Kurz und knapp – darum geht’s
Auf einer einsamen Landstraße am Rande Wiens liegt sie: die Leiche von David Walcher. Das Mordopfer war Leiter der Jugendhilfeeinrichtung „Sonnenhof“, einer WG für Teenager in verschiedensten Problemlagen. Schnell finden die Ermittler Moritz Eisner und Bibi Fellner heraus, dass David Walcher wegen seines Führungsstils umstritten war: Mit Strenge und Disziplin wollte er seine jugendlichen „Klienten“ auf den richtigen Weg lotsen – und nun ist ausgerechnet einer seiner schwierigsten Schützlinge verschwunden: der einschlägig vorbestrafte Cihan. Hat er etwas mit dem Mord an Walcher zu tun? Und wo hält sich der Junge überhaupt auf? Doch auch die anderen Bewohner der WG geraten in den Fokus der Kripo …
„Gegen die Zeit“ ist der vorletzte Tatort Wien mit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser und am Sonntag, den 26.04.2026 um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.
Inhalt der Tatort-Folge „Gegen die Zeit“
„Vielleicht hätte er überlebt, wenn zehn Minuten vorher jemand dagewesen wäre.“ – Oberstleutnant Moritz Eisner ist schockiert über die Brutalität, mit der er hier, auf einer einsamen Landstraße in einem Randbezirk Wiens, konfrontiert wird: Offensichtlich hat der Mörder sein Opfer, den Sozialpädagogen David Walcher, ganz bewusst sterben lassen, nachdem er mit einem schweren Stück Holz auf ihn eingeschlagen hat. Denn Walcher hat danach zwar das Bewusstsein verloren, doch sofort tot war er nicht. Jetzt aber, als Eisner mit seiner Kollegin Bibi Fellner am Tatort eintrifft, kommt jede Hilfe zu spät. Fest steht nur: Die Wut des Mörders auf David Walcher muss groß gewesen sein. Und das Verbrechen muss sich in dieser gottverlassenen Gegend abgespielt haben, wo es nichts gibt – außer den „Sonnenhof“, eine Wohngemeinschaft für psychisch labile Jugendliche in den verschiedensten Problemlagen.
David Walcher war Sozialpädagoge und Leiter des Sonnenhofs. Dort sitzt der Schock tief über den plötzlichen Verlust – zumal es nicht der einzige ist: Der 17-jährige Cihan Özbek, einer der WG-Bewohner, ist seit der Tatnacht verschwunden. Für Simon Rechnik und Femi Olaifa, die beiden Kollegen Walchers, die jetzt die Leitung der WG übernommen haben, ist das ein echtes Alarmzeichen: Der Sonnenhof war Cihans letzte Chance auf ein halbwegs normales Leben, er hat sonst niemanden mehr außer seiner Tante, die ihn aber einst rausgeworfen hat. Und für sein junges Alter hat Cihan ein beträchtliches Vorstrafenregister aufzuweisen: Körperverletzung, Diebstahl, Drogendelikte – wenig hat er ausgelassen. Kommt jetzt auch noch Mord dazu? Videoaufnahmen im Tatort „Gegen die Zeit“ belegen, dass Cihan ziemlich genau zur Tatzeit in einen Bus Richtung Innenstadt gestiegen ist. Doch wo steckt der Junge jetzt? Eisner und Fellner schicken ihre Kollegin Meret Schande auf die Suche nach Cihan. Die aber fühlt sich, als sie dem Teenager in einer brenzligen Situation gegenübersteht, von ihren eigenen Gefühlen als junge Mutter überwältigt …
Währenddessen ermittelt das Duo Eisner und Fellner im Sonnenhof, wobei sich die Kriminalisten bewusst sind, dass sie mit ihren üblichen Verhörmethoden nicht weit kommen werden. Um brauchbare Aussagen von den traumatisierten und psychisch labilen Kindern zu bekommen, müssen sie schon mit besonderer Sensibilität vorgehen. Da ist etwa Leon, Cihans bester Freund, der konsequent auf stur schaltet und schließlich seinen ganzen Lebensfrust herausbrüllt: „Ich bin nichts, ich kann nichts, gebt mir eine Uniform!“ Ganz anders der schüchterne Levi, der jüngste WG-Bewohner, der nur einen einzigen Wunsch hat: zurück zu seinen Pflegeeltern. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, doch als die BKA-Beamten Eisner und Fellner Drogen unter seinem Bett sicherstellen, fragen sie sich, was der nur scheinbar harmlose Junge ihnen eigentlich verschweigt.
Je länger die Befragungen im TV-Krimi „Gegen die Zeit“ dauern, desto mehr Details aus der Tatnacht kommen ans Licht – auch, dass es vor dem Abendessen einen heftigen Wortwechsel zwischen David Walcher und Cihan Özbek gegeben hat. Nun ist der eine tot, der andere verschwunden. Aber auch das Mordopfer David Walcher scheint ein Mann mit zwei Gesichtern gewesen zu sein. Sein Führungsstil war bei seinen Kollegen durchaus umstritten: Mit Strenge und Disziplin wollte er die jugendlichen „Klienten“ auf den richtigen Weg lotsen – hat er es dabei zu weit getrieben? Und warum wollte Walcher partout keine Frauen im Sonnenhof zulassen, weder als Betreuerinnen noch als Klientinnen?
