Kurz und knapp – darum geht’s
Kaum im Dienst, wartet schon die erste Leiche: Hauptkommissarin Emmy Rathgeber ist die Neue bei der Kripo Nürnberg. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Felix Voss muss sie den Tod des Travestiekünstlers Elias Schaller aufklären: In einem Stundenhotel wurde er mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden. Zwar sieht zunächst alles nach einem Mord im Rotlichtmilieu aus, doch die Spurenlage ist mehr als schwierig. Ein altes Foto mit einer rätselhaften Notiz führt Rathgeber und Voss schließlich in das fränkische Heimatdorf des Toten. Dort stoßen die Kommissare auf ein düsteres Geheimnis aus Elias’ Vergangenheit, das grundlegende Fragen nach Recht, Moral und Gerechtigkeit aufwirft …
Der Tatort Nürnberg „Gottesgarten“ ist der erste Einsatz für Emilia „Emmy“ Rathgeber (Rosalie Thomass), die zukünftig an der Seite von Felix Voss (Fabian Hinrichs) in Nordbayern ermittelt. Zu sehen ist die Tatort-Folge 1344 am Sonntag, den 25. Oktober 2026 um 20:15 Uhr im Ersten.
Inhalt der Tatort-Folge „Gottesgarten“
„Ich hab’ schon viel von Ihnen gehört.“ – „Aha, was denn?“ – „Nur Dinge, die Ihnen schmeicheln.“ Es ist ein schwieriger Morgen für Kommissar Felix Voss. Eigentlich müsste er in Ruhe seinen Kater auskurieren, schließlich hat er letzte Nacht mit der gesamten Belegschaft in seinen Geburtstag reingefeiert. Doch Ruhe findet der sensible Kriminalist heute nicht, denn kaum hat er den ersten Schluck Tee genommen, steht schon seine neue Kollegin Emilia Rathgeber vor ihm, von allen einschließlich ihr selbst nur „Emmy“ genannt. Berührungsängste scheint die resolute Kommissarin nicht zu haben, immerhin bietet sie Voss nach ihrer kleinen Schmeichelei zum Einstand spontan ihre eigenen Schmerztabletten an – die er jedoch dankend ablehnt.
Hellwach sind die beiden Ermittler hingegen, als sie vor „ihrer“ ersten Leiche stehen: Mit durchgeschnittener Kehle liegt der 30-jährige Elias Schaller im schmucklosen Zimmer eines Stundenhotels. Als Tatwaffe kommt eigentlich nur eine scharfe Klinge infrage, etwa von einem Rasiermesser, doch Derartiges findet sich nicht. Dafür haben die beiden „Spusis“ Schatz und Schmuck alle Hände voll zu tun mit der Sicherung der zahlreichen fremden DNA-Spuren im Hotelzimmer. In den „Eden Apartments“ herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, allein im Tatzeitraum waren fünf verschiedene Männer in der Nähe. Ein Albtraum für Spurensicherung und Kripo im Tatort Nürnberg „Gottesgarten“ – aber auch für die Prostituierte Anyana, die Elias gefunden hat. „Er war ein Engel“, sagt sie über den Toten; offenbar mochte sie ihn sehr. Mehr Auskünfte will die verängstigt wirkende junge Frau nicht geben, nur dieses wichtige Detail noch: Kurz bevor sie die Leiche entdeckt hat, ist ihr ein Kapuzenmann entgegengekommen.
Wer ist der Fremde, den Anyana gesehen hat? Die Videoaufnahmen des Hotels sind keine große Hilfe, also versuchen Voss und Rathgeber zunächst, so viel wie möglich aus dem Leben von Elias Schaller zusammenzutragen: Als „Stella“ war er ein gefragter Travestiekünstler und trat auf zahlreichen Bühnen auf. Die letzte Show hatte er noch am Tatabend, wenige Stunden vor seinem Tod. Doch die zahlreichen Medikamente in seiner Wohnung, dazu Überreste von Alkohol und Drogen in seinem Blut lassen erahnen, dass Elias alles andere als ein glücklicher Mensch gewesen sein muss. Tatsächlich war er in psychiatrischer Behandlung, allerdings verlangt sein Therapeut die Zustimmung der Hinterbliebenen, bevor er Details preisgibt. Und die Hinterbliebenen – das sind in diesem Fall Elias’ Eltern, die immer noch in Markt Klostermain wohnen, seinem Heimatort in der oberfränkischen Region mit dem vieldeutigen Namen „Gottesgarten“.
