Das Tatort-Programm Herbst / Winter 2018



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Das erwartet uns im 2. Halbjahr 2018 – und das nicht

Aufbruchstimmung macht sich im Tatort breit. Die einen gehen, neue Ermittler kommen. Von experimenteller Produktion bis traditioneller Erzähltechnik ist im letzten Tatort-Quartal 2018 vieles dabei. Die dunkleren Monate des laufenden Jahres werden sicher für einige hellen Momente in der Krimireihe sorgen, seid gespannt …

Das Wichtigste vorweg: Nein, der Tatort Münster geht 2018 nicht mehr in die zweite Runde. „Schlangengrube“ (Tatort-Folge 1060) war und bleibt die einzige Folge aus der Domstadt, die dieses Jahr ihre TV-Premiere feierte. Zwar wird die Anschlussepisode „Spieglein, Spieglein“ in den kommenden Wochen bereits abgedreht sein (geplanter Zeitraum für die Filmarbeiten: 04.09. – 04.10.2018), doch die Erstausstrahlung des Krimis soll erst im kommenden Jahr erfolgen.

Vorfreude ist bei den Tatort Münster-Fans allerdings durchaus angebracht, denn die Geschichte von „Spieglein, Spieglein“ bietet eine gute Basis für den ach so beliebten Klamauk der munteren Kriminalistentruppe: Als eine weibliche Leiche in Münster entdeckt wird, stockt Hauptkommissar Thiel der Atem. Die gemeuchelte Dame hat eine alarmierende Ähnlichkeit mit der kettenrauchenden Staatsanwältin Wilhelmine Klemm! Kurz darauf fällt eine blonde kleinwüchsige Frau dem Serienkiller zum Opfer. Ein Zufall? Unmöglich! Wir erfahren 2019, wie irrwitzig sich die Ermittlungen tatsächlich gestalten.

Guten Tag & bye bye: Der Tatort-Taubenschlag

Geschäftig wird es zugehen Herbst und Winter des Tatort-Jahres 2018:

Das Team aus Dortmund um Kommissar Faber, Fahnderin Bönisch und Oberkommissarin Dalay bekommt Nachwuchs: Hauptkommissar Jan Pawlak, dargestellt von Rick Okon (Episoden-Hauptrolle als „Adrian Tarrach“ im Tatort Köln „Kartenhaus“ (Tatort-Folge 977), feiert seinen Einstand am 7. Oktober mit der Episode „Tod und Spiele“ . Besonders von der ihm untergestellten Nora Dalay wird der Ende 20-Jährige allerdings alles andere als herzlich empfangen. Auch der exzentrische Peter Faber testet den Neuen auf Herz und Nieren mit der ihm eigenen, provozierenden Art. Na dann, prosit und willkommen im neuen Team, Pawlak!

Im Gegenzug nimmt das Bremer Tatort-Duo Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) Abschied. Postel, die die kühle norddeutsche Ermittlerin seit 1997 verkörpert, und ihr Schauspielkollege Mommsen, seit 2001 beim Tatort fest dabei, haben unlängst ihren Ausstand angekündigt: Nach dem NDR-Krimi „Blut“ (Tatort-Folge 1070) und seiner Erstausstrahlung am 28. Oktober 2018 wird der endgültig letzte Einsatz des Bremer Teams mit Lürsen und Stedefreund im Jahr 2019 gezeigt – der Sender verspricht ein „furioses Finale“.

Und welche Tatorte laufen sonst so?

Zwischen dem „Willkommen“ des neuen Dortmunder Ermittlers Jan Pawlak und dem „Tschüss“ des alteingesessenen Bremer Tatort-Duos Inga Lürsen und Nils Stedefreund ermitteln am 14. Oktober ab 20.15 Uhr die sympathischen Wiener Kommissare Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) in „Her mit der Marie!“ (Tatort-Folge 1068). Die verkohlte Leiche, die in einem kleinen Waldstück an einer Landstraße liegt, ist im ORF-Krimi derart stark entstellt, dass sie erst im Laufe der Ermittlungen überhaupt identifiziert werden kann. Dass die Spur zu einem Wiener Großkriminellen führt, ist eine unangenehme Überraschung: Kein leichter Job für die Österreicher – zumal Bibi neuerdings wieder mit dem Alkohol liebäugelt.

