Kurz und knapp – darum geht’s
Neustart in Kiel: Borowski ist im Ruhestand, und Hauptkommissarin Mila Şahin bewirbt sich auf die Stelle der Kripoleitung. Dafür muss sie allerdings die Begutachtung durch Polizeipsychologin Elli Krieger über sich ergehen lassen, mit deren ruhiger und sachlich-distanzierter Art die extrovertierte Şahin gar nicht klarkommt.
Viel besser versteht sie sich dagegen mit Kommissarin Anna Nowak, die Şahin seit Polizeischultagen kennt und die von Berlin an die Förde gewechselt ist. Gemeinsam müssen sie einen kniffligen Fall lösen: Francesca Polidoro fühlte sich von ihrem Arbeitgeber, der Tech-Firma „Prometheus“, bedroht – jetzt treibt die junge Frau tot in der Ostsee. Je tiefer Şahin und Nowak bohren, desto mehr Steine werden ihnen in den Weg gelegt, vor allem vom LKA-Ermittler Jan Kuper. Dann gibt es einen weiteren Toten, und erst spät bemerkt Şahin, dass sich ihre Freundin Anna auf ein gefährliches Spiel eingelassen hat, um die Wahrheit herauszufinden …
Die Episode „Unter Freunden“ ist der erste Teil der Auftakt-Doppelfolge zum Start des neuen Tatort-Teams in Kiel rund um Hauptkommissarin Mila Şahin (Almila Bagriacik). Zu sehen ist der NDR-Krimi am Sonntag, den 11. Oktober 2026 um 20:15 Uhr im Ersten. Der zweite Teil „Unter Feinden“ folgt eine Woche später, also am 18. Oktober 2026.
Inhalt der Tatort-Folge „Unter Freunden“
„Starker Look!“ – „Bei Unsicherheit trage ich immer Rot.“ Und mit „unsicher“ ist die Gefühlslage von Mila Şahin ziemlich genau beschrieben, denn die junge Kommissarin ist aufgewühlt und happy zugleich. Gerade kommt sie aus dem Bewerbungsgespräch für den Posten der Kripo-Dienststellenleitung: eine große Runde, fast ausschließlich bestehend aus alten, weißen Männern, die über die Nachfolge von Kriminalrat Roland Schladitz entscheiden – bis auf eine Ausnahme: Polizeipsychologin Elli Krieger, die Şahin immerhin freundlich angelächelt und das dreist-ignorierende Gemurmel der Männerrunde durch eine zurückhaltende, aber entschiedene Geste beendet hat.
Nun aber ist alle Spannung von Mila abgefallen, und sie steht vor ihr: energiegeladen, frech, ein bisschen verwegen, wie eh und je: Anna Nowak, Milas „Best Buddy“ seit Polizeischultagen. Lange Zeit verliefen ihre Wege getrennt – Mila in Kiel, Anna in Berlin –, jetzt sind sie wieder vereint: Anna hat sich in den Norden versetzen lassen; über die Gründe schweigt sie sich aus, irgendeine Männergeschichte, vermutet Mila. Ist okay für sie, schließlich hat auch sie Geheimnisse vor Anna – zum Beispiel ihre Bewerbung um die Dienststellenleitung. Könnte Anna in den falschen Hals bekommen, von wegen karrieregeil und so. Dabei will Mila einfach nur die Chancen nutzen, die sich ihr eröffnen, mehr im Polizeiapparat bewegen, gegen Diskriminierung, Racial Profiling und Korruption. Das kann doch nicht verkehrt sein …
Doch erstmal müssen die beiden Freundinnen einen Mordfall lösen: Am Ufer der Förde wird die Leiche von Francesca Polidoro angeschwemmt. Die junge Frau ist offensichtlich ertrunken, aber die genauen Umstände bleiben rätselhaft. Forensikerin Paula Rinck hält einen Suizid für unwahrscheinlich und geht von Fremdverschulden aus. Der Verdacht im NDR-Tatort „Unter Freunden“ erhärtet sich, als die Kommissarinnen Şahin und Nowak Nicki Bender befragen, den Freund der Toten. Der erzählt ihnen, dass Francesca sich bedroht gefühlt habe – und zwar von ihrem Arbeitgeber, der Tech-Firma „Prometheus“, wo sie in der Buchhaltung tätig war.
