Kurz und knapp – darum geht’s

Ein Neuanfang, der nur wenige Stunden währt: Christina Wengler ist mit ihrer siebenjährigen Tochter aus München in ihre Heimatstadt Halle zurückgekehrt, um eine gescheiterte Ehe hinter sich zu lassen – und wird kurz darauf tot aufgefunden. Für die Ermittler Herbert Schmücke und Herbert Schneider liegt der Gedanke an den gewalttätigen Ehemann Peter Wengler nahe, der sich zur Tatzeit in der Stadt aufhielt und seine Frau von einem Privatdetektiv beschatten ließ. Doch die Spuren am Tatort wollen nicht recht zusammenpassen, und auch der alte Freundeskreis der Toten gibt den beiden Rätsel auf. Und dann sind da noch zwei handschriftlich notierte Namen auf einer Visitenkarte, mit denen angeblich niemand etwas anfangen kann …

Inhalt der Polizeiruf-110-Folge „Heimkehr in den Tod“

Eigentlich sollte es der Beginn eines neuen Lebens werden. Nach Jahren in München hat Christina Wengler ihrem gewalttätigen Mann den Rücken gekehrt und ist mit Tochter Charlotte in die Stadt zurückgekommen, aus der sie stammt. Das Mädchen verbringt die erste Nacht bei Christinas Freundin Katrin Sander – doch schon am nächsten Morgen ist die Mutter tot, gestürzt aus dem siebten Stock eines Hauses. An einen Selbstmord mag Rechtsmediziner Dr. Klaus Riepe allerdings nicht glauben: Er entdeckt einen gezielten Schlag auf den Hinterkopf der jungen Frau.

Im Auto der Toten stoßen die Kriminalhauptkommissare Schmücke und Schneider auf eine Pistole und auf die Visitenkarte einer halleschen Spedition. Dort erfahren sie, dass Lutz Langgut ein alter Schulfreund Christinas ist – genau wie Katrin Sander und deren Freund Rolf Gehrke, bei denen die kleine Charlotte nun untergekommen ist. Gemeinsam wollten die drei der Heimkehrerin helfen, sich aus ihrer Ehe zu befreien und in der alten Heimat wieder Fuß zu fassen. Mit den beiden Namen, die handschriftlich auf einer Visitenkarte stehen – Maybach und Monte –, wissen sie nach eigener Aussage allerdings nichts anzufangen. Und auch sonst lässt sich im Bekanntenkreis der Toten im Polizeiruf 110 „Heimkehr in den Tod“ niemand finden, der so heißt.

Kaum ist Peter Wengler in München über den Tod seiner Frau informiert, steht er auch schon in Halle, um seine Tochter mitzunehmen. Er habe Christina geliebt, versichert er – zu den Misshandlungen, die der Rechtsmediziner an ihrem Körper festgestellt hat, äußert er sich zunächst nicht. Dann trifft ein Fax aus Bayern ein: Christina hatte ihren Mann wegen Körperverletzung angezeigt. Dass Wengler sich zur Tatzeit in Halle aufhielt, macht seine Lage nicht gerade besser. Zudem bringt Schmücke in Erfahrung, dass die Tote einiges Geld in Aktien angelegt hatte, um es für sich beiseitezuschaffen.

Schneider wiederum knöpft sich Rolf Gehrke vor, der die Wohnung angemietet hat, aus der Christina in die Tiefe stürzte. Der vorbestrafte Mann verdient sein Geld derzeit als Taxifahrer. Kurz nach dem Gespräch beobachtet der Kommissar, wie Gehrke auf einen Fremden losgeht, der ihn beschattet hat: Hannes Reitberger, ein Privatdetektiv, den Peter Wengler damit beauftragt hatte, seine Frau und ihr Umfeld im Auge zu behalten. Ein weiteres Indiz, das im MDR-Polizeiruf „Heimkehr in den Tod“ gegen den Ehemann spricht.

Und doch fehlt den Ermittlern das entscheidende Glied in der Kette: Einen Beweis dafür, dass Wengler in jener Wohnung war, kann Schmücke nicht finden. Stattdessen bereiten widersprüchliche Spuren am Tatort dem Duo zunehmend Kopfzerbrechen. Was hatte Christina Wengler für ihre Zukunft in Halle eigentlich vor? Ausgerechnet darüber hat sie eisern geschwiegen …

Hinter den Kulissen

„Heimkehr in den Tod“ ist die 265. Folge der Krimireihe Polizeiruf 110 und der 27. gemeinsame Fall der Hallenser Kriminalhauptkommissare Herbert Schmücke (Jaecki Schwarz) und Herbert Schneider (Wolfgang Winkler). In weiteren Rollen sind Sylvester Groth als Peter Wengler, Birgit Hellwig als Christina Wengler sowie Susanna Simon, Johannes Brandrup und Arved Birnbaum als ihre alten Freunde Katrin Sander, Rolf Gehrke und Lutz Langgut zu sehen. Marie Gruber spielt Kriminaltechnikerin Rosamunde Weigand, Klaus-Jürgen Steinmann den Rechtsmediziner Dr. Klaus Riepe.

Regie führte Karola Hattop, das Drehbuch stammt von Clemens Berger. Produziert wurde der Film von der Saxonia Media Filmproduktion im Auftrag des MDR; für die Produktion zeichnete Susanne Wolfram verantwortlich. Die Musik komponierten Eike Hosenfeld und Moritz Denis.

Die Erstausstrahlung verfolgten 7,03 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 22,8 Prozent entsprach. In der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen schalteten 2,2 Millionen Zuschauer ein, ein Marktanteil von 17,3 Prozent.

Besetzung

Kriminalhauptkommissar Herbert Schmücke – Jaecki Schwarz
Kriminalhauptkommissar Herbert Schneider – Wolfgang Winkler
Peter Wengler, Christinas Ehemann – Sylvester Groth
Katrin Sander, Christinas Freundin – Susanna Simon
Rolf Gehrke – Johannes Brandrup
Lutz Langgut – Arved Birnbaum
Edith Reger – Marita Böhme
Kriminaltechnikerin Rosamunde Weigand – Marie Gruber
Christina Wengler – Birgit Hellwig
Dr. Kortin – Tobias Hoesl
Hannes Reitberger, Privatdetektiv – Tobias Oertel
Charlotte Wengler, Christinas Tochter – Soraya Richter
Dr. Klaus Riepe, Rechtsmediziner – Klaus-Jürgen Steinmann
u. v. a.

Stab

Regie – Karola Hattop
Drehbuch – Clemens Berger
Produktion – Susanne Wolfram
Musik – Eike Hosenfeld, Moritz Denis
Kamera – Hans-Jörg Allgeier
Schnitt – Christiane Fazlagic
Produktionsunternehmen – Saxonia Media Filmproduktion, im Auftrag des MDR