Tatort Folge 1327: Wenn man nur einen retten könnte

Kurz und knapp – darum geht’s

Leblos liegt sie da, mit einer blutenden Wunde am Kopf: Nur 23 Jahre alt wurde Annalena Höpken. Offenbar hat jemand die junge Frau die Treppe am Notausgang eines Nachtclubs hinuntergestoßen. Aber warum? Kommissarin Liv Moormann von der Kripo Bremen nimmt die Ermittlungen auf und erfährt von den Mitbewohnern der WG, in der die Jurastudentin gewohnt hat, dass es ihr in den letzten Wochen richtig schlecht ging. Die Trennung von ihrem Verlobten Hannes hat Anni gar nicht gut verkraftet, hinzu kamen der hohe Leistungsdruck und ständige Geldsorgen, obwohl sie eigentlich aus einer wohlhabenden Familie stammt. Doch ihre Mutter Gabriele will von den Nöten ihrer ältesten Tochter nichts mitbekommen haben. Und Betty, die Schwester der Toten, scheint irgendetwas zu verschweigen …
Der neue Tatort Bremen „Wenn man nur einen retten könnte“ ist am Sonntag, den 25.01.2026 um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.

Inhalt der Tatort-Folge „Wenn man nur einen retten könnte“

Da liegt sie, leblos, mit einer blutenden Platzwunde am Hinterkopf: Annalena Höpken, Jurastudentin, 23 Jahre alt. Ihr ganzes Leben hatte sie noch vor sich – aus und vorbei. Wer hat die junge Frau die massive Steintreppe am Notausgang eines Bremer Nachtclubs hinabgestoßen? Einen Unfall kann Rechtsmedizinerin Edda Bingley schnell ausschließen, schließlich deuten Schürfwunden an Armen und Händen darauf hin, dass sich Annalena noch am Treppengeländer festgehalten hat, bevor sie in den Tod gestürzt ist. Hat etwa der Landstreicher etwas damit zu tun, den Kommissarin Linda Selb erspäht, als sie gerade am Leichenfundort eingetroffen ist? Sofort nimmt sie die Verfolgung des Obdachlosen auf – doch der schlägt unerwartet heftig zurück: mit einem Stein, der Selb direkt auf den Kopf trifft. Vorher hat die Ermittlerin im Tatort „Wenn man nur einen retten könnte“ gerade noch gesehen, dass der verwahrloste Mann ein Handy bei sich trägt – etwa das Smartphone der Toten?
Das muss Kommissarin Liv Moormann jetzt ohne die Unterstützung ihrer Partnerin herausfinden, denn Selb liegt erstmal flach – im wahrsten Sinne des Wortes: mit einer schweren Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Wie gut, dass wenigstens noch Patrice „Prince“ Schipper vor Ort ist, der Kollege vom Kriminaldauerdienst. Der hat zwar noch nie in einem Mordfall ermittelt, ist aber schnell im Kopf und ziemlich auf Zack, wenn es darum geht, das Umfeld des Mordopfers auszuleuchten. Und da gibt es einiges zu tun: Annalena Höpken entstammt dem Bremer Geldadel, doch die einst florierende Spedition „Höpken Logistik“ wurde von ihrem Vater derart gegen die Wand gefahren, dass nach seinem Tod vor zwei Jahren nur Schulden übrigblieben. Die muss Mutter Gabriele nun abstottern und ist gezwungen, alles zu Geld zu machen, was nicht niet- und nagelfest ist, selbst das geliebte Wohnmobil.

Zu ihrer ältesten Tochter hat die ständig angespannt wirkende Frau aber kein enges Verhältnis mehr, seit Annalena – von ihren Freunden „Anni“ genannt – ein Zimmer in einer Studenten-WG in einer noblen Gründerzeitvilla bezogen hat. Annis Vermieter und Mitbewohner ist ausgerechnet ihr Ex-Verlobter Hannes Butenbeker, der sie eiskalt abserviert hat, als er erfahren hat, wie es finanziell um Familie Höpken bestellt ist. Auch an der Uni hatte Anni Stress: Mit dem hohen Leistungsdruck im Jurastudium kam sie einfach nicht klar, ganz im Gegensatz zu ihrer Mitbewohnerin, der ehrgeizigen Studentin Karima, die in Prüfungsphasen auch mal mit drei Stunden Schlaf auskommt. Der Einzige in der WG, der ehrlich um Anni zu trauern scheint, ist Colin Trenkner, der sich als Singer-Songwriter versucht, in seinem prekären Künstlerleben allerdings auf keinen grünen Zweig kommt. Doch er hatte Verständnis für Anni, hat sie und ihre Nöte gesehen – die emotionale Verwahrlosung, die Geldsorgen, den Erfolgsdruck. Alle anderen haben sich zwar in der Wohngemeinschaft eingerichtet, doch sie leben mehr nebeneinanderher als miteinander. Entsprechend schmallippig fallen die Antworten von Annis Mitbewohnern auf die Fragen der Kommissare im TV-Krimi „Wenn man nur einen retten könnte“ aus.

Und Annis Familie? Weder Mutter Gabriele noch die jüngere Schwester Betty haben offenbar geahnt, wie schlimm es um Anni stand. Pikantes Detail: Betty ist mit Mike Hanisch liiert, dem Besitzer jenes Clubs, vor dessen Tür Annis Leiche gefunden wurde. Also müsste Mike in der Tatnacht etwas mitbekommen haben – doch der junge Mann gibt sich ahnungslos, ebenso wie Betty. Wissen die beiden womöglich mehr, als sie gegenüber der Polizei zugeben?

Vielleicht ist aber auch Emil Klaßen der Schlüssel zur Lösung, jener Obdachlose, der Linda Selb den Krankenhausaufenthalt eingebrockt hat. Zufällig kennt Kommissarin Moormann ihn von früher, die beiden waren auf derselben Schule. Was hat er tatsächlich am Tatabend gesehen? Oder ist er gar selbst in den Mord verwickelt? Behutsam versucht Moormann, Klaßens Vertrauen zu gewinnen – doch hat er das wirklich verdient?

Hinter den Kulissen

Vom 5. März bis zum 3. April 2025 fanden in Bremen die Dreharbeiten für den vierten gemeinsamen Fall des Ermittlerduos Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer) und Linda Selb (Luise Wolfram) statt, das diesmal – allerdings einmalige – Unterstützung erhält von Ermittler Patrice „Prince“ Schipper (Tijan Njie) vom Kriminaldauerdienst.

Den Autorinnen Elisabeth Herrmann und Christine Otto war es besonders wichtig, „mit einem emphatischen, aber unbestechlichen Blick die Atemlosigkeit unserer leistungsfixierten Gegenwart zu erzählen. […] Und über allem schwebt die schwarze Wolke des ‚immer funktionieren Müssens‘ – an der Uni, beim Sex, im kreativen Ausdruck. Wir betrachten unsere Figuren mit Zuneigung und erkennen, wie sehr sie darum ringen, in dieser überreizten Welt ihren Platz zu finden.“

Ausgestrahlt wird der Radio-Bremen-Tatort „Wenn man nur einen retten könnte“ am Sonntag, den 25. Januar 2026 um 20:15 Uhr im Ersten.

Videos zur Tatort Produktion

ORF Trailer

ARD Trailer

Tatort-Kritik

Die Redaktion von Tatort-Fans meint:
Zugegeben: Dieser Tatort leistet sich ein paar grobe Schnitzer, die das Zusehen mitunter mühsam machen: Von Plattitüden aus der Mottenkiste der Identitätspolitik über die allzu klischeeartige Darstellung von Studi-Typen bis hin zu Drehbuchsätzen, die eher laienhaft aufgesagt denn geschauspielert werden.

Und doch gibt es einige Glanzpunkte, die das Gesamtbild deutlich aufhellen: der eigens für den Film komponierte Song „Feuer über Bremen“, der den düsteren Grundton des Krimis und die seelische Verlorenheit des Mordopfers treffend unterstreicht, aber auch die Spielfreude und Authentizität von Mathilda Smidt, die in ihrer Betty die allzu verführerische „Sehnsucht nach was Besseres“ verkörpert.

Alles in allem und trotz der handwerklichen Mängel ein Film, der zum Nachdenken anregt über Leistungsdruck und Erwartungen an uns selbst und andere.

Musik

– Jonas Tewe Braun, Ebru Düzgün: Feuer über Bremen
– Marvin Gaye: Let’s get it On
– AVEC: Waiting for You

Der zweimal im Film zu hörende Song „Feuer über Bremen“ wurde von der Rapperin Ebow (bürgerlich Ebru Düzgün) eigens für diesen Tatort komponiert. Er ist, ebenso wie die weitere Filmmusik, nicht im Handel erhältlich.