„Prometheus? Die retten unseren Wirtschaftsstandort! Also wenn Sie schon gegen die ermitteln müssen, dann bitte so diskret wie möglich!“ Roland Schladitz hat die nächste Stufe auf der Karriereleiter im Führungsstab des Polizeipräsidenten schon fest im Blick, aber noch ist er der Dienststellenleiter der Kieler Kriminalpolizei und damit für alles verantwortlich, was seine Ermittlerinnen tun und lassen. Und eine Hausdurchsuchung bei Prometheus, dem Vorzeigeunternehmen der Region schlechthin, kommt für ihn mehr als ungelegen, so kurz vor der Beförderung.
Doch Şahin lässt nicht locker, denn allzu viel kommt der engagierten Kriminalistin im TV-Krimi „Unter Freunden“ merkwürdig vor: 35 Millionen Euro Jahresumsatz, aber nur zehn Mitarbeiter? Wie ist das möglich? Die Geschäftsführer Viola und Oskar Berger geben sich zugeknöpft, mehr als einen Hochglanz-Imagefilm über die Präzisionsobjektive, die bei Prometheus hergestellt werden, bekommen Şahin und Nowak nicht zu sehen. Zwar können die beiden Kommissarinnen einige Geschäftsunterlagen sicherstellen, doch sie verstehen nur Bahnhof: Wirtschaftskriminalität ist nicht gerade ihr Spezialgebiet.
Also ab mit den Papierbergen zur Fachabteilung beim LKA. Dort erklärt sich der freundliche Kollege Jan Kuper sofort bereit, die Prometheus-Akten zu prüfen. Etwas zu freundlich jedoch für Milas Geschmack – vor allem gegenüber Anna, deren spontanes Duzen Kuper sofort erwidert. Deutlich weniger Aufmerksamkeit widmet er dagegen den Geschäftsberichten des Hightech-Champions. Und dann gibt es einen zweiten Toten …
Während Mila Şahin versucht, die Ermittlungsfäden zusammenzuführen, entgeht ihr, auf welch gefährliches Spiel mit Alkohol und Drogen sich Anna Nowak eingelassen hat, um der Wahrheit im Tatort „Unter Freunden“ auf die Spur zu kommen. Aber auch Şahin selbst muss sich bohrenden Fragen stellen: Gilt sie als Nestbeschmutzerin, wenn sie einen Kollegen verdächtigt? Kann sie sich der Psychologin Elli Krieger anvertrauen, von deren ruhiger und sachlicher Art sie sich eigentlich provoziert fühlt? Und schließlich: Welchen Preis ist Mila bereit, für ihre Karriere zu zahlen?
Neubeginn in Kiel
Endlich hat das Warten ein Ende: Im März 2025 löste Axel Milberg als Kommissar Klaus Borowski in der Tatort-Folge 1296 „Borowski und das Haupt der Medusa“ seinen letzten Fall, und nun – anderthalb Jahre später – geht ein neues Team in der nördlichsten Großstadt Deutschlands an den Start: Dazu gehören neben Hauptkommissarin Mila Şahin (Almila Bagriacik) auch die Kriminalpsychologin Elli Krieger (Karoline Schuch) sowie Kriminalrat Robert Iwersen (Yorck Dippe). In der Doppelfolge „Unter Freunden / Unter Feinden“ – gedreht bereits vom 15. Oktober bis zum 13. Dezember 2024 in Kiel und Hamburg – wird die neue Mannschaft schrittweise eingeführt, wobei Regisseur und Autor Lars Kraume „eine ganze Menge an Bewegung in der Figurenkonstellation“ verspricht.
