Polizeiruf 110: Sie haben Namen

Kurz und knapp – darum geht’s

Eine namenlose Tote stellt die Rostocker Kommissarinnen Katrin König und Melly Böwe vor ein Rätsel: Wer ist die junge Frau, deren brutal zugerichtete Leiche an einem idyllischen Seeufer angeschwemmt wurde? Sicher ist nur, dass sie als Prostituierte im Bordell von Heiko Mischke gearbeitet hat. Während der polizeibekannte Zuhälter versucht, sein Saubermann-Image aufrechtzuerhalten, hintertreibt der korrupte Staatsanwalt Jan Jürgens konsequent die Ermittlungen – jener Jan Jürgens, der Melly Böwe einst vergewaltigte und der Vater ihrer Tochter ist. Als wäre das nicht genug emotionaler Sprengstoff, müssen König und Böwe feststellen, dass ihre Hauptverdächtige ausgerechnet eine andere Prostituierte ist: Natasha, die offenbar Mischkes Vertrauen genießt und sich auf einen fatalen Deal eingelassen hat …

Der neue Polizeiruf 110 „Sie haben Namen“ mit dem Ermittlerinnenduo König/Böwe aus Rostock ist am Sonntag, den 1. November 2026 um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.

Inhalt der Polizeiruf-110-Folge „Sie haben Namen“

So nah können Idylle und Horror beieinanderliegen: An einem malerischen Seeufer am Stadtrand von Rostock wird die Leiche einer jungen Frau angeschwemmt, eingewickelt in eine Plastikplane. Und die Auffindesituation legt nahe, dass sie vor ihrem Tod ein wahres Martyrium durchlitten haben muss: Ihr Körper ist übersät mit zahlreichen Hämatomen, Brandwunden und Vernarbungen, die auf schwerste Verletzungen hindeuten. Von Geldbörse, Ausweis und Handy keine Spur. Der einzige Hinweis auf die Identität der Toten im TV-Krimi „Sie haben Namen“ ist eine merkwürdige Tätowierung: ein Strichcode mit dem Zusatz „2000 €“ – ein „Zuhälterstempel“, mit dem Prostituierte gekennzeichnet werden. Das passt, denn auch die nahegelegene Ferienhaussiedlung, aus der die PVC-Plane stammt, gehört einer stadt- und polizeibekannten Rotlichtgröße: Heiko Mischke, ehemaliger Kampfsportler, jetzt Bordellbetreiber und Unternehmer in der Immobilienbranche.

Als König und Böwe das Luxusapartment von Mischke betreten, erwartet dieser die Kommissarinnen schon zusammen mit seinem Anwalt Bastian Hoyer, der ihnen unaufgefordert sämtliche Buchungsbelege der Ferienhäuser und außerdem Nachweise über eine Reise Mischkes nach Dubai zur Tatzeit unter die Nase hält. Damit erst gar nicht der Verdacht aufkommt, der prominente Geschäftsmann, der sich mittlerweile ein beachtliches Saubermann-Image zugelegt hat, könnte irgendwie in einen Mordfall verstrickt sein.

Doch so leicht lassen sich die Ermittlerinnen im Polizeiruf 110 „Sie haben Namen“ nicht abspeisen. Trotz Mischkes Beteuerungen, er behandle die Prostituierten im „Golden Cherries“ gut und schütze sie vor Ausbeutung, wollen sich König und Böwe lieber selbst ein Bild des Etablissements machen. Natürlich widersprechen die Damen – die meisten aus Osteuropa – ihrem Chef nicht, und auch die Tote wollen sie angeblich nicht kennen. Gegen diese Mauer des Schweigens ist das Kriminalistinnen-Duo König/Böwe einfach machtlos.

Allerdings wird ihre Arbeit auch von anderer, höchst unerwarteter Seite sabotiert: Oberstaatsanwalt Jan Jürgens persönlich ist von Schwerin nach Rostock gereist, um der Kripo der Hansestadt die dienstliche Weisung zu erteilen, sämtliche Ermittlungen gegen Heiko Mischke einzustellen. Angeblich sei er Kronzeuge in einem groß angelegten Geldwäscheprozess gegen osteuropäische Oligarchen und habe einen entsprechenden „Deal“ mit der Staatsanwaltschaft geschlossen. Kripochef Röder traut dem Braten nicht, schließlich hat Jürgens schon in einem früheren Fall eine zweifelhafte Rolle gespielt; folgerichtig ignoriert er dessen Anweisung schlicht.