Besetzung

Kommissarin Liv Moormann – Jasna Fritzi Bauer
Kommissarin Linda Selb – Luise Wolfram
KDD-Ermittler Patrice „Prince“ Schipper – Tijan Njie
Rechtsmedizinerin Edda Bingley – Helen Schneider
Gabriele Höpken – Catrin Striebeck
Betty Höpken – Mathilda Smidt
Annalena Höpken – Annika Gräslund
Mike Hanisch – Niklas Marian Müller
Hannes Butenbeker – Michael Schweisser
Colin Trenkner – Mitja Over
Laslo Wolf – Joyce Sanhá
Karima Al-Sharquawi – Shirin Eissa
Emil Klaßen – Robin Bongarts
Zasta – Otis Hagen Chevalier
u. v. a.

Stab

Drehbuch – Elisabeth Herrmann, Christine Otto
Regie – Ziska Riemann
Kamera – Aljoscha Hennig
Musik – Martin Glos, Jasmin Reuter, Christian Ziegler
Kostümbild – Monika Gebauer
Szenenbild – Sabine Pawlik
Schnitt – Birgit Gasser
Mischung – Frank Buermann
Licht – Felix Plüddemann
Außenrequisite – Dragana Kostic, Lisa Bellmann
Setrequisite – Janina Lauer
Maske – Franziska Hüchelheim, Helen Laitzsch
Casting – Suse Marquardt, Maren Friedrichs
Aufnahmeleitung – Manuela Lee-Rusch
Produktionsleitung – Big Peper
Produktionsleitung Radio Bremen – Arnold Konerding
Herstellungsleitung – Jan Philip Lange
Produzentin – Katharina Wagner
Redaktion – Lina Kokaly (Radio Bremen), Birgit Titze (ARD Degeto)

139 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

×
  1. vor 1 Monat

    Der Episodentitel erinnert spontan an den Talmud / Aggadah des Traktats Sanhedrin 37a + 73a – (Auszug sinngemäß) „wer auch nur ein einziges Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt“ ⭐

    1. vor 1 Woche

      … direkt in dem Lied am Filmbeginn und dann erneut ab ca. Minute 47:56 singt die Figur Colin Trenkner (Mitja Over) sinngemäß den Titel … ich finde, gut platziert …😇

      1. vor 1 Woche

        … wobei gerade diese Figur Colin der „Anni“ Annalena Höpken in dieser Anfangsszene ja auch nicht hilft, ihr nämlich wenigstens eine (Arbeits)Schicht zu überlassen (sh. Minute 1:22) – allerdings gibt er ihr anschließend zumindest noch „Studentenfutter“ …

      2. vor 1 Woche

        @Hilcher: Nun, er hatte ja bemerkt, daß sie wohl 100 € hatte mitgehen lassen, und da er von seiner Kunst ja nicht wirklich leben konnte, wollte er seinen Job in dieser Künstlerkneipe nicht riskieren…

      3. vor 1 Woche

        @Imki:
        yep, Colin hatte es bemerkt – wortwörtlich – „dass sie wohl 100 € hatte mitgehen lassen“, d. h. es gibt dazu erst mal nur seine Bemerkung als „widerlegbare Vermutung“ … gerade in diesem Job gibt es mehrere Möglichkeiten für eine solche Differenz. Bis zum Gegenbeweis gilt auch hier zunächst die Unschuldsvermutung😇

      4. vor 1 Woche

        @Hilcher: Völlig korrekt. Aber so gut, wie er sie kannte und sich um sie sorgte, war er sich wohl ziemlich sicher…

      5. vor 1 Woche

        @Imki:
        yep, er war sich wohl ziemlich sicher … allerdings gilt nach wie vor bis zum endgültigen Beweis auch hier zunächst die Unschuldsvermutung – sie geht ja überhaupt nicht auf den Vorwurf ein bzw. sagt nur ausweichend „… was ich alles muss …“

        Aber ganz gleich ob widerlegliche („praesumtio iuris tantum“) oder unwiderlegliche („(praesumtio iuris et de iure“) Vermutung -> mindestens genauso gut wie den Krimi finde ich den Austausch darüber hier im Forum 😋

      6. vor 1 Woche

        @Hilcher: 100% d’accord!!! 👍
        Ob nun vorab oder später… 😉

  2. vor 1 Monat

    Das „Wenn“ am Anfang des Titels wirft für mich eher so etwas wie eine Frage auf
    Mein erster Gedanke war die Triage in einem Krankenhaus (gab´s wohl bei Corona)
    Angenommen ein Rentner und ein junges Mädchen werden gleichzeitig eingeliefert
    „Wenn man nur einen retten könnte“
    Welches Menschenleben ist wohl mehr wert ?

  3. vor 1 Woche

    Ich stelle gerade fest, dass die letzten Bremer Folgen (für mich) nicht gerade ‚Reißer‘ waren: ich könnte auf Anhieb weder sagen, wie die letzte do. Episode hieß, noch worum es in etwa ging.😳
    Das ist kein gutes Zeichen!😏

    1. vor 1 Woche

      @Der Fremde:
      Dazu fällt mir recht spontan😉“Nachtsicht“ ein …😎

      1. vor 1 Woche

        … Ironie aus …🤓

      2. vor 1 Woche

        @Hilcher S.:
        Ein (Personal-)Problem im Team Bremen ist m.E. einerseits die unklare bzw. wechselnde Personen-Zusammensetzung (die Figur ‚Andersen‘ war ja mehr weg als er je da war!), andererseits das mangelnde Ausschöpfen des Potentials der Figur ‚Linda Selb‘. Diese Figur könnte m.E. schon was hermachen, wenn man sie glaubwürdig und nachvollziehbar entwickelt hätte:
        Aus der von dir genannten Zeit (2017) gab es etwa die TO-Episode Nr. 1032: „Zurück ins Licht“, in welcher die gute Frau Selb auf einmal unbedingt und sofort ein Kind mit Stedefreund haben wollte. Das passte so überhaupt nicht, weder zur Zeichnung dieser Figur in den Folgen davor, noch zur aktuellen Darstellung der Figur in der aktuellen Team-Zusammensetzung.

        M.E. wurde die Figur ‚Linda Selb‘ im Laufe der Drehbücher der verschiedensten Bremer Folgen in so viele unterschiedliche Richtungen ‚gezogen‘, dass nichts Authentisches mehr übrig ist und die Figur letztlich (für mich) UNGLAUBWÜRDIG ist!😩

      3. vor 1 Woche

        @Der Fremde:
        yep, bzgl. der Zeit aus der von dir erwähnten TO-Episode Nr. 1032: „Zurück ins Licht“ sh. ergänzend auch Auszug „Welche Rolle spielt Linda Selb im Bremer Tatort-Team“ (hier auf to-fans):
        „Linda Selb arbeitet eigentlich für das Bundeskriminalamt, unterstützt die Bremer Kriminalpolizei aber schon seit 2016 bei ihren Fällen, die damals noch von den Hauptkommissaren Inga Lürsen und Nils Stedefreund gelöst wurden. Letzterer fühlte sich sofort angezogen von der attraktiven Ermittlerin, die von Beginn an etwas Undurchschaubares und Geheimnisvolles ausstrahlte. Doch es blieb bei einer kurzen, wenn auch intensiven Beziehung, die durch Stedefreunds gewaltsamen Tod in der Tatort-Folge 1091 „Wo ist nur mein Schatz geblieben?“ jäh beendet wurde.“

        Auch in dieser aktuellen Episode wird die Inkohärenz des Plot in einigen TV-Kritiken erneut festgestellt – oder mit deinen Worten „die Figur ‚Linda Selb‘ im Laufe der Drehbücher der verschiedensten Bremer Folgen in so viele unterschiedliche Richtungen ‚gezogen‘, dass nichts Authentisches mehr übrig ist … “ ☹️

    2. vor 1 Woche

      btw – Bitte @Gerald, die Übersicht „Fälle in chronologischer Reihenfolge“ der Figur BKA-Ermittlerin Linda Selb, dargestellt von Luise Wolfram, um diese 2017 Folge „Nachtsicht“ ebenda zu ergänzen, sh. dortige Bilder-Galerie „Wieder Teil des Ermittlerteams: Linda Selb vom BKA (Luise Wolfram). Bild: Radio Bremen“🤓

  4. vor 1 Woche

    Hm, wenn ich die Kritik der Redaktion lese, schreckt mich das eher ab. Ich möchte keinen „Film, der zum Nachdenken anregt über Leistungsdruck und Erwartungen an uns selbst und andere“ sehen, noch dazu mit handwerklichen Mängeln, sondern einen Krimi!

    1. vor 1 Woche

      Schau doch erstmal rein, es IST ein Krimi.

