Es ist früher Morgen im Tatort „Verschleppt“. Eine junge Frau überquert auf der Flucht und völlig in Panik die Autobahn und ist nur wenig später tot. Sie liegt in der Nähe einer Hochhaussiedlung und wurde erschlagen. Die ersten Untersuchungen der Gerichtsmediziner ergeben, dass die Frau dehydriert und sehr abgemagert war und wohl auch schon länger keine Sonne mehr zu sehen bekommen hat.
Die Hauptkommissare Franz Kappl und Stefan Deininger können schnell herausfinden, dass das Opfer im Tatort „Verschleppt“ bereits vor vielen Jahren als kleines Mädchen entführt und verschleppt wurde. Es galt bis heute als vermisst. Der Fall liegt sehr lange zurück und muss nun von den Kommissaren neu aufgerollt werden. Wird man ihn nach so langer Zeit noch lösen können?
Auch taucht ganz plötzlich eine weitere Junge frau auf. Auch sie galt lange als vermisst und sie lebt. Sie ist aber völlig verstört und kann den Kommissaren zunächst kaum helfen.
Es sieht ganz danach aus, als wurden die beiden Mädchen vom selben Täter entführt. Auch wurden sie ganz offensichtlich unter unmenschlichen Umständen gefangen gehalten. Es beginnt für die beiden Kommissare im Tatort „Verschleppt“ Wettlauf mit der Zeit. S kann sein, das der Entführer noch weitere Mädchen in seiner Gewalt hat.
Für die beiden Darsteller Maximilian Brückner und Gregor Weber ist dieser Tatort der letzte ihrer Laufbahn beim Saarländischen Rundfunk. Bereits im November 2011 ließ der Saarländische Rundfunk verlauten, dass der Tatort „Verschleppt“ am 22. Januar 2012 nach sieben Folger der letzte Tatort für das Ermittlerduo sein wird. Man geht davon aus, dass die Geschichte des Duos zu Ende erzählt ist. Es soll dabei aber auch weiterhin einen Tatort von der Saar geben.
Beerbt werden die Brückner und Weber von Devid Striesow und Elisabeth Brück. Diese beiden Schauspieler werden die Nachfolge beim Tatort des Saarlandes antreten und uns dann wohl im Jahr 2013 das erste Mal auf der Leinwand begegnen.
Besetzung der Tatort–Folge „Verschleppt“:
Hauptkommissar Franz Kappl – Maximilian Brückner
Hauptkommissar Stefan Deininger – Gregor Weber
Horst Jordan [Kriminaltechniker] – Hartmut Volle
Gerda Braun [Sekretärin] – Alice Hoffmann
Manuel [Kneipenwirt] – Manuel Andrack
Dr. Rhea Singh [Gerichtsmedizinerin] – Lale Yavas
Barbaras Vater – Jörg Bundschu
Barbara Romers – Mathilde Bundschuh
Karoler Mahler – Saskia Petzold
Sonja Lehmann – Michelle Boullay
Werner Mahler – Patrick Hastert
Elisabeth Werth – Alisa Hanke
Andi Mollet – Thomas Bastkowski
Stab:
Buch – Khyana el Bitar, Dörte Franke
Regie – Hannu Salonen
Best Boy – Peter Jagemann
Erster Aufnahmeleiter – Maximilian Renneisen
Bühnenmaler – Felix Maurice Manchon
Kamerabühne – Michel Weber
Kamera – Wolf Siegelmann
Kostüme/Kostümbild – Daniela Thomas
Kameraassistenz – Olaf Klein
Oberbeleuchter – Dirk Steiner-Sennheiser
Maske/Maskenbildner – Nicole Stoewesand
Regieassistenz – Robert Obermair
Produzent – Martin Hoffmann
Szenenbild – Andreas C. Schmid
Erstausstrahlung der Tatort–Folge „Verschleppt“: 22.01.2012
Bilder: SR/Manuela Meyer










24 Kommentare
Hallo!!!
Ich finde es sehr schade das Deininger und Kappl heute zum letzten Mal
zu sehen sind.Der Sr verliert mit Ihnen ein echt starkes Team !!!