Eisner und Fellner sehen sich nicht nur mit persönlichen Tragödien, sondern auch mit erschreckenden moralischen Abgründen konfrontiert – doch gerade die sind der Schlüssel zur Lösung des Falls …
Hinter den Kulissen
In ihrem vorletzten gemeinsamen Fall ermitteln Oberstleutnant Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Majorin Bibi Fellner (Adele Neuhauser) in einer Jugendhilfe-WG unter schwer traumatisierten und psychisch labilen Jugendlichen. Regisseurin und Autorin Katharina Mückstein hebt diesbezüglich vor allem „die empathische Leistung der beiden Kommissare“ hervor: „Sie sind im besten Sinne vollständige Menschen, die ein großes Gespür und auch einen politischen Sinn für das Soziale haben. Zudem finde ich es toll, dass es da eine Deckungsgleichheit zwischen den Ermittlern und den Darstellern gibt. Zum Ende ihrer Tatort-Karriere wollte ich zeigen, dass die Empathie eine große Kraft ist, mit der die Kommissare in das Erlebte ihrer Mitmenschen eintauchen können“. Und Harald Krassnitzer ergänzt: „Es gibt in dieser Geschichte zwei Kommissare, die sehr feinfühlig und respektvoll in die Welt der Jugendlichen eindringen, weil sie genau wissen, dass das Autoritäre hier nur einen Reflex erzeugt: den der Abwehr. Also setzen sich die Ermittler mit ihnen auseinander […] und helfen ihnen so weit wie möglich, aus ihrer Misere herauszukommen.“ Die „sinnliche Erfahrung“, die der Film dabei vermittelt, ist Adele Neuhauser besonders wichtig: Die Ermittler „versetzen sich in das Geschehen wenige Stunden vor der Tat, in das Erlebte der Jugendlichen und ihrer Betreuer, doch was man sonst nur im Kopf durchspielt, ereignet sich bei uns im Bild.“
Entstanden sind die Filmszenen für den Tatort „Gegen die Zeit“ im September und Oktober 2025 in Wien. Der Sendetermin der TV-Erstausstrahlung ist Sonntag, der 26. April 2026 um 20:15 Uhr im Ersten.























@Gerald: Betrift: Tatort Folge 1337: Gegen die Zeit und Tatort Folge 1338: Könige der Nacht.
Ich vemisse bei diesen beiden Tatort Folgen in den Vorankündigungen im Inhaltsverzeichnis die Punkte „Besetzung“ und „Stab“.
Güße aus Wien vom Franky
@Franky:
Bei den Krimi-Folgen, die noch etwas weiter in der Zukunft liegen, werden nähere Details wie z.B. die Besetzungsliste von @Gerald üblicherweise erst etwas später ergänzt.
Die kurze inhaltliche Beschreibung der Folgen soll wohl eine gewisse ‚Vorausschau‘ dafür bieten, welche Teams drankommen + worum es ungefähr gehen wird.😌
@Der Fremde:
A-ha!
Grüße … Franky
Korrekt
O nein, nicht auch noch Experimente bei den Wienern!
Diese seltsamen Rückblicke haben mich extrem gestört.
Das war’s heute Abend für mich, ich habe abgeschaltet.
Schade, hätte ein guter Tatort sein können.😔
Leider auch nicht mein Ding . Sehr lahm und ermüdend . Ich bin raus .😔
Mir hat`s auch nicht gefallen. Dann doch lieber die Kölner oder die Münsteraner. Da weiß man, was man bekommt.😅
Eine beklemmende Sache, sich ausmalen zu müssen, was Eltern Kindern angetan haben müssen, damit diese so auffällig werden, dass sie in einem betreuten Wohnheim leben müssen oder mit schwierigen Situationen nicht klar kommen und völlig irrational handeln.
Ob man einen Tatort spannend oder interessant findet, wenn im Prinzip 90 Minuten lang Gespräche geführt werden und am Ende gibt jemand die Tat zu, steht auf einem anderen Blatt.
Zu „…was Eltern Kindern angetan haben müssen, damit diese so auffällig werden…“:
Nicht immer sind die Eltern schuld. Gründe können auch sein: Psyche, falsche Freunde, zufällige schlechte Ereignisse usw…
@Adabei:
Kinder suchen Liebe und Aufmerksamkeit, positive Aufmerksamkeit. „He das ist schön. Zeig her, das ist echt gut, mein Kind. Das hast du gut gemacht.“ etc.
Finden sie das nicht, sondern: „Ich hab jetzt keine Zeit, ich muß arbeiten, dass du was zum anziehen kriegst. Zeigs der Mama“. Und von ihr: „Siehst du nicht, dass ich kochen muß, dass du was zum essen kriegst. Quäl deinen großen Bruder“. Von dem hört das Kind, dass dieser lernen muß um einmal gut zu verdienen und es „soi si schleich´n“.
In dieser Situation ist das Kind schon gefährlich nah am Brunnenrand.
Dann lernt das Kind „falsche Freunde“ kennen und stellt fest, dass es akzeptiert und vermeindlich, geliebt wird.