    2. vor 1 Woche

      Seitdem es den Tatort gibt, und das sind mittlerweile 55 Jahre, hat sich der Tatort immer mit aktuellen gesellschaftlichen Themen beschäftigt. Und das hat in den meisten Fällen geklappt, zugleich auch ein Krimi zu produzieren.
      Wozu die Aufregung?

    3. vor 3 Tagen

      @Christoph Heidemann: Da würde ich dir „Die Rosenheim Cops“ oder ähnliche „Krimis“ empfehlen.

  5. vor 1 Woche

    Nach letztem Sonntag werde ich mich heute von Anfang an voll auf die Socken konzentrieren… 😜.
    Ahhh, einmal Vorabkommentieren… herrlich. 😉.

    1. vor 1 Woche

      @M.S.:
      „Ahhh, einmal Vorabkommentieren… herrlich. 😉.“

      Jaaa, das ist ein Gefühl, dass man nur dann wirklich nachempfinden kann, wenn man es selber mal ausprobiert hat, das Vorabkommentieren. 😇
      Deshalb an alle @Vorabkommentarmeckerer: Traut euch! Ihr wollt es doch auch! 😁

      1. vor 1 Woche

        Und ich kaufe ein „s“ und nehme es aus dem Post …

    2. vor 1 Woche

      @M.S.:
      Socken als Option, falls die TO-Episode nicht – oder gerade besonders, dann quasi zusätzlich noch als „i-Tüpfelchen“ – gut gefällt … 😁

      Bin bemüht, meine Strategie vom letzten Sonntag auch diesmal zu beachten:“… keine halbe Sachen, äh, Socken🥳, und vollständigkeitshalber auch noch die der Ermittler analysieren …“ 😜

      1. vor 1 Woche

        -> sämtliche Socken blieben aus meiner Sicht diesmal gerne auch unter sich … 😇

    3. vor 1 Woche

      An diese Variante hat wohl niemand gedacht: Vorabkommentar im Nachhinein.

      1. vor 1 Woche

        … auch künftig immer wieder gerne taktisch vielseitig einsetzbar und strategisch verwendbar – der Kommentar, die Socken, als vorab-, dazwischen-, oder irgendwann danach … wann und wo auch immer diese Socken gerade passen … passen sie gerade eben immer … 😁

      2. vor 1 Woche

        @Hilcher: Genau wie… Mettbrötchen. 😉

      3. vor 1 Woche

        @Imki: Die Münsteraner Mettbrötchen sind ebenso zeitlos lecker … wie „Haferkamps Frikadellen“ 😁

  6. vor 1 Woche

    Ich werde ihn mir nicht angucken, weil ich mir zu 99% sicher bin, dass er mir nicht gefallen würde.

    @Schatz: ich hör auf dich.

    1. vor 1 Woche

      @Sherlogg:
      Satz 1: So geht es mir auch.
      Satz 2: Gut so! Da bist du immer auf der richtigen Seite!
      😉

      1. vor 1 Woche

        Schon, gell. 😎

  7. vor 1 Woche

    Arbeitgeber sind verpflichtet, Arbeitszeugnisse wohlwollend positiv zu formulieren, auch wenn sie etwas anderes schreiben müssten. Daran dachte ich, als ich die Meinung der Redaktion gelesen hatte.

    1. vor 1 Woche

      @I.Mirko:
      Ja, das „alles in allem und trotz …“ klingt durchaus nach diesem Beigeschmack …😏

      1. vor 1 Woche

        @I.Mirk natürlich! (immer diese Autokorrektur …)

  8. vor 1 Woche

    Kann dem nur zustimmen. Die Kommentare früher von Gerald und Sabine waren authentischer, jetzt klingt es immer wie das Feuilleton der FAZ.

  9. vor 1 Woche

    @Gerald:
    wird das jetzt jeden Sonntag so, dass 19 Vorabkommentare erlaubt sind?
    Ich dachte, das sollte nicht mehr sein.

    1. vor 1 Woche

      Bina, das war ein Vorabkommentar!!!!

      1. vor 1 Woche

        Ihrer auch!
        Warum fühlen Sie sich angesprochen, heißen Sie Gerald?

      2. vor 1 Woche

        Ich fühle mich als Vorabkommentierer angesprochen. Wie wäre es mit der Forderung nach einem Vorabkometarkritikerkritikerverbot?

      3. vor 1 Woche

        😁😎

    2. vor 1 Woche

      Gleiches Recht für alle – ja, warum eigentlich nicht?
      Als Tatort-Fan aktuell mal wieder ebenfalls „mit-vorab-Kommentierer“ kritisiere ich doch auch nicht pauschal die Gruppe der „erst-ab-dem-Ende-der-Erstausstrahlung-Kommentierer“😉, sondern erfreue mich quasi als „kleinstes gemeinsames Vielfaches und gleichzeitig größter gemeinsamer Teiler“ einfach unserer aller gemeinsamen Ausgangsbasis als wahre Tatort-Fans … AMEN … HOWGH … 😇

  10. vor 1 Woche

    Das mit dem Vorabkommentaren ist doch müßig. Jeden So ist der Film ab 19 Uhr in der Mediathek da, nach ende der Ausstrahlung gibt’s hier die „Linie“ wen es stört, einfach bis dahin scrollen. Lässt den Enthusiasten doch den Spaß, vorab zu spekulieren etc pp

    1. vor 1 Woche

      Auch über die Mediathekgucker ist hier schon böse kommentiert worden.
      Manche Leute haben wohl nichts mehr anderes in Leben als sich über null und nix aufzuregen. Wie du schon scheibst: Bis
      ——Ende der Ausstrahlung——–
      scrollen und gut is. Den Oberlehrer in der Schule lassen.

      1. vor 1 Woche

        Sehe ich genauso so, ich gehe davon aus, das alle Leser/Schreiber erwachsen sind, alsomist das zumutbar.✌️🧐😉

  11. vor 1 Woche

    Mehr Klischee geht wohl kaum in einem Tatort. War trotzdem ganz nett zu gucken.

    1. vor 1 Woche

      Au weiha! 20:42 !!


  12. Ende der Erstausstrahlung

  13. vor 1 Woche

    Wieder einmal einfach nur eine Enttäuschung. Was ist nur beim Tatort Team los?
    Die Stories sind unrealistisch, unlogische Handlungen und peinlich für die Schauspieler. Schade….
    Ich glaube bei ZDF ist es wohl spannender…….😔

  14. vor 1 Woche


    Enttäuschend. Die Dialoge wirken bis auf einige Ausnahmen (Helen Schneider) auf mich bemüht und oft hölzern, jedenfalls unecht. Die Geschichte ist für meinen Geschmack unnatürlich und aufgesetzt. Vor allem die WG! Die Darstellung der jungen Leute ist abwegig in meinen Augen. Am Ende etwas Reifenquietschen rettet nix! Alles zusammen langweilig! Schade.

  15. vor 1 Woche

    Zwar wieder ein Sozial-Drama, aber dieses Mal ein ziemlich gutes!

    Mathilda Smidt spielte die Rolle der Betty m.E. ziemlich überzeugend. Wenngleich ich nicht nachvollziehen kann, dass eine 15-jährige tatsächlich ‚von sich aus‘ auf diese Art und Weise Geld verdienen möchte. Diese ‚Abgebrühtheit‘ nehme ich dieser eigentlich wohlbehütet aufgewachsenen Halbwüchsigen nicht so ganz ab!🧐
    Dennoch hat mir der Film gefallen!

  16. vor 1 Woche

    Letzte Szene. Wie gehen wir mit Werten um? Ein Stoßmit dem Fuß gegen den Rollstuhl. Sollen ihn doch andere wegräumen.
    Es scheint heute normal zu sein, Eigentum Anderer zu schädigen und zu hinterlassen. Ist das die neue Realität? Wird ja selbst vom Öffentlich-Rechlichen propagiert.
    🤨

    1. vor 6 Tagen

      Etwas Ähnliches habe ich auch gedacht: Es ist bestimmt eine dumme, für viel Geld fachweitergebildete Krankenschwester da, die den Rollstuhl wegräumt. Und den Abfall am besten gleich auch. Dafür sind die ja da. Und tatsächlich kam in der Tatort-Szene dann eine Krankenschwester. Die Szene ist für mich der Inbegriff der Geringschätzung, Demütigung, Herabsetzung und Entwürdigung, die den Schwestern/Pflegern zuteil wird und weshalb jedes Jahr Tausende den Pflegeberuf verlassen. Besser mal gesund bleiben, nicht ins Krankenhaus müssen…

      1. vor 6 Tagen

        Naja, wieviel moralische Kompetenz kann man einer Frau Selb zutrauen, die von Männern schwärmt, welche Morde ‚aufgrund der Verderbtheit der Welt‘ (!) begehen.

