Kurz und knapp – darum geht’s
Eine Mordserie im Rotlichtmilieu? Zunächst sieht alles danach aus, als die Dortmunder Kommissare Peter Faber und Rosa Herzog einen zwielichtigen Clubbetreiber tot auffinden und einen Zusammenhang mit dem Mord an einem Teenager vermuten. Doch dann stellt sich heraus, dass das Opfer unter falscher Identität in Deutschland lebte und ein international gesuchter Kriegsverbrecher aus den Jugoslawienkriegen war. Damit bekommt der Fall nicht nur eine politische, sondern auch eine ungeahnte persönliche Wendung für Ira Klasnić, die Kripoleiterin, die selbst vom Balkan stammt. Kann sie trotz dieser emotionalen Belastung professionell bleiben?
Außerdem hat Fabers Ex-Kollege Daniel Kossik, jetzt beim LKA, die Ermittlungen im Mordfall Haller wieder aufgerollt und nimmt dabei erneut Faber und Herzog ins Visier. Was bezweckt der undurchschaubare Ermittler damit?
„Schmerz“, der letzte Tatort Dortmund mit Stefanie Reinsperger in ihrer Rolle als Kommissarin Rosa Herzog, ist am Sonntag, den 22. Februar 2026 um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.
Inhalt der Tatort-Folge „Schmerz“
Peng, peng, peng: Mit drei Kugeln wurde Golko Hasani erschossen, in seiner eigenen Wohnung, er hatte keine Chance. Der Serbe betrieb einen zwielichtigen Club und war in der Dortmunder Rotlichtszene bekannt wie ein bunter Hund. Kein Wunder also, dass die Ermittler Peter Faber und Rosa Herzog im WDR-Tatort „Schmerz“ zunächst an Rivalitäten und Machtkämpfe im Milieu als Hintergrund des Mordes denken. Schließlich wurde erst vor kurzem ein Teenager direkt vor Hasanis Club erstochen – das kann kein Zufall sein. Doch was hat es mit dem zweiten Pass auf sich, den die Spurensicherung im Apartment des Toten findet? Das Dokument weist Hasani als angeblich griechischen Staatsbürger aus. Warum hat sich Hasani eine zweite Identität verschafft? War er gar selbst in kriminelle Machenschaften verstrickt?
Vielleicht weiß Maria Novak mehr über den Toten. Die Prostituierte war am Abend des Mordes in Hasanis Wohnung und sagt, sie hätte die Schüsse gehört, ebenso eine zweite Männerstimme. Ansonsten wirkt die junge Frau, die ebenfalls aus Serbien stammt, sehr verschüchtert, als habe sie vor irgendetwas große Angst. In ihr karges Zimmer im Bordell will sie nicht zurück, also nimmt Kripoleiterin Ira Klasnić sie spontan mit zu sich nach Hause. Die Kriminalistin, mit familiären Wurzeln in Serbien, fühlt sich auf seltsame Weise zu Maria Novak hingezogen – und ihr gegenüber verantwortlich. Und womöglich kann sie so mehr über den Mordfall im TV-Krimi „Schmerz“ in Erfahrung bringen, der ihr keine Ruhe lässt, denn auch Klasnićs alter Freund und Bekannter Lorik Duka scheint involviert zu sein: Der ermordete Teenager war Loriks Neffe, und seine Familie, der berüchtigte Duka-Clan, hat ein Kopfgeld auf seinen Mörder ausgesetzt. Eigentlich hatte Klasnić gehofft, dass Lorik – mittlerweile ein erfolgreicher Galerist – sich endgültig von seiner kriminellen Familie emanzipiert hätte, doch da hat sie sich offenbar getäuscht …
Ebenso geirrt hat sich die Dortmunder Kripo in ihrer Annahme, dass das Mordmotiv im Rotlichtmilieu zu suchen ist. Denn plötzlich steht Daniel Kossik wieder vor Peter Faber, sein Ex-Kollege, der mittlerweile Karriere beim LKA gemacht hat – und dem verdutzten Kommissar mitteilt, dass seine Behörde den Fall nun übernimmt, denn es gibt eine brisante politische Dimension: Das Mordopfer hieß nicht Golko Hasani, sondern Bogdan Kristo und war ein international gesuchter Kriegsverbrecher aus den Jugoslawienkriegen, seit 25 Jahren untergetaucht. Diese Information trifft auch Ira Klasnić wie ein Schlag, schließlich hatte sie die Balkankriege als Kind selbst miterlebt, bevor sie mit ihren Eltern nach Deutschland flüchtete. Kann sie trotz dieser enormen emotionalen Belastung und persönlichen Verstrickung ihre professionelle Distanz bewahren? Das wäre bitter nötig, denn nun müssen die Ermittler im Tatort „Schmerz“ den Fall komplett neu denken: War Kristo nur das erste Opfer eines großen Rachefeldzugs? Oder hat noch jemand eine Rechnung mit dem einstigen hochrangigen Offizier offen? Sein früherer Kamerad Mirko Petrovic zum Beispiel, der ebenfalls untergetaucht ist?
Doch Daniel Kossik ist nicht nur wegen dieses kniffligen Mordfalls zurück in Dortmund. Seine eigentliche Mission: den „Fall Haller“ neu aufrollen und endgültig aufklären, jenen Mord am einstigen KTU-Leiter und Faber-Intimfeind Sebastian Haller, der für erhebliche Unruhe im Team gesorgt hat. Erneut nimmt Kossik jetzt Faber und Herzog ins Visier. Es beginnt ein Spiel um Verrat, Freundschaft – und die Frage, wem man wirklich trauen kann …
Letzter Fall für Rosa Herzog
Bussi Baba, Stefanie Reinsperger: Mit der Episode „Schmerz“ verabschiedet sich die österreichische Schauspielerin vom Dortmunder Tatort, in dem sie in insgesamt elf Folgen die Kriminalhauptkommissarin Rosa Herzog verkörperte. „Es fällt mir nicht leicht, Rosa loszulassen und ich werde sie noch eine ganze Weile im Herzen mittragen. Ich freue mich aber jetzt auf neue Projekte, Rollen und Arbeitsbegegnungen“, so Reinsperger, die seit der Spielzeit 2024/2025 wieder zum festen Ensemble des renommierten Wiener Burgtheaters gehört, wo sie schon seit 2014 Bühnenerfahrungen gesammelt hatte.