Und dann ist da noch Melly Böwe, die ihre ganz eigene Geschichte mit Jan Jürgens hat: Schließlich war es der heute hoch angesehene Staatsanwalt, der die damals 16-jährige Melly einst vergewaltigte – ja, Jürgens ist der Vater von Mellys Tochter Rose, die nun mit ihrer Mutter gebrochen hat, weil jedes Gespräch über Roses Vater ein Tabu für Melly ist. Aber auch Katrin König muss sich fragen, ob sie die Wahrheit über ihren Vater Günther und dessen Vergangenheit ertragen kann …

Die Emotionen kochen also hoch, und doch müssen die Ermittlerinnen im NDR-Polizeiruf „Sie haben Namen“ einen kühlen Kopf bewahren, denn es gibt einen zweiten Toten. Und der führt König und Böwe auf die Spur der Prostituierten Natasha, die ebenfalls für Heiko Mischke arbeitet. Einer ihrer Freier ist angeblich an einem Herzschlag gestorben. Doch zunehmend wird Natasha von der bloßen Zeugin zur Tatverdächtigen, denn offenbar hat sich die junge Frau auf ein schmutziges und hochgefährliches Geschäft eingelassen …

Hinter den Kulissen

Ihr siebter gemeinsamer Einsatz führt die Rostocker Ermittlerinnen Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Melly Böwe (Lina Beckmann) in die Abgründe des Rotlichtmilieus, wo sie mit dem Schicksal der Prostituierten Natasha (Anastasiia Mazhara) konfrontiert werden, die sich in ein Netz aus Abhängigkeiten verstrickt hat.

Für die ukrainische Schauspielerin Anastasiia Mazhara, die die Episodenhauptrolle der Natasha spielt, war es „die Rolle […], von der ich geträumt hatte. Endlich eine Figur, die ich gestalten und von innen heraus zeigen konnte, nicht nur mit klischeehaften Mitteln. Die Figur und die Geschichte haben einen hohen Wahrheitsgehalt, das ist nichts, was einfach nur ausgedacht ist.“

Auch Regisseurin Franziska Schlotterer betont, dass sie das ausbeuterische System der Prostitution möglichst authentisch darstellen wollte: „Anstelle der Fassade, die dieses Milieu gern um sich herum aufbaut, zeigen wir die hässliche Fratze.“ Zugleich wird dieser aktuelle Fall kombiniert mit der übergreifenden Erzählung rund um die beiden Ermittlerinnen: „Was die Männer betrifft, geht es auf beiden Ebenen um Flucht vor Verantwortung. […] Wir haben Melly in eine Hölle geschickt, und der einzige Fluchtpunkt, die einzige Methode, das Grauen zu besiegen, ist die sich weiter intensivierende Partnerschaft mit Katrin König“, so Drehbuchautor Florian Oeller zur emotionalen Ausnahmesituation, in der sich die Kommissarin in dieser Episode befindet.

Gedreht wurde der Polizeiruf 110 „Sie haben Namen“ in der Zeit vom 2. September bis zum 1. Oktober 2024 in Hamburg, Rostock sowie Dobin am See. Zu sehen ist der NDR-Krimi am Sonntag, den 1. November 2026 um 20:15 Uhr im Ersten oder vorab mit Login in der ARD-Mediathek ab Freitag, den 30. Oktober.

Trailer

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Polizeiruf-Kritik

Die Redaktion von Tatort-Fans meint:
Erneut liefert der NDR-Polizeiruf den bewährten „hard stuff“ aus Rostock: König und Böwe als die (beinahe) einzigen moralisch integren Kämpferinnen für das Gute in einer Welt der bösen Männer: vom narzisstisch-herrischen Zuhälter über den bis ins Mark korrupten Staatsanwalt bis hin zu Königs Vater, der ein Großmeister im Verdrängen ist; die Liste ließe sich mühelos fortsetzen.

Sicher, man kann das alles „too much“ finden, etwas dick aufgetragen – oder fasziniert dabei zusehen, wie sich all diese kleinen und großen Dramen zu einem stimmigen Ganzen fügen. Das ist wahrlich große Filmkunst, die allerdings undenkbar wäre ohne den bis in die Nebenrollen exzellent besetzten Cast. Einschalten und Durchhalten lohnen also unbedingt.

Musik

Ki erkannt wurden folgende Musiktitel:
Tera Kira – Neón en Penumbra
Vagner Pimenta – Meditation Music

Aussage der ARD:
Die Filmmusik wurde eigens für den Polizeiruf von Sebastian Damerius und Johannes Lehniger komponiert und ist nicht im Handel erhältlich.