Dann stellt es was an und hat plötzlich auch von den Eltern Aufmerksamkeit, negative Aufmerksamkeit, indem sie mit dem Kind schimpfen, es sanktionieren und schlimmstenfalls sogar schlagen. Das Karussell dreht sich weiter und das Kind wird letztendlich straffällig und wird in ein Heim abgeschoben. Usw.
Das Kind hat den Unterschied zwischen gut und böse, brav und schlimm eben nie gelernt. Genau diesen Unterschied lernen wir von unseren Eltern, außer sie müssen arbeiten oder kochen …
Also wer ist schuld?
Grüße … Franky
Stimmt! Die Gründe sind vielfältig. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Menschen nahezu unbeschadet durchs Leben kommen. Es gehört viel gesellschaftliche Anstrengung aller Beteiligten dazu. Und schon bei Derrick wurde das Unselige „das geht mich nichts an“ thematisiert. Verbrechen ist nicht nur „Mafia“ und „Action“.
Das „tägliche Brot“ der Jugendhilfeeinrichtungen. Fragen Sie mal die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendämter.
Dazu gibt es eine hervorragende Doku aus 2025 vom WDR – die story: „Jugendämter in Not: Kinder in Gefahr?“, zu finden in der ARD-Mediathek, falls es Sie (oder andere) interessiert.
Eine der besten Tatortfolgen seit langem. Super Story! Und sehr realistisch. Liebe Grüße aus Wien. Ich wohne um die Ecke von der Bibi ;)
⭐⭐⭐⭐⭐
Ich fand diese Folge auch großartig und spannend.
Viele Grüße nach Wien 😀
Zäh wie Kaugummi. Da bin ich von Bibi und Moritz besseres gewohnt…
Ich fand den vorletzten Tatort mit den Wienern wirklich sehr gut! Mir hat’s die ganze Art des Filmes gefallen! ⭐
Schade aber, dass die Beiden bald aufhören! 😔
Kammerspiel mit wenig Action und mittlerer Spannung. Sehr berührende Schilderung der persönlichen Nöte von Jugendlichen und deren Betreuer im Heim. Von der Regie, Kamera und Drehbuch in die Handlung sehr gut eingebaute und verständliche Rückblenden! Sehr gute Schauspieler (m/w), Ausstattung, Drehbuch und Regie! 4 von 5 Sterne.
Wenn die Story 🙄so gut wäre wie die Schauspieler👍👍?
Zähflüssig, werden Klisches gekaut.
Die respektlose „Jugend“ und Betreuer ohne Rezepte machen wenig Lust auf Österreich.☹️
Moment. Moment mal kurz.
Du hast gerade das Wort ‚zähflüssig‘ benutzt. Schriftlich. In einem Kommentar über den Tatort. Das ist das Bildungsbürgerlichste, was mir diese Woche passiert ist, und ich hab die ganze Woche Zeitung gelesen.
Und dann – dann – sagst du, die Jugend sei respektlos. In einem Kommentar mit drei verschiedenen Emojis, davon einer mit Augenrollen. Du. Rollst. Die. Augen. Schriftlich. Über respektlose Jugend.
Ich will das nicht angreifen. Ich will das nur kurz nebeneinanderstellen.
Und ‚Klischees werden gekaut‘ – ja. Ja, werden sie. Weil Klischees existieren, weil sie irgendwann mal aus echten Menschen entstanden sind. Und ein Krimi ohne Klischee ist wie Kaffee ohne Koffein – theoretisch möglich, aber wozu eigentlich?
Zum Schluss noch: ‚wenig Lust auf Österreich.‘ Ich war noch nie besonders scharf auf Österreich im November. Das hat der Tatort nicht verursacht. Das macht das Wetter seit Jahrhunderten alleine.
Heute fand ich den TO aus Wien recht zäh und langweilig. Bin ich so eigentlich nicht gewohnt. Bestimmt wird die nächste Folge, die die letzte mit den beiden sein wird, wieder gut. Sie hätten sich das verdient.
Vorletzter Einsatz des langjährigen Teams – spürbare Abschiedsstimmung.
Rückblenden, Perspektivwechsel und ein dokumentarischer Stil sorgen vielleicht für Nähe und Unmittelbarkeit.
Lahme Erzählweise. Die Abschiedsstimmung verleiht der Folge zwar zusätzliche emotionale Schwere.
Aber Bibi und Moritz treten zugunsten der Jugendlichen zu sehr in den Hintergrund. Zähes Ermitteln: Die Jugendlichen mauern, die Betreuer sind überfordert – das macht die Ermittlungen realistisch, aber auch total langatmig.
Der Humor oder typische Wien-Momente wie Inkasso-Heinzi, oder Bibis Schmäh, fehlen fast vollständig – für mich ein großer Verlust.
Entspricht absolut nicht meinem persönlichen Tatort-Geschmack, der eher klassisch ist.
Die Tatort Krimis 2026 entsprichen nicht meinem klassischen Geschmack, und sollten nicht dauernd düster wirken, und nicht fortwährend und zu oft psychologisch als Drama daherkommen.
Aber wem sage ich das. Von Woche zu Woche kann man dieselbe Kritik üben, und jetzt leider auch in Wien, die früher herausragten.
Es war einmal.