Für WDR-Redakteur Frank Tönsmann hat Reinsperger den Ruhrgebiets-Tatort „auf das nächste Level gebracht. Ihre Intensität im Spiel und ihr stets professioneller Einsatz haben alle Beteiligten immer wieder herausgefordert, ihr Bestes zu geben: ihre Mitspielenden genauso wie alle hinter der Kamera. Wir sind Stefanie sehr dankbar für elf ,Tatort‘-Folgen und die gemeinsame Zeit, in der wir nicht nur eine großartige Schauspielerin, sondern auch eine wunderbare Person an unserer Seite wissen durften.“
Die Dreharbeiten fanden im Juli 2025 in Dortmund und Köln statt, ausgestrahlt wird die Abschiedsfolge am Sonntag, den 22. Februar 2026 um 20:15 Uhr im Ersten.



















Liebe Community, ich höre sie schon, die ersten Kommentare, die bemängeln, daß der Jugoslawien-Krieg nach „Der Elektriker“ und „Dunkelheit/Licht“ schon wieder Thema ist…
Bitte bedenkt, daß dieser Krieg noch in vielen Seelen sehr präsent ist. In den Seelen jener, die damals geflohen sind oder Opfer waren. Und in den Seelen jener, die damals gekämpft haben und nie wieder dieselben waren. Danke.
@Imki:
Die – auch gehäufte – Thematisierung des ‚Jugoslawien-Konflikts‘ finde ich durchaus in Ordnung.
Die horizontalen Erzählstränge bei den letzten DO-Folgen sind mir persönlich allerdings zu unglaubwürdig geraten, insbes. die bisherige Zeichnung der Figur Ira Klasnic (etwa mit den Geldbündeln in deren Schreibtischlade und der damit angedeuteten Korruption).🧐
@Der Fremde: Ja, es mag durchaus sein, daß der eine oder andere Plot um dieses brisante Thema nicht zu 100% gelingt. Es ist ja auch nach wie vor ein wirklich heikles Ding…
Ich wollte eigentlich nur darum bitten, daß wir hier in diesem Forum, welches ich übrigens sehr mag, nicht voreingenommen an diesen TO herangehen, sondern erstmal schauen.
@Imki und @alle Erdenbürger:
Wir sollten NIEMALS, an niemanden und an nichts, voreingenommen herangehen, sondern erstmal schauen!
Es war schon immer ein „Markenzeichen“ der Dortmunder Tatorte, dass irgendwelche Dinge über Jahre in einem Nebenstrang die Handlung mitbestimmten. In den ersten Jahren Markus Graf. Nun also Daniel Kossik. Mir geht das auf den Keks. So auch dieses Mal.
Ich habe kein Interesse zu überlegen, „wie das damals war“. Und alle sind irgendwie mit Allem verstrickt. Ich will doch einfach nur einen spannenden Krimi sehen!
Auch das Kernthema dieses Falls, der Bosnien-Krieg, ist für mich nach 25 Jahren wenig prickelnd – nicht in einem Krimi. Gern in einem Fernsehfilm als Hauptthema, aber nicht in einem Krimi. BTW: Warum rdet Ira in der ersten halben Stunde immer wieder bosnisch, wenn alle ihre Gesprächspartner deutsch können?
Und so hielt sich mein Interesse für diesen Tatort in Grenzen. Schade, glaube ich. Als ich gemerkt habe, dass das Ganze spannend ist, war es zu spät.
⭐
Langweilig. Ständig leidet und schluchzt jemand. Der Plot mässig, das Bürgerkriegsmotiv schlecht umgesetzt. Fabers posttraumatischer Gestus abgenutzt. Und dieses langweilige Finale! Warum nur auch noch in Zeitlupe? Ganz großes Gähn!
ja sorry. verworren, kausal unlogisch, nervig… das war nach Jahrzehnten nun doch endgültig mein letzter Tatort, inzwischen ist er zur Zeitvergeudung verkommen, schade
Der beste Tatort seit langer Zeit mit überragender Schauspieler Leistungen der Darsteller von Faber-Castell und Herzog.
Faber natürlich
„Schmerz“! Der Titel passt – nicht nur zur Geschichte, die dieser Tatort erzählt, nein auch, was in mir als Zuschauer vorgegangen ist. Schmerz: nach Martina Bönisch geht wieder jemand verloren, dem Faber vertraut hat, als einzigem Menschen, wie er im Verlauf der Handlung gesagt hat. Die letzte Szene in der Kirche: das schmerzt! Was für ein Einschlag nach den Tatorten der letzten Sonntage, die mich verloren haben. Die Handlung mag auch diesmal völlig wirklichkeitsfremd sein, aber wenn sie SO erzählt und SO gespielt wird: einfach WOW – Jörg Hartmann und Stephanie Rheinsperger sind erste Sahne, wie sie ihre Gesichter nur schon ohne Worte sprechen lassen können ohne zu überschauspielern! Schmerz! Der Titel passt! Dieser Tatort hat in mir eingeschlagen! DANKE!
