Tatort Folge 152: Der Schläfer



Erscheinungsjahr: 1983
Kommissar: Delius
Ort: Tatort Hamburg


  3 Meinungen
Tatort Folge 152: Der Schläfer 5 3

Im Hamburger Tatort „Der Schläfer“ ermittelt Oberstleutnant Delius (Horst Bollmann) im Auftrag des Militärische Abschirmdienstes (MAD) in einem heiklen Fall von Militärspionage.

 

Die erste Hauptrolle in der Tatort-Folge 152 „Der Schläfer“ spielt kein Mensch, sondern eine Mine. Das Besondere: Sie ist intelligent. Ihr Entwickler Dr. Spitzner hat sie so programmiert, dass sie durch einen Sonarimpuls gegnerische Schiffe von den eigenen unterscheiden kann. Das schlaue Gerät soll nun endlich der NATO – für die es konstruiert wurde – vorgestellt werden. Die Versuchsreihe der Marineerprobungsstelle in Eckernförde ist so gut wie abgeschlossen. Der Präsentationstermin in Hamburg steht schon. Oberstleutnant Delius und seine Kollegen sind ebenso gespannt wie alle anderen Beteiligten.

Denn klar: Das Interesse an dieser militärischen Neuentwicklung ist extrem hoch: So fiebert nicht nur der Auftraggeber, Ministerialrat Hohleben vom Verteidigungsministerium, der Präsentation entgegen. Auch die Gegenseite, sprich der gegnerische Geheimdienst, ist außerordentlich neugierig. In ihrem Auftrag soll der Agent Heinz Schäfer die Konstruktionspläne stehlen. Doch wie soll er das anstellen? Kann er MAD-Oberstleutnant Delius überlisten?

Er entscheidet sich. Es über Kutschner, den Referenten von Ministerialrat Hohleben zu versuchen. Kutscher ist ein „Schläfer“, ein Agent auf Abruf. Er wurde vor Jahren vom Geheimdienst rekrutiert und verharrt in seiner Warteposition, bis er „geweckt“ wird. Bisher wurde der Schläfer also noch nicht eingesetzt. Doch Kutschner entzieht sich Schäfers Zugriff. Der Plan des Agenten geht nicht auf.

Doch dann kommt es beim letzten Test der Mine zu einer Detonation. Wie konnte das geschehen? Handelt es sich um menschliches Versagen des Konstrukteurs, wie es Hohleben behauptet? Oder hatte der Agent Schäfer seine Hände im Spiel? Und welche Rolle spielt MAD-Oberstleutnant Delius – ist er etwa nur eine Figur auf Schäfers Schachbrett?

Es sind diese Fragen, die Delius im Auftrag des MAD nun beantworten muss. Doch wie? Delius muss bei Null anfangen, denn eine detonierte Mine hinterlässt keine Spuren. Nur in einer Sache ist Delius sich sicher: Er darf Schäfer nicht unterschätzen. Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

 

Der Hamburger Tatort „Der Schläfer“ ist eine Produktion des NDR. Zum ersten Mal ausgestrahlt wurde er am 6. November 1983. Regie führte Krimi-Altmeister Jürgen Roland. Das Besondere dieser Tatort-Folge: Sie kommt ganz ohne Leiche aus.

 

Besetzung der Tatort – Folge „Der Schläfer“:
Schäfer – Günther Ungeheuer
Tummler – Pierre Franckh
Delius – Horst Bollmann
Kutschner – Klaus Höhne
Dr. Spitzner – Klaus Löwitsch
Wellmann – Hellmut Lange
Fr. Kutschner – Monika Madras
Ziller – Werner Cartano
Hohleben – Gunnar Möller
Olga – Erika Weber

Stab:
Regie – Jürgen Roland
Kamera – Bernd Schofeld
Buch – Jochen Wedegärtner
Schnitt – Irene Brunhöver
Ton – Wolfgang Schröter
Musik – Nils Sustrate
Szenenbild – Gerd Staub
Produktionsleitung – Günter Handke

Erstausstrahlung der Tatort – Folge „Der Schläfer“: 06.11.1983
Bilder: NDR/Janssen


10 Meinungen zum Tatort Folge 152: Der Schläfer

  • Jörg Warnken • am 1.6.10 um 11:25 Uhr

    „Der Schläfer“ war ein ganz großes Highlight von Krimi-Altmeister Jürgen Roland.
    Einer der seltenen „TATORT“-Folgen,
    die ohne eine einzige Leiche aus kam und trotzdem spannend von der ersten bis zur letzten Minute ist.
    Das Katz und Maus-Spiel der beiden Hauptdarsteller Günther Ungeheuer und Horst Bollmann war einfach zu köstlich.

    Wird leider viel zu selten im TV wiederholt.