        Sie wäre für solche Männer dann gleich ein passendes Opfer.😵

    2. vor 6 Tagen

      Naja…so sind halt die Menschen. Wollte auch schon PC und Smartphone auf die Strasse werfen als etwas nicht funktionierte. 😉

  17. vor 1 Woche

    Ich schließe mich Herbert von Caravan an…
    Die Bösen waren ultraböse, die Naiven ultranaiv… dazu die dauerhaft muffelig gelaunte Kommissarin Moormann…

    Die einzigen beiden Figuren, die irgendwie glaubhaft rüberkamen, waren für mich die verzweifelte Mutter des Opfers und der verträumte „Poet“.

    Und hätte den Titelsong nicht jemand interpretieren können, der gut und emotional rappen kann??? So war es nur ein seelenloses Genuschel…

    1. vor 1 Woche

      „die dauerhaft muffelig gelaunte Kommissarin Moormann“

      Ja; genau diese Zwiderwurzn war auch einer der Gründe, warum ich mir das heute erspart habe. 😆

  18. vor 1 Woche

    Ein deprimierend gut gemachter Film über Verwahrlosung in allen gesellschaftlichen Milieus – geistige, moralische und materielle Verwahrlosung.

    1. vor 1 Woche

      @Der Wanderer:
      Ja, der Begriff „Verwahrlosung“ trifft’s gut!👍

      Wobei tatsächlich – wie oben von @Tatort-Liebhaber moniert – die Dialoge insbes. der WG-Bewohner sowie der Kommissarinnen ziemlich ‚hölzern‘ wirkten.

      Ich finde, dass die ganze Geschichte an der Figur ‚Betty‘ hängt und wie authentisch man ihr Handeln beurteilt. Aus meiner Sicht spielt sie – bis auf die von mir oben angezweifelte ‚Abgebrühtheit‘ – eben ziemlich glaubwürdig!

      (Ohne die stark gespielten Figuren Betty sowie deren Mutter und ev. noch den Transgender-‚Poeten‘ wäre der Plot nur durchschnittlich!)

      1. vor 1 Woche

        Ja, ich sehe es ähnlich. Und es wurde Schritt für Schritt klarer, dass sie keine Nebenfigur ist. Und erst ganz am Ende, was für eine Rolle sie wirklich in der Geschichte hat.
        Allerdings finde ich durchschnittlichen Tatorten nicht unbedingt schlecht. :-)

      2. vor 7 Tagen

        Ich habe es so gesehen:

        Der Sohn aus bestem Hause ist emotional und moralisch vollkommen verwahrlost, ebenso wie sein Vater: Beide glauben, dass man mit Geld alles regeln können und sind bar jeglicher Empathie für ihre Mitmenschen.

        Die Mitglieder der WG sind alle nur darauf bedacht, sich gegenseitig zu triezen – auch hier Empathie Fehlanzeige. Außerdem leben sie alle in ihrem Wolkenkuckucksheim – insbesondere, aber nicht nur, der nur in Reimen sprechende Mitbewohner. Die angehende Juristin plagiiert ohne jedes Unrechtsbewusstsein.

        Das getötete Mädchen und seine Schwester prostituieren sich, um dem Elend zu entkommen.

        Für mich war die Einzige, die noch normaler menschlicher Gefühle fähig war, die Mutter des getöteten Mädchens.

        „Wenn man nur einen retten könnte“ – vor dieser Verwahrlosung in jeder Hinsicht nämlich. Der Titel des Films hätte passender nicht sein können.

      3. vor 7 Tagen

        @Der Wanderer:
        Das getötete Mädchen hat sich meines Wissens NICHT prostituiert (sondern wollte – im Gegenteil – ihre Schwester davon abhalten) …🧐

      4. vor 7 Tagen

        @Der Wanderer: Das Opfer hat sich definitiv nicht prostituiert.

  19. vor 1 Woche

    Was soll ich sagen, oh je oh je wäre falsch, es ließ sich eigentlich ganz gut ( mit Ablenkung twitter Tatort) gucken. Klischees wurden bereits angesprochen, was mich aber als Zuschauer richtig wut, vor allem hier die Figur von Jasna Fritzi Bauer, sieht/schaut zu 99% Erwin wie ein Sauertopf… Führ ihre Kollegin gilt das selbige( heute in der Folge ja wenig vertreten) klar,an muss nicht immer freudestahlend ein Mord nach dem anderen abarbeiten, wenn aber gefühlt 90% so Granit sind, verliert sie Figur jegliche Sympathie ( außer es ist ein Postenkommandant im AUT Krimi) und so kann ich mich als Zuschauer null mit den Hauptfiguren identifizieren.. dazu stets (wieder gefühlt 99% ) die mütze in allen unmöglichen Situationen an… Ich will doch die Figur kennen lernen und nicht permanent einem Sauertopf beim “ ermitteln“ zugucken.
    Richtig schlecht fände ich an der heutigen Folge, dass das wirklich einzige harte Thema, Kinderprostitution nur nochal schnell in den letzten 10 Minuten angeschnitten wurde, gerne 15 min weniger „WG“ und davon mehr.

    1. vor 1 Woche

      Ich denke, dass automatische Wörterbuch hat den einen oder anderen Pumuckl eingefügt, aber meine Intention ist zu erkennen, schade, dass man nach post nicht editieren kann( Anregungen vlt nur für 5min) wall of Text ist immer schwer auf dem mobilen Telefongerät zu scrollen , vor dem Klick auf post.

  20. vor 1 Woche

    Spannung mittelmässig, mit Ironie vermischt, viele Verdächtige, die Leiden der jungen Leute (wie auch der Älteren) gut dargestellt und im mittleren Teil ist der Tatort etwas langwierig. Aber das Ende sehr gefühlvoll und ergreifend! Für die ersten zwei Drittel des Films 3 Sterne, für das letzte Drittel 5 von 5 Sterne!

  21. vor 1 Woche

    Spannender Tatort, gutes Team.
    interessantes Thema mit vielen guten Einblicken in die Jugendszene.
    Die Mutter tat mir leid, sein Kind zu verlieren ist immer das schlimmste, was es gibt als Eltern.

  22. vor 1 Woche

    Was sind die schlimmsten Mitbewohner, die sich in einer WG einfinden können?
    Wesenszüge wie Egoismus, Dominanz und Skrupellosigkeit sind zwar für viele angehende Führungskräfte durchaus typisch – sie helfen zuhinterst aber nur bedingt beim Karriereaufstieg.
    Die fläzigen WG-Genossen treten im Sonntagskrimi gegen justament drei Stadtmusikanten von der Kripo Bremen an, weil halt auch eine Tote mitspielt.
    >Warten bis irgendwas passiert.< Das traditionelle KDD-Motto funzt hier zwar nicht, dafür rettet sich der Plot zeitweise mit einem ungeschönten Drive, ist indes leider kärglich raffiniert angelegt und bleibt somit ohne hohen Unterhaltungswert: „Etwas Besseres als den Tod finden wir überall …“
    @ Patrice – Prince – Schipper:
    »Nur warten bis irgendwas passiert / Einfach warten bis endlich irgendwas passiert /
    Leben in jedem Augenblick«*
    ﴾* ♪ Warten (bis irgendwas passiert) – Alan Woerner﴿

  23. vor 1 Woche

    So viele Kommentare – aber fast alles schon weit vor der Ausstrahlung geschrieben. Komisch.
    Tja, ich glaube nicht, dass ich mich auf diesn Tatort erinnern werde. Das beudetet zwar nicht viel, da ich fast alle, mit nur wenigen Ausnahmen, schnell vergesse. Manchmal sogar diejenigen, die mir sehr gefallen haben :-)
    Ich bin nicht besonders begeistert, ich bin aber auch nicht aufgeregt. Ich fand den Tatort OK, es war pausibel, mehr oder weniger autentisch, mir sind keine große Logiklöcher aufgefallen, es war eigentlich ganz logisch aufgebaut, die einzelnen Figuren alle mehr oder weniger plausibel dargestellt.
    Also, nichts besonderes, aber grundsätzlich ein guter Tatort, der zum Sonntagabend passte.

    1. vor 1 Woche

      Wie gesagt“ oben“, jeden Sonntag ist der Tatort oder Polizeiruf ab 19 Uhr in der Mediathek, und es gibt sicherlich viele, die montags früher heraus müssen und die “ geschenkte“ Stunde Gerne mitnehmen. Lineares Fernsehen stirbt halt aus.😉 Ihre Meinung zum Film heute teile ich.