Besetzung

Profilerin Katrin König – Anneke Kim Sarnau
Kriminalhauptkommissarin Melly Böwe – Lina Beckmann
Henning Röder, Leiter der Mordkommission – Uwe Preuss
Kriminaloberkommissar Anton Pöschel – Andreas Guenther
Kriminaloberkommissar Volker Thiesler – Josef Heynert
Oberstaatsanwalt Jan Jürgens – Thorsten Merten
Natasha, Prostituierte – Anastasiia Mazhara
Heiko Mischke, Bordellbetreiber – Sönke Möhring
Bastian Hoyer, Mischkes Anwalt – Christian Erdmann
Petko, Mischkes „rechte Hand“ – Liliom Lewald
Günther Wernecke, Katrin Königs Vater – Wolfgang Michael
u. v. a.

Stab

Drehbuch – Florian Oeller
Regie – Franziska Schlotterer
Kamera – Hanno Lentz
Schnitt – Simone „Mona“ Bräuer
Kostüm – Katja E. Waffenschmied
Maske – Jeanette Kellermann, Alexandra Lebedynski, Nicole Rohner-Allert, Karsten Drews
Casting – Mai Seck
Szenenbild – Sonja Strömer
Musik – Johannes Lehniger
Ton – Thorsten Schröder
Produktionsleitung – Jörn Kasbohm, Daniel Buresch (NDR)
Produzentin – Iris Kiefer
Ausführende Produzentin – Nikola Bock
Redaktion – Philine Rosenberg (NDR)

31 Kommentare

  1. vor 3 Tagen

    Die letzte Rostocker PR-Folge („Tu es“), in welcher der Ober-StA Jürgens schon einmal eine zweifelhafte Rolle spielte, wurde im Okt. 25 – d.h. vor über einem Jahr! – erstausgestrahlt.
    Hier wird sich kaum jemand noch an dessen damaliges Fehlverhalten erinnern (ich eingeschlossen).😏

    So wie bei den Saarbrückener Folgen bin ich auch hier der Ansicht, dass für ‚Cliffhanger‘ ein Abstand von ca. 1 Jahr zur letzten Folge viel zu lang ist!!!

    1. vor 3 Tagen

      Sie haben Recht. Es wäre sinnvoll gewesen, wenn man die letzte Folge in der vergangenen Woche im NDR wiederholt hätte.

      1. vor 3 Tagen

        Zustimmung!

    2. vor 3 Tagen

      Ja, finde ich auch ungünstig.
      Was war denn da?


  2. Ende der Erstausstrahlung

  3. vor 3 Tagen

    ⭐⭐⭐
    Auch in diesem Krimi wieder Familienaufstellung. Diesmal bei
    Profilerin Katrin König. Der Plot aber trotzdem gut.

  4. vor 3 Tagen

    Eigentlich hätte ich die Vorgeschichte des Polizeirufs repitieren sollen, habe ich aber nicht gemacht. Deshalb habe ich teilweise nicht durchgeblickt. Das Personenkarussell war ebenfalls schwierig zu überblicken. Zudem fand ich die Handlung kompliziert. Man müsste zum besseren Verständnis die Folge ein zweites Mal anschauen. Gute Schauspieler und Schauspielerinnen, packendes Thema! 2 von 5 Sterne.

    1. vor 2 Tagen

      @Adabei: Tatsächlich ging es mir ganz genauso. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, irgendetwas Wichtiges verpasst zu haben.
      Die Folge ein zweites Mal anschauen – ich denke, das werde ich auch tun.

      1. vor 2 Tagen

        @Imki:
        In Wahrheit müssten Sie etliche Vor-Folgen aus Rostock nochmals ansehen, um die Zusammenhänge dieser Folge zu verstehen😉:
        Die letzte Folge „Tu es“ wg. der Korruption des Ober-StA bzw. wg. der ehem. Vergewaltigung; die Folge „Diebe“ wg. der Vorgeschichte von Königs Vater; und die Verletzung von Thiesler war auch in irgendeiner Rostocker Vorfolge.

        Wie ich schon in einem anderen Kommentar schrieb: man kann’s mit ‚horizontalen Erzählungen‘ auch übertreiben!😵

  5. vor 3 Tagen

    Jau. Alle Männer sind brutale Gewalttätige oder Lügner. Ganz toll. So etwas Plumpes macht heute Schule und soll die Spaltung zwischen den Geschlechtern anheizen. Ich als Frau verurteile das zutiefst.