Der Tatort von heute Abend “ Gegen die Zeit“ war sehr enttäuschend. Die Art wie es gedreht wurde- armes ORF hat kein Geld mehr für gute Aufnahmen! Jedes mal das gleiche- nur eine Hälfte vom Gesicht beleuchtet, immer wieder die gleiche Handkameraführung, bei allen Mitwirkenden, alles sehr dunkel, an kleinem, wahrscheinlich aus Spargründen, gleichem Ort gedreht. Es geht nicht darum, dass alle super bekannte Schauspieler sein müssen, insgesamt sehr schade, leider Sparmaßnahmen überall.☹️☹️
Also ich muss jetzt mal kurz einatmen.
Erstens: Das nennt sich Stilmittel. Das nennt sich Ästhetik. Das nennt sich bewusste Bildsprache. Die haben das nicht aus Versehen nur die Hälfte vom Gesicht beleuchtet – das ist Chiaroscuro, das macht die Malerei seit dem 16. Jahrhundert und seitdem gilt es als Kunst.
Zweitens: Handkamera bedeutet Unmittelbarkeit, Dringlichkeit, Nähe. Das ist kein Sparmaßnahme, das ist eine Entscheidung. Ridley Scott dreht auch mit Handkamera. Hat der auch kein Geld mehr?
Drittens – und das ist mir wichtig – du hast zwei weinende Smileys benutzt. Zwei. Für einen Tatort. Ich kenne Menschen, die weinen beim Abschied von Haustieren, beim Finale von Serien, beim letzten Stück Brot. Aber du weinst über Beleuchtungskonzepte beim ORF.
Ich sage das ohne Wertung.
Naja. Mit ganz kleiner Wertung.
Der Tatort war übrigens gut.
@Ich Depp du Gott:
Deinen beiden Kommentaren ist außer bravo nichts hinzuzufügen!
Grüße Franky
Die Spannung kommt von innen – ein Kammerspiel eben. Kommt extrem selten vor das ich vorher bei einem Tatort aussteig. Als Fan muss man eben manchmal durch. In dem Fall hat sich das durchhalten definitiv gelohnt.
Dieser Tatort hat sehr realistisch das Thema der vernachlässigten Kinder/Jugendlichen in Szene gesetzt. Ich fand ihn sehr gut, ganz besonders die schauspielerische realistische Darstellung der Wohngruppe, der Betreuer und der Jugendlichen. Dafür 5 Sterne.Über das Ermittlerduo kann ich nur sagen, sehr, sehr schade, dass die Beiden aufhören, ähnlich wie das Ende anderer stimmiger Ermittlerpaare ein Verlust.
Das war ein guter und spannender Tatort,der die Zuschauer mit hineingenommen hat in ein
Milieu, von dem die meisten keine Ahnung haben.
Korrekt. Welche großartige Arbeit die Sozialpädagoginnen und -pädagogen tagtäglich leisten, kann man gar nicht hoch genug schätzen.
Der vorletzte Auftritt von Eisner und Fellner erzählt gleich mehrere traurige Ereignisse und schafft es, aus einem vermeintlich durchsichtigen Plot einen aufwühlenden Sozialkrimi zu weben.
Auf verschiedenen Zeitebenen werden hier die niederschmetternden Nöte des Sozialsystems und ein Knuff zum ideellen Leitbild im Polizeiberuf der Zukunft, hin zum Fokus auf emotionale Intelligenz und Dialog, propagiert.
Emphatisches Zuhören ist dabei ein wertvolles Werkzeug.
Wien mit Bibi & Moritz: Da, wo die Geschichten sind …
@Meret Schande:
»Sooner or later / We all have to wake /
And try forgetting everything / Underneath there’s a perfect sky«*
(* 🎼 Opposite – Biffy Clyro)
Experimentell.Anfangs war auf einmal wieder Nacht und der Tote bewegte sich.Da dachte ich,dass er nur sagen muss wer ihn getötet hat,dann Verhaftung und fertig.Tatort in zehn Minuten.Diese Art von Rückschau war neu für mich.Aber warum nicht.Das Thema ist ernst und auch ohne grosse Spässe rübergekommen.Und am Ende:Jo,der Letzte macht das Licht aus.
Zwischendurch ist mir der Gedanke gekommen,dass welch ein Glück beim Schimmi es noch keine Handys gab.😉
„…Jo der Letzte macht das Licht aus.“ Könnte aber auch „Das Nichts“ sein. Simon, Betreuer. Die Schuld, das Geständnis, reißt ihn zu Letzt in einen schwarzen Abgrund…
Kennt jemand das Rap Lied?
@florii4: Das fand ich in Google (hatte mich nämlich auch interessiert 😉)
Service: Tatort-Musik
Tatort – Gegen die Zeit
(Sendung vom 26.04.2026)
Die Filmmusik wurde eigens für den
Tatort von Karwan Marouf komponiert und
ist nicht im Handel erhältlich.
Die Vor- und Abspannmusik stammt von
Klaus Doldinger.
Bibi und Moritz, Garanten für großartigen Tatortgenuss aus Wien.
Die beklemmende Story aus einem Wohnheim mit all seinen düsteren und traurigen Facetten der Kinder und Jugendlichen.
Sehr gute Verschmelzung der Szenen aus den Rückblenden, in denen die beiden Kommissare quasi alles miterleben, ich weiß leider nicht, wie man diese Technik nennt.