  24. vor 1 Woche

    Alle Klischees wurden bedient…
    Aber wenigstens keine lähmende Langeweile, sodass diesmal eine Sichtung der Socken nicht notwendig war.
    Am Ende wurde es dann leider etwas übertrieben kitschig.
    Und im wahren Leben bzw. Fahren hätte das Wohnmobil in der ersten Kurve auf der Seite gelegen.
    Unmöglich war am Ende der asoziale Tritt der Selb gegen den Rollstuhl…. 🤨

    1. vor 1 Woche

      “ … Unmöglich war am Ende der asoziale Tritt der Selb gegen den Rollstuhl “ – volle Zustimmung, das geht so gar nicht …😠

  25. vor 1 Woche

    Falls das ein Abbild der heutigen Studenten sein soll, dann gute Nacht! Ein Tatort voller Ungereimtheiten und ein Ermittlerteam (vor allem die beiden blassen, aber arroganten Ladies), die nicht geeignet für diesen Job wären. Dieser Tatort hat ein sehr schwaches Niveau und arbeitet mit Menschenbildern mit null Belastbarkeit. Ist das wirklich unsere heutige Gesellschaft?

    1. vor 1 Woche

      Fragen Sie mal beim Jugendamt oder den zuständigen Einrichtungen der Jugendhilfe nach, die werden Ihnen sicher noch ganz andere Geschichten erzählen.

    2. vor 1 Woche

      Diese Generation ist verdorben worden von unserer „alten“ Generation, die oberflächliche Materialisten aus ihnen gemacht hat, ohne Spiritualität und verwöhnt ohne Ende. Sobald es schwierig wird, wird hingeschmissen. Oder – das andere Extrem – man hat nur noch Interesse für die eigene Karriere und das Geldmachen. Gut dargestellt von dieser kleinen Schwester, und absurd, wie die Mutter sie am Ende in die Arme schließt, bei allem, das sie angerichtet hat. Schade, die Studenten-WG am Anfang war interessanter, ich hätte mir mehr aus dieser Szenerie gewünscht.

      1. vor 7 Tagen

        Ich halte es mit #Christoph Heinemann und habe den Film nicht gesehen (dank der Empfehlung der Redaktin), werde also dazu nichts schreiben. Ich gebe #Virginia Revel zu großen Teilen Recht. Noch folgende Aspekte:
        Es gibt nicht die Generation. Zu den negativen Beispielen (Sozialamt) bibt es auch genügend gegenteilige Beispiele.
        Es bringt nichts zu jammern, wie schwer es die heutige Jugend habe. Wann hatte es eine Jugend einfach?
        Das Versagen der Politik (Corona) kann nicht ewig als Rechtfertigung herhalten. Ab einem bestimmten Alter ist jeder für sich (jnicht nur jurstisch) verantwortlich. Und wenn sich jemand volldröhnt oder sonstwie gehen lässt, ist das irgendwann auschließlich seine Entscheidung.

      2. vor 7 Tagen

        Was hat die Mutter denn angerichtet?
        Ich sah da nichts; außer dass sie nach dem Tod des Mannes und dem Verlust der Existenz, des Vermögens, selbst viele Probleme hatte.

  26. vor 1 Woche

    Einfach unlogisch und langweilig

  27. vor 1 Woche

    Mir hat’s insgesamt auch gut gefallen – vor allem, dass mit der Figur der „Betty“ am Ende zumindest ja wohl doch eine gerettet werden konnte …

    1. vor 1 Woche

      Nun ja… sie hat ihre Schwester auf dem Gewissen, sie hat sich prostituiert… ob ihr eine glückliche Zukunft bevorsteht, wage ich zu bezweifeln…

      1. vor 1 Woche

        ok, rückblickend war sie geständig, in der Gegenwart konnte sie gerettet werden, nur die Zukunft kann man nicht vorhersagen …

      2. vor 1 Woche

        @Imki:
        Wenn die Tathandlung tatsächlich nur ein ‚Schubsen‘ war, kann eine geschickte Verteidigung sicherlich in Richtung bloß ‚fahrlässiger Tötung‘ argumentieren. Da wird sie als 15-jährige mit einer bedingten Haftstrafe davonkommen (m.E.)!
        Wenn sie dann noch selbst kapiert, dass (Kinder)Prostitution keine harmlose Form der Geldbeschaffung ist, stimme ich @Hilcher zu, dass eine ‚Rettung‘ möglich ist!😌

      3. vor 7 Tagen

        @ der Fremde
        Wenn man für den Tid der eigenen Schwester verantwortlich ist, geht es doch weniger darum, welche Strafe man vom Gesetzgeber her erhält. Es geht um die wahrscheinlich lebenslang währende Selbstanklage.
        Und gewahr zu werden, dass man seinen eigenen Körper an Männer hingab, weil man einem riesengroßen Irrtum unterlag (mein Zuhälter liebt mich doch so), macht die Sache doch auch nicht besser.
        Gerettet? Ich weiß nicht.
        Aber auf jeden Fall nicht aufgegeben und gehalten von der Mutter.
        Ja, eine Mutter verzeiht alles. Die Frage ist, ob sich das Mädchen darauf einlassen kann – und will.

      4. vor 7 Tagen

        Bist du der Ansicht, dass jede Prostituierte automatisch ihr gesamtes Leben versaut hat?
        Könntest du das dann nicht auch grundsätzlich jeder Frau nach einem ONS unterstellen?
        Ist diese Einstellung nicht ein wenig weltfremd?🧐

      5. vor 7 Tagen

        @schauinsland, @Bruno:
        M.E. hat kaum ein Mensch sein Leben final ‚versaut‘ (natürlich auch Prostituierte nicht)! Es geht um einen ‚ehrlichen Umgang‘ mit seiner/ihrer Vergangenheit.
        Und da scheint mir Betty eine ganz gute Chance zu haben. Immerhin hat sie -ohne Not – ehrlich gestanden, dass sie es war, die ihre Schwester ‚geschubst‘ hat. (Sie hätte leicht sagen können, dass es ihr Zuhälter Mike war.)

        Diese grundsätzliche Ehrlichkeit in ihrem Charakter gibt ihr m.E. die Chance, mit ihrer Vergangenheit ‚aufzuräumen‘!😇

  28. vor 1 Woche

    Schablonenhafte Charaktere, hölzerne Dialoge, teilweise zäh. Davon abgesehen, war es trotz alledem endlich mal wieder ein Krimi. Schon allein deshalb bin ich nicht unzufrieden. Und noch ein Cliffhanger: Wird der Prince wieder auftauchen? Meinetwegen gerne, auch wenn er Andersen nicht das Wasser reichen könnte…

    1. vor 1 Woche

      @Nase:
      Naja, er sagte am Schluss, dass die Mordkommission nichts für ihn sei. Die Chance ist also gering …😏

      1. vor 1 Woche

        @Der Fremde: Schade, ich fand ihn sympathisch und „echt“. Inklusive Tanzeinlage bei Schwoofmusik. 😉

    2. vor 7 Tagen

      Das steht doch oben in der Inhaltsangabe, dass „Prince“ nur einmal dabei ist.

  29. Tom
    vor 1 Woche

    Glaub Bremen könnte ein personelles Makeover gut tun…Karten neu mischen und neu austeilen…mit Jokern hier und da…

    1. vor 7 Tagen

      Zuallererst bei den Autoren. Wenn ich „Bremen“ lesen, erlischt mein Interesse sofort. Autoren, die Identitätsthemen toll finden, tun das meist zum Leidwesen jeglichen sonstigen Tiefgangs. Das wurde hier mal wieder bestätigt.

    2. vor 7 Tagen

      @Tom, @TatortKonsument: Ich gebe Ihnen Recht, ich bin Bremerin mit Leib und Seele!!! Lebe seit über 30 Jahren „anne Weser“, und unsere tolle, vielfältige Stadt hätte wirklich mal ein richtig starkes Ermittler-Team verdient!!!
      Vor allem würde ich mir wünschen, daß Bremer*innen nicht per se als maulfaul und humorlos dargestellt werden würden. Bei Kommissarin Moormann hab ich immer das Gefühl, sie hat ein Kaugummi im Mund, so wenig, wie sie die Zähne auseinanderkriegt…

      1. vor 7 Tagen

        @Imki:
        Witzig, bei den permanent verzogenen Mundwinkeln von Moormann habe ich immer den Eindruck, sie würde unter chronischer Gastritis leiden.😩

      2. vor 7 Tagen

        @Der Fremde: …eher an einem offenen Magengeschwür… 😉
        Besonders „gestaunt“ hab ich in der Szene, als Moormann ihren Kollegen in der Mittagspause etwas von Empathie erzählt hat, und daß sie und die Kollegen doch deshalb zur Polizei gegangen wären, um „möglichst viele zu retten“… Da dachte ich… na, dann zeig doch mal ein bißchen Empathie!!!