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Kannst Du mir die Handlung erklären-oder ist das wegen Spoilern nicht erlaubt? Warum hat Rosa Herzog Sebastian Haller erstochen und dann den vermeintlichen Mörder von Haller erschossen?? Warum wurde sie zur Doppelmörderin?
lch finde, dass dieser Tatort viel zu viele Vorkenntnisse voraussetzte und zudem noch akustisch schwer zu verstehen war! Und wer hat am Ende den Bösewicht Mirko aus einem Hinterhalt erschossen? War das Fabers blondgelockte Chefin?
Dieser Tatort krankte an viel zu vielen Handlungssträngen und das persönliche Leben der Ermittler spielte mal wieder eine zu grosse Rolle! Schade, denn das Thema „Kriegsverbrechen im Bosnienkrieg“, und die Frage, ob man üble Typen einfach so umbringen darf, ist ja sehr interessant. Aber die persönlichen Geschichten der Ermittler liefen diesem Thema den Rang ab!
„Abstellgleis“ in der Mediathek
### Spoiler ###
Mir ging es wie Sabine …. Aber sicherlich muss man alle Dortmund-Tatorte als ‚Folgen‘ verstehen (und somit lückenlos gesehen haben). Auch meine größte Frage: wer hat Mirko erschossen!?
Och nee. Ich kann nicht mehr. Gebt mir Krimis!!!!!!
Und nicht solche emo-duselei. Tatort? Abschalten.
@Ralf:
Och nee. Ich kann auch nicht mehr. Nim dir Krimis!!!!!!!
Es gibt auch andere Sendeanstalten.
Oder zwingt dich jemand Tatort zu schauen.
Zuviel Frauen Tränen
Spoiler
Wie intensiv der Darsteller des Faber die Szene gespielt hat, in der er dachte, Rosa Ziele und schieße auf ihn, hat mich sehr beeindruckt.
Das ist also Dortmund! Üble Gewalt von Balkan-Kriminellen. Kaum erträglich. Gibt es sowas wirklich?! Nach dem Tatort müsste es eine Erklärung eines hochrangigen Vertreters der Stadt geben, der die tatsächliche Situation in der Stadt erklärt. Der Tatort ist angstmachend, kann soetwas in unserem Land sein. Erschreckend. Ich hoffe man hört eine Einordnung. Und ein Tatort dürfte nie eine so Situation übertreiben. Das schwächt das Vertrauen in unseren Staat. 😔
Hallo???
Das ist ein Film!!!
Wenn im Film „Olympus has fallen“ nordkoreanische Terroristen den amerikanischen Präsidenten im weißen Haus in ihre Gewalt bringen und mit dem Tode bedrohen ruft ja auch niemand den dritten Weltkrieg aus.
Stimmt, zurzeit ist DO doch eher die Hochburg sog. Neonazis. Warum gibt es da nicht mal wieder einen TO zu? 😏☺️
Weil es dazu schon mit „Hydra“ einen klassischen sehr guten Tatort gab?
@Ingo Völzke:
Ich glaube (fürchte) die Realität ist noch viel, viel ärger, nicht nur in Dortmund oder sonstwo, weltweit.
Ich sag mal so: Vor dem Film mindestens einen starken Kaffee trinken! Dann muss man sich auf die Handlung und das komplexe Personengeflecht konzentrieren. Auch der letzte Dortmund-Tatort vor einem Jahr sollte nochmal rekapituliert werden. Tut mir leid, dass ich sarkastisch bin, aber der Film war zu kompliziert. Nach dem ersten Drittel des Films hatte ich keinen Durchblick mehr. Ansonsten waren Ausstattung, Kamera, Ton und Schauspieler (m/w) sehr gut!
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lch stimme Dir zu! Das Ganze war nicht zu verstehen, und die akustische Qualität war zudem noch miserabel.
Habe ich das richtig verstanden? lst Rosa Herzog eine Doppelmörderin, die nicht nur Sebastian Haller erstochen hat, sondern auch noch Hallers vermeintlichen Mörder erschosen hat?
Das ist wirklich zu viel des Guten, und ich habe Rosas Erklärungen nicht verstanden.
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Null Sterne – leider – 😕 für diesen Plot, für dieses Märchen von den Guten und den Schlechten.
Mal wieder mussten die Ex-Jugoslawn herhalten für das Metier, in dem die Kriegsverbrecher im Zweitberuf Zuhälter und normaler Verbrecher werden.
Die Guten werden Prostituierte oder sind Kriminalistin in leitender Position. Da das noch nicht Klischee genug ist, gibt es noch die Frau mit Hund, die auf jeden Fall was auf dem Kernholz hat, und sei es nur, dass sie vorsätzlich ihren kleinen Hundilein auf dem Gewissen hat.
Auch das genügt noch nicht. Selbstredend nimmt die Leiterin der Abteilung die Zeugin (Prostituierte) mit nach Hause. Sehr realistisch, wird immer gern genommen, dieser Kniff. Da aber auch damit diese Geschichte nicht rund läuft, tritt der gesuchte Schwerverbrecher von selbst auf den Plan. Damit die Polizei ja nicht dessen Spur verliert.
Das alles ist so lächerlich. Da vergisst man ganz, dass die Polizeiarbeit darin besteht, dass sich die Protagonisten stets zwanglos auf dem Flur über ihre Arbeit unterhalten.
Aber anscheinend sind den Machern dieses Films doch Zweifel gekommen, ob derselbe gut werden würde. Was macht man da? Man webt eine alte Geschichte ein, so dass jemand, der diese nicht kennt, vollends verwirrt ist.
Fazit: Schauspieler können nix dafür. Geschichte grottenschlecht. Armes Dortmund. 😢
PS: Beinahe hätte ich vergessen zu erwähnen, dass das eigentliche Ziel der jungen Protagonistin war, ihren Erzeuger zu töten. Bravo. Das haben wir selten.
Sorry, aber dein Kommentar regt zum 🤮 an.
Schön für dich, dass dir der Film gefallen hat.
