Klaus Löwitsch als Polizeihauptmeister Reinhold Dietze


Einsatzgebiet: Tatort Frankfurt
Erster Fall: Tatort Folge 166: Acht, neun – aus
Erstausstrahlung: 10. Februar 1985

Körpergröße: 170 cm
Haarfarbe: dunkelbraun
Augenfarbe: blau

Bearbeitete Fälle

1

Aktiv im Dienst

1985 - 1985

Beliebtheit

Einschaltquoten in Mio.

Folgenübersicht

Zur Figur Reinhold Dietze

Der Tatort-Polizeihauptmeister Reinhold Dietze arbeitet auf dem 13. Polizeirevier in Frankfurt am Main. Als Ermittler ist Dietze erfahren und routiniert; er mag seinen Beruf, kennt aber auch die Schattenseiten und ist genervt davon, dass er als Polizist immer wieder "die Scherben zusammenfegen" muss. Neuerungen steht er Dietze skeptisch gegenüber. Frauen im Polizeidienst, technologische Weiterentwicklungen, Großraumbüros und anderen "modernen Krimskrams" lehnt der konservative Ermittler strikt ab.

Dietze ist Mitte vierzig und kennt sich bestens aus in Frankfurt. In seiner langen Dienstzeit erschoss der Kommissar einst einen jungen Mann in Notwehr, was ihn dazu veranlasste fortan keine Dienstwaffe mehr am Körper zu tragen. Obwohl ihm in diesem Fall keine Schuld zugesprochen wurde, hat ihn das Erlebnis tief traumatisiert.

Dietzes letzter Fall

Nach über dreißig Jahren Dienstzeit in Frankfurt, hat sich Dietze dazu entschlossen nach Hamburg zu gehen, wo ihn ein gut bezahlter Job beim Werkschutz und seine Freundin Renate erwarten. Es kommt allerdings anders als geplant: Reinhold Dietze und sein Kollege Kommissar Lück werden zu einem Raubüberfall gerufen, wo die beiden feststellen müssen, dass Lücks Frau Uschi bei dem Überfall angeschossen und lebensgefährlich verletzt wurde. Dietze entscheidet sich seinen Umzug hinauszuzögern, um seinen jungen Kollegen bei den Ermittlungen zu unterstützen.

Der Charakter von Ermittler Dietze

Polizeihauptmeister Reinhold Dietze ist geradeheraus, und er hält sich mit seiner Meinung nicht zurück. So sagt er einem jungen Kollegen, dass aus ihm niemals etwas werden würde. Dietzes undiplomatische Art zerstörte allerdings auch seine Ehe.

Sportlich hielt Dietze sich in jüngeren Jahen mit Boxen fit, verfolgt die Kämpfe heute allerdings nur noch außerhalb des Rings. Mit seinen Kollegen trifft sich der Polizist Dietze hin und wieder gerne auf ein Bier. Sobald das Lied "As time goes by" erklingt, zeigt der Kriminalbeamte seine sentimentale Seite.

FAQ - Kommissar Reinhold Dietze

Wie alt ist Kommissar Dietze?

Reinhold Dietze ist Mitte vierzig.

Welche Musik mag Reinhold Dietze?

Dietzes Lieblingslied ist "As time goes by", ein Musical-Song von Herman Hupfeld. Berühmt wurde der Song durch die Verwendung in dem Liebesfilm „Casablanca“ mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergmann in den Hauptrollen.

Welchen Dienstwagen fährt Kommissar Dietze?

Dietze und sein Kollege sind in einem Polizeiauto unterwegs.

Wer ist Reinhold Dietze Ermittlungspartner?

Dietze ermittelt zusammen mit seinem Kollegen Michael Lück.

Was ist das Markenzeichen Reinhold Dietzes?

Dietze trägt eine Polizeiuniform mit hochgekrempelten Ärmeln und eine tief in das Gesicht gezogene Schirmmütze.

Über den Darsteller Klaus Löwitsch

Klaus Löwitsch kam am 8. April 1936 als Sohn einer Tänzerin und eines Architekten in Berlin zur Welt. Seit seinem neunten Lebensjahr wuchs Löwitsch in Wien, der Heimatstadt seines Vaters, auf, wo er auch seine Schauspielerkarriere begann. Mit zehn Jahren stand er bereits in "Das tapfere Schneiderlein" auf der Bühne, mit zwanzig Jahren gab er sein Filmdebüt in "Wo die Lerche singt".

Bevor er sich der Schauspielerei widmete, absolvierte Klaus Löwitsch eine Ausbildung als Tänzer an der Wiener Akademie für Musik und darstellende Kunst. Seine ersten Tanzerfahrungen machte Klaus Löwitsch in der Gymnastikschule seiner Mutter. Mit neunzehn Jahren begann er eine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, brach diese jedoch für ein Engagement an der Wiener Volksoper ab, mit dem Ziel seiner Mutter finanziell unter die Arme zu greifen, da sein Vater früh verstarb.