    3. vor 7 Tagen

      Die Kommissarin Moormann spielt sehr gut: Wir kennen aus dem Alltag viele Menschen, die ein verkniffenes Gesicht zeigen, nicht gerade supersympathisch sind, trotzdem aber hinter einer harten Schale Gefühl, Empathie, Verlässlichkeit und Zuwendung zeigen. Das spielt Moormann sehr gut und beweist ihr selbstloser Einsatz am Ende, als sie in das Wohnmobil zur durchgedrehten jungen Frau steigt, um sie vor weiteren Dummheiten abzuhalten. Und da geht sie schon ein Risiko ein: Die Mutter der jungen Frau versperrt zwar die Weiterfahrt des Wohnmobils aber trotzdem ist es wegen der verwirrten jungen Frau lebensgefährlich für die Kommissarin, ins Auto zu steigen. Apropos Dummheiten junger Leute: Man sollte bedenken, dass Betty erst 15 Jahre alt ist, da ist noch niemand sittlich, körperlich und intellektuell „gefestigt“.

  30. vor 1 Woche

    Ziggy Stardust lebt! ..oder war es sein verträumter (ur) Enkel?

    Meine Lieblingsszene aus dieser Folge: Moormann sitzt bei Prince am Tisch und drückt die Fernbedienung… 🤣

    1. vor 1 Woche

      …zeigt in aller Deutlichkeit, wie haushoch überlegen er der „Hauptkommissarin“ ist!

      1. vor 7 Tagen

        Ziggy Stardust sein Enkel = Colin Trenker, der Poet der WG.

        Lieblingsszene mit der Fernbedienung: wegen dem Mimenspiel der Kommissarin.

    2. vor 1 Woche

      @schauinsland: Meine Lieblingsszene war eindeutig die, in der der Vater von dem WG-Oberkotzbrocken auftaucht und die ganze Blase an die Luft setzt!!! 😁👍

      1. vor 7 Tagen

        Fand ich auch; obwohl er ja im Kommissariat erst den „Kotzbrocken“ mimte.

  31. vor 1 Woche

    wenn man wenig bis gar nix erwartet, wird man oft positiv überrascht. So war es auch heute.
    Ich schätze zwar Linda Selb als einzigartige und außergewöhnliche Kommissarin im TO-Kosmos, aber das Duo Moormann + Prince hat mir heute deutlich besser gefallen, als die bisherigen Folgen mit den 2 Damen und ihren aufgesetzten oft unlustigen Dialogen. (Scheinbar bleibt es aber bei diesem einmaligen Gastspiel).
    Die Geschichte als Verknüpfung aus Sozialdrama + Krimi war durchgängig nachvollziehbar. Sie wäre in der Uni-Stadt Freiburg sicher fehl am Platz gewesen – für Bremen fand ich sie passend.
    Nicht der beste TO, aber der beste und unterhaltsamste „neue“ Bremer TO bisher – und dafür gibt´s gute 4 Sterne

  32. vor 1 Woche

    na ja , man konnte sich diesen Bremen TO halt so reinziehen – etwas besser als im Voraus erwartet – dieses “ neue “ Bremer Team hat mich bisher noch mit keiner Folge überzeugen können – vielleicht lags diesmal daran , dass Frau Kommissarin Linda Selb nur kurze Auftritte hatte und nicht so direkt am Geschehen beteiligt war . KDD-Ermittler Patrice „Prince“ Schipper – auch nicht gerade der “ Burner “ . Wie bereits vorgeschlagen , ein personelles Makeover würde der Bremer TO Fabrik möglicherweise echt gut tun . Selbst in der Rechtsmedizin würde ich mir glattweg Dr. Katzmann ( Matthias Brenner ) wieder her wünschen .
    @M.S. Unmöglich war am Ende der asoziale Tritt der Selb gegen den Rollstuhl…. 🤨Das sehe ich genau so .

  33. vor 1 Woche

    ⭐⭐ Nicht so ganz schlecht mit viel Luft nach oben. Bedrückendes Sozial -Drama, als Krimi bedingt gut.

    Erfreulich war, dass das Kommissarinnen-Duo gleich am Anfang aufgelöst wurde. Da wurde man von der überkanditelten Spielweise von Selb weitgehend verschont.

    Der neue schwarze Kommissar war ein Lichtblick. Schade, dass es wohl nichts Längeres wird.

    Leider hat man wieder sämtliche Charaktere extrem überzeichnet, ohne auf deren Motivationen einzugehen. Die Zeit dafür wäre da gewesen, gerade in der ersten Hälfte des Films tat sich nicht sonderlich viel.

    Nach wie vor überzeugt mich die Besetzung in Bremen nicht.

  34. vor 1 Woche

    Die Figur des Colin Trenkner erinnert mich von der Aufmachung her an David Bowie …😇

    1. vor 7 Tagen

      Gleicher Gedanke.

    2. vor 7 Tagen

      @Hilcher: In der Kritik des „Spiegel“ wurde eine Ähnlichkeit mit Kurt Cobain festgestellt!

  35. vor 7 Tagen

    ich schließe mich weitgehend der Kritik der hiesigen Redaktion an. Der Film ist ein typischer Tatort, nicht schlecht, aber mit Schwächen. Einige Dialoge sind sehr schwach, wirken wie auswendig gelerntes Laienschauspiel. Spannend und teils erheiternd, traurig, alles ist dabei. Insgesamt guter Durchschnitt.

  36. vor 7 Tagen

    Ob der KDD-Kollege ein Test war, um zu sehen, ob Frau Selb nicht verzichtbar ist? Ich würde sie nicht vermissen und in einer neuen Partnerschaft würde Liv Moormann sicher noch besser wirken.
    Alles in allem ein durchwachsener Tatort.
    Absolut verzichtbar wäre die unnötige Rapperei gewesen, die mit der Handlung absolut nichts zu tun hatte.
    Sehr gut fand ich den Auftritt des Vaters, der zwar erst den großen Zampano spielen wollte, dann aber seinem missratenen Nachwuchs doch zeigte, wo der Hammer hängt.

    1. vor 7 Tagen

      @Bruno: Yes!!! 👍 Ein kurzer, aber starker Auftritt!!!

  37. vor 7 Tagen

    Für mich ist die stärkste Szene des Films, wenn die Mutter die Tochter – sinngemäß – fragt:
    „Willst du ‚es‘ (das Geld) so sehr, dass du dich selbst dafür verkaufst?“

    Das ist eine fast philosophisch anmutende Frage, als deren ehrliche Antwort eigentlich nur 2 Alternativen denkbar sind:

    „JA, ich will (es so sehr)“ oder
    „NEIN, es tut mir leid, ich hab‘ das alles nicht so durchdacht“!

    Die genannte Szene hatte jedenfalls etwas, das mich persönlich ‚berührt‘ hat. Das gelingt einer TO-Episode nur selten. Chapeau!

    Fazit: Eine ‚RETTUNG‘ von Betty ist möglich. Aber nur dann, wenn sie zur obigen Frage die RICHTIGE ANTWORT gibt!

  38. vor 7 Tagen

    Ich bin überrascht über die teilweise doch recht milden Kommentare. Für mich war das ein Totalausfall. Ein Drehbuch aus der Hölle. Figuren wie Pappaufsteller. Einmal Klischeekiste aufgemacht, ordentlich durchgemixt und fertig. Zwei Ü60-Autorinnen schreiben über „die Jugend von heute“ ohne auch nur im entferntesten ein Gespür für deren „Vibe“ zu haben. Das erinnert schwer an Herbert Reinecker, wenn er in seinen „Derrick“-Drehbüchern jugendliche Charaktere auftreten lassen hat, inklusive der gleichen Fokusthemen bürgerlicher Panik (Prostitution! Drogen! Moralischer Verfall!) Da wurde offensichtlich alles mögliche an kulturpessimistischen Artikeln gelesen und verwurstet, im Gegensatz zu Reinecker jedoch ohne gut konstruierten Krimiplot, dafür mit etlichen Fremdschammomenten (Poetry-Slam & Deutschrap, Verfolgungsjagd mit Wohnmobil, die Prince’sche Liebesbeleuchtung…). Ein Armutszeugnis der Redaktion, ein solches Drehbuch durchzuwinken.

    1. vor 7 Tagen

      Also, die Liebesbeleuchtung fand ich als Gag richtig gut!
      Die Verfolgung mit dem Wohnmobil: Geschenkt. Reine Dramaturgie am Ende.
      Und ja, es wurden alle Klischees bedient, es war jedoch in meinen Augen endlich mal auch Krimi und nicht nur Sozialdrama!
      Und vor allem: keine einschläfernde Langeweile!

