Tatort Folge 166: Acht, neun – aus



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Tatort Folge 166: Acht, neun – aus 4 5

Im Tatort „Acht, neun – aus“ steht der Frankfurter Polizeihauptmeister Reinhold Dietze (Klaus Löwitsch) vor einem großen Schritt: Nach 30 Jahren Polizeidienst will er ein neues Leben anfangen – weit weg von seinem alten Frankfurter Revier im Zentrum der Metropole. Es zieht in nach Hamburg. Dort warten ein sehr gut bezahlter Job beim Werkschutz auf ihn und eine Frau. Doch vorher muss er zusammen mit seinem Kollegen Michael Lück (Pierre Franckh) noch einen Raubüberfall aufklären.


An einem seiner letzten Arbeitstage vor dem Umzug nach Hamburg fährt Dietze Streife mit seinem jungen Kollegen, Wachtmeister Michael Lück (Pierre Franckh). Als sie zu einem Raubüberfall gerufen werden, erfährt der junge Beamte am Tatort einen furchtbaren Schock: Seine Frau Uschi wurde in den Überfall verwickelt und dabei niedergeschossen. Sie ist lebensgefährlich verletzt. Der Täter ist flüchtig. Die Frankfurter Polizei um Hauptkommissar Dietze nimmt die Ermittlungen im Tatort-Fall „Acht, neun – aus“ auf.

Verständlicherweise ist Wachtmeister Lück höchst ungeduldig. Er will den Fall, von dem er persönlich betroffen ist, so schnell wie möglich aufgeklärt wissen. Da seine Kollegen ihm zu langsam arbeiten, versucht er auf eigene Faust, den unbekannten Täter aufzuspüren.

Bald haben die Frankfurter Tatort-Ermittler einen ersten Verdacht: Dieser konzentriert sich auf den heruntergekommenen Boxer Helmut Zander. Darüber ist dessen Manager, der zwielichtige Bruno Komschak, alles andere als erfreut. Denn nun muss er befürchten, dass die Polizei nun auch einem bisher unaufgeklärten Verbrechen aus Offenburg auf die Spur kommt, in welches er selbst sowie der Boxer Zander und die Bistro-Besitzerin Petra verwickelt waren. Er kommt zu einem Schluss: Zander muss weg – so oder so.

Noch weiß Hauptkommissar Dietze nichts von diesen Zusammenhängen. Erst als sein junger Kollege Lück während seins Alleingangs in eine gefährliche Lage gerät, gehen ihm einige Lichter auf.


Der Frankfurter Tatort „Acht, neun – aus“ ist eine Produktion des Hessischen Rundfunks. Erstmalig ausgestrahlt wurde die Tatort-Folge 166 am 10. Februar 1985 im Ersten Programm der ARD.

„Acht, neun – aus“ ist der einzige Fall für Tatort-Kommissar Dietze. Die Kritiker befanden diesen für gut gespielt und nah dran, am Milieu des Frankfurter Kiez. Darsteller Klaus Löwitsch ermittelte übrigens schon einmal im Frankfurter Milieu: Als Polizist Werner Rolfs, der seinen ersten Tatort-Fall So ein Tag nicht überlebt.

Besetzung
Polizeihauptmeister Reinhold Dietze – Klaus Löwitsch
Polizeiwachtmeister Michael Luck – Pierre Franckh
Helmut Zander – Micha Lampert
Bruno Komschak – Klaus Höhne
Petra – Ingmar Zeisberg
u.a.

Stab
Drehbuch – Jürgen Roland
Regie – Jürgen Roland
Kamera – Armin Alker, Werner Hoffmann
Schnitt – Birgitt Bosboom-Schröder, Christina Ganninger


6 Meinungen zum Tatort Folge 166: Acht, neun – aus

  • Lombardo • am 20.5.12 um 11:45 Uhr

    Verworrene Story und dabei unglaubwürdig, ein gut besetzter Tatort der sich nicht sehen lassen kann.
    Der zweite versuch mit dem Schauspieler Klaus Löwitsch, der in einer früheren Folge (Rolfs so ein Tag…) allerdings schon verstorben war.


  • Diethelm Glaser • am 19.5.15 um 19:11 Uhr

    Die Folge war nicht schlecht, leider traurig, Michael Lück mit sehr großen Vorurteilen. Was mich immer ärgert: gerade bei alten Folgen ist es sehr schwer, herauszufinden, wer welche Rolle spielte, und Bilder von damals (screenshots) gibt es fast nicht, wie soll man da die Darsteller zuordnen können?? Es gibt doch sicher Besetzungslisten, warum werden die nicht veröffentlicht?