Während der Vater abweisend auf die Mordermittler im gleichnamigen TV-Krimi reagiert und ihnen klar zu verstehen gibt, dass er den Lebensentwurf seines Sohnes rundheraus ablehnt, ja, ihm sogar selbst die Schuld an seinem Tod gibt, ist die Mutter voller Trauer und Schmerz. Behutsam versucht Emmy Rathgeber, ihr beizustehen und zugleich wichtige Infos zu entlocken. Denn da gibt es dieses eine Foto, das sie in Elias’ Wohnung gefunden haben: Es zeigt den Toten zusammen mit zwei anderen jungen Männern auf einem Felsvorsprung irgendwo hier in der Gegend, die Aufnahme muss mindestens zehn Jahre alt sein. Und auf der Rückseite eine rätselhafte handschriftliche Notiz: „Es ist nicht vorbei.“
Was hat das zu bedeuten? Wer sind die zwei anderen Männer auf dem Foto? Und was genau ist nicht vorbei? Nach einigem Zögern vertraut sich Frau Schaller den Kommissaren im BR-Tatort „Gottesgarten“ an. Und was sie zu sagen hat, wirft ein völlig anderes Licht auf den Fall. Haben es Rathgeber und Voss wirklich mit einem Mord im Rotlichtmilieu zu tun? Oder steckt ein ganz anderes Motiv dahinter – eines, das in Elias’ Vergangenheit zurückführt und grundlegende Fragen von Recht, Moral und Gerechtigkeit aufwirft …
Emmy Rathgeber: Die Neue in Nürnberg
Sie ist „die Neue“ im Franken-Tatort an der Seite von Hauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs): Kriminalhauptkommissarin Emilia „Emmy“ Rathgeber, gespielt von Rosalie Thomass. Die gebürtige Münchnerin findet, dass ihre Figur „einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und durch ihre persönliche Geschichte eine sehr gute Menschenkenntnis“ besitzt. „Beides macht sie einerseits zu einer guten Polizistin – wobei der Gerechtigkeitssinn und ihre Emotionalität ihr andererseits bei ihrer Arbeit auch mal im Weg stehen können. Das finde ich gut und wichtig, dass auch Herausforderungen und Widerstände in der Figur mit angelegt sind.“
Redakteurin Claudia Luzius vom Bayerischen Rundfunk erklärt, was ihr bei der Entwicklung der neuen Figur wichtig war und warum die Wahl schließlich auf Rosalie Thomass gefallen ist: „Die neue Kommissarin sollte keine Figur sein, die nur eine festgelegte Idee erfüllt. Sie sollte im besten Sinne mit Haltung, Präsenz, Intelligenz, Humor und der konkreten Begegnung mit Fabian Hinrichs alias Felix Voss harmonieren. Als Rosalie Thomass mit ihrem Spielangebot dann mit Fabian Hinrichs im Raum war, war da sofort etwas, das man nicht herstellen kann: eine einzigartige, unschlagbare Energie zwischen den beiden und eine große, nicht wertende Neugier aufeinander. Genau das hat uns fasziniert.“
Vom 2. Juli bis zum 1. August 2025 entstanden die Szenen für den Tatort Franken „Gottesgarten“ in der gleichnamigen oberfränkischen Region sowie in Nürnberg. Im linearen TV ist der BR-Fernsehkrimi erstmals am Sonntag, den 25. Oktober 2026 zu sehen, wie gewohnt um 20:15 Uhr im Ersten. Wer sich in die ARD-Mediathek einloggt, kann bereits ab Freitag, 23. Oktober den Kommissaren beim Ermitteln zusehen.




