    2. vor 7 Tagen

      @kressin:
      Naja, die These, dass Personen nur jene Sachverhalte beurteilen oder beschreiben können, mit denen sie selbst in deren persönlichem Alltag konfrontiert sind, glaube ich nicht:
      Genauso, wie Richter über ‚Mord‘ verhandeln können, ohne selbst je einen begangen zu haben, können (gute) Drehbuchschreiber m.E. auch Sachverhalte zeichnen, mit welchen sie nicht ihrem Alltag konfrontiert sind (und seien sie auch UE60 …)😇

      1. vor 7 Tagen

        Grundsätzlich sehe ich das auch so, aber beim gestrigen Tatort waren die Figuren genau so gezeichnet, wie „Boomer“ sich Generation Z vorstellen, es war aus meiner Sicht sehr deutlich sichtbar, dass das Gespür der Autorinnen für Lebenswelten heutiger junger Menschen einfach nicht vorhanden war.

  39. vor 7 Tagen

    Mit dem Vorabkommentieren hab ich nun meinen Frieden gefunden.
    Wer darin Erfüllung findet, so what!
    Waren in letzter Zeit sogar ab und an gewinnbringende Infos und Verweise auf vergangene Folgen enthalten.
    Ebenfalls erfreut bin ich, dass diese nervige Diskussion über GEZ Gebühren und Verschwendung derselbigen wohl zu Ende ist… Toleranz ist das Stichwort. Gibt auch Menschen die lieben das Wort zum Sonntag 😉.
    Erfreut war ich über die Zustimmung zu meinem Kommentar über den asozialen Tritt gegen den Rollstuhl am Ende des Films. So etwas hat in meinen Augen keinen Sinn, außer schlechte Vorbildwirkung. Junge Mitmenschen finden es vielleicht noch cool…
    @Gerald:
    wollte ich mal loswerden, auch wenn es nichts mit der aktuellen Folge zu tun hat.

    1. vor 7 Tagen

      @M.S.:
      „Mit dem Vorabkommentieren hab ich nun meinen Frieden gefunden.“
      Hallelujah und Glückwunsch! Möge dieser Frieden auch die anderen Vorabkommentarnichtmöger ereilen. Lebt sich einfach besser damit! 😇

      1. vor 7 Tagen

        😁😁😁
        Na, du bist mir ja eine, „Schatz“…

      2. vor 7 Tagen

        😁😇😉 und Grüße!

  40. vor 7 Tagen

    Trotz aller Kritik denke ich, dass ein Dreier-Team Moormann/Selb/Prince durchaus funktionieren könnte. Die Schauspieler*innen finde ich alle drei auf ihre Weise sympathisch. Bitte nur in Zukunft mit besseren Drehbüchern.

    1. vor 7 Tagen

      das entstandene Problem sehe ich in einer ARD die wohl meinte besonders „woke“ sein zu müssen. Dabei stehen doch gerade die neueren Damen-Duo´s aus Bremen und Zürich besonders häufig in der Kritik. Diese Konstellation birgt halt naturgemäß Reibereien und Zickereien in sich, und dieser Konkurrenzkampf tut einem geschmeidigen Ablauf bei einem Krimi ganz sicher nicht gut.
      Bei Sänger/Dellwo, Steier/Mey oder Janneke/Brix waren die Damen oft auch „blaß“. Aber der männliche Gegenpol war kein Konkurrent, kein Widersacher – er war einfach nur völlig anders. Und das hat sich bewährt und ganz gut ergänzt. Auch fand ich Ludwigshafen in der Zeit mit Kopper an der Seite von Odenthal wesentlich lebendiger, und Bibi ohne Moritz oder umgekehrt ist ebenfalls undenkbar.
      Es müssen nicht immer wie im klassischen Stil 2 männlich Kommissare wie in München oder Köln sein. Aber mit dem Vorstoß 2 Frauen machen das mindestens genau so gut, tut ihr euch liebe ARD doch sichtlich schwerer als erwartet.

      1. vor 7 Tagen

        Diese Beobachtungen würde ich so nicht teilen, weder bezüglich der vermeintlich blasseren Frauen in gemischten Konstellationen noch des Nicht-Funktionierens rein weiblicher Teams. Viel mehr dürften viele der Probleme in Zürich und in den ersten Ludwigshafener Folgen mit Johanna Stern auf das Klischeedenken einiger Drehbuchautor*innen zurückzuführen sein (zwei Frauen = Zickenkrieg). Reine Frauen-Teams können sehr gut funktionieren, mir hat zum Beispiel Karin Hanczewski sowohl mit Cornelia Gröschel als auch mit Alwara Höfels sehr gut gefallen. Das hätte für mich auch ohne Brambach gut gepasst. Es ist immer eine Frage des Drehbuchs und hier denke ich liegt das grundsätzliche Problem. Senderverantwortliche ohne Ahnung von Filmkunst und -handwerk beauftragen mittelmässige Autor*innen, Hauptsache das Thema eignet sich dafür, sich als „relevant“ hervorzutun. Natürlich gibt es auch genug Ausnahmen, aber leider zu oft Machwerke, die diese These bestätigen.

  41. vor 7 Tagen

    Liebe Community, abschließend möchte ich noch etwas zu „Betty“ sagen. Es wurde viel über sie diskutiert, ich kann aber, auch nach längerem Nachdenken, keinen „gefallenen Engel“ in ihr sehen.
    Welche 15-Jährige glaubt ihrem Lover, der ihr erst was von einer großen Zukunft vorsäuselt und sie dann mit einem Klaps auf den Po und einem lässigen „Hopp-Hopp“ zu ihrem Freier schickt???
    Gerade in unserer Zeit, wo man in den sozialen Medien jede Menge über Zwangsprostitution erfahren kann???
    Als ihre Mutter versucht, sie zu überreden, die Schule zu beenden und dann vielleicht auch zu studieren, sagt sie sinngemäß: „Und dann hock ich in ’ner Einzimmerwohnung und trag nur Billigklamotten?“
    Nee, nee… das sieht mir nach einem egoistischen, sozial inkompeteten, (Verzeihung…) „Gör“ aus, dem der Schmerz der Mutter so richtig schön am Mors (wie wir Bremer sagen… 😉) vorbeiging!!!

    1. vor 7 Tagen

      Welche 15-jährige? Aus meiner Sicht nur diejenige, die der Fantasie besorgt-bürgerlicher Eltern entstammt. Die Rolle ist einfach schlecht geschrieben.

    2. vor 7 Tagen

      Es gab einmal 2017 einen Themenabend – Titel: Skrupellose Loverboys
      Sowohl eine Doku: „Verliebt-Verführt-Verkauft“ als auch ein Spielfilm (über eine ebenfalls 15-jährige Caro, die sich in den charmanten 19-jährigen Cem verliebt. Titel: „Ich gehöre ihm“) gab es hierzu.
      Beides beschreibt sehr eindringlich wie die Täter die emotionale Abhängigkeit der Opfer ausnutzen, indem sie ihnen Geschenke, Komplimente und eine scheinbare gemeinsame Zukunft vorspielen. Nach diesem ersten Schritt werden die Mädchen eingeschüchtert nun auch Geld für den „gemeinsamen Lebensaufbau“ zu verdienen und damit etwas beizutragen. Dies ist so geschickt manipulativ eingefädelt, daß das Thema Zwangsprostitution in diesem Zusammenhang aber in keiner Weise direkt ins Scheinwerferlicht gerät.
      Genau das ist ja der „Trick“ dabei, das hier die genutzte Emotion vor der eigentlichen Logik steht

      1. vor 7 Tagen

        Das ist ein sehr kluger Beitrag, @Manne, danke Ihnen dafür. In Bettys Fall sah ich allerdings leider nur die reine Gier nach Geld und Wohlstand. Sorry dafür. Ein vielschichtiges Thema…

      2. vor 7 Tagen

        @Imki: Betti wollte ausdrücklich Geld verdienen, um ihrer Schwester finanziell helfen zu können. Zwangsprostitution spielt hier keine Rolle.

      3. vor 7 Tagen

        @Attila: Hatte Mike sie nicht erpreßt, er würde kompromittierende Fotos von ihr ins Netz stellen, wenn sie nicht mehr mitmacht???

        Und, hätte Betty ihrer Schwester nicht mehr geholfen, wenn sie mit ihrer Mutter über die psychische Not ihrer Schwester gesprochen und sie wieder nach Hause geholt hätte???

        Stattdessen versucht sie sogar noch, das Zimmer ihrer verstorbenen Schwester zu ergaunern…

      4. vor 7 Tagen

        @Imki:
        Nach meinem Verständnis hat sich Betty zunächst -unter Mithilfe von Mike, der die ‚Kontakte‘ hatte – prostituiert mit den Motiven: erstens aus ‚Liebe‘ zu Mike und zweitens wegen des Geldes.

