Tatort Folge 802: Ausgelöscht



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Die Wiener Tatort-Folge „Ausgelöscht“ wurde am 29. Mai 2011 erstmals in der ARD ausgestrahlt und erzielte unter den Österreichischen Zuschauern eine Einschaltquote von 32 Prozent. Regie bei diesem 2012 für den Grimme-Preis nominierten Tatort führte Harald Sicheritz. In dieser ORF-Produktion klärt das Ermittlerduo Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) den Mord an einem kriminellen Bulgaren auf.

Tatort Ausgelöscht Trailer

 
In „Ausgelöscht“ wird der Wiener Chefinspektor Eisner zunächst in einer privaten Szene gezeigt: Bei einem Gesundheitscheck wird dem 50-jährigen mitgeteilt, er solle ab sofort nicht nur auf Zigaretten und Alkohol verzichten, sondern auch so schnell wie möglich damit beginnen, Sport zu treiben. Andernfalls würde er sein 60. Lebensjahr wohl nicht erreichen. Keine schönen Nachrichten für den Wiener Tatort-Ermittler. Dass sein Tag nicht besser zu werden scheint, lässt sich bald erahnen, denn Eisner wird zu einem Tatort gerufen. Ohne Erfolg versucht er Fellner, seine neue Assistentin, zu erreichen, bis er sie schließlich ausgelassen mit einem gerade aus dem Gefängnis entlassenen Kumpel feiernd, in einem unseriösen Club findet. Die Stimmung in „Ausgelöscht“ ist denkbar schlecht.

Auch am Tatort erwartet die beiden Wiener Ermittler kein schöner Anblick. Der Tote wurde in einem Einkaufswagen hockend, Kopf und Arme heraushängend, zurückgelassen. Der Mann scheint regelrecht hingerichtet worden zu sein, denn ihm wurde in das Knie und die Schläfe geschossen, an einem Finger hat er eine Schnittwunde. In den Kreisen des organisierten Verbrechens werden Verräter auf diese Weise verhört und getötet. In dem Einkaufswagen befindet sich eine bulgarische Geldmünze. Es stellt sich heraus, dass es sich auch bei dem Opfer in „Ausgelöscht“ um einen Bulgaren handelt, nämlich den mehrfach vorbestraften Petko Imanow. Eisner und Fellner kontaktieren sofort die bulgarische Kriminalpolizei und bekommen zur Unterstützung die Sonderermittlerin Donka Galabova nach Wien geschickt. Ihrer Aussage zufolge arbeitete Imanow als V-Mann, um eine Serie von internationalen Einbrüchen aufzuklären.

Das Ermittlerduo erfährt bald von einem Einbruch in ein Juweliergeschäft in der Wiener Innenstadt. Offenbar handelt es sich bei den Tätern um die gesuchte Bande. Bei einem Einbruch bleibt es nicht, denn kurz darauf ereignet sich dasselbe Schema ein weiteres Mal und wieder wird ein Toter mit Einschüssen in das Knie und die Schläfe in einem Einkaufswagen gefunden. Was Eisner und Fellner zu denken gibt, ist das Ergebnis der Kriminaltechnischen Untersuchung: Die Schüsse wurden nicht aus derselben Waffe abgefeuert. Unterdessen führt eine Spur in „Ausgelöscht“ die Wiener Ermittler zu dem dubiosen Rechtsanwalt Robert Stephan Deutschmann. Was hat er mit den Taten zu tun? Weiß er vielleicht, wie die Verbrechen zusammenhängen, oder ist sogar selbst in die Morde verwickelt?

Nach und nach klären Eisner und Fellner die Zusammenhänge auf und glauben schließlich, den Fall gelöst zu haben. Doch da täuschen sie sich…

 
Besetzung
Sonderermittler Moritz Eisner – Harald Krassnitzer
Assistentin Bibi Fellner – Adele Neuhauser
Ernst Rauter [Vorgesetzter] – Hubert Kramar
Claudia Eisner – Tanja Raunig
Inkasso Heinzi – Simon Schwarz
Donka Galabova [bulgarische Sonderermittlerin] – Dessi Urumova
Ivan – Lenn Kudrjawizki
Robert Stephan Deutschmann – Bernhard Schir
Geudinger – Wolfgang Fifi Pissecker
Julia Wiesner – Stefanie Dvorak
Robert Kovar – Jürgen Maurer
Schellwein [Juwelier] – Peter Matic
Petko Imanow – Haris Bilajbegovic
Leander Fröhlich [Claudias Freund] – David Miesmer
G. Samonig – Lukas Johne
Ärztin Veronika – Eva Billisich
Linda – Iva Lukic
Ivo – Christian Schmidt
Pathologe – Wolfgang Linhart

Stab
Regie – Harald Sicheritz
Drehbuch – Uli Brée
Aufnahmeleitung – Ulli Schiefer
Besetzung/Casting – Nicole Schmied
Garderobe – Andrea Winna
Kamera – Thomas Kiennast
Kostüme/Kostümbild – Martina List
Oberbeleuchter – Jakob Ballinger
Producer – John Lüftner
Producer – David Schalko
Produktionsleitung – Robert Opratko
Schnitt – Ingrid Koller
Schnittassistenz – Franz Königswieser
Set-Aufnahmeleitung – Anna Filek
Szenenbild – Hannes Salat

Bilder: rbb/ORF/Ingo Pertramer


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12 Meinungen zum Tatort Folge 802: Ausgelöscht

  • Kritischer Tatort-Zuschauer • am 25.5.11 um 22:56 Uhr

    Wenn ich die Inhaltsangabe so lese, bin ich mir ziemlich sicher, daß die Glotze nächsten Sonntag kalt bleiben wird.
    Nein danke, auf „griaß di“ Krassnitzer kann ich echt gerne verzichten.