Das ist das allerletzte, wie man Brückner und Weber abserviert hat.
Ich fand das Duo klasse, sehr schade, dass sie gehn müssen.
Man sollte die neuen saarländischen Tatortfolgen boykottieren !
Spannend. Aber warum hat jede zweite Leuchtstofflampe einen Wackelkontakt?
was ist das wiedér für ein schlechter, langweiliger Tatort. Fällt den Autoren nichts mehr ein?
Die Regie ist eine katastrophe( Leuchtstoffröhre die immer flackert ). Mir scheint das ist die ganze Spannung.
Ein monströs-grandioser Abgang für Stefan Deininger (vormals Stefan Becker). Schade, dass interne Querelen im Sender zum Rausschmiss dieses Ermittlerteams geführt haben. Vielleicht wird Gregor Weber ja als Koch und Krimiautor glücklich.
Ein klasse Tatort, echt schade, daß dieses Duo aufhört.
Die Tatorte werden von Woche zu Woche brutaler, blutrünstiger und verlieren ihren Tatort-Sonntags-Klassiker-Charakter.
Zu diesem Tatort kann man nur sagen: Zu brutal für einen Sonntagabend. Einge Szenen erinnerten an SAW.
Eindeutig: Zu viel für die Nerven des einen oder anderen Zuschauers. Außerdem gab es das Thema schon mal vor kurzer Zeit beim Hannover Tatort. Da war es aber besser umgesetzt. Sind aufs neue Duo gespannt.
“Dem trotz guter Quoten vom SR geschassten Duo Deininger/Kappl hätte man ein weniger reißerisches Finale gewünscht.” ..schreibt die FUNK UHR und ich stimme zu.
Spannend bis zum Schluss, aber etwas zu viel für meine Nerven!
Gerne hätte ich einen ‘offiziellen’ Abgang der beiden gesehen, vllt ein ‘auf-die-Schulter-klopfen’ oder ähnliches.
War nie ein Fan von den Beiden, und habe keinen Fall weder in guter,noch in schlechter Erinnerung.
Ich werde die Saarbrückener nicht vermissen, aber dennoch – guter Fall!
Was und wieviel muss man getrunken haben um sich solch eine Geschichte aus zu denken.
Gibt einen Wettbewerb innerhalb der Sendeanstalten, wer den konfusesten, jegliche Logik
vermissenden und von Nebeneffekten überladenen Tatort produziert.
Ein absolut unterirdischer Tatort, wie meist aus Saarbrücken seit dem Abgabg von Palü. Um das Ermittlungsduo ist es nicht schade, zu befürchten steht allerdings, dass es mit einer neuen Besetzung auch nicht besser wird. Vor Allem, wenn Hannu Solonen weiter solchen Regie-Schrott abliefern darf.
Sensationell! Schade, dass dies der letzte Fall des Ermittlerduos Kappl/Deininger war. Habe die beiden gerne gesehen. Schon wieder ein Tatort weniger, den ich sehen werde. Mais,c’est la vie…
Das war der schlechteste Tatort, den ich je gesehen habe. Dieser Film war nur Streß, Aufgeregtheit und unglaubwürdiges Getue!!! Für so einen Mist muß man GEZ zahlen. Mir ist kein Fall aus der Realität bekannt, der so eine menschenunwürtiges und unlogisches Täterverhalten hatte. Der absolute Trash. Das hat nichts mehr mit guter Sonntagabendunterhaltung zu tun – wenn man am ander Morgen ausgeschlafen auf die Arbeit soll. Gott sei Dank, daß nun neue Schauspieler eine Chance bekommen, wobei ich den Hauptdarstellern keine Schuld zukommen lassen will. Die Themenauswahl und die Umsetzung im Film waren in diesem Tatort unter der Gürtellinie. Da lob ich mir Münster mit Börne und Thiel.
@rainer: besonders realitätsnah und plausibel finde ich nun gerade die Münsteraner auch nicht. In Münster so wie auch im vorliegenden Saarbrücker Tatort werden aus meiner Sicht recht künstliche Welten aufgebaut; in Münster wird das Grauen eher veralbert, hier überdreht. Was nicht vorkommende reale Fälle angeht, da empfehle ich, mal nach Fred West oder Marc Dutroux zu googeln.
was ein Glück sind Geschmäcker verschieden!
