Kurz und knapp – darum geht’s
Ein Toter liegt im Vorraum einer Bank, die eigentlich als bestens gesichert gilt – und ausgerechnet er war Mitinhaber jener Firma, die die Alarmanlage eingebaut hat. Die Kriminalhauptkommissare Herbert Schmücke und Herbert Schneider stehen vor einem ganzen Bündel offener Fragen: Warum hat das System nicht angeschlagen? Weshalb gerieten die Einbrecher in einen tödlichen Streit? Und wieso fehlt scheinbar nichts? Zunächst fällt der Verdacht auf Rainer Hentschel, einen früheren Angestellten der Sicherheitsfirma, der Zugang zu den Daten für die Abschaltung der Anlage hatte. Doch die Spuren am Tatort sprechen auch für Wissen, das nur jemand aus dem Inneren der Bank haben kann. Und als die Ermittler erkennen, worauf es die Täter wirklich abgesehen hatten, stoßen sie auf einen Betrug, von dem niemand etwas ahnte …
Inhalt der Polizeiruf-110-Folge „Tod in der Bank“
Eine Bank soll ein Ort sein, an dem nichts dem Zufall überlassen wird – und doch liegt eines Morgens ein Toter in ihrem Vorraum. Es handelt sich um Heinz Markowski, Mitinhaber genau der Firma, die das Sicherheitssystem des Hauses installiert hat. Bankdirektor Walter Conrad steht vor einem Rätsel: Gerade erst hat er eine neue, hochmoderne Anlage einbauen lassen, wie also konnte jemand unbemerkt hereingelangen? Die Spurenlage spricht eine deutliche Sprache: Markowski wurde erschlagen, allem Anschein nach von seinem eigenen Komplizen.
Damit fangen die Fragen für die Kommissare aber erst an. Was wollten die Einbrecher überhaupt in der Bank? Warum blieb der Alarm stumm, als sie mitten in der Nacht eindrangen? Und worüber gerieten die beiden so heftig aneinander, dass einer von ihnen nicht mehr lebend herauskam? Eine erste Bestandsaufnahme sorgt im MDR-Polizeiruf „Tod in der Bank“ für zusätzliche Verwirrung: Gestohlen wurde offenbar nichts.
Bei der Witwe Heide Markowski erfahren die Ermittler, dass ihr Mann gegen Mitternacht das Haus verlassen hat, weil er keinen Schlaf fand. Das sei öfter vorgekommen, deshalb habe sie sich keine großen Gedanken gemacht. Schmücke und Schneider spielen eine andere Möglichkeit durch: Vielleicht kam Markowski auf seiner nächtlichen Fahrt rein zufällig an der Bank vorbei, bemerkte den Einbruch und wollte ihn verhindern.
Ins Visier gerät zunächst Rainer Hentschel. Als ehemaliger Mitarbeiter der Sicherheitsfirma kannte er die Daten, mit denen sich das System der Bank deaktivieren lässt – ein naheliegender Verdächtiger also. Doch so einfach liegen die Dinge nicht, denn die Spuren am Tatort weisen eindeutig auch auf Kenntnisse hin, die nur jemand aus dem Haus selbst besitzen kann. Plötzlich steht die gesamte Belegschaft der Bank unter Beobachtung.
Den entscheidenden Anstoß liefert die Kriminaltechnik: Winzige Metallspäne lenken den Blick der Ermittler in den Schließfachraum, wo sie auf ein aufgebohrtes Fach stoßen. Auf dem Papier gehört es dem Ehepaar Walli und Erich Wert – doch die beiden fallen aus allen Wolken, als sie hören, dass sie angeblich ein Bankfach besitzen. Für die Kommissare steht damit fest, dass jemand aus der Bank das Fach unter fremdem Namen angemietet haben muss. Kriminaltechnikerin Rosamunde Weigand entdeckt darin zudem Faserspuren, die eindeutig von Euroscheinen stammen. Schritt für Schritt kommen Schmücke und Schneider so den Machenschaften eines Bankangestellten auf die Schliche, der dort heimlich Geld gebunkert hat.
Doch mit dieser Entdeckung ist der Fall im Polizeiruf 110 „Tod in der Bank“ längst nicht gelöst. Denn eine Frage bleibt hartnäckig offen: Woher wussten die Einbrecher überhaupt von dem illegalen Depot? Selbst der bestohlene Betrüger kann sich darauf keinen Reim machen …
Hinter den Kulissen
„Tod in der Bank“ ist die 284. Folge der Reihe Polizeiruf 110 und der 33. Fall für die Kriminalhauptkommissare Herbert Schmücke (Jaecki Schwarz) und Herbert Schneider (Wolfgang Winkler). Zum Ensemble gehören außerdem Kriminaltechnikerin Rosamunde Weigand (Marie Gruber), Rechtsmediziner Dr. Klaus Riepe (Klaus-Jürgen Steinmann) und Staatsanwältin Iris Meissner (Katerina Jacob). Regie führte Dirk Regel, das Drehbuch stammt von Hans-Werner Honert. Produziert wurde der Film von Saxonia Media im Auftrag des MDR.
Eine kleine biografische Parallele hat es ins Drehbuch geschafft: In einer Szene erzählt Schneider, dass er vor seiner Zeit bei der Polizei als Lokführer gearbeitet habe. Auch sein Darsteller Wolfgang Winkler hatte diesen Beruf erlernt, bevor er Schauspieler wurde.
Bei der Erstausstrahlung sahen 6,98 Millionen Zuschauer in Deutschland zu, was einem Marktanteil von 21,2 Prozent für Das Erste entsprach. In der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen schalteten 1,68 Millionen Zuschauer ein, ein Marktanteil von 12,4 Prozent.
Besetzung
Kriminalhauptkommissar Herbert Schmücke – Jaecki Schwarz
Kriminalhauptkommissar Herbert Schneider – Wolfgang Winkler
Walter Conrad, Bankdirektor – Rolf Kanies
Christian Fiedler – Patrick von Blume
Sandra Conrad – Luise Helm
Rainer Hentschel – Mirko Lang
Anita Arndt – Kirsten Block
Paul Reinhardt – Götz Otto
Iris Meissner, Staatsanwältin – Katerina Jacob
Pensionsbetreiberin – Heidi Ecks
Rosamunde Weigand, Kriminaltechnikerin – Marie Gruber
Frau Conrad – Alma Leiberg
Sekretärin – Anja Pahl
Walli Wert – Christine Schorn
Erich Wert – Günter Schubert
Heide Markowski – Heide Simon
Dr. Klaus Riepe, Rechtsmediziner – Klaus-Jürgen Steinmann
u. v. a.
Stab
Regie – Dirk Regel
Drehbuch – Hans-Werner Honert
Produktion – Susanne Wolfram
Musik – Florian Appl
Kamera – Stephan Wagner
Schnitt – Claudia Fröhlich
Produktionsunternehmen – Saxonia Media, im Auftrag des MDR





















Nächste Kommentarmöglichkeit: Sonntag, 08.11.2026 ab 17:00 Uhr (in ca. 2 Tagen).
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