Schade, dass das schon die vorletzte Folge war, mir werden die beiden tollen Schauspieler Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer als die Wiener Kommissare sehr fehlen.
Für mich ⭐⭐⭐⭐⭐
Der Film schildert die fiktive Einrichtung „Sonnenhof“ als ein deprimierendes Milieu, in dem die Betreuer genauso kaputt und psychisch gebrochen sind wie die, die sie betreuen sollen. Da ist es am Ende fast egal, wer wirklich der Täter war.
Die einzigen Charaktere, die noch einigermaßen in Ordnung zu sein schienen, waren die Ex-Frau des Heimleiters (obwohl man sich auch bei ihr fragen kann, wieso sie auch nach brutalsten Misshandlungen wieder zu ihrem Mann zurückgekehrt ist) und der schwarze Mitarbeiter, der vom dem später Ermordeten rassistisch beleidigt worden war.
Zwar wären Krimis, in denen die einen eindimensional gut und die anderen eindimensional böse sind und die Guten auch engelhaft schön, die Bösen dagegen widerlich abstoßend aussehen, kaum befriedigend.
Wenn aber, wie hier, fast alle Charaktere mindestens doppelgesichtig sind, lässt das zumindest mich auch unbefriedigt zurück.
Im Übrigen kann man nur hoffen, dass es in realen Betreuungseinrichtungen für verhaltensauffällige Jugendliche besser zugeht als in diesem Film.
Sie haben es anscheinend nicht verstanden.
Die Ex-Frau hat sich scheiden lassen, sie hat ihrem Mann nur nicht schaden wollen, damit er seinen Job nicht verliert, wenn sie ihn anzeigt. Aus Angst, damit er ihr nichts mehr antut.
Tausende Frauen in Deutschland werden vom Ehemann drangsaliert, geschlagen, in der Ehe vergewaltigt, die Kinder als Druckmittel benutzt.
Sie sind anscheinend auch so ein alternder Schimanski-Fan, bei dem ein Tatort nur dann gut ist, wenn drauf los geballert, geschlagen und geraucht wird. Gesellschaftskritisch darf ein Tatort für Sie wohl nicht sein.
Und wenn Sie ein Tatort „befriedigen“ muss, läuft bei Ihnen gewaltig was schief. Sollten Sie mal darüber nachdenken, was Ihr Anspruch an 90 Minuten Krimi am Sonntagabend ist.
Um Sie zu beruhigen, im „realen“ Leben läuft es in diesen Einrichtungen anders.
@Didi: solche vorwurfsvollen Unterstellungen, ja schon fast Beleidigungen haben hier nichts verloren.
Der Wiener Tatort mit Moritz Eisner und Bibi Fellner setzt weniger auf klassische Spannung als auf Atmosphäre und Sozialdrama. Regisseurin Katharina Mückstein zeigt eindringlich eine Jugendwohngruppe am Limit, in der der Mord zur Folge einer Eskalation wird, nicht zum cleveren Rätsel.
Die Folge ist ruhig, unbequem und bewusst uneindeutig. Wer klare Täter und schnelle Auflösung erwartet, wird enttäuscht – wer sich auf die dichte, realistische Figurenzeichnung einlässt, bekommt einen nachdenklichen, ungewöhnlichen „Tatort“.
6 von 10 Punkten
@Charisma:
Sehe ich so ähnlich, diese Folge war sicherlich atypisch für das Wiener Team, hatte ein bisschen ‚Kehraus-Blues‘!🌚
Heute durften Bibi und Moritz einfach nur Ermittler sein, ohne dass eine/r von beiden irgendwie im Krisenmodus umherirrte- war auch besser für den Film.
Der Cihan schaffte es die ganze Zeit nicht, verdächtig zu werden, weil er einem einfach nicht unsympathisch wurde. Den Täter hatte ich früh im Verdacht, ließ mich zwischenzeitlich aber davon beirren, dass der hart verhaltensauffällige Leon nicht mehr erwähnt wurde. Der Ermordete wurde Stück für Stück entblättert und als Unsympath entlarvt. Die Nebenhandlung mit seiner Frau war eigentlich für die Geschichte komplett überflüssig, musste aber sein, um das Narrativ zu vervollständigen: wer seine Frau misshandelt, setzt Rassismus mit sonstigen Beleidigungen gleich, agiert autoritär und besteht auf die Einhaltung der Regeln. Nach dem Motto: das gehört alles schon irgendwie zusammen und alleine das letzte Beispiel (Bestehen auf Einhalten der Regeln) könnte auf einen ganz gemeinen Kerl hindeuten – nun ja, jedem sei seine Bubble gegönnt.
Unfreiwillig komisch sind immer jene Szenen, die sogar ernster als der Rest der übrigen Handlung gemeint sind. Hier ist es die Szene, als sich die „Unterdrückten und Geschmähten“ gegenseitig verbal auf die Schultern klopften (sinngemäß: Sie müssen sich als Dunkelhäutiger in Österreich sicher sehr schlimme Dinge anhören…. Antwort zurück: Sie als Frau kennen das ja)…. Leute, echt jetzt??
Abgesehen davon gaben sich die Macher große Mühe mit der Zeichnung der Figuren, der paranoide Nachbar mit dem Hund war die Ausnahme. Nach dem alten Modus hätte es von mir 4/5 Sternen gegeben.
