Kurz und knapp – darum geht’s
Der Tod einer alten Frau in ihrer Badewanne – auf den ersten Blick ein tragischer Unfall, doch für die halleschen Kommissare Henry Koitzsch und Michael Lehmann steht schnell fest: Frau Krüger wurde ermordet. Eine zurückgelassene Blume auf der Fensterbank ist das erste Indiz dafür, dass hier jemand einen Mord als natürlichen Tod inszenieren wollte. Die Spuren führen die beiden Ermittler zurück zu einem alten, ungelösten Fall – dem Mord an Uwe Baude – und zu der beunruhigenden Erkenntnis, dass sie es möglicherweise mit einem Serientäter zu tun haben, der seit Jahren unbemerkt sein Unwesen treibt. Doch in ihrem letzten gemeinsamen Fall gerät Koitzsch selbst in tödliche Gefahr, bevor das Rätsel gelöst werden kann.
Der gleichnamige Polizeiruf 110 aus Halle ist am [Datum] um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.
Inhalt der Polizeiruf-110-Folge „Der Wanderer zieht von dannen“
Eine Blume auf der Fensterbank – ein unscheinbares Detail, das im Polizeiruf 110 „Der Wanderer zieht von dannen“ zum entscheidenden Hinweis wird. Als die Kommissare Henry Koitzsch und Michael Lehmann zum Wohnhaus der verstorbenen Frau Krüger gerufen werden, soll es sich um einen natürlichen Todesfall handeln: Eine alte, einsame Dame, die in ihrer Badewanne ertrunken ist. Doch die beiden erfahrenen Ermittler trauen dem Frieden nicht. Zu arrangiert wirkt die Szenerie, zu perfekt die vermeintliche Unfallsituation. Frau Krüger, gespielt von Sybille Maria Dordel, lebte zurückgezogen, verließ ihre Wohnung nur noch für Einkäufe – ein Leben in vollkommener Einsamkeit. Hat jemand diese Isolation ausgenutzt, um einen Mord zu vertuschen?
Schnell gerät der übereifrige Hausmeister Trojanowitz, dargestellt von Henning Peker, ins Visier der Ermittler. Seine nervöse Art und sein auffälliges Interesse am Geschehen machen ihn verdächtig. Doch ist er wirklich zu einem solch kaltblütigen Mord fähig? Koitzsch und Lehmann, die gerade erst in ihr neues Büro umgezogen sind und dort noch fremdeln, schieben sich die Möbel zurecht – so wie sie es gewohnt waren, so wie sie es brauchen, um klar denken zu können. Denn dieser Fall verlangt ihnen alles ab.
Die Spuren führen die beiden Kommissare zurück in die Vergangenheit, zu einem Fall, der sie nicht loslässt: der ungelöste Mord an Uwe Baude aus ihrem allerersten gemeinsamen Ermittlungsfall. Damals blieben Fragen offen, Zusammenhänge unklar. Jetzt, Jahre später, scheinen sich die Puzzleteile zu einem verstörenden Bild zusammenzufügen. Weitere ungeklärte Todesfälle tauchen in den Akten auf – allesamt einsame, ältere Menschen, deren Tod als natürlich eingestuft wurde. Ein düsterer Verdacht keimt auf: Haben Koitzsch und Lehmann es mit einem Serientäter zu tun, der seit Jahren systematisch und unbemerkt mordet? Jemand, der gezielt einsame, vulnerable Menschen aussucht, die niemand vermissen wird?
Während ihrer Ermittlungen im MDR-Polizeiruf „Der Wanderer zieht von dannen“ treffen die beiden auf eine alte Bekannte: Frau Sommer, lebensfroh und melancholisch zugleich, verkörpert von Cordelia Wege. Sie ist das komplette Gegenteil zu Frau Krüger – eine Frau, die vor lauter parallelen Beziehungen und sozialen Kontakten kaum weiß, wo ihr der Kopf steht. Das Leben in all seiner Fülle auf der einen Seite, die absolute Isolation auf der anderen – zwei Extreme der menschlichen Existenz, die in diesem Fall aufeinanderprallen. Kann Frau Sommer den Ermittlern helfen, das Rätsel zu lösen? Weiß sie mehr, als sie zunächst preisgibt? Ihre Verbindung zu den vergangenen Fällen könnte der Schlüssel sein, den Koitzsch und Lehmann so dringend brauchen.
Die Ermittlungen ziehen sich wie Zeitlupe dahin, jeder Schritt wird bedächtig gesetzt, jeder Tatort wird nicht nur untersucht, sondern durchlebt. Koitzsch besucht einen alten Bekannten im Gefängnis – ein Moment des Innehaltens, der Reflexion über vergangene Fälle und verpasste Gelegenheiten. Die beiden Kommissare ahnen es vielleicht schon: Dies könnte ihr letzter gemeinsamer Fall sein. Ihr letzter Versuch, das Richtige zu tun, einem Täter das Handwerk zu legen, der zu lange im Schatten operieren konnte.
Doch je näher sie der Wahrheit kommen, desto gefährlicher wird es. Der Täter, der so lange unentdeckt blieb, wird nicht kampflos aufgeben. Und plötzlich wird aus den Jägern ein Gejagter: Henry Koitzsch gerät selbst in tödliche Gefahr. Der Mann, der sein ganzes Berufsleben der Aufklärung von Verbrechen gewidmet hat, sieht sich nun dem Tod in die Augen. Wird es seinen Kollegen rechtzeitig gelingen, ihn zu retten? Werden sie den Serientäter endlich stellen können, bevor weitere Opfer zu beklagen sind?
Der TV-Krimi „Der Wanderer zieht von dannen“ kreist um die großen Themen Einsamkeit, Vergänglichkeit und die Frage, was am Ende eines Lebens – oder einer Ermittlerkarriere – wirklich zählt. Während Koitzsch und Lehmann dem Phantom auf der Spur sind, das einsame Menschen in den Tod befördert, müssen sie sich auch ihrer eigenen Endlichkeit stellen. Ihr letzter Fall wird zur Meditation über das Leben und den Tod, über das, was bleibt, wenn alles vorüber ist. Werden die beiden halleschen Kommissare ihren Abschied mit einem gelösten Fall krönen können – oder werden manche Fragen für immer unbeantwortet bleiben?
Die beiden Kommissare aus Halle (Koitzsch und Lehmann) „in ihrem letzten gemeinsamen Fall“: der avisierte Plot klingt ziemlich melancholisch. Dennoch waren die beiden vorangegangenen Folgen aus Halle aus meiner Sicht jeweils ein Garant für einen ‚besonderen Krimi‘! Insbesondere die Figur des ‚Henry Koitzsch‘ wird mir in Zukunft fehlen!
Was nicht fehlen soll, ist mein Dank an @Gerald für seine hervorragende Arbeit auch im Jahr 2025. Sowohl Dir, Gerald, als auch der TO-Fans-Gemeinde wünsche ich einen guten Rutsch ins Jahr 2026!
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