Die filmische Karriere vo Klaus Löwitsch

Später arbeitete Klaus Löwitsch vor allem als Schauspieler, darunter in Kooperation mit renommierten Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder, für den er für "Der Händler der vier Jahreszeiten", "Welt am Draht" oder "Die Ehe der Maria Braun" vor der Kamera stand. Insgesamt spielte Löwitsch in über 300 Film- und TV-Produktionen mit. In der Rolle des Privatdetektivs "Peter Strohm" erlangte Löwitsch deutschlandweit große Bekanntheit.

Klaus Löwitsch drehte außerdem mit internationalen Filmgrößen wie Richard Burton, Clint Eastwood und Anthony Quinn - fasste jedoch nie Fuß in Hollywood. Auszeichnungen erhielt der Schauspieler für seine Rolle in "Mädchen mit Gewalt", für die er 1970 den Bundesfilmpreis gewann.

Im Tatort trat Klaus Löwitsch als Hauptermittler in der Rolle des Reinhold Dietze nur einmal auf. Dies war in der 166. Folge "Acht, neun - aus!", die am 10. Februar 1982 erstmals in der ARD ausgestrahlt wurde. In den Tatort-Folgen "3:0 für Veigl" (Tatort-Folge 040), "Die Kugel im Leib" (Tatort-Folge 095) und "Der Schläfer" (Tatort-Folge 152) war Löwitsch lediglich in Nebenrollen zu sehen. In dem Tatort "So ein Tag..." (Tatort-Folge 133) war er als Polizist Werner Rolfs zu sehen, der allerdings bei seinem ersten Fall verstarb.

Löwitsch das Raubein

Der Charakterdarsteller Klaus Löwitsch hatte zu Lebzeiten den Ruf eines "Raubeins", eines psychopathischen Machos, wie Löwitsch einmal selbst über sich sagte. Dies mag zum einen daran liegen, dass er in seinen Rollen oft den Schurken und Figuren mit einem Hang zu Gewalt sowie harte Charaktere verkörperte, aber auch daran, dass der Schauspieler kein Blatt vor den Mund nahm, wenn seine Meinung gefragt war.

Anfang der 1970er Jahre befand sich Klaus Löwitsch in einer Phase der Alkoholabhängigkeit, in die er Zeit seines Lebens immer wieder verfiel. Klaus Löwitsch galt als schwieriger Charakter und sagte einst, er habe so gut wie keine Freunde, da es seine Absicht sei, so unangepasst wie möglich zu sein, was ihn zu einem Ekel mache.

Dies hatte auch Auswirkungen auf seine Rollen, die zunehmend an Qualität verloren. Eine Ausnahme darunter war seine Darstellung in "Das Urteil", für die er 1998 den Grimme-Preis erhielt. Im selben Jahr gewann Klaus Löwitsch den Bayrischen Fernsehpreis für herausragende künstlerische Leistungen.

Klaus Löwitsch und sein Privatleben

Nach diversen privaten Eskapaden machte Löwitsch ein Jahr vor seinem Tod Schlagzeilen wegen angeblicher sexueller Belästigung einer Schauspielerkollegin, woraufhin er zu einer Geldstrafe von 27.000 Mark wegen fahrlässigen Vollrauschs verurteilt wurde. Der Schauspieler hatte zu dem Zeitpunkt über fünf Promille im Blut.

Löwitsch war fast 37 Jahre lang mit der Tänzerin Helga Heinrich verheiratet. Er verstarb am 3. Dezember 2002 mit 66 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs und liegt auf dem Münchener Ostfriedhof begraben.

FAQ - Schauspieler Klaus Löwitsch

Wann starb Klaus Löwitsch?

Der Schauspieler verstarb am 3. Dezember 2002 in München.

Woran starb Klaus Löwitsch?

Löwitsch starb an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Wo lebte der Schauspieler Löwitsch?

Klaus Löwitsch lebte in München, wo er auch begraben liegt.

In welchen sozialen Netzwerken ist Klaus Löwitsch vertreten?

Klaus Löwitsch ist in keinem sozialen Netzwerk vertreten.

Wie lautet die Autogrammadresse von Klaus Löwitsch?

Da Klaus Löwitsch bereits verstorben ist, können keine Autogramme mehr angefordert werden. Versucht euer Glück bei eBay oder ähnlichen Auktionshäusern sowie auf Flohmärkten und Autogrammbörsen. Vielleicht sind dort noch ältere Exemplare zu ergattern.