Das Spektakulärste war bisher die Szene an der Tankstelle mit den Preisen vor einem Jahr!
Ich fahre E-Auto😀
Bemerkenswert die Blau und Brauntöne die sich kontinuierlich durch alle Bilder ziehen.
Soll hier „The Father“ zitiert werden?
der Frankentatort
wäre noch viel besser geworden
wenn die vielen Rückblicke immer wieder gleich nicht gewesen wären was denken sich die verantwortlichen
vom Zuschauer ünerhaupt von
so einer Performance
Note 5-😁
Die Rückblicke waren wichtig und dramaturgisch gut gewählt.
So langsam gebe ich auf,
mehr gibt es nicht zu sagen!!!
Dann tun Sie das, gibt ja genug andere Tätigkeiten.
Gute Schauspielerinnen und Schauspieler aber etwas zähe Handlung bei der mir manchmal der Durchblick fehlte. 2 von 5 Sterne.
Ein gut gemachter Film über das Weiterwirken von Schuld, die Problematik von Selbstjustiz und die Frage nach dem Verhältnis von Recht im juristischen und Gerechtigkeit im moralischen Sinne.
Stutzig machten mich allerdings einige Dinge:
Am Anfang wollte Rathgeber (angeblich) mit einer Umzugsfirma telefonieren, guckte aber ganz gehetzt in der Gegen herum.
Am Schluss, als Dr. Kaiser fragt, ob es noch Dinge gebe, die er wissen müsse, verneint Voss, Rahtgeber aber sagt irgendetwas, das klang wie: „Nicht jetzt“.
Rahtgeber erwähnt, dass ihr Bruder gestorben sei, sagt aber nicht, wie.
Sollte da ein horizontaler Erzählstrang auf uns warten?
Die neue Kommissarin wurde unaufgeregt eingeführt, es gab keine lautstarkes „sich zusammenraufen“, Meinungsverschiedenheiten wurden augenzwinkernd mit einer Prise Humor tehematisiert.
Guter Einstand – weiter so!
@Der Wanderer:
Fr. Rathgeber hat offenbar eine Abneigung gg. Örtlichkeiten der Rechtsmedizin: vielleicht musste sie ja an so einem Ort die Leiche ihres Bruders identifizieren (od. Ähnliches)?
Stichwort ‚horizontale Erzählung‘: zum Thema ‚toter Bruder‘ kommt m.E. sicherlich noch Einiges in den nächsten Folgen!
Habe es ähnlich wie Der Fremde verstanden, dass sie sich einfach vor der Pathologie drücken wollte, Motto: „kann kein Blut sehen“. 😇
Die Dialoge sind so schlecht. Übel. Die Story ist nicht verkehrt – aber der Drehbuchautor sollte sich eigentlich einen anderen Job suchen.
Bewerben Sie sich!
„Zwetschgen-Quarkknödel“ – Neu formiertes Nürnberger Team mit einer empathischen Oberbayern-Ermittlerin, die frischen Wind und anfängliche Reibungspunkte in den Franken-Tatort bringt:
In einer facettenreichen Mixtur aus gewaltsamem Tod, Missbrauchstragödie, Rachethriller und romantischer Komödie wird das Publikum Zeuge eines vielversprechenden Auftakts.
Der Reiz der oberfränkischen Landschaft steht dabei im harten Kontrast zu den Abgründen, die sich hinter dem “Gottesgarten“ verbergen …
@Emmy Rathgeber:
»Freunde sind Friends / Und Friends sind Freunde /
Freunde sind Friends / Du musst sie liken /
Zeige ihnen dein Smiley-Icon / Zusammen, together, für immer, forever«*
(* 🎼 Fraktus – Freunde sind Friends)
Ich finde Rosalie Thomass generell recht sympathisch und die von ihr hier gespielte Figur der ‚Emmy Rathgeber‘ einen ganz guten Kontrapunkt zum tatsächlich etwas ’steifen‘ Kommissar Voss.
