Kurz und knapp – darum geht’s
Ein brutaler Mord erschüttert das Dortmunder Rotlichtmilieu. Für die Ermittler Peter Faber und Rosa Herzog sieht alles nach einem Bandenkrieg aus – bis sie auf eine verstörte junge Bosnierin stoßen und entdecken, dass eines der Opfer seit Jahren unter falschem Namen lebte. Plötzlich führt die Spur tief in die unaufgearbeitete Gewaltgeschichte der Jugoslawienkriege. Für Mordkommissionsleiterin Ira Klasnić wird der Fall zur persönlichen Zerreißprobe: Eine Vergangenheit, die sie längst begraben glaubte, holt sie mit aller Wucht ein. Als ein weiterer Toter auftaucht, müssen sich die Kommissare fragen: Handelt es sich um Rache? Und wer auf ihrer Liste der Verdächtigen ist eigentlich Opfer – und wer Täter?
Der neue Tatort Dortmund „Schmerz“ ist am Sonntag, den 22.02.2026 um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.
Inhalt der Tatort-Folge „Schmerz“
Es ist ein grausamer Fund in der Dortmunder Unterwelt: Ein Mann wird im Rotlichtmilieu ermordet aufgefunden. Für Hauptkommissar Peter Faber und seine Kollegin Rosa Herzog deutet zunächst alles auf eine Abrechnung zwischen rivalisierenden Banden hin. Die Ermittlungen von Mordkommissionsleiterin Ira Klasnić und ihrem Team konzentrieren sich auf die üblichen Verdächtigen des Milieus. Doch dann taucht eine verstörte Zeugin auf: eine junge Bosnierin, die in einem Bordell arbeitet und offenbar Schreckliches erlebt hat. Sie scheint der Schlüssel zum Fall zu sein, doch sie schweigt aus Angst. Fast zeitgleich stellt sich heraus, dass eines der Opfer seit Jahren unter einer falschen Identität lebte – ein Mann, der in seiner Heimat wegen Kriegsverbrechen verurteilt wurde und in Deutschland untergetaucht war.
Mit dieser Enthüllung nehmen die Ermittlungen im Tatort „Schmerz“ eine jähe und politisch hochbrisante Wendung. Die Spur führt weg von simplen Bandenkonflikten und tief hinein in die traumatischen Nachwirkungen der Jugoslawienkriege. Plötzlich geht es um verdrängte Schuld, um Rache und um lange gepflegte Loyalitäten, die bis in die Dortmunder Gegenwart reichen. Für Ira Klasnić trifft dieser Fall einen wunden Punkt: Die Chefin der Mordkommission, die selbst Wurzeln in der Region hat, sieht sich mit ihrer eigenen, gewaltsamen Vergangenheit konfrontiert. Verdrängte Kriegserinnerungen brechen auf und werden zur emotionalen Belastungsprobe. Diese persönliche Betroffenheit wird noch verstärkt, als sie auf Lorik Duka trifft, ein einflussreiches Clan-Mitglied aus ihren alten Tagen. Ist er Verbündeter oder Gegenspieler?
Die Lage wird noch verzweifelter, als es einen zweiten Mord gibt. Wieder steht das Opfer in Verbindung zu den Kriegen der 90er Jahre. Haben Faber, Herzog und Klasnić es mit einem Rächer zu tun, der alte Rechnungen begleicht? Die Ermittlungen geraten unter enormen Druck, zumal mit dem Landeskriminalamt und Fabers Ex-Kollegen Daniel Kossik eine weitere Behörde im Spiel ist, die eigene Interessen verfolgt. Die klaren Linien zwischen Gut und Böse, zwischen Täter und Opfer, verschwimmen zusehends. Jeder in diesem Fall scheint etwas zu verbergen – und für Ira Klasnić wird die Gratwanderung zwischen professioneller Pflicht und persönlicher Betroffenheit immer gefährlicher. Droht der nächste Schlag einem der Ihren? Oder wird sie selbst zur Zielscheibe einer Gewalt, die ihre Wurzeln in einem Krieg hat, der nie wirklich zu Ende ging?
Hinter den Kulissen
In ihrem 27. Fall sehen sich das Dortmunder Ermittlerteam um Peter Faber (Jörg Hartmann) und Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) sowie Mordkommissionsleiterin Ira Klasnić (Alessija Lause) mit den langen Schatten der Jugoslawienkriege konfrontiert. Für Stefanie Reinsperger ist „Schmerz“ zugleich der Abschied von ihrer Rolle als Rosa Herzog. Gedreht wurde der Film unter der Regie von Torsten C. Fischer nach einem Drehbuch von Jürgen Werner im Sommer 2025 an Schauplätzen in Dortmund, Köln und Umgebung.
Die intensive Auseinandersetzung mit dem schweren Erbe des Krieges prägte die Dreharbeiten. Alessija Lause, die selbst slowenische Wurzeln hat, betonte die Bedeutung der Geschichte: „Es ist ein Fall, der über den klassischen Krimi hinausgeht. Er erzählt davon, wie Gewalt Generationen überschattet und wie Vergangenheit niemals wirklich vorbei ist.“ Für das gesamte Team wurde die Produktion zu einer emotional fordernden Arbeit an einem Thema von ungebrochener Aktualität.
Nicht in den Straßen Dortmunds, sondern im heimischen Wohnzimmer findet der Tatort „Schmerz“ seine Premiere, nämlich am Sonntag, den 22. Februar 2026 um 20:15 Uhr im Ersten.


















