan – Tessa Mittelstaedt
u.a.

Stab
Drehbuch – Stefan Cantz, Jan Hinter
Regie – Buddy Giovinazzo
Kamera – Henning Jessel
Musik – Susan DiBona

Bilder: WDR/Willi Weber


24 Meinungen zum Tatort Folge 742: Platt gemacht

  • Svenja • am 4.10.09 um 22:21 Uhr

    Ein Chirurg, der HIV-Positiv ist und noch praktiziert?

    Hmmm…


  • Vannessa • am 4.10.09 um 22:21 Uhr

    ich fands gut:) die beiden schornsteinfeger (sie sahen zumindest so aus;)) mit der leiter sind mir auch lustig aufgefallen;)
    aber schön war der auftritt von „die Höhner“ oder wie sie heißen;) sehr rührend!!


  • Rebecca • am 4.10.09 um 22:22 Uhr

    Ich fans gut, aber sehr einfach gestrickt diesmal.
    Ballauf uns Schenk sind die Zeit aber alleine schon immer wert.

    Und warum muss Franziska den Notarzt für die Anwältin bestellen?


  • Marren Martens • am 4.10.09 um 22:22 Uhr

    Ich fand den Tatort fantastisch, war ein super Sonntag Abend :-)
    Er war spannend (ich wusste bis zum Schluss nicht, dass die Anwältin die Täterin war, sondern hatte den ehemaligen Schenk/Ballauf Kollegen in Verdacht), super geschauspielert (vor allem Beethoven und natürlich Ballauf und Schenk), ja, so kanns weiter gehn mit den nächsten Tatorten!


  • Brav • am 4.10.09 um 22:23 Uhr

    hmm… neee… ich weiß nicht. ich bin mit dem tatort nicht so richtig warm geworden und das ende war auch nicht meins.


  • Schmiedt • am 4.10.09 um 22:23 Uhr

    Der Kölner Tatort heute war echt nicht schlecht. Leider kann man Ballauf heute das ein oder andere Vergehen anhängen. Ganz am Anfang unterlassene Hilfeleistung bei einer bewusstlosen Person (von einem Polizisten kann man doch ein bisschen mehr erwarten als nur den Notarzt zu rufen). Parken auf einer Sperrfläche (vor der Anwaltskanzlei). Herr Ballauf das macht man doch nicht als guter Beamter….


  • bow • am 5.10.09 um 6:21 Uhr

    Mir hat der Tatort eigentlich auch ganz gut gefallen. Was mir nur nicht ganz klar geworden ist, wer hat denn den Stricher mit dem Frostschutzmittel vergiftet und warum?


  • huibuh • am 5.10.09 um 7:27 Uhr

    Tut mir leid, habe da irgendwas nicht mitbekommen:
    warum ist der junge Andi (der erste tote Obdachlose) gestorben: Selbstmord, Versehen oder was?

    Wäre nett, wenn mir jemand helfen könnte,
    Gruß


  • Hendrik Liebner • am 5.10.09 um 9:12 Uhr

    Warum starb denn jetzt eigentlich der Stricher? Das hab ich nicht verstanden. Die Anwältin will Beethoven wegen des Erbes töten, is klar. Aber warum der Stricher?


  • Patrick • am 5.10.09 um 11:04 Uhr

    Ich hab zwischendrin einen Teil verpasst. Kann mir jemand erklären, warum der erste Obdachlose dran glauben musste? Hielt sie den auch für Ihren Cousin?


  • Mario • am 5.10.09 um 20:54 Uhr

    Das erste Opfer hat Selbstmord begangen. Er hatte seine HIV Diagnose nicht verkraftet.


  • Maria • am 6.10.09 um 19:00 Uhr

    Weiß jemand den Namen des Schauspielers, der den toten Stricher gespielt hat?


  • Platti • am 19.2.12 um 18:34 Uhr

    @Mario: Woher wusste das erste Opfer denn dass Glykol in der Flasche war!!!!


  • Krischan • am 13.8.12 um 20:53 Uhr

    Hallo zusammen!

    Im Abspann dieses Tatorts als die Höhnet singen steht hinter Fredy ein Mann der mir sehr bekannt vor kommt. Ich komme aber verdammt nochmal nicht drauf woher ich ihn kenne.
    Kann mir da von euch jemand weiterhelfen?

    Viele Grüsse


  • Dirk • am 4.3.14 um 7:06 Uhr

    Richtig guter Tatort. Solide – keinesfalls spektakuläre – Story mit Spannung und starken Darstellern.
    Kölner Tatort eben – der Klassiker.