Das Thema der heutigen Folge hingegen hat mich nicht sehr angesprochen: „Sexueller Missbrauch“ (hier: von männlichen Jugendlichen) ist natürlich immer eine schlimme Sache, ich fand dieses (häufig gezeigte) Thema aber schon in vielen Film-Produktionen besser dargestellt!😔
Außerdem konnte ich für diese nunmehr jungen Erwachsenen nicht sehr viel Empathie aufbringen, sie und ihr Gehabe waren mir unsympathisch, sorry!
Aber – um das Positive hier nochmals am Schluss zu erwähnen:
Die Figur ‚Emmy Rathgeber‘ hat Potential, mir zu gefallen!
Es tut mir leid, aber der Tatort hier floß etwas zäh dahin. Die gezeigten Emotionen mögen stimmig gewesen sein, dennoch waren die Personen nicht klar gezeichnet.
😀Erst undurchsichtiger Fall mit langgezogener Ermittlung. Dramatisches bitteres Ende. Sympathische neue Kommissarin Emmy Rathgeber. Note 3
Warum hat die Kommisarin am Ende geschossen, das verstehe ich nicht
Vielleicht hatte sie Angst um Voss und wollte ihn auf diese Weise schützen. 🤨
ich denke, der Schuß der Kommisarin löste sich einfach so: Hochkonzentriert, bis zum äußersten gespannt, kein Erkennen, daß der Täter aufgibt. Vermutlich hätte sich der Schuß auch gelöst, wenn irgendwo ein Luftballon geplatzt wäre. Bedauerlich, aber wir sind alle nur Menschen
Die Entscheidung zu schießen muss im Bruchteil einer Sekunde gefällt werden. Das für mich Wahrscheinlichste ist, dass sie – wohlgemerkt: im Bruchteil einer Sekunde – hat annehmen müssen, dass Toni nun, nachdem er seinen früheren Peiniger erschossen hat, bei ihr und ihrem Kollegen weitermachen würde.
Und das war natürlich abwegig. Es war ganz offenkundig alles vorbei. Ein grober unverzeihlicher Fehler von ihr. Sie müsste gleich wieder gehen, degradiert, strafversetzt.
@Thomas:
Das sehe ich nicht ganz so (sh. auch mein Kommentar darunter). Juristisch entscheidend ist wohl der Zeitabstand zwischen den beiden Schüssen, also ob die 2. Schussabgabe noch vor Ablauf der ‚Reaktionszeit‘ auf den 1. Schuss erfolgte (m.E.)!
Wenn’s vor Ablauf der Reaktionszeit war (entspricht meiner Erinnerung), wäre Rathgeber aus dem Schneider!
Antwort auf Thomas:
Es war offenkundig alles vorbei – ja, wenn man Stunden später vor dem Bildschirm sitzt und sich die Situation beliebig oft anschauen kann. Aber es geht um eine Entscheidung im Bruchteil einer Sekunde, das kommt bei dir irgendwie nicht richtig an.
M.E. wollte Rathgeber den Pistolen-Schützen noch an der Schussabgabe hindern, kam aber um den Sekundenbruchteil zu spät …
Ich glaube der tödliche Schuss musste im Drehbuch ganz einfach dafür herhalten, damit die „Neue“ gleich mit Problemen und nicht so aalglatt ins Team rutscht.
Der Schuss ging gezielt ins Herz. Hätte sie ihn nur hindern wollen, hätte sie wohl eher Bauch oder Beine getroffen.
Beide Figuren, sowohl die Frau Rathgeber als auch der Herr Voss, schleppen irgendwelche „Rucksäcke“ mit sich herum, die in den kommenden Folgen womöglich aber gar nicht vollständig erklärt werden – vermute ich. Jedenfalls gehen sie gut miteinander um, weshalb ich ihnen gerne weiter bei ihren Fällen zuschauen werde. Nachdem der Gerichtsmediziner einen Suizid mit dem Teppichmesser nicht ausschließen wollte, ahnte ich, wohin der Hase läuft. Beide Ermittler sind sich in ihrer Art und Weise gar nicht so unähnlich und das ist mal was anderes als ein allzu gezwungen wirkender Kontrast der Sorte „alter Brummbär und toughe Powerfrau. Ein Chef wäre auf eine Mitarbeiterin, die im Dienst schießen musste, wahrscheinlich mehr eingegangen. Mir hat es trotzdem gefallen, gerne mehr.