Kraume betont auch, wie viel Freude es ihm gemacht hat, den Kieler Tatort neu zu gestalten: „Mir ging es darum, mit diesen jungen Kommissarinnen auch einen bewegteren, moderneren Look zu kreieren.“ Entscheidend dafür war die Weiterentwicklung der Hauptfigur Mila Şahin, die jetzt die zentrale Ermittlerinnenrolle übernimmt. Darstellerin Almila Bagriacik dazu: „Ich hatte das Privileg, außerhalb des Tatorts in Filmen und Serien außergewöhnliche Figuren zu verkörpern, die Wandlungsfähigkeit verlangten und Wachstum in mir auslösten, sei es menschlich oder beruflich. Ich fand es manchmal schade, meine Bandbreite als Schauspielerin für Şahin nicht einsetzen zu können.“ Und Regisseur Kraume ergänzt: „Es hat mir großen Spaß gemacht, mit ihr zusammen zu überlegen, wie wir der Figur mehr Kraft und Selbstbewusstsein und wirklich auch Strahlkraft geben können. Sie hat eine große Herzlichkeit, aber auch Ernsthaftigkeit und Härte […]. Wir haben uns auch über das Kostüm Gedanken gemacht – wie zieht sich Mila eigentlich an? Bisher trug sie oft gedeckte Sachen, sehr zurückgenommen, schwarze Mäntel etc. Aber so ist sie gar nicht. Ich wollte, dass sie mit einem ganz anderen Selbstbewusstsein und einer ganz anderen Lautstärke auftritt.“
Wer sich selbst ein Bild vom Neuanfang in Kiel machen will, sollte am Sonntag, den 11. Oktober 2026 um 20:15 Uhr Das Erste einschalten. Und wer nicht so lange warten möchte, kann den neuen Tatort „Unter Freunden“ bereits ab Freitag, 09.10.2026 als Vorabpremiere in der ARD-Mediathek streamen – allerdings nur, wenn man sich dort als User angemeldet hat.






















gut gemachter krimi, gerade, die frage ,, was darf man unter kollegen ansprechen, und wie wird darauf reagiert . ich galt auch schonmal als ´nestbeschmutzer´ war recht fies die sache.
Einfach widerlich, diese schmatzende immer kauende Polizeibeamtin, ich mußte umschalten
Puuuh ist das furchtbar anzuschauen. Zwei Pubertätermittler machen einen auf cool. Da sind Hanni und Nanni erträglicher…
Mit offenen Mund pausenlos Kaugummikauend, wie krank ist das denn
⭐
Da haben sie sich total übernommen mit dem Thema.
Endlich ein weiteres cooles weibliches Ermittler-Duo.
Bitte bitte Borowski, komm wieder zurück! 😭
Wenig Spannung, hoffe es wird noch besser…☹️
Das Ermittler-Pärchen ist schon nach einer halben Stunde langweilig! Eine Karrierefrau und ne Junkie-Type. Wird definitiv nicht mein Lieblingstatort!☹️
Schon wieder…da draußen, sieht die Sache komplizierter aus…
Wie schrecklich,sowas soll Polizeiermittler darstellen.
Mit offenem Mund Kaugummi kauend und breitbeinig da ditzend.
Kein Anstand,keine Autorität, psychisch labil…sollen so unsere Ermittlungsbehörden dargestellt werden?
Na ja die Zeiten von Eric Odes Kommissar im Anzug mit Krawatte sind vorbei und die Umgangsformen sind heute lockerer. Ist auch gut so.
@Adabei:
Ja, aber gleich die Füße samt Stiefeln auf den Schreibtisch legen und ständig irgendetwas im Mund (Kaugummi, normale oder E-Zigarrette)? Man kann’s auch übertreiben …
Ob Pfeife oder Zigarette im Mund, Kaugummi kauend, breitbeinig dasitzend oder die Füsse auf den Tisch legend, das gab es in amerikanischen Filmen und Serien in früheren Zeiten auch schon!
Schimanski, Balko und Matula legten ebenfalls ihre Beine manchmal auf den Tisch!
Ja, es ist wohl Geschmackssache. Ich empfand es (in der heutigen Zeit und in Verbindung mit ihrem sonst. Verhalten) als unrealistisch.
Sie war ja nicht allein in Büro!
Jeder Tatort ist anders, jeder Kommisar hat seinen eigenen Charakter. Das Leben ist bunt, das ist gut so. Was aber nicht mehr in der heutigen Zeit geht, ist, dass im öffentlich rechtlichen Fernsehen RAUCHER gezeigt werden. Sorry, das ist out. Rauchen im Dienstwagen, im Polizeioffice etc. ein No-Go
RAUCHER !! oje kein ach sooo grünes gesponsertes E AUTO !! ⭐ ein noch kleines stück normales Leben
Aber dafür eine E-Zigarette, das entschädigt doch.
ich bin erschüttert! was, hat das mit einem Tatort zu tun? Alle Klischees ☹️werden erfüllt Kinder die Erwachsene spielen. Unter Uns als Tatort. Ich habe es nicht bis zum Ende schauen können, musste Umschalten.
