Kurz und knapp – darum geht’s

Es ist ein grausiger Fund in den Katakomben der Münchener U-Bahn: Die völlig entstellte Brandleiche einer jungen Frau liegt dort, wahrscheinlich schon seit Monaten, gezielt drapiert in dem unterirdischen Verließ. Für die Kommissare Batic und Leitmayr ist klar: Dies ist ihr letzter Fall, und ihnen bleiben nur vier Tage Zeit, um den Mörder zur Strecke zu bringen – danach wartet der Ruhestand. Unter Hochdruck ermitteln sie die Identität des Todesopfers, doch je länger sie nach dem Täter und seinem Motiv suchen, desto mehr kommt es dem altgedienten Kriminalisten-Duo vor, als würden sie ein Phantom jagen: ein Unbekannter, der in Privatwohnungen eindringt – und sein nächstes Opfer womöglich schon auserkoren hat. Ein spektakulärer Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Nach 35 Jahren und 100 Fällen sagen Leitmayr und Batic „Servus“: Teil 1 der Abschieds-Doppelfolge „Unvergänglich“ ist am Ostersonntag, den 5. April 2026 um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen, der zweite Teil folgt am Ostermontag, den 6. April zur selben Sendezeit.

Inhalt der Tatort-Folge „Unvergänglich (Teil 1)“

Es ist ein grausiger Anblick, der sich den Kommissaren Ivo Batic und Franz Leitmayr in einem dunklen Betriebsraum der Münchener Versorgungsbetriebe tief unter dem St.-Quirin-Platz bietet: Eine völlig entstellte Brandleiche liegt dort, eine Frau, seit mehreren Monaten tot, wahrscheinlich elendig verblutet, aber nicht hier unten – dafür gibt es zu wenig Blutspuren. Erst angeschossen, dann verblutet, dann verbrannt, dann abgelegt, tief unter der Erde, quasi in einem geheimen Verließ. Welcher Mörder geht so bestialisch vor?

Für Leitmayr und Batic ist klar: Sie werden diesen Fall aufklären, auch wenn ihnen dafür nur vier Tage Zeit bleiben, denn: Danach wartet der Ruhestand. 35 Jahre waren sie im Dienst, immer gemeinsam, als Team, aber für die Zeit danach schmiedet jeder seine eigenen Pläne. Doch diesen letzten Fall, den wollen sie zusammen lösen, wie so viele andere zuvor. Auch wenn Kollege Hammermann schon in den Startlöchern steht und am liebsten selbst die Ermittlungen im Tatort „Unvergänglich“ leiten würde: So weit ist es noch nicht. Nur eines hat sich das Kriminalisten-Duo gegenseitig versprochen: Im Einsatz erschossen zu werden, das geht gar nicht. Zu viel Klischee, eindeutig.

Immerhin: Kalli Hammermann kniet sich rein in den Fall, auch wenn er (noch) nur die zweite Geige spielen darf – und so kommt der clevere Oberkommissar mithilfe der Gesichtserkennung schnell der Identität des Mordopfers auf die Spur: Micaela Horvat, eine junge Frau aus Slowenien, die geschäftlich öfters in München geweilt hat. Für ihre Übernachtungen hat sie stets eine Privatwohnung über das Portal „Bed and Breakfast“ gebucht – was ihr offenbar zum Verhängnis wurde.

Denn für die Ermittler im TV-Krimi „Unvergänglich“ steht fest, dass die letzte Wohnung, die Horvat angemietet hat, zugleich der Ort war, an dem die ehrgeizige Businessfrau ihr Leben verloren hat – der Tatort. Reste von Blutspuren zeugen davon, vor allem im Flur und im Badezimmer. Ins Visier gerät schnell Bernd Pfannenmüller, der eigenbrötlerische Hausmeister, der auch für die Schlüsselübergabe bei den BaB-Vermietungen zuständig ist. Einige negative Onlinerezensionen legen nahe, dass Pfannenmüller regelmäßig in den Privatsachen der Mieter herumschnüffelt und gelegentlich das eine oder andere Teil mitgehen lässt. Wurde der diebische Hauswart von Micaela Horvat auf frischer Tat ertappt? Gut möglich, andererseits hat er ein glaubhaftes Alibi für die Tatzeit.

Batic und Leitmayr rennt die Zeit davon. Auf keinen Fall wollen sie ihre Polizeikarriere mit einem ungelösten Mordfall beenden, doch ihnen fehlt ein überzeugender Ansatz. Unerwartete Unterstützung bekommen sie von einer alten Bekannten: Fallanalytikerin Christine Lerch, die mittlerweile Karriere beim FBI gemacht hat, ist auf Familienbesuch zurück in München – und hilft den beiden „Rentnercops in Spe“ bei der Ermittlung des Tätertyps: extrem gewaltbereit, psychisch labil, leicht reizbar, ohne sozialen Halt – das alles trifft auf Mike Werner zu, einen Arbeitslosen ohne festen Wohnsitz und ehemaligen Azubi bei den Versorgungsbetrieben. Als solcher hat er womöglich noch Zugang zum unterirdischen Betriebsraum, wo die Leiche abgelegt wurde. Ist Mike Werner der Mörder, den sie suchen? Unter Hochdruck trägt das Ermittlungsteam im BR-Tatort „Unvergänglich“ alle Infos zu Werner zusammen und kreist seinen mutmaßlichen Aufenthaltsort ein. Doch gerade in dem Moment, als die Kripo glaubt, ihren Täter in der Falle zu haben, ist alles wieder ganz anders. Und es beginnt ein spektakulärer Wettlauf gegen die Zeit in den letzten Dienststunden der Kriminalhauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr …

Batic und Leitmayr sagen Servus

35 Jahre, 100 Fälle: Damit steht das Münchener Duo an der Spitze der Tatort-Ermittler, nach Dienstjahren nur noch überflügelt von Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), die bereits seit 1989 in Ludwigshafen ermittelt. Nun verabschieden sich die beiden legendären TV-Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) mit einer spektakulären Doppelfolge von ihrem treuen Publikum: Kurz bevor sie ihre Dienstmarken abgeben müssen, bekommen es die Kommissare mit einem mysteriösen Mörder zu tun, der in Privatwohnungen eindringt. Über allem schwebt die Frage, ob Batic und Leitmayr den Täter noch rechtzeitig fassen werden.

Produzent Korbinian Dufter würdigt das scheidende Ermittlerduo im BR-Pressetext mit diesen sehr treffenden Worten:

„Wir verneigen uns vor zwei Schauspielern, die ihren Figuren über drei Jahrzehnte hinweg treu geblieben sind und ihr Publikum über viele Jahre im wahrsten Sinne des Wortes in ihr Revier mitgenommen haben. Batic und Leitmayr stehen für einen Krimi, der fest in Bayern verwurzelt ist: geerdet, münchnerisch und mit der Bereitschaft, sich auch ungewöhnlichen oder fordernden Themen zu stellen. Und bei allem Ernst war das ständige Gekabbel um das letzte Wort mit ihrem ganz eigenen, wunderbaren Humor, immer ein Highlight.“

Die Nachfolge am Tatort München treten Ferdinand Hofer in seiner bekannten Rolle als Kalli Hammermann und Carlo Ljubek als Kriminalhauptkommissar Nikola Buvak an. Hofer spielt bereits seit 2014 an der Seite von Nemec und Wachtveitl; sein Debüt gab er in der Tatort-Folge 910 „Am Ende des Flurs“. Ljubek ist im Abschiedsfall „Unvergänglich“ in einer kleinen Gastrolle zu sehen.

Gedreht wurden beide Episoden der Doppelfolge vom 7. Mai bis zum 16. Juli 2025 in München und Umgebung. Teil 1 vom Tatort „Unvergänglich“ wird am Ostersonntag, den 5. April 2026 um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt, der zweite Teil folgt am Ostermontag, den 6. April zur selben Sendezeit. Direkt im Anschluss zeigt Das Erste am Ostersonntag um 21:45 Uhr die Dokumentation „Batic und Leitmayr – die Zwei vom Tatort sagen Servus“, mit vielen Rückblicken auf 35 Tatort-Jahre, Interviews mit Freunden und Weggefährten und einem exklusiven Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten zum letzten Film.

Tatort-Kritik

Die Redaktion von Tatort-Fans meint:
Großes Besteck zum Abschied: Noch einmal zeigen Batic und Leitmayr, was dieses Tatort-Duo über all die Jahre so unverwechselbar gemacht hat: diese einzigartige Mischung aus Lässigkeit, bajuwarischer Verschmitztheit und dem untrüglichen Gespür für den richtigen Zeitpunkt, auch wenn gerade dies im Abschiedsfall auf eine harte Probe gestellt wird. Denn es ist ein rasanter, suspense-geladener Krimithriller, der den Fans geboten wird, mit einigen spektakulären Wendungen und einem Cliffhanger, der die Spannung hochhält auf das, was im zweiten Teil passieren wird.

Besetzung

Kriminalhauptkommissar Ivo Batic – Miroslav Nemec
Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Kriminaloberkommissar Kalli Hammermann – Ferdinand Hofer
Rechtsmedizinerin Dr. Roswitha Schwarzfischer – Eva Karl Faltermeier
Fallanalytikerin Christine Lerch – Lisa Wagner
SEK-Chef Nikola Buvak – Carlo Ljubek
Ritchy Semmler – Stefan Betz
Kara Roth – Lara Feith
Mike Werner – Daniel Noël Fleischmann
Bernd Pfannenmüller – Max Mayer
Stefan Mathes – Erik Markus Schuetz
Dealerin Julia – Amélie Leclère
Steve – Niklas Mitteregger
Ana Horvat – Barbara Horvath
Micaela Horvat – Cecilia Diesch
Isabel Schaffert – Anne Werner
Marjan – Miha Podrepsek
u. v. a.

Stab

Drehbuch – Johanna Thalmann, Moritz Binder
Regie – Sven Bohse
Kamera – Michael Schreitel
Musik – Travis Stewart
Casting – Liza Stutzky
Kostümbild – Andrea Spanier
Szenenbild – Franziska Ganzer
Maskenbild – Sabine Hehnen-Wild, Amelie Hartwig, Tanja Lipka
Schnitt – David Hartmann
Ton – Rainer Plabst
Licht – Josef Wollinger
Producerin – Annsophie Hanken
Produktionsleitung – Manu S. Scheidt
Herstellungsleitung – Andreas Friz, Melanie Bührdel
Produzenten – Simon Amberger, Korbinian Dufter, Rafael Parente
Redaktion – Cornelius Conrad (BR)