Es war ein gelungener Film, finde ich.
Beklemmender TO aus Nürnberg zum Thema sexuelle Gewalt an Kindern; die innere Zerrissenheit der nun erwachsenen jungen Männer, die als Kinder unter Drogen gesetzt und vergewaltigt wurden, war gut und berührend dargestellt. Rechtssicherheit vor Gerechtigkeit („ne bis in idem“), nicht immer mit dem eigenen Rechtsempfinden vereinbar. Guter Einstand für das Team Voss/Rathgeber ⭐️⭐️⭐️⭐️
Danke – wenigstens mal jemand der auf das eigentliche Thema des TO eingeht, und nicht nur Kleinigkeiten bemängelt, die ihm an den Darstellern, dem Ton oder sonstwas nicht passen.
Recht und Gerechtigkeit sind eine heikle Sache um sie 100%ig in einer Straftat unter zu bringen. Während sexueller Missbrauch unfreiwillig z.B. mit KO-Tropfen recht eindeutig ist, haben sich die 3 Jugendlichen hier im Fall bei den Partys freiwillig und gerne mit Drogen berauscht. Und zwar soweit bis sie die Selbstkontrolle verloren haben. Dieses selbst herbei geführte hinein katapultieren in die nachfolgenden Situationen muss sich im Strafmaß der Gerichte deutlich von einer reinen Vergewaltigung unterscheiden, da der Zwang dahinter hier nicht immer so klar erkennbar ist.
Das hier ein Gericht mit einem Freispruch zwar auf der Seite des Täters steht mag zwar ungerecht erscheinen, aber es gilt eben auch immer die Aussage: „im Zweifel für den Angeklagten“.
Die Jungs waren zur Zeit des Missbrauchs noch Kinder!! Und die Drogen wurden ihnen verabreicht! Da haben Sie wohl nur halb hingesehen.
Und der Ungerechtigkeitsgedanke entsteht nicht aus „im Zweifel für den Angeklagten“ sondern aus „nicht zweimal für die selbe Tat (trotz neuer eindeutiger Beweise)“.
Im Übrigen wäre auch im anderen Falle Missbrauch/Vergewaltigung eine Straftat.
Ein düsteres Thema, das sehr eindringlich dargestellt wurde. Erst wird der Täter freigesprochen und bekommt er doch noch seine gerechte Strafe.. *****
Ein düsteres Thema, aber ein gut gemachter „Tatort“. Insgesamt lässt das hoffen. Gerne mehr von diesem Team. ⭐⭐⭐⭐
Ich hatte die letzten Franken-Tatorte wegen Hinrichs nicht geschaut, da mir die Art, wie er die Rolle ausfüllte, absolut nicht gefiel. Wie auch das Zusammenspiel mit seiner Partnerin.
Das alte Franken-Team hatte wohl nicht die richtige ‚Chemie‘. Nun passt es
Also setzte ich mich mit sehr vielen Vorbehalten vor den Bildschirm und wurde angenehm überrascht. Lag es am Drehbuch? Am Regisseur? Oder an Hinrichs selbst?
Dieser Tatort gefiel mir ausgezeichnet. Weiter so.
Auch, dass das Thema Gerechtigkeit kontra Recht und der Widerspruch zwischen Gesetz und Richtern hier wieder einmal gut dargestellt wurde, gefiel mir.
Kann man nicht wirklich auf die Idee kommen, dass wir keine politischen Regierungen benötigen, wenn Richter Gesetze, die von Politikern im Sinne dessen, was Menschen empfinden, beschlossen wurden, nach ihrem Selbstverständnis mit einem Federstrich in die Tonne treten dürfen?
An der Sache mit der „Chemie“ ist schon was dran. Hinrichs sollte bei seinem Eintritt neben Ringelhahn sicher auch für frischen Wind sorgen. Das ist ihm aber nie richtig gelungen – er blieb immer das „Muttersöhnchen“.