Gesellschaftsgruppen in Person von Bibi und Femi
⭐⭐⭐ 3 von 5 Sternlein für einen mittelguten Krimi. Thematisch sehr gut erfasst und auch sehr gut erzählt. Schauspieler allesamt glaubwürdig.
Leider besteht eine Geschichte nicht nur aus Inhalt sondern auch aus Dramaturgie in der Erzählweise. Und da sind mir dann doch die Füße eingeschlafen.
Das Stilmittel des besonderen Rückblicks hat mir sehr gut gefallen. Gern mehr davon.
Hoffentlich bekommen die Wiener bei ihrem letzten Fall a bisserl mehr Äkschn und was Gscheids zum Beißen.
Diese Folge hat in Wien ungewollte Aktualität bekommen: vor mehreren Wochen tötete eine 14-jährige aus einer ähnlichen Einrichtung am Stadtrand Wiens eine alte Frau auf einem Friedhof, ohne die Frau davor gekannt zu haben und aus dem einzigen Grund: eine Person töten zu wollen („Mordlust“) und das Opfer sollte ‚leicht‘ sein.
Frage: was macht man mit solchen Kreaturen? (Wäre sie 1 Jahr jünger gewesen, hätte sie allen die lange Nase zeigen können.😫)
Die Realität ist, dass die allermeisten (auch ich!) mit derartigen Gestalten nichts zu tun haben wollen.😔
Und in einem Jugendheim, in dem meine Schwester arbeitete, wurde vor Jahren eine Betreuerin von einem Jugendlichen ermordet.
Sehr einfach machen es sich diejenigen, die „die Schuld“ immer bei anderen suchen. Bei den Eltern. Den Lehrern. Den Mitschülern. und und und.
Jeder Mensch hat einen freien Willen bekommen und muss sich nicht zwangsläufig für „die dunkle Seite der Macht“ entscheiden.
@der Fremde, ich bin da bei Ihnen.
Neuste Forschungen bezweifeln, dass der Freie Wille wirklich 100prozentig frei ist. Ich sag‘ mal so: „Mein Gehirn macht etwas mit mir…“. 🧐
@Adabei
Es braucht keine 100 %, um nicht böse zu werden.
Von atemberaubender Spannung kann man sicher nicht sprechen (worauf bezieht sich eigentlich der Titel?) – aber gut gezeichnet und lebensnah waren die Figuren definitiv und trotz des Sozialdrama-Aspekts wirkte nichts klischeefhaft an diesem im Grunde klassischen Whodunit. Die filmische Umsetzung mit den lebendigen Rückblenden und den kontrastreichen Aufnahmen fand ich ebenfalls deutlich überdurchschnittlich. Die Regisseurin Katharina Mückstein hatte ja auch „Dein Verlust“ in Szene gesetzt, der klar spannender war, aber sie zeigt auch hier, dass sie ihr Handwerk versteht. Insgesamt ein solider vorletzter Tatort – sowohl für Moritz & Bibi als auch vor der Sommerpause.
@kressin:
Der Titel „Gegen die Zeit“ ist m.E. zweideutig:
Lt. der Regisseurin bezieht er sich darauf, dass in derartigen Einrichtungen Untergebrachte nur bis zu ihrem 18. Lj. (und keinen Tag länger!) dort bleiben dürfen. Haben die Kids ihre Probleme bis zu diesem Zeitpunkt nicht im Griff, landen sie sehr oft in der Obdachlosigkeit!😒
Ich persönlich sehe den Titel aber auch unter dem Gesichtspunkt, dass den beiden Kommissaren (Bibi und Moritz) nicht mehr viel Zeit vor deren Pensionierung verbleibt.
„Wir sind hier kein Knast“ sagt einer der Betreuer. Und das passt auch ganz gut zum Inhalt und der gesamten Botschaft des Films. Hartes Vorgehen, klare Ansagen oder gar Strafen sind heute nicht mehr in und tolerant genug. Sie sind veraltet und unerwünscht. Seelische Verletzungen oder Belastungen haben einen Stellenwert erreicht, der körperlichen Schäden längst gleichgestellt ist. Und so schleppt gefühlt bald jeder Zweite irgend ein Trauma mit sich herum, egal ob Jugendlicher oder Erwachsener. Und die derzeitig einzige Lösung ist: diese Wunden sollte man nur mit Samthandschuhen anfassen und ganz vorsichtig und sanft damit umgehen. Der ganze Irrsinn gipfelt hier im TO damit, das die junge Polizistin die auf die Bedrohung mit einem Messer ihre Waffe gezogen hat, sich gleich darauf einer Psychologin anvertrauen muss. Mein Gott, in welcher Welt leben wir denn, wenn das bloße Einfordern von Respekt gegenüber der Staatsgewalt schon beinahe eine Art von „Körperverletzung“ bedeutet ?
