Kurz und knapp – darum geht’s

Offiziell ist alles vorbei: Der Mord an Micaela Horvat ist aufgeklärt, der Täter hat den Freitod gewählt. Klappe zu, Fall gelöst, Batic und Leitmayr können beruhigt in den Ruhestand gehen. Doch dann erreicht Franz Leitmayr ein besorgter Anruf der Hauptzeugin Kara Roth, die offenbar in großer Gefahr schwebt. Außerdem will sie ihre ursprüngliche Aussage korrigieren. Ist es doch noch nicht vorbei? Haben sie bei ihren Ermittlungen etwas übersehen? Die beiden Kommissare a. D. zögern nicht lange: Sie machen sich auf die Suche nach Kara, auf eigene Faust, ohne Dienstausweis und Schusswaffe, aber mit der Gewissheit, dass sie die Wahrheit herausfinden wollen und werden – auch wenn sie es dafür mit scheinbar übermächtigen Gegnern aufnehmen müssen …

Nach 35 Jahren und 100 Fällen sagen Leitmayr und Batic „Servus“: Teil 2 der Abschieds-Doppelfolge „Unvergänglich“ ist am Ostermontag, den 6. April 2026 um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.

Inhalt der Tatort-Folge „Unvergänglich (Teil 2)“

Der eine schraubt an seinem frisch erworbenen Porsche-Oldtimer herum, der andere hofft auf einen zweiten Frühling an der Adria: So sieht er aus, der Ruhestand nach 35 Jahren Polizeidienst. Doch irgendwie will sich das erhoffte Wohlgefühl nicht einstellen, weder bei Leitmayr noch bei Batic. Und so braucht es nicht viel, um Franz Leitmayr aus seiner Pensionärs-Lethargie zu reißen, als er einen Anruf von Kara Roth erhält, der wichtigsten Zeugin im Mordfall Micaela Horvat. Karas Stimme klingt ängstlich, beinahe panisch, als sie auf Leitmayrs Mailbox spricht: Sie werde verfolgt und wolle ihre Aussage zurückziehen. Alles sei ganz anders gewesen.

Alles ganz anders? Ist es also doch noch nicht vorbei? Haben sie bei ihrer letzten Ermittlung im Tatort „Unvergänglich“ etwas übersehen? Sofort ist Leitmayrs kriminalistischer Instinkt geweckt. Eilig telefoniert er seinen langjährigen Kollegen Ivo Batic aus dessen „neuer alter Heimat“ Kroatien herbei und bedrängt Kalli Hammermann, die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Doch der neue leitende Kommissar der Mordinspektion sieht überhaupt keinen Anlass, den Fall Horvat nochmal aufzurollen. Es ist doch alles geklärt: Mike Werner hat den Mord gestanden und sich anschließend selbst in den Tod gestürzt, seine Freundin Kara wurde in eine psychiatrische Einrichtung vermittelt und ist in Therapie. Solange es keine neue Leiche gibt, gibt’s nichts zu ermitteln – und das ist aus Kallis Sicht auch gut so, denn auf seinem Schreibtisch stapeln sich genügend andere Fälle, für die der einstige Batic-Leitmayr-Schützling nun allein zuständig ist. Franz Leitmayr hingegen kann über so viel Ignoranz nur den Kopf schütteln, doch wenigstens erfährt er von den ehemaligen Kollegen Karas mutmaßlichen Aufenthaltsort – immerhin, schließlich ist Leitmayr nach ihrem Anruf überzeugt davon, dass das Mädchen in großer Gefahr schwebt.

Zum Glück sieht Ex-Kollege Ivo Batic – mittlerweile zurück in München – das genauso. Dass Kalli Hammermann dem Drängen seiner einstigen Lehrmeister nicht nachgeben will und auf stur schaltet, hält die beiden Kriminalisten-Haudegen aber nicht davon ab, im TV-Krimi „Unvergänglich“ auf eigene Faust nach Kara zu suchen. Doch wie sollen sie professionell ermitteln, ohne Dienstmarken, ohne Schusswaffen? Wie gut, dass Batic und Leitmayr sich in ihrer langen Karriere einige unkonventionelle Methoden zurechtgelegt haben, um an Informationen zu gelangen: Endlich kommen ihnen diese zugute.

Kara habe oft mit einem merkwürdigen blonden Typen abgehangen und habe plötzlich sehr viel Geld gehabt, erfahren sie von einem ihrer Mitbewohner im „Clearing House“. Dabei kann es sich doch nur um Steve handeln, den Schlüsselmacher, der ihnen ohnehin verdächtig erschien. Sein Laden ist verwaist, angeblich wegen Urlaub. Doch das, was Leitmayr und Batic dort finden, ist bereits aussagekräftig genug: mehrere Päckchen Drogen und jede Menge Bargeld. Jetzt erhärtet sich für die Kriminalhauptkommissare a. D. ein Verdacht, den sie schon die ganze Zeit hegten: Micaela Horvat war kein Zufallsopfer. Sie wurde gezielt ermordet. Warum? Das wissen Batic und Leitmayr noch nicht. Als sie jedoch herausfinden, dass der Ausweis von Micaelas angeblicher Tante Ana, die sie damals als Zeugin befragt haben, gefälscht ist, müssen sie nur noch eins und eins zusammenzählen: Karas panischer Anruf, ihre Angst vor Verfolgung, jetzt die Drogen, das Geld und falsche Identitäten: Alles deutet darauf hin, dass sie mitten hineingeraten sind in einen Konflikt im Drogenmilieu. Und Kara hat sich womöglich mit sehr mächtigen, vor allem aber skrupellosen Männern angelegt.