Nun haben wir aber 2 gleichberechtigte Ermittler, und das könnte tatsächlich dafür sorgen das die Rollen nun ganz anders aufgeteilt werden.
Das Motiv-T-Shirt von Kommisarin Emmy mit dem Auto > bei Sophie Haas aus ‚Mord mit Aussicht‘ abgekuckt?
Mir fiel auf: Die Hobbypsychologen mit Himbeereis, und so mancher andere flache, dümmliche oder peinliche Dialog bei den Kommissaren. Hinrichs fragt, ob das Forelle ist, due kennt doch jeder, und, noch draufgesetzt, gleich danach erzählt er, sein Bruder war Angler…
Dazu der bescheuerte Schluss: Warum erschießt die neue Kommissarin den Rächer, obwohl alles vorbei ist. Die müsste gleich wieder strafversetzt werden, ganz mies fachlich menschlich. So verdirbt sie ihren sonst guten Einstand.
Ansonsten fände ich das neue Team, nun ohne die manchmal nervende Ringelhahn, ganz sympatisch, auch Hinrichs.
Die Handlung war vom Thema heftig, aber fesselnd und gut dargestellt. Das juristische Problem gut erklärt. Insgesamt zufriedenstellend bis gut.
@Thomas (Stichwort „Forelle blau“):
Ich glaube, dieser Dialog sollte auf kommende ‚horizontale Erzählungen‘ vorbereiten; Rathgeber isst Forelle, weil ihr toter Bruder Angler war (und sie ihn offenbar sehr gern gehabt hat) – Voss mag keine Forelle, weil auch sein Vater Angler war (und er diesen offenbar nicht allzu gern mochte).😏
Ringelhahn hat nie genervt.
Es kennt doch nicht jeder Forelle. Die meisten erkennen, dass es ein Fisch ist, aber nicht, welcher. Und zu dem Thema mit dem Schuss der Kommissarin haben wir uns an anderer Stelle schon ausgetauscht, es ist nicht nötig, das hier zu wiederholen.
Ich hatte schon kommentiert und habe heute noch einmal die Kommentarspalte aufgerufen. Dabei fällt mir auf, wie wenige Kommentare hier stehen, das werte ich dahingehend, dass viele dieser Tatort auch gleichgültig gelassen hat. Die Besetzung bedeutete einen Neuanfang, der erweckt bei einer so tradierten Serie auch Neugier. Den Schauspielern ist dabei kein Vorwurf zu machen, allein der Film in Regie und als Drehbuch waren – aus meiner Sicht! – mittelmäßig bis mäßig.
Es gibt bestimmt viele Menschen (ich kenne etliche davon), die Tatort ect. schauen, ohne das geringste Bedürfnis, sich in Foren dazu zu äußern, geschweige denn „mit Schaum vor dem Mund“ engagierte Arbeit pauschal zu beschimpfen oder weniger als 20€/Monat zu bejammern. Ich glaube, es spricht eher für die Richtigkeit, die Kommentarzeitspanne zu begrenzen.
Antje, evtl. ist ein offenes Forum für Sie nicht der geeignete Platz? Wissen Sie, ich bin schon sehr lange hier aktiv, mal mehr, mal wenigerm, mal über löange Zeit nur passiv, als Lesender … daher kann ich gut beurteilen, wie sich die Klientel hier geändert hat, wie sich das Miteinander verändert hat. ich komme eindeutig zu dem Schluss, dass zunehmend Kritik an Tatorten einfach so abqualifiziert wird, mit irgendwelchen unzulässigen persönlichen Vorwürfen/Unterstellungen versehen. ist ein Spiegel der Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der kritische Stimmen, auch gegen den Mainstream/gegen eine Mehrheit nicht mehr zur Diskussion anregend gesehen werden, sondern als Stimmungsmache und Miesmacherei.