Der letzte Satz, der liegt wahnsinnig falsch. Du hast klar nichts vom Bosnienkrig verstanden.
Ich muss nichts vom Bosnien Krieg verstehen, um zu verstehen, dass das ein schlechter Krimi war.
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@HerrBert:
Die junge Bosnierin hasste ihren Vater, weil er der Vergewaltiger ihrer Mutter und sie somit ‚Produkt‘ von dessen Vergewaltigung ist!😔
Ja, lieber Fremder, das habe ich schon verstanden. Ich bin ja nicht doof. Mit meinem „letzten Satz“, auf den der Kollege anspielt, wollte ich sagen, dass der Film damit auch nicht besser wird.
@HerrBert
Dass Sie einen brutalen Vergewaltiger einfach als „Erzeuger“ bezeichneten, konnte nur darauf schließen lassen, Sie hätten den eigentlichen Entstehungsakt nicht verstanden.
@ Schauinsland
Ich geb’s auf. Du hast gewonnen 😭
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lch gebe Dir völlig Recht! Und musste Rosa Herzog wirklich zur Doppelmörderin werden??? lch habe im übrigen ihre Motive üerhaupt nicht verstanden. Und wer hat letztendlich den Hauptbösewicht Mirko erschossen? Diese Frage wurde überhaupt nicht beantwortet.
Ermittlungsauftrag 1 an Dortmunder Kriminalisten:
„Horch hinein in den Tumult deiner Abgründe.“:
Auftrag 2: „Erkenne verkappte Feinde [~Frenemies~].“
Lagefortschreibung: Unternehmen >Übersicht< droht die Orientierung zu verlieren …
@Rosa Herzog:
»War is the enemy of all mankind /
The thought of war blows my mind.«*
@Peter Faber:
»War has caused unrest, within the younger generation /
Induction then destruction / Who wants to die?«*
(* 🎼 War – Edwin Starr)
War angenehm überrascht. Auch wenn ich der Figur Rosa Herzog keine Träne nachweine, hat sie mich heute spielerisch und vom Drehbuch her überzeugt.
Kleiner Wermutstropfen. Einen Moment dachte ich, Maria würde Kossik erschießen.
Nur, wer zum Schluss dem Kriegsverbrecher noch den Fangschuss gab, ging an mir vorbei.
Auch @Imki stimme ich zu.
Der Jugoslawienkrieg und seine Verbrechen sind noch zu präsent, als dass man sie ausblenden kann und daher finde ich es nicht verkehrt, wenn die Taten auch in einem aktuellen Krimi thematisiert werden.
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Auf dem Dach wurde die Waffe liegen gelassen, die in der Galerie in der Vitrine stand.
Also wird der Schütze wahrscheinlich der alte Jugoslawienverbündete der Kommissariatschefin gewesen sein.
Danke für den Hinweis – das hatte ich tatsächlich auch nicht verstanden
Danke für die Erklärung. Aber richtig aufgelöst wurde diese Tötung nicht!
Hast Du verstanden, warum Rosa Herzog zur Doppelmörderin wurde?
Wer er was, wurde nicht gezeigt. Die Waffe schon. Und die gehört dem alten bosnischen Freund von Klasnic.
Wer erschoss schlussendlich Mirkos Petrovic?
Ich hatte den Eindruck, das sei Ira Klasnić gewesen, aber vermutlich liege ich falsch. Vor ihr auf dem Dach lag doch ein Gewehr und das war nicht das, mit dem die junge Frau Petrovic erschießen wollte.
Danke für die Antwort. Vermutlich sieht das Drehbuch vor, dass es noch unklar bleibt, damit im nächsten Tatort dann gegen Ira Klasnic ermittelt werden kann…. naja… 🤪?!?!
Die Frage wurde leider überhaupt nicht beantwortet.
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Es wurde das Gewehr aus der Galerie auf dem Dach gefunden, also der Galerist oder seine Schwester, denke ich.
Gibt es diese Trauerkirche, Wo Martina gedacht wird, wirklich?
…auch eine Option…. es bleibt spannend… Danke!
YEPP, gibt’s tatsächlich…heißt ‚Grabeskirche Liebfrauen‘!
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Ich tippe auf die Schwester. Wer ihren Hund kaltblütig das Genick bricht, weil er, wen ich das richtig sah, Spuren, wo auch immer hinerlassen hat, und der Polizei damit einen Hinweis gab… Natürlich hat die „Hundedame“ ihren Liebling im Restmüll entsorgt. (Oder ist das Biomüll?) So einer gestörten Person traue ich auch ein Gedankenuniversum zu, daß aus Blut und Hass besteht. Festnehmen!
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Garbak
Na na, ob der kleine Hund tatsächlich spurenvernichtend um die Ecke gebracht wurde oder ob die Dame dies nur erzählt hat und der Wauwau nun bei Person xy ein verwöhntes Leben führt, geht ja gar nicht wirklich aus den Handlungen hervor.
Clever jedenfalls der Schachzug, alles von dem Hund wegzuwerfen.
Ob es jedoch tatsächlich gelänge, die ganze Wohnstätte von der DNA des Hundes zu befreien, halte ich für fraglich. Irgendwo wird noch ein Haar sein. Vielleicht im Auto?
Jeder Hundehalter weiß das.😁
Cool von der Dame jedenfalls, dieses Ende ihres Lieblings vor der Polizei so zu proklamieren. Denn das traut man ihr offenbar zu und stellt keine weiteren Fragen.
fand es spannend.
Zweck erfüllt.
Welten besser als die vorherigen Tatorte.
Schade,dass wieder eine von den Guten aufhört.
Naja, es war schon spannend. Aber verschiedene Erzählstränge halte ich – als Kenner jeder einzelnen DO-Folge von Beginn an – für unglaubwürdig:
– Rosa Herzog ist nicht der Typ Mensch, jemanden kaltblütig zu beseitigen und dann monate- bis jahrelang zu diesem Fakt zu schweigen!
