Kurz und knapp – darum geht’s
Eigentlich will Leonie Herz nur einer früheren Schulfreundin aus der Patsche helfen, als sie Sandra Voigt und deren Begleiterin Amanda in der Gärtnerei übernachten lässt, in der sie jobbt. Doch die beiden jungen Frauen sind auf der Flucht. Am nächsten Tag wird Amanda tot aus der Havel gezogen. Für Leonies Mutter, Kriminalhauptkommissarin Johanna Herz, und Polizeihauptmeister Horst Krause beginnt damit ein Fall, der in eine verborgene, beklemmende Welt führt. Zwei Spuren weisen den Weg: eine rätselhafte Tätowierung auf dem Körper der Toten und die verstörenden Zeichnungen ihrer sechsjährigen Tochter Mona, die kaum ein Wort spricht. Und Sandra, die in jener Nacht entkommen konnte, ist spurlos verschwunden …
Inhalt der Polizeiruf-110-Folge „Das Zeichen“
Über den Sommer jobbt Leonie Herz in einer Gärtnerei. Zwischen Beeten und Gewächshäusern verläuft die Arbeit ruhig, bis eines Abends zwei junge Frauen vor ihr stehen. Die eine ist ihre frühere Schulfreundin Sandra Voigt, die andere heißt Amanda. Beide sind sichtlich in Panik und flehen Leonie an, sie eine Nacht in der Gärtnerei schlafen zu lassen. Leonie willigt ein, doch die Ruhe hält nicht lange: In der Nacht verschaffen sich ein paar junge Männer gewaltsam Zutritt zum Gewächshaus, ganz offensichtlich auf der Suche nach den beiden Frauen. Sandra gelingt die Flucht. Für Amanda dagegen endet die Nacht tödlich: Am folgenden Tag wird ihre Leiche aus der Havel geborgen.
Damit landet der Fall bei Leonies Mutter, Kriminalhauptkommissarin Johanna Herz, und er ist von Anfang an auch eine Familienangelegenheit. Schließlich hat ausgerechnet ihre Tochter der Toten kurz zuvor noch Unterschlupf gewährt. Wer die junge Frau überhaupt ist, bleibt zunächst offen. Erst Polizeihauptmeister Horst Krause bringt nach einigen Recherchen ihren vollen Namen in Erfahrung. Was die Ermittler in Amandas Wohnung entdecken, lässt auf einen satanistischen Lebensstil schließen. Dazu passt die Tätowierung auf dem Körper der Toten, ein seltsames Symbol, das im Polizeiruf 110 „Das Zeichen“ zu einer der wichtigsten Spuren wird.
Eine zweite Spur führt zu Amandas Schwester Carola Leipold. Bei ihr hat die junge Frau zwei Tage zuvor kurzerhand ihre sechsjährige Tochter Mona abgegeben, und schon dabei wirkte sie, als wäre ihr jemand auf den Fersen. Behalten kann die Tante das Mädchen allerdings nicht. Also nimmt sich Johanna Herz des Kindes an, und schnell wird klar, dass mit Mona etwas ganz und gar nicht stimmt: Sie spricht kaum, und sobald es dunkel wird, packt sie die nackte Angst. Nur behutsam und Schritt für Schritt findet die Kommissarin einen Zugang zu ihr.
Was Mona nicht in Worte fassen kann, bringt sie aufs Papier. Ihre Bilder sind düster, die Zeichnungen eines schwer traumatisierten Kindes, und Johanna Herz liest darin Hinweise auf einen satanistischen Hintergrund. Weiter bringt die Ermittlerin der Kontakt zur Leiterin einer Selbsthilfegruppe für Menschen, die religiösen Gruppierungen den Rücken kehren wollen. Allmählich begreift die Kommissarin im TV-Krimi „Das Zeichen“, wie tief die Abgründe dieses Falls reichen: Amanda war Mitglied einer Satanistensekte namens „Dark Merkurius“, und sie wollte aussteigen.
Zwei Fragen lassen die Ermittler dabei nicht los. Wer waren die jungen Männer, die nachts in die Gärtnerei eingedrungen sind? Und wo steckt Sandra? Sie war in jener Nacht an Amandas Seite und ist den Eindringlingen im Gewächshaus entkommen. Seitdem fehlt von ihr jede Spur …
Hinter den Kulissen
„Das Zeichen“ ist die 253. Folge der Reihe Polizeiruf 110 und der dritte Fall für Kriminalhauptkommissarin Johanna Herz (Imogen Kogge). Ihr Partner, Polizeihauptmeister Horst Krause, ermittelt bereits zum siebten Mal. Gespielt wird er von Horst Krause, der seiner Figur auch den Namen gibt. An der Seite der beiden ist außerdem Kriminalassistentin Katrin Schubert (Anja Franke) im Einsatz.
Zum Ensemble gehören außerdem Leonie (Luise Helm), die Tochter der Kommissarin, ihre frühere Schulfreundin Sandra Voigt (Alexandra Schalaudek), Amanda Rösler (Karina Plachetka) und deren kleine Tochter Mona (Lisa Willschütz). Amandas Schwester Carola Leipold wird von Dagmar Sitte verkörpert.
Der Kriminalfilm aus dem Jahr 2004 entstand unter der Regie von Bodo Fürneisen nach einem Drehbuch von Marlis Ewald. Produziert wurde er von Antaeus Film im Auftrag des rbb. Die Musik schrieb Tamás Kahane, hinter der Kamera stand Sebastian Richter.
Besetzung
Kriminalhauptkommissarin Johanna Herz – Imogen Kogge
Polizeihauptmeister Horst Krause – Horst Krause
Kriminalassistentin Katrin Schubert – Anja Franke
Sandra Voigt – Alexandra Schalaudek
Christian Wedemann – Alexander Flache
Mona – Lisa Willschütz
Amanda Rösler – Karina Plachetka
Leonie, Tochter von Johanna Herz – Luise Helm
Frau Ulrich – Jenny Gröllmann
Mertens – Götz Schubert
Carola Leipold – Dagmar Sitte
Nicole, Aussteigerin – Naomi Krauss
Pfarrer Wedemann – Peter von Strombeck
Dr. Bodenstedt – Arnd Klawitter
Robert Beck – Peter Prager
Helga Krüger – Franziska Troegner
Gerichtsmedizinerin – Anna Stieblich
Internetcafé-Betreiber – Christopher Braun
Kunde im Internetcafé – Andreas Rüdiger
Dr. Lanz – Ulrike Eckermann
u. v. a.
Stab
Regie – Bodo Fürneisen
Drehbuch – Marlis Ewald
Produktion – Alexander Gehrke
Musik – Tamás Kahane
Kamera – Sebastian Richter
Schnitt – Matthias Behrens
Produktionsunternehmen – Antaeus Film, im Auftrag des rbb





Nächste Kommentarmöglichkeit: Sonntag, 08.11.2026 ab 17:00 Uhr (in ca. 4 Tagen).
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