Einfach nur schrecklich. Sehe mir so manche Folge, die mich nicht besonders anspricht, bis zum Ende an, was hierbei undenkbar ist.
Hallo, Frau Bragiacik macht in dem Tatort einen guten Job, nicht nur als Ermittlerin sondern auch als Schauspielerin. Sie wirkte bisher immer etwas verschlafen und lustlos, als Kommissarin tritt sie nun aufgeweckt und motiviert auf und zeigt viel mehr Facetten. Prima. Die Besetzung ist wie so oft sehr gut. Die Soundgestaltung passt auch gut. Der Tatort bekommt von mir 8 von 10 Sternen.
Kaum zu ertragen, diese Kaugummi kauende Anna mit einem unterirdischen Benehmen und dumm dazu plus Drogen usw- so kann man doch nicht Polizistinnen darstellen. Hoffentlich sehen das keine SchülerInnen – sie müssen ja glauben, dass es null Einstellungsvoraussetzungen gibt. Die andere will in den höheren Dienst, oh je…
Den zweiten Teil oder weitere dieser Tatorte werde ich mir auf keinen Fall anschauen.
Es wird ja immer dümmer. In jedem Tatort wird mehr gegessen als ermittelt und man musste sich schon daran gewöhnen, dass sprechen mit vollem Mund das Normale ist.
Was für ein unglaublich schlechter Tatort. Null Spannung und völlig unrealistisch.
Bahnhof Zoo, Kindergarten, pubertäre Logik-schräglich
Laut Spiegel 7 von 10 Sternen. Wer bewertet da bitte?
Ich bin echt sprachlos wie schlecht dieser Tatort ist/war. Eine scheinbar nicht zurechnungsfähige, Kaugummikauende Kommissarin raubt mir den letzten Funken Freude am Tatort. Borowski war ja meistens schon schwerer Kost, aber das?
Und wirkliche polizeiliche Ermittlungsarbeit habe ich bisher nicht gesehen.
Ich zitiere da mal Peter Lustig am Ende von Löwenzahn: Abschalten. Den 2. Teil nächste Woche verkneife ich mir dann
### Spoiler ###
Wenn Sie aufgepasst hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass die Kollegin am Ende ermordet wurde.
Edit by Gerald
Leider wahr! Dialoge auf dem Niveau von 16jährigen. Und die Neue malmt permanent Kaugummi, da bekäme sie von mir als Chef oder Verdächtigem den ersten Einlauf.
Und türkische Familien mit ’nicht mehr ganz so neuen Autos‘ werden in der BRD regelmässig angehalten? Soso. Vielleicht glaubt das die Jugend, auf die dieser ‚Neustart‘ ja unverkennbar zielt, sogar.
[…]gelöscht[…]
Es ist natürlich das Drehbuch, die Akteurinnen mühen sich redlich.
Ansatzweise glaubhaft ist nur Schladitz. Was macht eigentlich sein Fuss?
Vorschlag: Stampft Kiel sofort ein und erzeugt einen neuen Zollfahnder in Flensburg, mit einem schönen, gemischten Team. Der eine säuft, der andere hat Schulden und die Praktikantin/Assessorin steht auf BDSM.
Wie wäre das?
PS. Der plot ist natürlich völlig uninteressant.
Danke besser konnte ich es auch nicht sagen. Für mich eine der schlechtesten Tatort Serien die ich jemals gesehen habe.
Apropos Flensburg: Es gibt bereits ein (wie ich finde) sehr starkes Kripo-Team in Flensburg, das gerne auch mal grenzüberschreitend mit den dänischen Kollegen zusammenarbeitet. Die Krimiserie nennt sich „Unter anderen Umständen“, läuft seit 20 Jahren mit Natalia Wörner in der Hauptrolle im ZDF und leider, leider gibt es nur 1 x pro Jahr eine neue Folge.
Zum aktuellen Tatort aus Kiel: Hat mir nicht gefallen. Null Spannung, Logik teilweise zweifelhaft, unglaubwürdige Figuren und kein Klischee ausgelassen. Vielleicht sollte man Kiel tatsächlich aufgeben und ein neues Team in Lübeck aufstellen.
Hallo,
danke für die inhaltliche Kritik – Dialog-Niveau, Racial Profiling in der Handlung, dein Vorschlag für ein neues Team: Das ist alles legitime Filmkritik und bleibt stehen.