  6. vor 3 Tagen

    ⭐⭐⭐⭐ ziemlich gute Kriminalgeschichte, auch wenn die Thematik des kriminellen Milieus im Rotlichtgewerbe arg strapaziert wurde.

    Gut und flüssig erzählt, kein bisschen Langeweile, schauspielerisch überzeugend.

    Natürlich fehlt bei den vielen Toten sowie bei den plakativ überzeichneten Charakteren letztlich der Feinschliff – um ein großes Meisterwerk zu sein.

    Aber, was lernen wir aus der Geschichte? Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.

    Für mich war es ein guter, spannender und unterhaltsamer Abend.

  7. vor 3 Tagen

    Ziemlich überlastete aber spannende Geschichte.
    Aber warum muss König wieder in einem alten Luxusschlitten durch die Gegend fahren. Soll das originell sein. Nein, die in zu vielen Filmem und Serien immer wieder aufgewärmt Idee, die Protagonisten in alte Kisten zu setzen ist nach der 986 Wiederholung nur noch albern.

  8. vor 3 Tagen

    Ein herausragender Film der Reihe!

    Zum einen wurden die die unsagbar entwürdigenden Zustände beim Menschenhandel mit Prostituierten auf drastische Weise angeprangert. Das war zwar schon in sehr vielen Filmen Thema, aber es ist immer wieder wichtig.

    Was den Film so besonders macht:

    Durch die verschiedenen Nebenhandlungen wurden menschliche Abgründe aufgedeckt, die nicht alle mit dem Fall zu tun haben – aber das mussten sie auch gar nicht:

    Thiesler ist nach einem Unfall nur noch ein von Schmerzmitteln abhängiges Wrack und schließt sich auch noch einem privaten Schießsportverein an, der von einem anderen strafversetzten Ex-Poliszisten geführt wird und in dem sich vermutlich Rechtsradikale sammeln, die niedere Instinkte ansprechen („Denk nicht an dich, denk an alle, auf die du eine Scheiß-Wut hast“.). Man kann darin eine späte Strafe des Schicksals dafür sehen, dass er Bochows Ehe kaputt gemacht hat. Es wird interessant sein, zu sehen, wie die Figur Thiesler in den nächsten Folgen weiterentwickelt wird.

    Katrins Vater, der ja schon in einer anderen Folge aufgetreten war, entpuppt sich als ein unverbesserlicher Lügner.

    Die Frau von Hoyer zerschießt ihren Mann, der die eigentliche „Spinne im Netz war“. Damit verhindert sie zum einen, dass ihr Mann vor Gericht gestellt wird, und zu anderem zerstört sie ihr eigenes Leben.

    Die Prosituierte Natascha, die das Milieu eigentlich hasst und ihm entkommen möchte, lässt sich zu einem Verrat anstiften, der eine andere Prostituierte das Leben kostet.

    Ein Lichtblick ist da Pöschel, der Mila freikauft.

    Zum Schluss stehen König und Böwe weinend da:

    König hat die letzten Illusionen über ihren Vater verloren, und Böwe muss erleben, dass der Staatsanwalt Jürgens, der nicht nur tief in den aktuellen Fall verstrickt ist, sondern sie vor Jahren vergewaltigt hatte, davonkommt.

    Die einzelnen Handlungsfäden sind wirklich, wie Christian Buß im SPIEGEL schreibt, „tadellos verknüpft“, aber die Konzentration des Zuschauers war wirklich gefordert bis zum Äußersten, damit man nicht den Faden verlor.

    10 von 10 Punkten, einen Platz auf meiner persönlichen Allzeit-Besten-Liste und einen imaginären Sonderpreis.

    Es war einer der besten Sonntagabend-Krimis seit rd. 50 Jahren – seitdem es „Tatorte“ und „Polizeirufe“ gibt.

  9. vor 3 Tagen

    [### SPOILER ###]

    Ganz schön viel los im Rostocker Kommissariat:

    Die eine (Böwe) trifft auf diejenige Person, die sie mit 16 vergewaltigt und geschwängert hat, der Täter ist nun Ober-Staatsanwalt!
    Die andere (König) hat massive private Probleme mit ihrem Vater.
    Der eine (Thiesler) ist körperlich und psychisch schwer angeschlagen sowie tablettensüchtig.
    Der andere (Pöschel) versucht, einem Zuhälter eine Prostituierte um 35.000 EUR abzukaufen.