Vor dem RB-Tatort „Blut“ Ende Oktober kommen die Münchner Kollegen Batic und Leitmayr am 21. Oktober 2018 zum zweiten Mal in diesem Jahr zum Zug. In „KI“ (Tatort-Folge 1069) dreht sich – nach den Folgen „Hal“ aus Stuttgart und „Echolot“ aus Bremen – erneut das Thema um eine bedrohliche Künstliche Intelligenz. Ein Mädchen ist in „KI“ plötzlich spurlos verschwunden; die Untersuchungen von Melanies Laptop führen die Kriminalpolizei in das Leibniz-Rechenzentrum in München. Wie das KI-Testprogramm „Maria“ allerdings auf den Rechner der Verschwundenen kam, fordert jede Menge Recherche- und Kombinationsarbeit von den Fahndern, die mit dem „neumodischen Kram“ zudem nicht viel anzufangen wissen.

Am 28. Oktober feiert, wie eingangs bereits beschrieben, der norddeutsche Tatort „Blut“ mit den Bremern Lürsen und Stedefreund seine TV-Premiere.

Dann, eine Woche später am 4. November, begeben sich Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) aus Stuttgart im Krimi „Der Mann, der lügt“ (AT) auf die Jagd nach bösen Jungs. Der SWR-Tatort beschreibt die Mordermittlungen aus der Sicht eines dringend Tatverdächtigen, der von den beiden Hauptkommissaren immer stärker in die Ecke gedrängt wird – doch ist Jakob Gregorowicz wirklich der gesuchte Mörder? Ein weiteres erzählerisches Experiment innerhalb der Tatort-Reihe also, dieses Mal aus den Köpfen der Drehbuchautoren Martin Eigler und Sönke Lars Neuwöhner stammend.

Ein frischer Polizeiruf 110 aus Rostock wird in der zweiten November-Woche, genauer am 11. November, erstmalig gezeigt. „Für Janina“ heißt der vom NDR produzierte Polizeiruf, in dem Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Alexander Bukow (Charlie Hübner) einen jahrealten Mord neu aufrollen müssen. Der damalige mutmaßliche Täter wurde freigesprochen. Jetzt wird ihm eine zweite, aktuelle Tat angelastet.

Für Sonntag, den 18. November 2018 ist die Erstsendung eines neuen Falls von Falke und Grosz vom Tatort Hamburg vorgesehen: In seinem fünften gemeinsamen Einsatz „Treibjagd“ (AT) beschäftigt sich das Duo mit einer Einbruchserie, die die Bewohner des Hamburger Stadtteils Neugraben in Angst versetzt. Als ein Einbrecher von einem Hausbewohner in Notwehr erschossen wird, liegt der Fall zunächst klar auf der Hand. Bis sich die Waffe des Toten als Attrappe erweist.

Im Sommer 2018 fiel die erste Klappe zum neuen rbb-Polizeiruf „Der Fall Sikorski“ (AT), der in Berlin, Frankfurt an der Oder, in Swiecko und Umgebung gedreht wurde. Das deutsch-polnische Ermittlerteam um Kommissarin Olga Lenski (Maria Simon) und ihren Kollege Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) übernimmt die Untersuchungen rund um den Tod der 19-jährigen Paula, einem Au-pair-Mädchen, dessen Leichnam aus der Oder gefischt wird. Der Polizeiruf 110 soll gemäß Programmplanung am 25. November in Das Erste laufen.

„Wir kriegen euch alle“ (AT) versprechen die „Silberrücken“ Ivo Batic und Franz Leitmayr aus München in ihrem 80. Jubiläumsfall. Erneut steht damit ein Tatort des Bayerischen Rundfunks im TV-Fahrplan; das Skript wurde von Michael Comtesse (Tatort Berlin „Dein Name sei Harbinger“) und Michael Proehl (Tatort Wiesbaden „Im Schmerz geboren“) beigesteuert. Der brutale Mord an den Eltern der kleinen Lena macht selbst den erfahrenen Kriminalbeamten zu schaffen. Denn das Mädchen hat das Massaker als einzige im in der herrschaftlichen Villa überlebt. „Wir kriegen euch alle“ ist für die Primetime im Ersten am 2. Dezember 2018 angesetzt.