        Mike wollte sie erst am Schluss erpressen, nachdem sie sich entschieden hatte, nicht mehr für ihn zu arbeiten.
        Es gab m.E. also keine (Phase einer) ‚Zwangsprostitution‘.

      5. vor 7 Tagen

        @Imki: Man kann, als reife, erwachsene Person Ideen haben, wie Betti ihrer Schwester besser hätte helfen können. Eine 15-jährige wird sicher keine Hilfe bei den eigenen Eltern (in diesem Fall bei der noch lebenden Mutter) suchen.
        Erpresst wurde sie erst ganz am Ende, wenn die Mutter erschien.

  42. vor 7 Tagen

    Ja, allerdings ist das weder ein alltägliches Phänomen, noch wurde das in der gestrigen Folge irgendwie auch nur ansatzweise glaubhaft dargestellt.

  43. vor 7 Tagen

    Ich darf noch etwas hinzufügen, liebe Communtiy…
    Das Thema „Prostitution“ wurde schon sehr oft im Tatort verarbeitet. Ich denke da ganz explizit an „Kinderland“ und „Siebte Etage“.
    In beiden Folgen hatten die dargestellten Prostituierten mehr Format, ihre Geschichten wurden sensibel dargestellt und waren sehr vielschichtig. Auch diesen Aspekt hab ich in dieser Tatort-Folge schmerzlich vermißt.

    1. vor 7 Tagen

      auch dazu möchte ich wenn erlaubt meinen Senf geben.
      Beim reinen „Thema Prostitution“ treibt sich meist auch der Täterkreis in diesem Umfeld herum, und man kann somit tiefer darauf eingehen.
      Bei dem Bremer Thema gestern war dies aber genau genommen eher nur am Rande der Fall. Man packte all zu viel hinein. Es ging auch um:
      – miteinander Leben in einer WG
      – Geldsorgen von Studenten
      – einer gescheiterten einst wohlhabenden Familie
      – teils um Drogen und den Machenschaften in einem Club
      – einem verdächtigen Obdachlosen, u.s.w.
      Die mögliche Täterschaft wurde (bewusst) so breit gestreut, das man aus Zeitgründen im Einzelnen gar nicht hätte tiefer auf die jeweiligen Personen eingehen können. Es bleibt halt ein Kompromiss ob man ein Verwirrspiel für den Zuschauer mit möglichst vielen Beteiligten und Wendungen aufbauen will, oder man sich die Zeit nimmt einige wenige Personen viel tiefgreifender darzustellen. Beides allerdings ist in 90 Minuten kaum möglich.

  44. vor 7 Tagen

    Die beiden Drehbuchautorinnen sind lange im Geschäft, erfahren und erfolgreich. Eine arbeitet mit Jugendlichen und unterrichtet als Professorin zukünftige Drehbuchautorinnen und -autoren. In dem Podcast erzählen beide von turbulenten Bedingungen während der Produktion und dass zum Schluss eben ein lauwarmer Kompromiss herausgekommen ist (habe ich jedenfalls so verstanden). Kein Wunder, dass das Urteil vieler User zusammengefasst lautet: So schlecht war es ja gar nicht. Das heißt aber auch: Es war nicht gut. Und wenn wir als Zuschauer mit dem Mittelmaß zufrieden sind, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass wir ein solches bekommen.
    Hörenswert: drehbuchverband.de/podcasts/vertrauen-steht-nicht-im-vertrag

  45. vor 6 Tagen

    Zunächst einmal, liebe Communtiy, bedanke ich mich für die gleichzeitig sachliche und emotionale Diskussion. Ja… geht!!!
    Vielleicht bin ich auch nicht ganz so „sachlich“, dafür entschuldige ich mich. Aber, mein Vater starb auch sehr jung, und von da an, ich war gerade 10 Jahre alt, und meine jüngere Schwester war 6… da hieß es „zusammenhalten“!!!
    Sobald wir alt genug waren, haben wir unsere Mutter unterstützt, das war selvstverständlich für uns!!! Keine von uns hatte überzogene Erwartungen, wir haben früh gelernt, daß man Schicksalsschlägen gemeinsam die Sirn bieten muß.
    Und… sowohl ich als auch meine Schwester haben studiert. Und natürlich war manchmal das Geld knapp… da haben wir eben nebenbei gejobbt!!! Ich hab gekellnert, und meine Schwester hat in einer Boutique gearbeitet…
    Um Geld zu verdienen, muß man/frau/divers nicht zwangsläufig auf den Strich gehen!!!

    1. vor 6 Tagen

      @Imki:
      So wie Sie es damals gemacht haben, ist es klarerweise der richtige Weg, da besteht kein Zweifel!
      Aber heutzutage haben so manche Jugendliche (nach übermäßigem Konsum unsozialer Medien, etc.) halt das Gefühl, dass ihnen das nicht genügt. Die müssen es eben ‚auf die harte Tour‘ lernen …😎

      1. vor 6 Tagen

        @Der Fremde: 🤗

    2. vor 1 Stunde

      Lebenswege verlaufen unterschiedlich. (Das Problem „loverboy“ gibt es nun mal). Man kann sowieso nicht von sich auf andere schließen.
      Systemimmanente Probleme verschwinden nicht durch gelungene Einzelschicksale.

  46. vor 6 Tagen

    Naja, das Bremer Tatort-Team hat für mich schon seit längerem die Rote Laterne der schlechtesten Performance aller derzeit am Start seienden. Ausnahme war der Weihnachtstatort 2024, der war wirklich gut und hatte inhaltliche Tiefe. Ich halte Fritzi Bauer für eine wirklich schlechte Schauspielerin, ihre Kollegin fand ich in der Kombi mit Stedefreund damals originell, jetzt bleibt sie nicht nur optisch blass. Man vergleiche die bei mal mit den Damen aus dem Rostock- Polizeiruf oder mit der wunderbaren Darstellerin Claudia Michaelsen.
    Den Fall fand ich langweilig und ein Festival an Klischees. Lichtblicke waren Catrin Striebeck als Mutter, Princeton und der Darsteller des Vaters vom reichen Söhnchen, aber der ist ja ein recht oft eingesetzter Schauspieler in ähnlichen Rollen, so in dem Münchener Tatort mit den Mörderpuppen. Ich vermisse Stedefreund und Lürsen und vor allem die damals wiederholt guten Drehbücher.

  47. vor 6 Tagen

    Dieser Tatort aus Bremen war wieder einmal überwiegend unterdurchschnittlich:
    Die Geschichte um die tote Studentin und die zerstrittene WG wirkt konstruiert. Viele Szenen wirken geplant, statt organisch zu entstehen, was der Spannung und Glaubwürdigkeit schadet. Die Folge versucht, das heutige Studentenleben und die Schattenseiten der Leistungsgesellschaft gleichzeitig darzustellen. Diese Vielzahl an Botschaften führt zu einer überladenen und wenig fokussierten Erzählung. Die Figuren bleiben eher stereotyp und oberflächlich, wodurch die so wichtige emotionale Bindung zu den Charakteren weiterhin schwerfällt. Obwohl der Tatort generell oft düstere gesellschaftliche Themen anspricht, ist hier die Umsetzung nicht stimmig – man merkt den Autoren an, dass diese „bemüht“ waren.
    Fazit: künftig entweder deutliche Verbesserungen oder bitte endlich die erlösende Reißlinie ziehen

    1. vor 6 Tagen

      Oje, kennt die KI nicht das Wort ‚Reißleine‘?😖

      1. vor 3 Stunden

        Tja, so ist das mit KI, zum Glück kennt/kann sie noch nicht alles.

Neue Tatort-Folgen
Baden-Baden
14 Folgen
Berlin
98 Folgen
Bern
12 Folgen
Braunschweig
1 Folgen
Bremen
50 Folgen
Bremerhaven
1 Folgen
Dortmund
29 Folgen
Dresden
41 Folgen
Duisburg
29 Folgen
Düsseldorf
15 Folgen
Erfurt
2 Folgen
Essen
22 Folgen
Frankfurt
89 Folgen
Freiburg
1 Folgen
Göttingen
5 Folgen
Hamburg
107 Folgen
Hannover
31 Folgen
Heppenheim
1 Folgen
Kiel
51 Folgen
Köln
101 Folgen
Konstanz
31 Folgen
Leipzig
44 Folgen
Lübeck
2 Folgen
Ludwigshafen
83 Folgen
Luzern
17 Folgen
Mainz
7 Folgen
München
125 Folgen
Münster
48 Folgen
Nürnberg
11 Folgen
Saarbrücken
46 Folgen
Schwarzwald
16 Folgen
Stade
1 Folgen
Stuttgart
80 Folgen
Weimar
11 Folgen
Wien
91 Folgen
Wiesbaden
14 Folgen
Zürich
10 Folgen