Für mich war die Ansammlung so vieler „kaputter“ Menschen in nur 90 Minuten selbst bei einem Sozialdrama völlig überzogen. Und ein Krimi ? der bietet in der Regel wenigstens auch gewisse Lösungsansätze am Schluss an. Aber auch hier bleibt der Zuschauer mit dem Blick auf eine sich „überaus seltsam entwickelnde Welt“ ziemlich ratlos zurück. Aus diesem Grund gibt es diesmal von mir 0 Länderpunkte für Österreich
Naja, dass die Klienten in solch einer Einrichtung ‚psychisch kaputt‘ sind, erscheint ja noch einleuchtend. Aber dass ein psychisch labiler Typ wie Simon dort als Betreuer arbeiten darf, erstaunte mich dann doch.😏
Wenn schon die Klienten labil sind, braucht es doch bei deren Betreuung psychisch stabile Personen!
Also.
Ich hab das jetzt zweimal gelesen. Einmal normal, und einmal mit dem Gesicht, das meine Frau macht, wenn ich erkläre, warum ich um halb zwei nachts noch Chips brauche.
Du hast gerade – in einem Tatort-Kommentar, wohlgemerkt – eine vollständige gesellschaftspolitische Analyse der westlichen Therapeutisierung abgeliefert. Mit Anführungszeichen. Mehreren. Um Worte wie ‚kaputter‘ und ‚Körperverletzung‘ zu rahmen, damit wir alle verstehen, dass du das distanziert meinst. Das ist akademische Skepsis im Gewand eines Sonntagabend-Kommentars. Ich bin ehrlich beeindruckt und leicht erschöpft.
Jetzt zum Inhalt: Du sagst, bald trägt jeder zweite ein Trauma mit sich herum. Ja. Vielleicht. Oder – und ich werfe das nur mal in den Raum – vielleicht gab es das immer, und die Leute reden jetzt drüber. Das ist kein Beweis dafür, dass mehr Menschen kaputt sind. Das ist ein Beweis dafür, dass weniger Menschen schweigen. Was ich persönlich für einen Fortschritt halte. Aber ich bin da möglicherweise vorbelastet.
Die Polizistin mit der Waffe, die danach zur Psychologin muss: Das ist in vielen Ländern gesetzlich vorgeschrieben nach einem Bedrohungseinsatz. Nicht wegen Samthandschuhen. Sondern weil Menschen, die beruflich mit gezogener Waffe auf andere Menschen zeigen müssen, manchmal nachts nicht schlafen. Das klingt für mich weniger nach Irrsinn und mehr nach… Vernunft.
Und dann – dann – am Ende: Eurovision-Punktevergabe. Für einen Tatort. Österreich bekommt null Punkte. Von dir. Persönlich.
Ich weiß nicht, ob Österreich das verkraftet.
Ich weiß nicht, ob ich das verkrafte.
Aber ich finde, du solltest auf jeden Fall weiterschreiben.
Das ist das Unterhaltsamste, was mir heute passiert ist. Und ich hab heute wirklich wenig erlebt.
@Ich Depp du Gott:
Ihr unorthodoxer Schreibstil gefällt mir.👍
Wo waren Sie bisher?
@Der Fremde bzgl iDDG
So unterschiedlich sind die Meinungen.
@iDdG: auf mich wirken Ihre Kommentare sehr oberlehrerhaft und als trauten Sie sich bei Ihrem Namen nur nicht, die eigentlich gemeinte Reihenfolge der Wörter tatsächlich zu benutzen.
Wann ein Kommentator wo wie einen Smiley oder Stern setzt oder vergibt, ist absolut subjektiv.
So dürfen auch Sie Ihre Meinung vertreten.
Doch bitte wenigstens in diesem Forum, ohne die Meinungen der anderen herabzusetzen.
@schauinsland – Danke für die Unterstützung – wobei ich die Kritik von iDdG grundsätzlich verkraften kann. Ganz im Gegensatz zu ihm – er kann scheinbar nicht mal den kleinen Scherz mit den EuroVision Punkten einfach so unkommentiert schlucken.
Ob er andere Meinungen nicht anerkennen kann, er nur ein bisschen Sand ins Getriebe streuen will oder ob ihm das sein Ego untersagt, kann ich nicht beurteilen.
Beim Thema mit der jungen Polizistin hat er mich jedenfalls komplett missverstanden. Ich habe mehrere Polizisten in meinem Bekanntenkreis. Was die sich von pöbeln bis anspucken gefallen lassen müssen, ist erschreckend. Und seit den Vorfällen in den USA bekommt jede Maßnahme sofort den Anstrich „Polizeigewalt“. Auch das ziehen der Waffe um jemanden in Ausführung seines Dienstes fest zu setzen. Plötzlich wird der mutmassliche Täter nun zum Opfer – erleidet durch die Bedrohung noch ein zusätzliches Trauma – muss evtl. in Behandlung – und der Polizist kann mit einer Anzeige (die ich im o.g. Beispiel „Körperveletzung“ genannt habe) rechnen.
Im Wissen dieser Erfahrung wollte ich mit meinem Beitrag hier nur mal in den Raum werfen – wer möchte denn da bitte noch Polizist werden ?
😜 Das war ja wieder ein „Tatort“ zum einschlafen. Hoffentlich sind diese Ösies bald aus dieser Reihe verschwunden.
Der Nuschler und die Biggi. Fürchterlich.
Ösies.
Du hast ‚Ösies‘ geschrieben.
Ich halte kurz inne.
Nicht aus Empörung. Sondern weil ich gerade versuche zu rekonstruieren, in welchem Jahrzehnt dieses Wort zuletzt in freier Wildbahn gesichtet wurde. Ich glaube, es war zeitgleich mit HB-Männchen und Zigarettenwerbung im Fernsehen.