Die Passagen „drängt das deutsche Subproletariat in den Höheren Dienst. Keine Sprache, kein Geist, kein Ethos“ und „unterstelltermassen wg. Typen … zeugt nicht für Belastbarkeit“ habe ich entfernt. Das ist Entmenschlichung, die über scharfe Kritik an einer TV-Figur hinausgeht. Auch fiktive Rollen verdienen in einer öffentlichen Diskussion keine Vokabeln, die auf ganze Menschengruppen abzielen.
Der Rest deines Beitrags steht unangetastet. Bitte achte in Zukunft auf die Wortwahl – der Thread ist kein Freigefährt.
Wenn Begriffe aus der 180 Jahre alten soziologischen Klassentheorie und Abstrakta wie /Ethos/ oder /Geist/ für Sie nach „Entmenschlichung“ klingen, sollten Sie ggf. zukünftig besser mit weissen Mäusen spielen.😉
Und tschüss!
Gut, @IMO68.
Keine Pflicht, sich hier aufzuhalten. Den Rest deines Beitrags habe ich unangetastet stehen lassen – die Kritik am Drehbuch und am Plot steht, und die ist nicht zu kurz kommen.
Die „weißen Mäuse“ lasse ich so stehen. Kein Bedarf, das hier weiter zu erklären.
Tschüss. 👋
Sahin hat von ihrer Kindheit erzählt, damals, als sie Kind war, wurden die nicht mehr ganz so neuen Autos türkischer Familien auffallend häufiger kontrolliert, sie ist aufgewachsen mit dem Gefühl, dass man ihnen – denen, die anders aussehen als die Deutschen – eher etwas Schlechtes zutraut. Ich bin nicht ganz sicher, ob sich das heute geändert hat, vielleicht etwas, vielleicht auch deutlich (was ja wünschenswert wäre), vielleicht vielleicht. Sahins Bemerkungen waren völlig zu Recht.
Toller Einstieg von Şahin/Krieger in Kiel – spannend bis zum Schluss, freue mich auf die Fortsetzung nächsten Sonntag. Einschaltempfehlung ⭐️⭐️⭐️⭐️
Ich fand den Film nicht schlecht. Bin gespannt wie der Teil 2 ausgeht.
Anmerkung: Kein Topp-Tatort, aber wesentlich besser als manche andere, z. B. Berliner Tatort.
Oh, die gleiche Wortwahl wie bei mir unten („nicht schlecht“). Ich hab’s davor nicht gelesen gehabt …😉
Indem die Macher des Kieler Tatorts sich dafür entschieden, eine Psychologin als Ko-Ermittlerin zu installieren, griffen sie eine Konstellation auf, die es so schon einmal im Kieler Tatort gab: In den ersten 14 Folgen der Borowski-Tatorte war die von Maren Eggert verkörperte Polizeipsychologin „Frieda Jung“ Borowskis Ko-Ermittlerin.
Da es sich bei der heutigen Folge um die erste von einer Doppelfolge handelt, will ich mit der Gesamt-Besprechung bis nach der Ausstrahlung der zweiten Folge warten und heute lediglich einige Bemerkungen zu Teilaspekten machen:
1.) Stark aufgefallen ist mir die vollkommen veränderte Konzeption der Figur „Schladitz“. Dieser war mir aus den bisherigen Folgen vornehmlich durch Clownerien in Erinnerung. Davon war heute nichts zu sehen – er wurde als ganz ernste Ermittler-Figur präsentiert.
2.) Misslungen fand ich die Szene mit dem Gesprächstermin von Şahin bei der Psychologin Krieger: Ein solches Verhalten von einer Beamtin, die (zu diesem Zeitpunkt noch) die Absicht hatte, sich auf eine Stelle im höheren Dienst zu bewerben, ist einfach unmöglich: Erste die Fragen der Psychologin nicht beantworten, dann versuchen, die Rollen umzukehren und die Psychologin zu befragen, um schließlich das Gespräch einfach abzubrechen – das war schlicht albern und ist auch nicht damit zu entschuldigen, dass ein Kriminalfilm keine Polizeidoku ist. Hier hätte man an der Realität bleiben können und müssen – die Konzeption des Films (interne Ermittlungen gegen korrupte Kollegen) wäre dadurch nicht in Gefahr geraten.