– Kossik, der in den ersten DO-Folgen als ‚alkoholkranker Loser‘ gezeichnet wurde, nehme ich die Wandlung zum zielorientierten, karrierebewussten LKA-Beamten nicht ab!
Es ist – wie ich ja immer betone – zu großem Teil auch ‚Geschmackssache‘, was einen anspricht.
Mir persönlich sind die grotesken Charakter-Twists in den letzten DO-Folgen ‚too much‘. Ich bin Fan der DO-Folgen von „Auf ewig dein“ (4. Folge) bis „Zahltag“ (Folge 9). Danach kam der schleichende Abwärts-Trend dieses Teams (m.E.)!
Fazit zur gegenständlichen Folge: spannend, aber unglaubwürdig!
⭐⭐⭐
Tja, sehr intensiv und stark gespielt.
Einige Elemente, vor allem, dass Klasnic die junge Frau zu sich nimmt, waren lächerlich irrealistich. Und das macht es schwierig, diesen Tatort wirklich anzunehmen.
Das Motiv der Mörderin war allerdings absolt nachvolziehbar. Und, ja, es ist ein bisschen tatsächlich, ja, komisch, dass der Bosnienkrieg in drei Folgen innerhalb einiger Monaten Thema war, dieser Krieg war aber wirklich grausam, und er ist noch nicht so wahnsinnig lange her.
Der eigentliche Fall war heute aber Nebensache. Auch, wenn der Zuschauer es erst Schritt für Schritt erkannt hat.
Wirklich schwerer Kost, mit einigen Elementen, die, wie schon gesagt, nicht ernst genommen werden können. Schade für diese.
Und einem macht es wirklich leid für Faber, obwohl wir alle wissen, dass es nur ein Film ist.
Ich habe den Tatort, in dem Haller erschossen wurde, nicht gesehen. Nun bin ich total verwirrt. Wen hat Rosa umgebracht (Haller ja wohl nicht) und warum und hat ihr Kollege Otto damit zu tun? Was waren das für Überwachungsvideos, die Faber angeschaut hat?
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@Flora:
Oh doch, Rosa hat Haller getötet (u.a., weil dieser sie erpresst hat).
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Danke, auch an @Attila und @Schauinsland. Warum hat sie denn noch einen zweiten Mann getötet? Ist ja schon ziemlich hart, vor allem, dass sie danach so weitergearbeitet hat, als sei nichts geschehen. Und Otto hat davon gewusst? Auch interessant, dass Faber sie nicht ausliefern wollte – bestimmt, weil er Haller gehasst hat.
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Rosa hat insgesamt zwei Menschen getötet, zunächst Haller. Und Otto wurde vom LKA beautragt, sie auszuspionieren.
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Haller wurde von Rosa in dessen Wohnung im Affekt erstochen.
Ein anderer (Name grad nicht in meinem Kopf) wurde von Rosa auf dem Parkdeck erschossen.
Otto wurde in das Team Faber/Rosa durch Korsic eingeschleust, um beide bzgl o.g. Sachverhalte auszuspionieren.
Die Überwachungsvideos waren von nicht erlaubten Kameras der Haller Wohnungs Nähe. An manch einem Geschäft hängt eine Kamera, welche verbotswidrig zu sehr auf die Straße gerichtet ist.
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Womit hat Haller Rosa erpresst?
lch finde es völlig unglaubwürdig dass Rosa nicht nur Haller im Affekt erstochen hat und dann noch den vermeintlichen Mörder Hallers kaltblütig erschosen hat, um von ihrer ersten Tat abzulenken.
Liebe @Sabine:
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Womit konkret Haller Rosa erpresst hat, ergibt sich auch nicht aus den Vor-Folgen (habe alle gesehen und auch noch ganz gut im Gedächtnis😏).
Es hat u.a. wohl mit der RAF-Vergangenheit ihrer Mutter zu tun und dass sie deren Begegnung mit ihr (um eine medizinische Behandlung zu bekommen) nicht sofort der Polizei gemeldet hat.
Worin ich Ihnen zustimme, ist – wie schon an anderer Stelle geschrieben – dass Rosa als ‚vorsätzliche Doppelmörderin‘ unglaubwürdig ist!
So wie ihre Figur in den bisherigen Folgen gezeichnet wurde, hätte sie die Situation anders gelöst (z.B. mit Geständnis über das Nichtmelden ihrer Mutter über längere Zeit) und sogar ihre Entlassung aus dem Polizeidienst riskiert!!!🧐
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Sie hat Haller im Affekt erstochen, im Rahmen eines Streites über die Erpressung, in dem Haller ziemlich ausfällig geworden ist. Kein geplanter Mord. Der Gegenstand der Erpressung war, wie bereits von anderen erwähnt, der Kontakt mit ihrer Mutter und dass sie diesen nicht gemeldet hat und somit quasi einer gesuchten Terroristin bei der Flucht geholfen hat.
Sie hat auch Magnus Gabor erschossen, allerdings nicht ermordet, sondern laut eigener Aussage aus Nothilfe getötet, weil dieser ihrer Wahrnehmung nach auf Kossik schiessen wollte. Wie das juristisch bewertet wird, werden wir vielleicht noch erfahren, vielleicht auch nicht. Aber aus dem Polizeidienst ist sie damit natürlich erstmal raus.
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@Kressin
Wegen Kontakte von Rosas Mutter zur RAF und Verheimlichen durch Rosa: Die Vergehen der eigenen Mutter bei der Polizei nicht anzuzeigen, wird wohl weniger hart bestraft als bei Nicht-Verwandten?
Sehr gut gespielt. Aber ich brauche Hilfe: Wer, bitte, hat denn nun am Ende Petrowitsch am Arm eines Polizisten vom Dach aus erschossen? Maria kann es nicht gewesen sein. Warum wurde darüber gar nicht mehr gesprochen?