  • Thomas • am 28.3.14 um 13:26 Uhr

    Einfühlsam erzähltes Thema Obdachlosigkeit. Wie immer gut gespielt vom Kölner Team.


  • seebaer • am 20.4.15 um 21:17 Uhr

    Das Kölner Team ist einfach Spitze. Sehr guter Tatort. 5 Sterne wegen des sehr großen Kinos. ☺☕


  • seebaer • am 20.4.15 um 21:19 Uhr

    Das Kölner Team ist einfach Spitze. 5 Stern sind zu wenig für diesen sehr gut und einfhlsamen Tatort. ☺☕


  • Dirk • am 11.11.15 um 23:01 Uhr

    Ein Tatort aus Köln, die Nummer 742, mit den gern gesehenen Hauptkommissaren Ballauf und Schenk von der dortigen Mordkommission. Gesucht wird eine Mörder unter Wohnungslosen, die mit süßen Wein, welcher mit Glykol versetzt worden ist, vergiftet wurden. Das gab es doch schon einmal in der Vergangenheit, so ein Skandal! Diesen Fernsehkrimi habe ich noch aus der Erstsendung in Erinnerung, der Täter traf immer die Falschen. Der Grund war auch nicht ein Haß auf Obdachlose und Zurschausteller oder auf die Seuche, sondern ein popeliges, nichts sagendes Millionenerbe. Diesen interessanten und zum Mitdenken anregenden Tatort-Spielfilm kann man gut noch einmal sehen und die Kommissar Ballauf und Schenk lösen in zum Ende auch ohne Pistoleneinsatz.


  • Hanz W. • am 12.11.15 um 21:49 Uhr

    Kann man mal machen. Ein wenig betulich vielleicht, mäßig spannend, aber halbwegs farbige story, und den Rest schaukeln Schenk und Ballauf über die Bühne. Ich hätte ja „Franziska“ immer gerne mehr im Vordergrund gesehen bei den Kölnern, aber das ist ja nun rum…


  • arte-Versteher • am 12.11.15 um 22:24 Uhr

    Viel Pädagogisches in diesem TO, und so manche Rechercheleistung hätte man für meinen Geschmack nicht im Drehbuch unterbringen müssen (Dialogbeiträge nach dem Schema: „Wusstest du, dass es in Köln x.xxx Obdachlose gibt?“). Aber wenn man jemandem so eine Geschichte abkauft, dann unseren beiden sympathischen Oberstudienräten Freddy und Max. Und eingepackt war das alles in einen doch recht spannenden Fall mit unerwarteten Wendungen. Ob es den Höhnergesang am Ende wirklich gebraucht hätte? – Geschenkt, das war halt der Bonus-Track.
    4 Sterne für den gelungenen Spagat zwischen Volkshochschule und Krimi.


  • ein-arte-fan • am 19.12.15 um 2:10 Uhr

    In der Aufzeichnung. Ohja, Köln geht irgendwie immer. Voll d’accord mit dem arte Kollegen eins drüber. Zu pädagogisch „Thema: Obdachlosigkeit“ (Ballauf: „Mein Vater war Stadtstreicher“) wo doch die sehr gute Regie schon alles erzählt, in den Bildern die Penner in den Vordergrund rückt bis man, selbst Ballauf, sich wundert was da eigentlich im Hintergrund passiert (das nicht-Berber Leben). Und ein Edel-Clochard namens Udo Kier. HIV-positiver Chirurg, welche Versicherung deckt sowas wohl ab? Richtig gute Bilder bei der Vernehmung desselben, die Kamera schwenkt von den Teilnehmern weg und zeigt interessanten Nippes, für mich eine der besten Szenen im Film. Mehrere Logiklöcher, hier und da ein Zufall zu viel, Rennen mit gestrecktem Arm und Finger am Abzug. Bei einem guten Team rutscht all sowas durch.
    Am Ende auch noch Schlager, trotzdem solide vier Sterne, weil, ja weils rund ist.


  • Anna Krechel • am 4.2.16 um 18:07 Uhr

    ich fand den tatort Blatt gemacht auch sehr schön zu sehen weil es auch spannend ist und das Täter fest genommen und das der fall gelöst ist und am meisten finde ich schön das die Höhner kurz vor dem schluss noch zu sehen sind.


  • Anna Krechel • am 7.2.16 um 23:03 Uhr

    wenn dieser Tatort wieder kommt gucke ich wieder an darauf freue ich mich schon drauf zu sehen weil die sind die Besten dafür gibts für 40 Sterne für die
    besten Komisare aus Köln


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