3.) Wenn man in einem Film fremdsprachige Passagen bringt, dann müssen diese in jedem Fall untertitelt werden – unabhängig davon, ob das Gesagte für die Handlung erheblich ist oder nicht.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung nächste Woche. Bis dann!
Euer Wanderer
Zu Pkt. 2.) bin ich vollkommen d’accord. Mit ihrem Verhalten bei der Psychologin hat sich Sahin eigentlich für ihre Bewerbung disqualifiziert!
Ja, Schladitz… Aber er wurde doch immer schon als Verwaltungstrottel, der ganz gut kocht, präsentiert? Dann kann er kein schlechter Mensch sein.
Merke jedoch: Dezernatsleiter, Polizeipräsidenten/Räte usw. ermitteln nicht, sondern verwalten Institutionen. So wie Chefärzte in Kliniken: Die schreiben Briefe, Gutachten, ärgern sich mit Gesundheitsministern auf Landesebene herum, Telefon usw.
Und wie jeder weiss, der mal mit einem Kripomenschen gesprochen hat: Es gibt gar keine ‚festen‘ Mordkommissionen, sie werden ad hoc zusammengestellt. Es gibt übrigens auch keine ‚Profiler‘ in Deutschland. Die Kripo sitzt aber tatsächlich mit ihren Schulterhalftern im Büro herum, bis was passiert. Das ist wahr, wird aber im TO auch nicht mehr gezeigt.
Gruss!
Unglaublich was einem als langjährigem Tatortfan zugemutet wird! Und dann noch auf zwei Folgen verteilt! Den zweiten Teil werd ich mir ersparen! Hätte man den Kieler Tatort einfach in Ruhe einschlafen lassen.
Spannender Tatort! Aber leider muss man bis zur Auflösung der Probleme bis zum zweiten Teil warten. Ansonsten sehr gute Schauspielerinnen und Schauspieler, guter Ton, gutes Drehbuch und Regie. 4 von 5 Sterne!
Selten wurde eine Rolle einer Kommissarin so unsympathisch angelegt wie die der Anna Nowak in diesem Tatort. Als geneigter Zuschauer ist man erleichtert, diese mit offenem Mund dauer Kaugummi kauende, selbige im zerkauten Zustand überall hin klebende, koksende, Stiefel auf Tisch und aus Auto hängende, recht klettenhaft angelegte Rolle nicht in zukünftigen Kieler Tatorten sehen zu müssen.
Sehr freue ich mich hingegen auf das Spiel von Frau Schuch, die hier ja nur eine kleine Einstiegsrolle hatte.
Mal sehen, wie es weitergeht.. unter Feinden..
Ein Klasse Tatort,viel Spannung,sehr gute Schauspieler,dass haben wir vermisst,gute Story,wir freuen uns auf den 2 Teil. Danke🥳
Also ich fand es insgesamt gesehen ’nicht schlecht‘!
Viele der oben geäußerten Kritikpunkte stimmen natürlich (z.B. Anna als ‚Junkie-Kommissarin‘ wirkte tatsächlich sehr unrealistisch!), die erste Hälfte der Episode war ziemlich zäh, aber die zweite Hälfte besserte sich.
Die Psychologin hatte noch nicht viel Sendezeit, ihre Rolle birgt aber Potential.
Insgesamt betrachtet also Durchschnitt, ich werde mir die Fortsetzung nächste Woche schon ansehen!
Das war so flach wie ein Vorabendkrimi. Da wird die Lösung von den Kommissarinnen erahnt und nichts ermittelt. Die Beweise finden Dritte ! Die haben sich so unprofessionell und dumm verhalten, dass es zum Fremdschämen und Schreien war und (nur) das tragische Ende dann doch logisch ist.
Edit by Gerald
Naja, ziemlich vele Klischees auf einen Haufen, bin auch kein besonderer Fan der Figur Mila Sahin.Stark waren aber die mir bis heute unbekannten Schauspieler der Rollen Kupfer, Nowak und des Chefs von Kupfer, die sehr eindringlich gespielt haben.Auch Frau Schuch ist ein echter Gewinn als wandlungsfähige Schauspielerin, auch wenn die Beschreibung und das bisherige Vorbringen auch eine Reihe von Klisches aufzeigt.
[…]Gelöscht[…]
.Das Urteil bleibt zwiegespalten, jedenfalls um Welten besser als Köln und Ludwigshafen.Es bleibt, Charlotte Lindholm aus Hannover hat bisher den besten Tatort nach der Sommerpause abgeliefert. Kiel bekommt5 von 10 Sternen.