Wer weiß bescheid?
Mit Sicherheit wurde das bewusst offengelassen.Klar ist dass die Familie des Galeristen damit drin hängt, da es sein Gewehr war. Vielleicht ein Cliffhanger oder nur ein Beleg für die Brutalität, die aus diesen Kriegen entstanden ist.Zudem wird und wie wird Klasnic gegen den guten Bekannten ermitteln? Für alle, die das Weiterzählen über mehrere Taorte hin nicht mögen, natürlich eine Horrorvorstellung.
@Ruhrpottler:
Ja, und die Geldscheinbündel in der Schreibtischlade von Fr. Klasnic (in einer der vorigen Folgen) warten auch noch auf die Aufklärung von deren Herkunft …😌
Im Übrigen, es ist nicht das erste Mal, dass WDR, aber auch NDR, scheitern, wass ost- und südosteuropäische Namen betrifft. Klar, die meisten deutschen erkennen es nicht, ich, selber in Osteuropa aufgewachsen, finde es aber lächerlich.
@Attila:
Ja, z.B. ‚Klasnic‘ ist ein kroatischer Name und nicht bosnisch … (habe früher im Einbürgerungrecht gearbeitet und kann daher Familiennamen den zugehörigen Ländern zuordnen😏).
Jürgen Werner bedient sich in seinen Drehbüchern gern an Namen aus dem Fussball-Bereich und nimmt es mit der Namensherkunft auch nicht immer besonders genau.
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Und warum hat Rosa auf Faber gezielt? Was sollte das? Missverstehen konnte man das doch nicht, oder? Fragen über Fragen…
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Sie hat auf Faber gezielt, sondern auf den leicht versetzt hinter ihm stehenden bösen Petrovic und diesen dann kampfunfähig absichtlich angeschossen.
Danke, habe ich nicht mitbekommen!
@Ruhrpottler:
Ja, Herzog schoss auf – den schräg hinter Faber versetzt stehenden – Petrovic.
Um diesen allerdings tatsächlich wie in Film gezeigt treffen zu können, hätte sie ‚ums Eck, sprich: um Faber herum‘ schießen müssen …😖
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Petrowic stand hinter Faber. Sie hat nicht auf Faber, sondern knapp an ihm vorbei auf den P. im Hintergrund gezielt und geschossen.
Danke für die Aufklärung!
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Sie hat nicht auf Faber gezielt und geschossen, sondern auf diesen gesuchten kriegsverbrecher, der hinter Faber aufgetaucht ist, das hat man aber erst einige Augenblicke später gesehen. Faber dachte nur, sie ziele auf ihn.
Der Galerist, der Freund der Kommissarin hat wohl auf ihn zum Schluß geschossen. Es war zumindest das Gewehr aus seiner Galerie, das er der Kommissarin kurz vorher gezeigt hatte…
Oh Mann, ich habe den Eindruck, dass aufgrund des schmalen Kommentarfunktionszeitfensters hier jeder rasch schreiben / Fragen beantworten will. So viele Fragen und auch Antworten doppelt und dreifach..
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Einerseits, ja, wer eine Frage hat, stellt sie schnell, solange es noch möglich ist (obwohl das Forum erst morgen gegen 10 Uhr geschlossen wird).
Andererseits, man sieht bei bestimmten Tatorten, wo nicht alle Details ausführlich erklärt wurden, dass relativ viele Fans nicht alles verstanden haben. Und der heutige Tatort war auch so einer. U.a. wurde nicht glasklar gezeigt, wer Petrovic am Ende erschossen hat.
Was an dem Krimi gut war:
Die Gräuel des Jugoslawien-Krieges wurden auf unter die Haut gehende Weise thematisiert: Die Dramatik spiegelte sich in der Mimik der Akteure wider, das Ganze kam ohne reißerische Szenen aus.
Abgrundtief tragisch das Ende von Kriminalrätin Klasnic, die den bereits festgenommenen Jugoslawen erschießt, ohne sich zu verstecken, weil sie sowohl ihr eigenes Leid als auch dasjenige von Maria nicht ertragen konnte.
Aber woher wusste Maria, dass sie durch eine Vergewaltigung ihrer Mutter durch den festgenommenen Jugoslawen gezeugt wurde?
Welche Rolle spielte die Schwester mit dem Hund? Sie deckte anscheinend bedingungslos ihre Familie, auch, wenn diese Verbrechen begangen hatte.
Rosa wurde wegen des Verdachts auf Tötung von Haller verhaftet. Aber war sie es wirklich gewesen? Haller wurde doch erschossen, und sie hatte auf ihn eingestochen. Hätte er also seine Schussverletzung überlebt und wurde durch ihre Messerstiche final zu Tode gebracht? Für mich wurde das nicht ganz klar.
Die Dortmund-Tatorte haben mir sehr unterschiedlich gut gefallen – von „Allzeit-Besten-Liste“ bis „misslungen“ ist die ganze Bandbreite vertreten. Der heutige Film war zu verworren.
Und damit steht er leider nicht alleine unter den Sonntagabend-Krimis.
Die Reihe „Tatort“ hatte einen Vorläufer in den 60er Jahren – „Stahlnetz“. Die „Stahlnetz“-Folgen sind zeitlos wertvoll:
Die Ermittler haben weder zentnerschwere Privatprobleme, noch heftige Konflikte untereinander. Und die Drehbuchschreiber waren in der Lage, Drehbücher zu verfassen, deren Handlung weder zu simpel und vorhersehbar, noch überkonstruiert war – eine hohe Kunst, beinahe die Quadratur des Kreises. Die „Stahlnetz“-Krimis warten mit überraschenden Wendungen und Auflösungen auf, und trotzdem kann man der Handlung jederzeit folgen, und alles löst sich logisch auf.