    D. Glaser


  • Dirk • am 30.5.15 um 16:03 Uhr

    Der Tatort Nummer 166. Ich habe ihn das erste Mal gesehen, vielleicht war bei der Erstendung gerade Karneval. Hauptmeister unter sich mit einem wahrscheinlich „neu“ zu versetzten Vorgesetzten. Kurz vor Beendigung seiner Polizeidienstzeit, auf Eigeninitiative heraus, um einen lukrativen Job in der zivilen Sicherheitsbranche zu erhaschen, überschlagen sich für den erfahrenen Hauptmeister Dietze die Ereignisse. Bar jeden Sicherheitsgefühls erledigt er waffenlos schießwütige Gesellen und Mörder, nicht ohne seinen ihm zugeteilten neuen Kollegen, welcher mit ansehen mußte, das seine junge Ehefrau bei einem Raubüberfall schwerst verletzt wurde und er später selbst den Kugeln des gemeinen Meuchelmörders erlegen war, wortgewaltig als Null darzustellen. Die verschiedenen Handlungen im Tatort wurden von dem Multi-Talent dieses Regisseurs mal wieder logisch und nachvollziehbar in Szene gesetzt. Er gehört nun einmal der Gilde der Besten an. Das Multi-Talent Hauptmeister Dietze hinterließ aber nur den Eindruck, daß er mehr um die Täter, als um die Opfer bemüht war. Seine Rächer – Szene zum Schluß, dieses an sich sehenswerten Tatort – Krimis, erfolgte wahrscheinlich ohne Kugeln im Lauf seiner Heckler und Koch, Handballensicherung.. Ein Anti-Polizeifilm, welcher auf einer fiktiven Polizeiakademie wahrscheinlich unter dem Titel laufen würde: “ Der, den keiner haben will. “ Oder: “ So nicht, Herr Dietze!“ Ach ja, Montag spielt der KSC gegen den HSV.


  • anonym • am 28.11.20 um 19:10 Uhr

    an den: Der Tatort mit der Nummer blablabla- Dirk..
    Ich will Dir endlich mal mitteilen dass ich Deine Kommentare immer lese wenn es darum geht welchen Tatort ich mir heute ansehe oder aber eben besser nicht..Du scheinst gerne zu schreiben und ich mag Deinen Stil..macht mir etwas bessere Laune;-) alles gute für Dich!


  • Henning • am 29.11.20 um 0:46 Uhr

    Mir fiel sofort der dokumentarische Charakter des Films auf und ich fühlte mich ein wenig an das Großstadtrevier erinnert. Erst dann erkannte ich, dass auch hier der Altmeister Jürgen Roland federführend war – einmal außerhalb seines geliebten Hamburgs. Die Story mag trotz Rolands Mitwirken diesmal ein paar Schwächen haben, doch ich mag diesen Tatort alleine schon durch die Darstellung des großartigen Klaus Löwitsch. Man ahnt schon im Laufe der Handlung, dass dieser Polizist trotz der Tatsache, dass er seines Jobs und der technischen Entwicklungen überdrüssig ist, am Ende „sein“ Revier niemals verlassen wird. 4/5 Sterne von mir.


  • Al.Ter • am 2.12.20 um 18:09 Uhr

    Ich geb auch 4 Sterne – und nen Kommentar ab:

    Die Besetzungsliste ist ja mal wieder äußerst mau – gerade die alten Folgen werden hier oft stiefmütterlich behandelt.
    Also man hätte Anita Kupsch (als Handtaschendiebin) erwähnen können, Verena Krützfeldt (s. Foto oben) spielte Uschi, die frisch angetraute Ehefrau von PM Lück.

    Der Reporter im gelben Pulli am Boxring war echt: Rainer Koppke, lange Jahre Redakteur im Sport-Ressort beim NDR (Zitat DER SPIEGEL 22/1989: „Er moderiert, was kommt:“)

    Köstliche Sprüche: „Sie hörten den Landfunk – es sprach: Die Sau!“

    Interessant: Die Fotografen am Ring nutzen Blitzgeräte Marke Metz mecablitz – als Frau Lück ihren Mann aus der Telefonzelle anruft, ist im Hintergrund am Schaufenster der Firmenschriftzug zusehen!

    Ach ja, und zwecks besserer Sicht nach vorn für den Kameramann auf dem Rücksitz des Streifenwagens wurden die Kopfstützen abmontiert, bei den Einstellungen seitlich/von vorn sind’se wieder dran!


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