Kurz und knapp – darum geht’s

Ein Fund, der alle Geldsorgen beenden soll: Der arbeitslose Zirkus-Clown Felix Kocz und sein Freund Paul Kübler, dessen Kfz-Werkstatt auf dem Land kaum Kundschaft hat, stoßen in einem gestohlenen Mercedes auf 40 Kilo Heroin. Die beiden wollen den Stoff zu Geld machen, doch den zwei Amateuren fehlen jegliche Kontakte, um eine solche Menge abzusetzen. Dabei sind sie längst nicht die Einzigen, die sich für die heiße Ware interessieren: Inspektor Gerhard Walleck von der Wiener Kriminalpolizei ist dem Rauschgift ebenso auf der Spur wie zwei Wiener Ganoven, denen der Wagen abhandengekommen ist, und zwei französische Gangster, die eigens aus Paris angereist sind …

Inhalt der Polizeiruf-110-Folge „Lauf, Anna, lauf!“

Vom Applaus in der Manege kann Felix Kocz derzeit nur träumen: Seit einer ganzen Weile ist der Zirkus-Clown ohne Arbeit, und die Tage ziehen sich. Die viele freie Zeit verbringt er mit seinem Freund Paul Kübler, der draußen auf dem Land eine Kfz-Werkstatt besitzt. Viel zu tun gibt es dort allerdings auch nicht – die Kundschaft bleibt weitgehend aus, und das Geld ist bei beiden knapp.

Dann scheint das Schicksal den zwei Freunden im Polizeiruf 110 „Lauf, Anna, lauf!“ doch noch einen Wink zu geben: In einem gestohlenen Mercedes entdecken Kocz und Kübler eine Ladung, die es in sich hat – 40 Kilo Heroin. Mit dem Erlös, so ihre Hoffnung, hätte die ewige Geldnot endlich ein Ende.

Doch zwischen Fund und Reichtum klafft eine gewaltige Lücke. Wer so viel Rauschgift loswerden will, braucht Abnehmer, und genau die fehlen dem Clown und dem Werkstattbesitzer. Keiner von beiden hat Verbindungen in die einschlägigen Kreise, und so erweist sich der Verkauf als ungleich schwieriger, als die beiden es sich ausgemalt haben.

Hinzu kommt, dass Kocz und Kübler keineswegs die Einzigen sind, die sich für das Heroin interessieren. Zwei Wiener Ganoven sollten den Mercedes samt der wertvollen Fracht eigentlich nur überstellen – nun ist der Wagen weg und mit ihm die Ware. Auch die Pariser Zentrale des Drogenrings mischt mit und hat zwei französische Gangster eigens nach Wien entsandt. Und dann ist da noch Inspektor Gerhard Walleck von der Kriminalpolizei, der dem Rauschgift ebenfalls nachjagt.

Für den arbeitslosen Clown und seinen Freund wird die Lage im ORF-Polizeiruf „Lauf, Anna, lauf!“ zusehends brenzlig: Bald haben sie die Polizei und die Unterwelt gleichermaßen im Nacken …

Hinter den Kulissen

Mit „Lauf, Anna, lauf!“ kam die 164. Folge der Reihe Polizeiruf 110 aus Österreich: Der Kriminalfilm aus dem Jahr 1994 ist eine Produktion des ORF und zählt zu den lediglich zwei Episoden, die der österreichische Sender für die Reihe hergestellt hat.

Zugleich ist es der erste von zwei Fällen für Inspektor Gerhard Walleck (Helmut Berger). Die beiden Freunde, die mit ihrem Heroinfund ins Visier von Polizei und Gangstern geraten, spielen Bernhard Schir als Felix Kocz und Alfred Schedl als Paul Kübler.

Regie führte Franz Novotny, das Drehbuch stammt von Albert Stein, hinter der Kamera stand Franz Zecha.

Besetzung

Inspektor Gerhard Walleck – Helmut Berger
Sandra Schneider – Andrea Eckert
Frau Sieberg – Claudia Bukowsky
Dr. Horst Krambusch – Haymon Maria Buttinger
Heino Fischer
Gertrude Kocz – Michou Friesz
Oberst Wundschuh – Robert Hauer-Riedl
Tänzerin – Eva Jankovsky
Herr Göbel – Uwe Kröger
Georges Bottequin – Erwin Leder
Gefängnisdirektor – Karl Markovics
Johann Kudlich – Hans Georg Nenning
Jäger – John Ottwald
Sekretärin – Doris Pascher
Klaus Olbrichtshauser – Hanno Pöschl
Herr Sieberg – Klaus Rott
Paul Kübler, Besitzer einer Kfz-Werkstatt – Alfred Schedl
Felix Kocz, arbeitsloser Zirkus-Clown – Bernhard Schir
Peter Uray
u. v. a.

Stab

Regie – Franz Novotny
Drehbuch – Albert Stein
Kamera – Franz Zecha
Produktionsunternehmen – ORF