Auch unter den Tatorten / Polizeirufen gibt es zum Glück immer wieder Folgen, die diesem hohen Anspruch genügen. Die Mehrzahl ist das aber nicht.
Hier im Forum hat vor einigen Wochen ein Forist darauf hingewiesen, dass im deutschen Fernsehen häufig englische Krimis laufen, die spannend und gut gemacht sind, ohne überkonstruiert zu sein. „Warum können wir das nicht?“ fragte der Forist. Eben – warum?
In meinen Augen sind Privatprobleme der Ermittler, Konflikte zwischen den Ermittlern und überkonstruierte Handlungen einfach nur Krücken, zu denen Drehbuchautoren greifen, die genau wissen, dass sie nicht in der Lage sind, Drehbücher zu schreiben, die weder zu simpel noch zu kompliziert sind. Diese Unfähigkeit wollen sie dann mit anderen Mätzchen überspielen, was natürlich daneben geht.
Vielleicht wäre es auch gar kein schlechter Gedanke, sich die Drehbücher einfach aus den Archiven der Polizeikommissariate und Gerichte zu holen: Jahrzehntelang zurückliegende Fälle, deren Beteiligte nicht mehr leben. Das Leben schreibt oft die besten Drehbücher.
Jetzt darf man gespannt sein, ob Faber einen neuen Ko-Ermittler bekommt, oder ob die Dortmund-Tatorte künftig um die Dauerfeindschaft zwischen Faber und Kossik herumgebaut werden.
### Spoiler ###
Hätte die Kommissariatsleiterin den P erschossen, wäre sie ja voll flott gewesen. In exakt der Zeit, in der P durch Beamte aus der Wache geführt wurde (sie sahen sich noch auf dem Flur), hätte sie das Gebäude verlassen, die Straße überqueren, in das dortige Gebäude und dort auch auf das Dach gelangen müssen. Zwischendurch noch kurz bei der Galerie vorbei, um die Waffe ihres alten Bekannten zu holen.
Nee nee, das war wohl anders.
vom Stahlnetz gab es 28 Folgen in 10 Jahren. Vom Tatort 1330. Wenn es also 1300 schlechte Tatorte geben sollte und nur 30, die den Anspruch erfüllen, den sie haben, sind es immer noch mehr, als wahnsinnig tolle Stahlnetztfolgen, die auch nicht alle so toll sind.
Es war nicht Klasnic, die war zu der Zeit nicht auf dem Dach. Cliffhanger: ein/e andere/r Rächer, der/die das Gewehr zurück ließ. Gab doch noch genug Gequälte.
Zu dem Tatort kann ich nichts schreiben, weil Faber mittlerweile zu meinen no-go-Folgen gehört. Zur Ursachenvermutung von @Der Wanderer:
Ich finde den Gedanken interessant, denke aber nicht, dass die Autoren generell mangelndes Talent haben. Einen schnörkellosen, handfesten Krimi zu schreiben ist große Kunst. Aus irgendeinem Grund gibt es aber die Bemühungen, zusätzlich zum Fall Privates und Gesellschaftliches mit einfließen zu lassen (oder alles miteinander zu vernetzen.), was ja grundsätzlich nicht falsch ist. Nur macht es auch hier die Dosierung. Das ist wie beim Essen. Wenn die Suppe versalzen ist, schmeckt sie nicht mehr, weil der Koch (oder – natürlich – die Köchin) in bester Absicht zu viel des Guten wollte. Drehbuch und Regie scheitern eben oft daran, das richtige Maß zu finden, warum auch immer. Dann wird aus einer spannenden Verzahnung einzelner Aspekte oft eine undefinierbare Soße.
Ach, dieser „### Spoiler ###“-Kennzeichen kommt nun automatisch? Oder Gerald setzt es manuell? Es ist etwas neues :-)
Das mache ich manuell…
Frage an Gerald: Was soll das mit dem Spoiler Hinweis? Jetzt, nachdem der Film gelaufen ist, ist Dach klar, dass man mit seinem Kommentar in gewisser Weise auch ein Stück der Handlung wiedergibt.
Kleiner Tipp: Wenn jemand den Film noch nicht gesehen hat, und möchte, dass ihm keine Details oder gar das Ende verraten wird, sollte er einfach keine Kommentare lesen.
Steht da eigentlich schon länger https://tatort-fans.de/community/#2-spoiler-richtlinien (14 Monate…)
Ich muss ehrlich sein, ich habe es auch nicht mitgekriegt. Und ich finde es suboptimal. Ich dürfte also, wenn jemand z.B., wie gestern, fragt, wer Petrovic am Ende erschossen hat, dürfte ich in den ersten beiden Zeilen nicht direkt antworten, und/oder muss ich mein Kommentar mit „Spoiler“ kennzeichnen.
Aber, OK, wenn es so sein muss…
Ich akzeptiere die Regel, klar, ich sehe es aber ähnlich, wie HerrBert, diejenigen, die den Tatort noch nicht gesehen haben, werden wohl diese Kommentare, die Antworten auf die Fragen, nicht lesen.
Mensch Leute, Ihr reibt Euch ja richtig auf, kommt mal wieder runter. War einfach nur ein sehr schlechter Film. Tatort ist nicht mehr Schimmi, schade.
Der letzte Schimanski-Tatort lief in 1991, 34 Jahre her. Man könnte vielleicht langsam akzeptieren, dass seine Zeit vorbei ist.
Ich fand diesen TO, wenn natürlich auch etwas konstruiert (klar, einfach mal jemanden vom Mordfall mit nach Hause nehmen..), sehr spannend und gut.
Da oft die unauffälligste Person der Mörder / die Mörderin ist, konnte man die anfängliche Zeugin ruhig schon einmal anvisieren und die etwas umfangreichen anderen Erzählstränge auf sich wirken lassen.
