Kurz und knapp – darum geht’s
Ein rasch gelöster Mordfall bringt die halleschen Kommissare Herbert Schmücke und Herbert Schneider mit der Psychologin Maria Steinert zusammen – und in deren Landhaus beginnt schon das nächste Drama. Dort hilft ihr ehemaliger Patient Rainer Münster im Garten aus, ein Mann, der wegen Mordes in einer Anstalt saß und den sie für geheilt hält. Als Jonas, der Sohn ihres Architekten und Geliebten Lars Köhler, schwer verletzt im Wald gefunden wird, fällt der Verdacht prompt auf Münster. Der verzweifelte Vater gibt der Therapeutin die Schuld und bedroht sie. Bald fühlt sich Maria Steinert verfolgt, und dann erreicht sie eine Morddrohung …
Inhalt der Polizeiruf-110-Folge „Kopf in der Schlinge“
Kaum sind Schmücke und Schneider am Tatort eingetroffen, wartet dort bereits jemand auf sie: Maria Steinert, eine Psychologin, die den Kommissaren im Fall der ermordeten Else Berger als Profilerin zur Seite stehen soll. Die alte Frau wurde tot in ihrer Wohnung aufgefunden, und noch bevor die Ermittlungen richtig Fahrt aufnehmen, liefert die Expertin ein Täterprofil. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – in kürzester Zeit ist der Mörder gefasst. Ein Erfolg, für den sich Schmücke im TV-Krimi „Kopf in der Schlinge“ persönlich bedanken möchte.
Also macht er sich auf den Weg zu ihrem Haus auf dem Land, wo er zwei Männer kennenlernt. Der eine ist Lars Köhler, den die Gastgeberin als ihren Architekten vorstellt – doch dass zwischen den beiden mehr läuft als bloß Geschäftliches, bleibt dem erfahrenen Kriminalisten nicht lange verborgen. Der andere geht ihr in Haus und Garten zur Hand und ist für Schmücke kein Unbekannter: Rainer Münster hat wegen Mordes in einer Anstalt gesessen, wurde dort von Maria Steinert therapeutisch betreut und schließlich als geheilt entlassen. Nun kümmert sie sich um seine Rückkehr in ein normales Leben.
Nur wenige Tage später ist Köhlers Sohn Jonas verschwunden. Noch am selben Tag wird der Junge im Wald entdeckt, bewusstlos und schwer verletzt – jemand hat versucht, ihn zu ersticken. Sein Zustand ist kritisch. In der Nähe sichern die Ermittler ein Taschentuch, und die DNA-Spuren darauf führen ausgerechnet zu Rainer Münster, mit dem Jonas bei Maria Steinert gespielt hat. Münster kann sich das alles nicht erklären, wandert aber trotzdem in Gewahrsam. Für die Kommissare scheint die Spur zunächst eindeutig.
Für Lars Köhler bricht eine Welt zusammen, als er erfährt, wer der Mann eigentlich ist, mit dem sein Sohn so arglos herumgetollt hat. Er verliert die Fassung und bedroht die Psychologin, die sich für ihren früheren Patienten verbürgt hat. Für Maria Steinert wird die Lage damit von Tag zu Tag unbequemer – beruflich wie privat steht sie plötzlich im Kreuzfeuer.
Ohnehin ist es mit der Ruhe im Landhaus vorbei. Die Therapeutin fühlt sich seit einiger Zeit verfolgt und bittet Schmücke um Beistand, doch solange keine Straftat vorliegt, sind der Polizei die Hände gebunden. Auffällig oft hält sich ein junger Mann aus der Nachbarschaft in ihrer Nähe auf: Benno Brack, psychisch labil und ebenfalls in Maria Steinerts Obhut, der sich selbst als ihren Schutzengel betrachtet. Als er einen Streit zwischen ihr und Lars Köhler mit anhört, will er die Sache auf seine ganz eigene Art regeln.
Während Schmücke und Schneider im MDR-Polizeiruf „Kopf in der Schlinge“ weiter nach dem Mann suchen, der Jonas in den Wald verschleppt hat, und dabei erneut auf die Einschätzung der Psychologin bauen, gerät diese selbst ins Visier: Maria Steinert erhält eine Morddrohung …
Hinter den Kulissen
„Kopf in der Schlinge“ ist die 248. Folge der Krimireihe Polizeiruf 110 und der 21. Fall für die halleschen Kriminalhauptkommissare Herbert Schmücke (Jaecki Schwarz) und Herbert Schneider (Wolfgang Winkler). Unterstützt werden sie von Kriminaltechnikerin Rosamunde Weigand (Marie Gruber) und diesmal von der Psychologin Maria Steinert (Sissy Höfferer).
In weiteren Rollen sind Lars Köhler (Helmut Zierl), seine Frau Susanne Köhler (Sabine Vitua), Rainer Münster (Alexander Radszun) und Benno Brack (Victor Schefé) zu sehen.
Regie führte Hartmut Griesmayr, das Drehbuch schrieb Sabine Thiesler. Produziert wurde der Kriminalfilm aus dem Jahr 2003 von der Akzente Film und Fernsehproduktions GmbH im Auftrag des MDR, für die Produktion zeichnete Susanne Wolfram verantwortlich. Hinter der Kamera stand Hans-Jörg Allgeier, die Musik stammt von Joe Mubare. Gedreht wurde in Halle an der Saale und Umgebung.
Besetzung
Kriminalhauptkommissar Herbert Schmücke – Jaecki Schwarz
Kriminalhauptkommissar Herbert Schneider – Wolfgang Winkler
Psychologin Maria Steinert – Sissy Höfferer
Lars Köhler, Architekt – Helmut Zierl
Benno Brack – Victor Schefé
Susanne Köhler – Sabine Vitua
Rainer Münster – Alexander Radszun
Kriminaltechnikerin Rosamunde Weigand – Marie Gruber
Edith Reger – Marita Böhme
Jonas Köhler – Frederik Abraham
Mann im Fahrstuhl – Peter W. Bachmann
Frau Klose – Roswitha Dost
Johannes Gabriel
Markus Klose – Alexander Hosfeld
Frau Brack – Hanneliese Shantin
Michael Schrodt
Heinrich Brack – Franz Viehmann
Gerichtsmediziner – Peter Wilczynski
u. v. a.
Stab
Regie – Hartmut Griesmayr
Drehbuch – Sabine Thiesler
Produktion – Susanne Wolfram
Musik – Joe Mubare
Kamera – Hans-Jörg Allgeier
Schnitt – Claudia Fröhlich
Produktionsunternehmen – Akzente Film & Fernsehproduktion, im Auftrag des MDR





Nächste Kommentarmöglichkeit: Sonntag, 08.11.2026 ab 17:00 Uhr (in ca. 4 Tagen).
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