In meinen Augen ein wirklich sehr guter Tatort – der vor Spannung nur so knisterte. Es ist wieder typisch, einmal regen sich manche auf, es wäre zu langweilig, man würde den Täter gleich kennen etc. – das andere mal regen sich welche auf, es wäre zu spannend, zu nervenaufreibend.
man kann es nie allen Recht machen, muss man jedoch auch nicht.
ein gelungener Abschluss aus Saarbrücken – wenn auch mir ein “Schnitt” am Ende fehlte. Allerdings waren die beiden noch nicht entlassen, als der TO abgedreht wurde – das muss man dazu wissen.
So.
Der Tatort wird in vielen Foren im Netz über den grünen Klee gelobt.
Würde mir nur mal einer erklären, wie das Mädel (welches es geschafft hat, vom Krankenhaus im Kittel unerkannt zum Tatorthaus zurückzufinden, was schon beachtlich ist, ohne entdeckt zu werden unterwegs – Schwarzfahren im Bus? Durchs Tal laufen??), wie dieses Mädel es also letztlich wieder in den Keller geschafft hat?
Wer hat denn dann die Platte im Waschbecken wieder verschlossen und dreckiges Wasser mit einem Eimer oder Schlauch eingelassen? Der Hahn überm Becken war ja eiN Fake, wie KHK Deininger rausgefunden hatte.
Gregor Weber hatte solche Sachen ja bereits angedeutet.
Die Stasi-Methoden bei den Beschudligten- / Zeugenvernehmungen seien hier auch erwähnt.
“ich will einen Anwalt” JETZT REDEN SIE- schlag in den Magen.
usw.
Ich hätte mir weitere Kappl Deininger Folgen mit guten Drehbüchern gewünscht.
Ich fand den an der Obermosel gedrehten Tatort sehr gut.
Zu der ganzen, hier geäusserten (& durchaus berechtigten) Kritik möchte ich noch eines ganz dringend hinzufügen:
Was ich so richtig scheiße fand, war der exzessive Einsatz dieser bekackten, kopfweherzeugenden Wackelkamera. Daß diese Krankheit immer weitere Kreise zieht, ist oberübel. Und Regisseure, die ein punktuell (zB bei hektischen Szenen) einzusetzendes Stilmittel penetrant über den gesamten Film beibehalten, sind einfach hirnamputiert!
@Guenni
Die Sache mit dem Wasserhahn lässt sich jedoch einfach auflösen. Die Klappe hat derjenige der runter geht, einfach wieder zugemacht. Ob der Hahn wirklich ein Fake war, sei dahingestellt. Man stelle sich eine Leitung vor, die sich nur von unten auf- und zudrehen lässt. Sprich – du gehst runter, machst die Klappe zu, drehst unten den Hahn kurz auf – somit ist oben wieder Wasser und keiner kommt auf die Idee danach zu schauen.
Das mit dem Mädchen aus dem KH (bzw. auch schon aus dem Zimmer) raus, fand ich auch etwas unlogisch, zumal am Anfang ja schon die Rede davon war, dass sie raus wollte und gerade so noch daran gehindert werden konnte…da sollte man doch davon ausgehen, dass sie im Anschluss noch besser “bewacht” werden würde…sicherlich eine etwas größere Schwäche, wenn man die Logik des Films genauer unter die Lupe nimmt…
@Michi:
Nein.
Der Hahn war ein Fake.
Das hat KHK Deininger ganz klar festgestellt und wörtlich gesagt.
Er hat auch im Interview vor dem Film geäußert, daß sie sich das Finden eines Beweises an einem Waschbecken ausdenken mußten, weil es nicht plausibel war, wie sie darauf kommen-
Daher habe ich bei der Szene genau aufgepaßt-
die beiden haben sich gefragt, warum da Zwei Becken sind, haben dann die Leitungen verfolgt.
Deininger hat den Hahn versucht aufzudrehen und dann gesagt “das ist ein Fake”.