Hallo, liebe TO-Community, leider kann ich zu der neuesten Folge (noch) nichts sagen, weil ich gerade mal wieder im Nachtdienst bin. Bis morgen, 10:00 Uhr, werde ich das auch nicht schaffen, da schlafe ich.
Schade, daß keine Rücksicht darauf genommen wird, daß es Berufe gibt, in denen die 5-Tage-Woche von „Nine-to-Five“ nicht gilt.
Nehmen wir doch einfach mal „unsere“ TO-Kommissare/Kommissarinnen als Beispiel. Nicht nur im TO, auch und vor allem in real life haben Polizist*innen Schichtdienst, und wenn sie Glück haben, kommen sie auch mal pünktlich heim…
Ich werde den TO leider frühestens am Donnerstag in der Mediathek sehen können, meine Eindrücke dazu mit Euch zu teilen, werde ich aufgrund des Zeitfensters leider nicht mehr können. Darüber bin ich traurig.
Ich melde mich eigentlich nur, um euch allen rinen nettgemeinten Gruß zu schicken.
Ach ja… sollte sich gerade jemand fragen, wie ich mir die Zeit für diesen Gruß nehmen konnte… mach gerade Kaffeepause.
Ja, so isset. Musste auch eine Woche warten, um meinen Senf zum letzten Polizeiruf abgeben zu können.
Aber wenn ein Zeitfenster der Sache dienlich ist, so sei es.
Habe mich selber auch bei einem von Gerald zu recht gelöschten Kommentar gehen lassen. Vielleicht braucht es ein paar Tatorte, bis sich alle mal an die eigene Nase gefasst haben und die Zeitschranke aufgehoben wird, damit wir wieder beherzt in die Tasten hauen können.
Zum Thema gefühlte 1235 Handlungsstränge: Ich hab den Faden verloren, mein Michael!
ich verstehe nicht warum jetzt jeder Tatort immer die selben Elemente hat:
– Schäbige Polizeibüros (ist das wirklich so heutzutage?)
– schlechter DepriFilter grau in grau
– jedes Mal Kommissare die runheulen, komische Sachen machen, Probleme haben die keinen interessieren (oder sagen wir Mal die nix mit dem Krimi an sich zu tun haben)
schaut man sich Mord is ihr Hobby oder Columbo an. Sie funktionieren zwar auch immer nach dem selben Schema, aber sie sind spannend und unterhaltsam. wo ist da die Polizeiarbeit die Sinn macht und nicht 10 Handlungsstränge, und der hat da Mals was gemacht, der Polizist hat den umgebracht, ich hol mir ne Prostituierte ins Haus, ich hab schon erwartet dass die Polizeichefin noch nen bosnischen John Wick fight macht. irgendwie machen die Tatorte keinen Spaß mehr, da war Polizeiruf letztens viel interessanter.
Die Altfälle gefallen mir meistens sehr gut.
Also schlecht war er ja nicht.Ich war gut unterhalten.Doch dachte ich mir gleich,wer die vorigen,mit dem heutigen zusammenhängenden Folgen nicht gesehen hat,kratzt sich wohl jetzt noch an der Birne.Ein paar Ungereimtheiten blieben mir aber auch nicht erklärt.Am Ende erklärt sich ja doch noch etwas.Nur mit was Haller die Herzog erpresst hat hätte ich gerne gewußt.War wohl auch die Vergangenheit der Mutter von Herzog.Am Schluss wird Petrovic erschossen.Das Gewehr,welches auf dem Dach liegen blieb,war wohl das von Lorik Duka.Hat man ja mehrmals im Schaukasten gesehen.Offen bleibt nur der Schütze.Na ja,vielleicht kommt da später noch was?
Aber was ist jetzt mit Faber?Ganz allein auf weiter Flur?Bin mal gespannt,weil DO Tatorte mir gefallen.Vielleicht wegen des Lokalkolorits.
Dieser Schmerz, aktueller denn je, wenn man die Weltlage anguckt. Dieses Kriegsgemetzel, das nie aufhört, macht fertig. Da ist es nur folgerichtig, dass es in der „Krimischwemme“ auch solche gibt, die sich nicht nur auf „ Morde in feinen Häusern mit Ziel einer großen Erbschaft“ beschränken. Es tut weh, wo es weh tun soll. Bravourös gespielte (in Fiction verdichtete) Verarbeitung menschlicher Katastrophen.
In den 90ern haben serbische Tschetniks bosnische Frauen massenhaft, systematisch vergewaltigt. Denen, die das Thema interessiert, kann ich den Film Grbavica empfehlen, wenn ich mich nicht irre, lief es in Deutschland mit dem Titel „Esmas Geheimnis“.
Dortmund dortmunding dortmundly. Horizontal, überkonstruiert, mit grobem Pinsel gezeichnet, das „Grey’s Anatomy“ unter den Tatorten. Filmisches Fast Food, aber unterhaltsam. Stefanie Reinsperger als Rosa Herzog war eine Sympathieträgerin, die fehlen wird. Stark gespielter letzter Auftritt, auch Malick Bauer als Otto hatte diesmal mehr Raum und konnte diesen nutzen. Jörg Hartmann ist eh immer gut und auch Alessija Lause als Ira Klasnic durfte diesmal andere Seiten zeigen, was ihr ebenfalls gut gelungen ist. Torsten C. Fischer inszeniert kompetent wie immer und auch die Bildgestaltung kann überzeugen. Mal schauen, wie die Seifenoper weiter geht.
Ich fand diesen Krimi ausgesprochend spannend. Ja und ich fand ihn auch traurig, das Schicksaal der Frauen im Balkankrieg und das Rosa Herzog aufhört.
Ich schaue mir gerne den Tatort an, mir gefällt auch, dass es häufig Zusammenhänge zwischen einzelnen Folgen gibt.
⭐⭐⭐⭐⭐