Da dies hier ein Diskussionsforum zum Austausch von unterschiedlichen Meinungen sein soll(immer schon gewesen ist!), finde ich es unangebracht, reflexartig Kritiker, User, die sich Ihrer Meinung nicht anschließen können, zu verurteilen, zu beleidigen, mit Vorwürfen zu versehen. Daher mein Vorschlag, oder meine Bitte: Gründen Sie doch ein eigenes Forum, stellen Sie die Regel auf, dass nur, wer Ihrer Meinung ist, darin schreiben darf. Ja, auch das ist eine Entwicklung hier in diesem Forum: es gibt nur schwarz oder weiß, und die beiden Seiten stehen sich zunehmend feindlich gegenüber. Ich finde, es reicht, dass wir in der Gesellschaft nur noch absolutistische Ansprüche auf DIE RICHTIGE Meinung haben, statt andere an sich ranzulassen, sich mit anderen Meinungen/Einstellungen auseinanderzusetzen.
Das, was sich hier leider ausbreitet ist z.T linke Kampfrhetorik, mit der Absicht, andere Meinungen zu diskreditieren. Bitte denken Sie daran: Weder geen Sie den Geschmack vor, noch haben Sie die Hoheit einer absolutistischen Meinung zu den Filmen! Wie können Sie nur auf diese völlig normale, auch gut formulierte/erklärte Kritik von Wolfram so unsachlich („Schaum vor dem Mund“) und vernichtend reagieren? Sind Sie nicht in der Lage, zu abstrahieren, ob und wie jemand hier seine Meinung äußert? meine Güte, tut mir echt Leid, aber das ist eine der sehr negativen Entwicklungen hier der letzten Jahre. Sie stehen dafür stellvertretend durch derartige Agitation am Thema vorbei.
– So viel mal allgemein, weil ich schon länger beobachte, wie Sie hier agieren, wenn jemand Ihrer Meinung nicht entspricht. … Jetzt speziell zu diesem Tatort. Eine völlig verquaste Story und ein noch verquasteres Drehbuch sorgen dafür, dass eine Identifikation mit handelnden Personen unmöglich gemacht wird. Dazu eine Darstellung von Gewalt(siehe Szene im Wald), die durch nichts in dieser Story gerechtfertigt ist. Und nein, es gibt keine „hehren Beweggründe“, oder gar mildernde Umstände, weil es ja um eine vermeintlich „gute Sache“ geht – und nochmal, nein: es kann sich keiner anmaßen, auf der einzig „richtigen Seite“ zu sein. Mir gehen diese zunehmend woken Selbstjustiz-Stories auf die Nerven. Wenn es wenigstens so wäre, dass durch eine feine Zeichnung von bestimmten Charakteren auch eine Art „Funken“ überspringen würde … aber Fehlanzeige. Grobschnitt, vermeintlich den Zeitgeist bedienend, unglaublich anstrengend gespielt, sehr gewollte Story. Aus meiner Sicht war der fabelhafte Fabian Hinrichs nie wieder so gut, wie damals im München-Tatort „Der tiefe Schlaf“ (Folge 856). Er kann sich nicht entfalten, er wird in eine weichgezeichnete Rolle gepresst, der warme, ach so emanzipierte aber doch eher zurückhaltende Mann ohne jegliche Ecken und Kanten. das wird sich mit der Neuen nicht sonderlich ändern. Da steckt kein Widerspruch in seinem Verhalten, da ist nichts, was ich an ihm wirklich spannend finde. Und bei ihr sehe ich das auch nicht. Schade um einen tollen Schauspieler.
7 Millionen sehen das wohl auch so.
Einschaltquoten sagen zunächst mal nichts darüber aus, wie ein Programm qualitativ bewertet wird/wurde – dienen daher nicht als objektive Argumentationshilfe.
Kleine feine Dialoge erfreuen die Zuschauerin, kurze intensive Rückblicke fördern Transparenz und Eindringlichkeit, wohltuende ruhige Erzählweise ohne Spannungsabfall lässt 90 Minuten kürzer erscheinen als 90 Minuten. Es zeigt mir wieder mal, dass die Geschichten ohne „überladene Action“ die ergreifendsten sind, vor allem bei diesem Themeninhalt.