‚Der Nuschler und die Biggi.‘ Das ist keine Kritik. Das ist ein Satz, den man findet, wenn man eine Schublade öffnet, die seit 1987 nicht mehr aufgemacht wurde. Da liegt er dann. Zwischen einem Bügelmagneten vom Gardasee und einer Quittung über 4,80 DM.
Ich will nicht unfair sein. Vielleicht hast du wirklich geschlafen. Das kommt vor. Das ist beim Tatort sogar eine legitime Reaktion, die ich respektiere. Ich selbst schlafe manchmal ein und wache auf, wenn die Musik lauter wird, und dann tu ich so, als hätte ich alles gesehen. Das verbindet uns als Nation.
Aber ‚hoffentlich sind die bald weg‘ – also. Das klingt weniger nach Fernsehkritik und mehr nach dem, was Onkel Gerd bei Weihnachten sagt, bevor jemand das Thema wechselt.
Österreich hat uns Falco gegeben. Und den Kaiserschmarrn. Ich finde, wir sollten da etwas großzügiger sein.
@Ich Depp du Gott:
Sie sollten nicht zu viel von jemand verlangen, der nicht mal den 4-buchstabigen Namen der Ermittlerin (‚Bibi‘!) geistig erfassen kann …😖
Ihre Beiträge sind wirklich köstlich (nicht nur weil ich ihnen zustimmen kann). Man liest sie mit Freude und bewundert ihre geschliffenen Worte.
Als Deutscher, der mal in Österreich einige Jahre gearbeitet hat, denke ich, dass man „Bibi“ nicht wie „Bibbi“ oder „Biggi“ ausspricht, sondern „Biebie“!?
Korrekt!😉
Warum haben die Ermittler den Toten nicht einfach befragt, wer der Täter war? Oder ob er einen Verdacht hat? 😠
So als „Stilmittel“?
Ich kann diese Rückblicks-Orgien schon länger nicht mehr ertragen. Jetzt werden die Ermittler sogar in die Rückblicke eingebaut, obwohl sie gar nicht da waren.
Ansonsten passiert einfach wenig und es wird viel zu viel geredet. Nichts gegen den Inhalt. Den hätte man besser in einer Dokumentation über schwer Erziehbare verwendet.
Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle. Zunächst ist lobend zu erwähnen, dass die Klischeefalle weitgehend vermieden wurde: Gerade in Filmen mit „schwierigen“ Jugendlichen schnappt die gar zu oft zu, und kombiniert mit schauspielerischen Defiziten bzw. schwacher Regie ist das oft irgendwas zwischen langweilig und extrem ätzend. Das war nicht der Fall, die Figuren waren vielschichtig und überwiegend nachvollziehbar gestaltet. Das Ganze hat auch im Laufe des Films eine gewisse spannende Dynamik gewonnen, insofern alles auf gutem Wege. Dass dieser Sozialarbeiter dann irgendwie in den Fall verstrickt war, hat man an der gar zu fett ausgewalzten Betroffenheit von Anfang an ahnen können, die falschen Fährten waren gar zu einfach als sochce erkennbar. Wobei es, wie oben von einem Teilnehmer angemerkt, völlig unglaubwürdig ist, dass ein solch labiler Charakter überhaupt da arbeiten darf (mit welcher Ausbildung?). Und natürlich erwartet man von einem „echten Wiener“, von Bibi und Moritz schon ein wenig mehr, mit hat da viel gefehlt zwischen den beiden, das war mir insgesamt gar zu viel soft power, harmonisch, verständnissüchtig, gar zu brav, ohne den Esprit und den Charme, auch den manchmal übellaunigen Witz, der die besten Wiener Folgen auch immer ausgezeichnet hat.
Die Abschiedsfolge darf da, ohne dass da dringend übertrieben und gestorben werden muss, gerne wieder etwas mehr zünden. Für diesmal 3 Sterne glatt.
***/5
Ein Krimi ist für mich alles, wo etwas gegen das Gesetz geschieht. Insofern gibt es für mich nie die Diskussion „Krimi oder Sozialdrama“. Gesetzesübertretungen gehören in einen gesellschaftlichen Kontext. Und so ein Drama um scheiternde oder vom Scheitern bedrohte Menschen/Kindern tut nun mal mehr weh, als ein imaginärer „Bond“ (von dem ich nicht einen einzigen Film gesehen habe). Und dieser „Sozial-Drama-Krimi“ war näher am realen Leben als zig andere Fiktionalisierungen.
Natürlich wünsche ich mir zum Abschied der Beiden noch einen Film, der Platz für ein bisschen Humor und Augenzwinkern hat.
@Antje:
Ja, das würde als Abrundung des ‚Gesamtwerks‘ der beiden besser passen!👍
Ich fand die Rückblenden großartig, hilft einfach auch immer Visuell alles aufzupeppen statt das die Kommissare einfach nur starr mit den gegenüber reden. Nur die Auflösung war sehr mau: Am Ende war das Drehbuch so vage das es am Ende jeder hätte sein können, und der Mord wirkt sehr gekünstelt, es gab vorher nichtmal einen Eskalation. das wirkte eher bemüht. Dennoch 3 von 5