Natürlich ist den beiden Ex-Kommissaren bewusst, in welche Gefahr sie sich mit ihren eigenmächtigen Ermittlungen im BR-Tatort „Unvergänglich“ begeben. Aber was ist die Alternative? Warten, bis Kara tot ist? Nein, Batic und Leitmayr bleibt nur eins: Sie müssen ihr ganzes kriminalistisches Gespür, ihre geballte Erfahrung aus über drei Jahrzehnten Polizeiarbeit aufbieten, um einer hochgefährlichen Bande das Handwerk zu legen. Und um einer jungen Frau das Leben zu retten – und die Zukunft …

Batic und Leitmayr sagen Servus

35 Jahre, 100 Fälle: Damit steht das Münchener Duo an der Spitze der Tatort-Ermittler, nach Dienstjahren nur noch überflügelt von Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), die bereits seit 1989 in Ludwigshafen ermittelt. Nun verabschieden sich die beiden legendären TV-Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) mit einer spektakulären Doppelfolge von ihrem treuen Publikum: Als bereits ehemalige Kommissare im „Unruhestand“ müssen sie ihren letzten Fall nochmal neu aufrollen. Dabei gibt es auch ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Kollegen Carlo Menzinger, der bis 2007 an ihrer Seite ermittelte, hier in einer Gastrolle verkörpert von Michael Fitz.

Produzent Korbinian Dufter würdigt das scheidende Ermittlerduo im BR-Pressetext mit diesen sehr treffenden Worten:
„Wir verneigen uns vor zwei Schauspielern, die ihren Figuren über drei Jahrzehnte hinweg treu geblieben sind und ihr Publikum über viele Jahre im wahrsten Sinne des Wortes in ihr Revier mitgenommen haben. Batic und Leitmayr stehen für einen Krimi, der fest in Bayern verwurzelt ist: geerdet, münchnerisch und mit der Bereitschaft, sich auch ungewöhnlichen oder fordernden Themen zu stellen. Und bei allem Ernst war das ständige Gekabbel um das letzte Wort mit ihrem ganz eigenen, wunderbaren Humor, immer ein Highlight.“

Die Nachfolge am Tatort München treten Ferdinand Hofer in seiner bekannten Rolle als Kalli Hammermann und Carlo Ljubek als Kriminalhauptkommissar Nikola Buvak an. Hofer spielt bereits seit 2014 an der Seite von Nemec und Wachtveitl; sein Debüt gab er in der Tatort-Folge 910 „Am Ende des Flurs“. Ljubek ist im ersten Teil des Abschiedsfalls „Unvergänglich“ in einer kleinen Gastrolle zu sehen.

Gedreht wurden beide Episoden der Doppelfolge vom 7. Mai bis zum 16. Juli 2025 in München und Umgebung. Teil 2 vom Tatort „Unvergänglich“ wird am Ostermontag, den 6. April 2026 um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Direkt im Anschluss folgt um 21:45 Uhr die Dokumentation „Batic und Leitmayr – die Zwei vom Tatort sagen Servus“, mit vielen Rückblicken auf 35 Tatort-Jahre, Interviews mit Freunden und Weggefährten und einem exklusiven Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten zum letzten Film.

Tatort-Kritik

Die Redaktion von Tatort-Fans meint:
Okay, einem Realitätscheck sollte man diesen denkwürdigen Tatort besser nicht unterziehen, aber darum geht’s auch gar nicht. Das furiose Batic-Leitmayr-Finale, das hier geboten wird, feiert allein die beiden Kommissar-Legenden, die auch im „Unruhestand“ einfach nicht aufhören können und ein letztes Mal alles an kreativer Ermittlungsarbeit aufbieten, was in ihnen steckt. Ein zugleich launiges wie hochspannendes Krimi-Feuerwerk als krönender Abschluss einer ganzen Tatort-Ära. Danke an Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl und alle anderen vor und hinter den Kameras, die diese vielen großartigen Filme möglich gemacht haben!

Besetzung

Kriminalhauptkommissar Ivo Batic – Miroslav Nemec
Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Kriminaloberkommissar Kalli Hammermann – Ferdinand Hofer
Ritchy Semmler – Stefan Betz
Carlo Menzinger – Michael Fitz
Kara Roth – Lara Feith
Mike Werner – Daniel Noël Fleischmann
Bernd Pfannenmüller – Max Mayer
Constantin Zieringer – Gerhard Wittmann
Stutzki, Dokumentenfälscher – Maximilian Schafroth
Detlef, Mechaniker – Max Schmidt
Julia, Dealerin – Amélie Leclère
Stefan Mathes – Erik Markus Schuetz
Steve – Niklas Mitteregger
Ana Horvat – Barbara Horvath
Micaela Horvat – Cecilia Diesch
u. v. a.

Stab

Drehbuch – Johanna Thalmann, Moritz Binder
Regie – Sven Bohse
Kamera – Michael Schreitel
Musik – Travis Stewart
Casting – Liza Stutzky
Kostümbild – Andrea Spanier
Szenenbild – Franziska Ganzer
Maskenbild – Sabine Hehnen-Wild, Amelie Hartwig, Tanja Lipka
Schnitt – David Hartmann
Ton – Rainer Plabst
Licht – Josef Wollinger
Producerin – Annsophie Hanken
Produktionsleitung – Manu S. Scheidt
Herstellungsleitung – Andreas Friz, Melanie Bührdel
Produzenten – Simon Amberger, Korbinian Dufter, Rafael Parente
Redaktion – Cornelius Conrad (BR)