Kappl hat den Hohlraum durch Klopfen festgestellt, dann wurde geruckelt und ins schlammige Wasser gefaßt.
Wenn das schlammige Wasser aus dem Hahn gekommen wäre, dann wäre es auch bei Deiningers Versuch rausgekommen-
Also wie vom Schauspieler angekündigt: totaler bullshit.
wir können darüber endlos disktuieren. In meinem Empfinden und in meiner Logik, kann man “das ist ein Fake” auch so deuten, dass es ein Fake ist, weil da kein Wasser rauskommt, oder weil der Hahn sich einfach nicht drehen lässt, sprich immer offen steht.
Der wirkliche Hahn liegt in der Ebene darunter, im Verlies – damit kannst du oben, nachdem die Klappe wieder zu ist, von unten Wasser einfüllen. Von der Technik her wäre sowas ganz einfach zu basteln. Und er hat ja nicht gesagt bzw. es wurde nicht gezeigt, dass da unter dem Wasserhahn das Rohr einfach aufhört. – Spekulation.
Da Gregor Weber schon sagte, daß sie sich selbst ausdenken mußten, auf welche Weise sie überhaupt den Eingang finden, ist es für mich unwahrscheinlich, daß Deine Theorie stimmt.
Ein Autor, der das auffinden des Beweismittels nicht beschreibt (Gregor Weber zieht hier den Vergleich zum Kindertheater, wo mit einem “puff” ein Flaschengeist erscheint in einem Wölkchen), wird sicherlich keine solch ausgeklügelte Installation, wie Du sie beschreibst, ersinnen.
Hier kommt für mich Ockhams Rasiermesser zum Einsatz.
Ich kenne das Interview – er hält sich hier relativ schwammig – es ist lediglich die Rede von einem “Beweismittel”. Es ging hier wohl vielmehr darum, darzulegen wie unfertig das Drehbuch war, als um eine “technische Unlogik”.
Aber sei es wie es mag – in meinen Augen ist das keine ausgeklügelte Installation, sondern einfach ein Wasserhahn, der tot ist, weil man ihn woanders aufdreht – genauso etwas habe ich in der Garage mit der Wasserleitung zum Garten. Also lässt sich das sehr wohl mit der einfachsten Theorie vereinbaren, zumal es im Film weder belegt, noch dementiert wurde. Aus diesem Grunde nochmals: Spekulation – es gibt absolut 2 Meinungen hierzu.
Und wieso sollte der Täter den Wasserhahn so konstruieren, dass man den von unten her aufdrehen kann?
Er konnte weder wissen, dass er in der Erdlawine umkommt, noch dass die Psyche des Mädels so seltsam gestrickt sein würde.
Naja, ich fand das schon spannend alles.
Mir gefiel auch, dass Deiniger ein latenter Alkoholiker war. Aus dem Leben eben…
Danke, Michi!
Sehr gut zu wissen, dass zum Zeitpunkt des Drehs nicht feststand, dass das die letzte Folge der beiden ist.
Erklärt einiges und ich habe -im Prinzip- nichts mehr zu meckern! (;
Als Film ist der Fall gut gewesen, als Tatort allerdings nicht ganz so passend. Erinnerte eher an einen Thriller als an einen Krimi, und daß der Fiesling am Ende schon tot in der Gefrierkammer lag, war eine kleine Enttäuschung. Und irgendwie hatte ich schon gewahnt, daß das Mädchen mit den “mehr Freiheiten” die Täterin ist. Das mit dem Waschbecken natürlich realitätsfern. Und man sollte aufhören, Filmästhetiken aus Hollywood-Filmen zu klauen. Man hatte sich schon mal bei “Rambo” bedient, nun mal bei “The Ring”. Hätte der Fall gar nicht nötig gehabt.
Wie dem auch sei, lieber so ein untypischer Tatort als irgendein Fall nach Schema X mit alkoholisierten Asi-Familien, Möchtegern-Wirtschaftskrimis oder dem Aufscheuchen irgendeines Kuhdorfes. Und: Null Privatleben der Ermittler – einfach ein Segen, mal keine Telefonate mit der Anverwandtschaft jeglicher Art, Einkäufe oder Stippvisiten.