  • Daniela • am 28.11.10 um 2:38 Uhr

    Bin durch die lange Tatort-Nacht auf diese Folge gestoßen. Einfach großartig, vor allem die kleinen Details (P. Franckh liest ein MAD-Heft)!


  • Monika • am 28.11.10 um 19:51 Uhr

    Habe den Tatort: “ Der Schläfer „,damals bei seiner Erstausstrahlung gesehen. Er war super gemacht. Natürlich die Handschrift von Jürgen Roland. Leider wurde er am Wochenende erst in der Nacht gezeigt, somit konnte ich ihn nicht nochmal sehen.( Es gibt doch tatsächlich Menschen, die am Wochenende arbeiten müssen.) Weiss jemand ob diese Folge käuflich zu erwerben ist? Sie hat für mich einen ideellen Wert.


  • Klaus Dieter • am 29.11.10 um 14:41 Uhr

    Hallo Monika,

    habe den „Schläfer“ aufgenommen und könnte ihn Dir aud DVD brennen.

    Gruß

    KD

    EDIT BY ADMINTEAM. BITTE KOMMUNIZIERT AUßERHALB VON TATORT-FANS.DE DIESES VORGEHEN IST IN DEUTSCHLAND LEIDER NICHT RECHTMäßIG.


  • Kai • am 16.2.11 um 17:27 Uhr

    Vor einiger Zeit ersteigerte ich eine Kiste alter Betamax-Kassetten. Auf einer Kassette entdeckte ich den Tatort-Film „Der Schläfer“ (offenbar eine Aufnahme der Erstausstrahlung des Films in der ARD). Ich war sofort fasziniert von der Handlung und sehr angenehm überrascht. Daß man einen Tatort auch mal ohne Leiche(n) drehen kann und das noch auf einem wesentlich höheren Spannungsniveau, habe ich mir zwar immer gewünscht, jedoch hier erstmals gesehen.
    Warum scheut man sich heute so sehr davor, eine Tatort-Handlung auch mal in das Tätigkeitsfeld der Spionage zu legen, oder in den Bereich der Politik oder aber der Wirtschaftskriminalität? Verbrechen in diesen Kreisen können doch nicht als „altbacken“ oder als „zu langweilig“ für die heutige Krimiwelt betrachtet werden! Meiner Ansicht nach sind Filme solcher Art vielmehr Dauerbrenner, die sich stets in stilvoller und zeitlos wirkender Form verpacken und präsentieren lassen. Ich wünsche mir mehr davon!


  • gjb • am 17.2.11 um 2:22 Uhr

    …absolut deiner meinung, garantiert spannender als

    die ständig rachenehmenden ex – häftlinge oder ent –

    führte töchter, tanten, onkels und freunde….

    grüsse


  • gjb • am 17.2.11 um 2:23 Uhr

    …anhang …

    da allerdings müssen die schreiber stimmige bücher

    abliefern…und genau dies ist die crux…

    grüsse


  • David Lombardo • am 25.12.12 um 17:51 Uhr

    Ganz grosses Kino, spannend und unterhaltsam.
    Das waren noch Zeiten, als zum Schluss der Drahtzieher
    zurück in die DDR gebracht wird.


  • Dirk • am 4.7.15 um 21:19 Uhr

    Der Tatort Nummer 152. Er spielt im militärischen Spionagegebiet, zuständige Ermittler sind Oberstleutnant Delius und Oberleutnant Tummler, ja der mit der netten Freundin, vom Militärischen Abschirmdienst. Ziel ist die bundesdeutsche Marine, damals mit ein Hauptobjekt der Gegner, die immer schon an Intelligenz und Technik interessiert waren. Diese gingen hierbei aber so dilettantisch vor, daß bei der Westallianz alle Alarmglocken auf Sturm geschaltet waren. Briefmarken hin und her, Flipper hin und her, Koffer hin und her. Nichts hat es genutzt. Der tragische Unfall der Ehefrau des Schläfers tat noch ein weiteres hinzu. Hätte der eigentlich Wissen müssen. Schon im ersten Drittel des Spielfilms war klar, daß der Delius es schaffen würde. Ehrlich.


  • Hauptkommissar Stoever • am 8.8.16 um 7:30 Uhr

    Nach den großartigen TATORT-Folgen „Das stille Geschäft“ (1977) + “ Freund Gregor“ (1979) siedelte Krimi-Altmeister Jürgen Roland mit „Der Schläfer“ seinen dritten TATORT bei der Bundeswehr an.
    „Der Schläfer“ war der erste Bundeswehr-TATORT, den ich sehen konnte und durfte 😉
    Die Folge machte mich seinerzeit bei der Erstaustrahlung unheimlich neugierig auf die Bundeswehr, denn meine Wehrdienstzeit stand mir noch bevor


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