    Hab‘ ich was vergessen?😳

    Meine Beurteilung: Diese Geschichte ist tatsächlich (erheblich) ‚too much‘!

  10. vor 3 Tagen

    Was wird mit dem korrupten Oberstaatsanwalt und dem offnsichtlich verkauften Polizisten?

  11. vor 3 Tagen

    Katrin König und Melly Böwe erwartet ein komplexes Zusammenspiel aus struktureller Armut, geopolitischen Asymmetrien, rechtlichen Grauzonen und patriarchalen gesellschaftlichen Strukturen.
    “Sie haben Namen“ reduziert die Betroffenen dabei leider komplett auf ihr Trauma, wodurch ihre echte Identität und Persönlichkeit verloren gehen.
    Sie und das sorgengeplagte Kommissariat werden als Symbole für Schmerz eingesetzt, um das Publikum emotional zu treffen.
    Dennoch erscheint es mir plausibel, die filmischen Tricks zu durchschauen und das Gesehene kritisch zu bewerten, während das Gehirn gleichzeitig voll auf die emotionale Achterbahnfahrt und die Spannung anspringt …
    @Natasha:
    »Mirrors on the ceiling, the pink champagne on ice /
    And she said, „We are all just prisoners here of our own device“ /
    And in the master’s chambers, they gathered for the feast /
    They stab it with their steely knives, but they just can’t kill the beast«*
    (* 🎼 Eagles – Hotel California)

  12. vor 3 Tagen

    Tatsache ist: Aus einem Ackergaul macht man kein Rennpferd, und …..
    vom Rostocker Team kommt wieder nur aufgewärmte Suppe statt einem fesselnden Krimi.
    Das Problem ist: Die verknüpften Querverbindungen kann nur verstehen, wer auch die vergangenen Jahre die Folgen gesehen hat bzw. sich überhaupt noch dran erinnern kann. 
    Sowas nervt schon bei Faber in Dortmund – aber hier ist es um ein vielfaches schlimmer.

    Zudem hat man die Haupt-Zutaten der heutigen Geschichte sicher schon mehrfach gesehen.
    Die Brutalität und sämtliche Klischees werden reichlich bedient und auch die stereotypen Gestalten dürfen natürlich nicht fehlen.
    Aber … das zu guter letzt auch noch ein Polizist, (der sich in eine Prostituierte verliebt) und sie aus dem Bordell herauskaufen will, noch Platz in diesem Polizeiruf findet, hätte nicht sein müssen, und setzt der Einfallslosigkeit das Sahnehäubchen auf. Gähn ……….
    So verkommt dieser Krimi eher zu einem großen Drama anstatt guter Verbrechensbekämpfung.
    Wer mit solchen Sozial-Dramen nicht viel anfangen kann, braucht erst gar nicht einzuschalten.

  13. vor 3 Tagen

    @Henning ich habe das Kommentar gelöscht
    – Gruppenbezug & Verallgemeinerung: Die Produzent:innen, Regisseur:innen und Darsteller:innen werden kollektiv als „militante MännerhasserInnen“ abgetan. Das ist keine Bewertung des Films, sondern eine pauschale Zuordnung einer feindseligen Identität zu einer Personengruppe.

    – Entmenschlichende Rahmung: Die Forderung, männliche Figuren müssten „im Büßergewand“ und weibliche „in ausschließlich weißer Kleidung“ auftreten, ist kein konstruktiver Vorschlag, sondern eine demütigende Karikatur, die die Beteiligten als Straftäter:innen inszeniert.

    – Sachverhalt vs. Stimmungsmache: Der Orwell-Verweis und das „blöken“ der Schafe sind rhetorische Mittel, um jede Gegenposition vorab als „Propaganda“ zu delegitimieren. Das schließt den diskursiven Raum.
    Kumulative Wirkung: Zusammengenommen ist der Text kein (wenn auch rabia) negativer Erfahrungsbericht, sondern ein Angriff auf die Frauen, die an der Produktion beteiligt sind und/oder in ihr dargestellt werden.

    Ich glaube du bist hier falsch.

    1. vor 3 Tagen

      Danke, gut formulierter Platzverweis

      1. vor 3 Tagen

        Schliesse mich an!

    2. vor 3 Tagen

      Ich war bei DAS Kommentar raus…😢

    3. vor 3 Tagen

      und warum wurde mein Kommentar (der in etwa auch hier stand)
      gleich mit gelöscht ???

      und das ohne Begründung !

