Kurz und knapp – darum geht’s
Eine Frauenleiche in der Isar, ein tödlicher Autounfall mit Fahrerflucht – zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Doch Kriminalhauptkommissarin Cris Blohm und ihr Kollege Dennis Eden stoßen auf ein verstörendes Muster: In beiden Fällen haben sich die Täter gestellt und gestanden – aber ihre Geständnisse stimmen nicht mit den Tatsachen überein. Warum lügen Menschen, die ohnehin schon verurteilt sind? Als Blohm Rat bei dem renommierten Anwalt August Schellenberg sucht, geraten die Ermittler auf die Spur einer unfassbaren Wahrheit, die beide Mordfälle miteinander verbindet. Doch je tiefer sie graben, desto gefährlicher wird es für sie selbst …
„Ablass“, ein neuer Fall aus München, ist am Sonntag, den 15.03.2026 um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.
Inhalt der Polizeiruf-110-Folge „Ablass“
Eine Leiche in einer Münchner Isarwehranlage – für die Kommissare Cris Blohm und Dennis Eden im Polizeiruf 110 „Ablass“ zunächst ein Fall wie viele andere. Der Täter sitzt bereits hinter Gittern: Léon Kamara hat sich gestellt, hat gestanden, wurde verurteilt. Eigentlich könnte der Fall damit abgeschlossen sein. Doch irgendetwas stimmt nicht. Kamara hatte in seinem Geständnis behauptet, er habe sein Opfer zerstückelt und die Leichenteile im Müll entsorgt. Aber jetzt liegt die Tote vollständig bekleidet in der Isar – keine Spur von Zerstückelung, keine Spur von Entsorgung im Abfall.
Warum gesteht jemand einen Mord und lügt dann über die Details? Diese Frage lässt Blohm und Eden keine Ruhe. Der verurteilte Kamara sitzt im Gefängnis, hat nichts zu gewinnen – und doch hat er gelogen. Was verschweigt er? Oder noch beunruhigender: Schützt er jemanden? Die beiden Ermittler beginnen, an der vermeintlich klaren Beweislage zu zweifeln. Doch bevor sie tiefer in den Fall eintauchen können, werden sie bereits zum nächsten Einsatz gerufen.
Ein tödlicher Autounfall mit Fahrerflucht erschüttert München. Das Opfer hatte keine Chance, der Täter floh vom Unfallort. Doch auch dieser Fall nimmt eine überraschende Wendung: Victor Reisinger, ein arbeitsloser Familienvater, stellt sich der Polizei. Er gesteht die Tat, wirkt aufgelöst, verzweifelt. Ein klarer Fall? Mitnichten. Denn auch bei Reisingers Geständnis stoßen Blohm und Eden im TV-Krimi „Ablass“ auf Unstimmigkeiten, auf Details, die nicht passen wollen. Wieder ein Täter, der zugibt – aber nicht die ganze Wahrheit sagt.
Zwei Fälle, zwei Geständnisse, zwei Lügen. Cris Blohm spürt: Das kann kein Zufall sein. Sie braucht einen Experten, jemanden, der das System versteht, der weiß, wie Täter denken – und wie das Recht funktioniert. Sie wendet sich an August Schellenberg, einen renommierten Rechtsanwalt mit jahrzehntelanger Erfahrung. Schellenberg ist eine Koryphäe seines Fachs, ein Mann, der schon die schwierigsten Mandate übernommen hat. Vielleicht kann er Licht ins Dunkel bringen, vielleicht erkennt er ein Muster, das den Ermittlern bisher verborgen blieb.
Und tatsächlich: Je intensiver Blohm und Eden recherchieren, desto mehr Parallelen zwischen den beiden Fällen treten zutage. Die Hintergründe weisen verstörende Ähnlichkeiten auf – aber welche? Geht es um Schuld und Sühne? Um einen perfiden Plan? Oder um etwas noch Dunkleres, etwas, das tief in die moralischen Abgründe der menschlichen Seele führt? Die Ermittler im MDR-Polizeiruf „Ablass“ ahnen, dass sie es nicht mit gewöhnlichen Kriminellen zu tun haben, sondern mit Menschen, die aus verzweifelten, vielleicht sogar nachvollziehbaren Gründen handeln – und dabei eine furchtbare Grenze überschreiten.
Doch wer zieht im Hintergrund die Faden? Und wie viele weitere Fälle gibt es, die nach demselben Muster ablaufen? Blohm und Eden müssen schnell handeln, denn mit jedem Tag, der vergeht, könnte sich das nächste Opfer bereits in Gefahr befinden – oder der nächste vermeintliche Täter bereit sein, für eine Schuld zu büßen, die gar nicht die seine ist …
Der neue Fall aus München
„Ablass“ ist eine Produktion unter der Regie von Christian Bach, der auch das Drehbuch verfasste. Bach, bekannt für seine psychologisch dichten Krimis wie „Hirngespinster“, inszeniert erneut einen Fall, der die Grenzen zwischen Recht und Moral auslotet. In den Hauptrollen brillieren Johanna Wokalek und Stephan Zinner als Münchner Ermittlerduo Blohm und Eden. Tobias Moretti verkörpert den undurchschaubaren Anwalt August Schellenberg, in weiteren Rollen sind Yoli Fuller, Sophie Rogall und Shenja Lacher zu sehen.
Im TV ist die Produktion am Sonntag, den 15. März 2026 erstmals zu sehen, natürlich um 20:15 Uhr im Ersten.