Offene Tatort-Sendetermine in der Adventszeit

Wie es nach dem 02.12.18 in Sachen Tatort weitergeht, ist noch unklar. Einige Krimi-Folgen warten schon länger auf ihre Fernsehpremiere und es ist wahrscheinlich, dass diese noch 2018 ihren Weg auf die Displays der Zuschauer finden werden. Dazu zählen die folgenden Tatort-Produktionen:

Die Frankfurter Fahnder Brix und Janneke lösen ihren achten Fall „Nachtblind“ (AT) voraussichtlich noch diesen Winter. Abgedreht ist die Tatort-Episode bereits seit Oktober 2017. Die Geschichte des hessischen Tatorts: Eine Tote liegt am Fuße eines Banken-Wolkenkratzers, fast nackt, mit einer Plastiktüte über dem Kopf. Hauptkommissarin Janneke betritt ohne ihren Partner Paul Brix das Gebäude um Fotos zu machen – und wird ausgeknockt. Die Kriminalbeamtin verliert dabei ihr Gedächtnis und erwacht im Krankenhaus. Was bleibt, sind bloß ein paar unscharfe Bilder.

Der Deutsch-Italiener Mario Kopper (Andreas Hoppe) hat Ludwigshafen im Januar 2018 den Rücken gekehrt. Im gleichnamigen Tatort „Kopper“ ging der Kommissar nach Sizilien, um dort mit seiner Verlobten zu leben, und ließ damit seine langjährige Kollegin und Freundin Lena Odenthal im Kommissariat zurück. Die ermittelt fortan zu zweit mit der Kollegin Johanna Stern vom LKA weiter. Deren erster gemeinsamer Einsatz ohne Koppers Unterstützung trägt den Arbeitstitel „Vom Himmel hoch“ und geht in Richtung Politthriller: Die beiden Kommissarinnen werden mit dem modernen Drohnenkrieg konfrontiert.

Ebenso wahrscheinlich ist die diesjährige Erstausstrahlung des dritten Schwarzwald-Tatorts. Ausnahmsweise ohne Hauptkommissar Berg, der sich im Film ein Bein gebrochen hat (tatsächlich stand der Schauspieler Hans-Jochen Wagner zum Zeitpunkt der Filmarbeiten aus Krankheitsgründen nicht zur Verfügung), ermittelt in „Damian“ (AT) Franziska Tobler mit einem Ersatzkollegen: Luka Weber. Die Zwei werden mit der Aufklärung des Doppelmords an einer 17-jährigen Schülerin und ihrem Tennislehrer beauftragt. Die anstrengende Fahndung bringt die Fahnder schließlich an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Was lange währt … Bereits zum Jahreswechsel 2017/18 sollte das neue HR-Tatort-Experiment „Murot und das Murmeltier“ dem kritischen Krimi-Publikum im Ersten präsentiert werden. Doch die Folge wurde verschoben, wohl um jene Zuschauer nicht zu verscheuchen, die es lieber „klassisch“ mögen. Nun soll der im Juni 2017 abgedrehte HR-Tatort mit Ulrich Tukur als Wiesbadener Inspektor Murot in der Hauptrolle am 30. Dezember 2018 gezeigt werden. Die Story ist angelehnt an eine Hollywood-Komöde der 1990er Jahre: „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Hierin erlebt ein Reporter einen einzigen Tag immer und immer wieder; selbst als er auf jede erdenkliche Weise Suizid begeht, wacht er zur gleichen Zeit am gleichen Morgen in seinem Hotelbett auf. Ähnlich ergeht es nun unserem Tatort-Kommissar, der bei einer Geiselnahme den Tod findet – und das Erlebnis in einer Endlosschleife durchlebt.

Neuigkeiten aus der Tatort-Welt

Nun, wie geht es im neuen Tatort-Jahr 2019 weiter?

Zu den ersten Tatort-Neuerscheinungen im Januar 2019 gehört – und das steht fest – der letzte Einsatz von Devid Striesow als Hauptkommissar Jens Stellbrink. Seine Kollegin Lisa Marx (Elisabeth Brück) wurde bereits in den letzten Episoden der SR-Tatorte zunehmend weniger Aufmerksamkeit zuteil; über kommentierende Zweizeiler gingen die Auftritte der attraktiven Beamtin zuletzt nicht mehr hinaus. Mit Striesows initiiertem Ausstieg aus der Tatort-Reihe löst sich das Team Saarbrücken demnach in Wohlgefallen auf. Nach nur acht Folgen. „Der Pakt“ (AT) wird die Abschiedsfolge sein.

Was sich darüber hinaus im Januar und in den Folgemonaten des neuen Jahres beim Tatort tut, steht terminlich noch in den Sternen. Sobald wir Programm-News für Euch haben, informieren wir Euch auf diesem Fanportal zum Tatort schnellstmöglich.

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Wir wünschen Euch eine sowohl gemütliche als auch spannende dunkle Jahreszeit.

Herzlichst
Euer Team von Tatort-fans.de


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