      1. vor 3 Tagen

        Hallo Manne,

        du hast völlig recht, und dafür entschuldige ich mich. Dein Kommentar hätte nicht gelöscht werden dürfen. Beim Moderieren des Beitrags habe ich versehentlich deinen Kommentar mit erwischt. Das war mein Fehler, nicht deiner. Gegen deinen Beitrag lag nichts vor, deshalb gab es auch keine Begründung.

        Ich habe deinen Kommentar inzwischen wiederhergestellt, er ist wieder online.

        Danke, dass du dich gemeldet hast, und sorry für den Ärger!

        Viele Grüße
        Gerald

      2. vor 2 Tagen

        @Gerald – vielen Dank für deine Erklärung und Korrektur.

        Ich dachte zuerst das die KI nun auch langsam hier die Arbeit übernimmt und moderiert.
        Was bin ich aber froh, das im Forum immer noch ein menschliches Auge „das Sagen hat“. ⭐😀⭐

  14. vor 3 Tagen

    Gut gemachter, solider PR mit interessanten Charakterstudien und Milieuausleuchtung ohne zu triefen.
    Mir waren die Handlung und die Zusammenhänge nur schlichtweg streckenweise zu verwirrend, das frustriert mich immer leicht.
    Und auf die vorangegangenen Fehltritte des Staatsanwalt im.PR von vor einem Jahr hätte auch ich einen Hinweis hilfreich gefunden.

    1. vor 2 Tagen

      @Mira:
      In der letzten Rostocker Folge „Tu es“ ging es um angestiftete Morde bzw. Suizide; der Ober-StA war auch in dieses System involviert und nahm Geld von Beteiligten (genaue Details weiß ich nicht mehr, da ich die Folge nicht aufgehoben habe). Und die Vorgeschichte der ehem. Vergewaltigung von Fr. Böwe durch eben diesen Ober-StA wurde in dieser Folge erzählt.

  15. vor 3 Tagen

    Hi Fans,
    Ich hatte heute mal nicht die volle Aufmerksamkeit für den PR. Wer hat die Tote aus dem See ermordet?
    Da gab es auch noch einen Satz::“ zu Tode“ gefoltert? In einer Feriensiedlung, wo kein Haus weiter als 20 Schritt von einem anderen weg ist? Und warum?
    Danke vorab für Hilfe und Tips.

    1. vor 2 Tagen

      @Garbak:
      Die Prostituierte „Anna“ wurde durch den Gang-Bang mit mehreren gewalttätigen Freiern – wahrscheinlich ohne explizite Tötungsabsicht – zu Tode gebracht und die Leiche dann im See ‚entsorgt‘.😞

    2. vor 2 Tagen

      PS: Die Siedlung wurde ja von Mischke als Investor errichtet. Vermutlich wohnten Leute aus dessen ‚Dunstkreis‘ dort. Da hört man dann nicht so genau hin …😑

  16. vor 2 Tagen

    Und wieder bleiben viele Stränge unvollendet –
    so gibt es sicher Stoff für die nächsten Jahre.
    Ein krimineller Staatsanwalt, der eine der beiden Kommissarinnen als 16-jährige vergewaltigt hat, ein korrupter Polizist, der sich am Puff-Tresor bedient, ein kaputter Polizist, der in radikale Gruppierungen abdriftet (nehme an, da ÖRR, werden es wohl Reichsbürger sein oder ähnliche Gruppierungen?) und sich in Tablettenabhängigkeit begibt, ein ehemaliger Stasi, der zufällig der Vater einer Kommissarin ist, die Geschichte mit der Tochter, die von ihrem Erzeuger erfahren soll, und sicher wird es noch ganz viele private Stränge geben, die man auf Jahre spinnen kann. Ok, aber wo bleibt der Polizeiruf? Antwort: Auf der Strecke!

    Oh, ich sage ja gar nicht, dass diese und die letzte Folge nicht auch brilliante Momente hatten – aber es ist, wie hier von der Redaktion geschrieben, schlicht „too much“

  17. vor 2 Tagen

    Ich fänd es gut, wenn es bei diesen Fortsetzungstatorten oder Polizeirufen ein „Was bisher geschah“ vorausgestellt würde. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen mit dem „too much“ an Handlungssträngen und Tragödie. Rostock ist einer meiner Liebligsformate, gerade mit Lina Beckmann, die ich für eine absoloute Ausnahmeschauspielerin halte und Thorsten Merten mal als „Bösen“. Mein Fazit: Spannender Film mit Übermaß an Unglück. Wie soll das bloß enden?

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