  • amnesix • am 30.5.11 um 10:58 Uhr

    Tolle Folge ! Bibi-Puppi ist wie einen frischen Luftzug. Die erste Szene allein hatte schon meinen Abend gemacht !

    Ich will mehr von denen ! Statt der Saalfeld mit ihren Schnurrbartheld.


  • Heike • am 31.5.11 um 20:46 Uhr

    Klasse Tatort, ich wüsste gerne wie das Lied hieß, das in der Disco Chez Milan gespielt wurde. Kennt es jemand?


  • pumpkins • am 1.6.11 um 12:55 Uhr

    Klasse Tatort

    den Ösi Tatort kann man sich jetzt doch öfters ansehen wenns so weiterläuft


  • Gudrun Eussner • am 2.6.11 um 13:38 Uhr

    Klasse TO, einfach super, das Beste an ihm ist, daß ich ihn nicht angeschaut habe.


  • Lovemate • am 6.6.11 um 22:35 Uhr

    Mit Abstand einer der besten – und originellsten Plots seit geraumer Zeit. Ich fand den Moritz immer schon recht passabel aber diese Folge war wirklich spannend und unterhaltsam.
    Vor allem das Ende – sehr österreichisch mit einem Augenzwinkern!


  • Michi • am 7.6.11 um 7:53 Uhr

    keine schlechte Folge – soviel ist sicher. Das neue Duo passt gut zusammen – weil sie eben nicht zusammenpassen.

    Und das Ende hatte einen leichten Touch von „die üblichen Verdächtigen“.

    Das einzige was mich stört – was mir auch erst aufgefallen ist, nachdem ich es hier irgendwo gelesen habe – ist die ständige Inszenierung des Golf VI GTI…


  • roli • am 9.6.11 um 20:25 Uhr

    passt scho, mit einigen originellen ideen. wie wärs zum bsp. statt nackt-wandern mit nackt-einkaufswagen-rennen-fahren? mir gefällt eisner immer besser.


  • Heinrich • am 16.6.11 um 11:05 Uhr

    4 von 5 Punkten für diesen Wiener Tatort. Das neue Team Krassnitzer & Neuhauser bringt Schwung in die Serie (dass die beiden gut miteinander können, zeigt sich auch am Set).
    Eisner & Bibi-Puppi lassen dem Wiener Schmäh wunderbar freien Lauf. Das überdeckt auch die eine oder andere Schwachstelle im Plot. Bis auf zwei waren auch die Episodendarsteller glaubwürdig. Und das überraschende Ende hatte etwas für sich. Vielleicht ist es Ausgangspunkt einer weiteren Folge, denn was nicht sein darf, dass kann ja nicht sein (auch wenn es außerhalb der Filmwelt oft so ist).


  • Iglika • am 22.1.13 um 14:22 Uhr

    Super! Einfach tolle Folge. Ich denke mir auch, dass dieses Ende ein guter Ausgangspunkt einer weiteren Folge wäre.


  • micci • am 6.4.14 um 1:31 Uhr

    Gute Folge mit einem genialen Ende. Alles passt, bittä!


  • Dirk • am 26.8.16 um 16:01 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 802 aus Wien. Die beiden polizeilichen Chefermittler mit Sonderstatus des österreichischen Innenministeriums, der Eisner, biologisch aus ärztlicher Sicht schon arg angegriffen, und die Fellner, ermitteln in einem außergewöhnlichen Mordfall und der Fundort und die Lagerung des nackten Leichnams, zeigt den beiden erfahrenden Mordermittlern sofort auf, dass hier etwas Gravierendes nicht stimmt. Und richtig! Ein weiterer Mordfall lässt nicht lange auf sich warten, düster und beklemmend wie das erste Tötungsdelikt. Im Einkaufswagen. Wo gibt es denn so etwas? Nun kommt den beiden Tatort-Kommissaren eine bulgarische Kollegin zu Hilfe, denn die beiden Nackten und auch Toten sind Staatsbürger Bulgariens. Es entwickelt sich ein außerordentlich spannender Tatort-Thriller mit dem beliebten Ermittler-Duo aus der Alpenrepubilik, wobei die beiden Profis bis zuletzt auf der falschen Spur liegen und am Ende des Streifens genauso baff erscheinen, wie der aufmerksame Tatort-Zuschauser, am Rande dieses sehenswerten und gerne wiederholungswürdigen Tatort-Spielfilms aus dem Jahr 2011.


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