Hallo,
deine Sternwertung, das Lob für die unbekannten Darsteller und der Vergleich mit Köln/Ludwigshafen sind fair und bleiben so.
Die Zeile „Die Diskriminierung von türkischen Migranten findet ihren Höhepunkt natürlich darin, dass eine 34jährige schon Hauptkommissarin ist … 😁“ habe ich entfernt. Das dreht reale Diskriminierungserfahrungen ins Lächerliche – mit oder ohne Emoji. Humor über die Identität anderer ist hier nicht der richtige Ton.
Den Rest deines Beitrags habe ich stehen lassen. Für künftige Kommentare danke ich dir für eine andere Formulierung.
Hallo Gerald, ich habe den Satz in Bezug auf die von Shahin geäußerte Aussage bezogen, ihre Familie sei aufgrund ihres türkischen Erscheinungsbildes in Kombination mit einem alten PKW sehr oft von der Polizei angehalten und durchsucht worden. Das wiederum diskriminiert die Polizei. Und das ganz ohne smiley.
Mir hat der Tatort wirklich sehr gut gefallen. Die Neue Kommissarin aus Berlin hat mit ihrer provokanten Art dem Zuseher zugegebenermaßen einiges abverlangt. Frau Şahin fand ich mit mit ihrer entschlossenen Art wirklich gut. Ich freue mich jedenfalls auf den nächsten Teil. Super Start.
Die Neue ist ja fürchterlich. Sie soll die qualifizierteste Bewerberin gewesen sein, ist aber ein launischer Teenie mit psychischen Problemen, die ständig was nuckeln muss und sich gleich in den ersten Typ verknallt, der auftaucht. Völlig unglaubwürdig.
Und: seit wann müssen Kommissare der Mordkommission die Buchhaltung von Unternehmen prüfen? Das geht doch immer an die entsprechende Abteilung ohne sich als blöd darstellen zu müssen.
Auch das Verhältnis der Kolleginnen ist schlecht durchdacht: Sahin holt ihre alte Freundin nach Kiel ohne ihr zu sagen, dass sie Chefin werden will. Und andererseits eine komplett unreife, von Problemen zerfressene Frau, die beleidigt ist, weil Sahin in ihrer Karriere weiterkommen will: eins wie das andere passt nicht.
Ja, ja, ja.
Warum passiert dergleichen erwachsenen Menschen, die Drehbücher absondern? Und warum wird so etwas adaptiert?
Männer, die ihre Frauen schlagen, Racial Profiling, graue männliche Eminenzen sowohl in der Bewerberkommission als auch in der Wirtschaft, korrupte männliche Polizisten… viel ausgelassen hat der Film nicht. Begriffe wie „polyamourös“ werden da mit einer Selbstverständlichkeit rausgehauen, als sollten sie zum gängigen Wortschatz eines Normalbürgers gehören. Dazu eine Polizistin, die meint, vom gehobenen Dienst aus die Welt verbessern zu können während ihre Kollegin dies lieber von der Basis aus macht und jedes Aufstiegsbestreben verachtet. Auf die Psychologin bin ich gespannt, wobei es die Konstellation ja schon bei Borowski gab (ein anderer User erwähnte es bereits) und hier wohl keine Liebesgeschichte draus entstehen wird. Ein paar Worte zum kurzen Auftritt der Kollegin Nowak: ich finde es schade, dass sie nicht mehr dabei sein wird, denn ich fand, dass die Figur eine gewisse Tiefe andeutete. Das angestrengt lässige Verhalten (z. B. der allseits erwähnte Kaugummi) sowie die Annahme, dass der korrupte Kollege ihr trotz aller Sympathie in Wirklichkeit wohl nicht gleich beim ersten Treffen seinen erlesenen Koksvorrat zeigen würde, tut dieser Meinung keinen Abbruch. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich die Darstellerin einfach irgendwie… interessant finde. Für ein abschließendes Urteil über diesen Film und ob ich mich über neue Folgen mit dem Team Bagriacik/Schuch freue, muss ich aber wirklich noch den zweiten Teil sehen.
„Mir ging es darum, mit diesen jungen Kommissarinnen auch einen bewegteren, moderneren Look zu kreieren.“
Mit unbeherrschtem Rumschreien von Sahin?
Oder mit illegalem Rumkoksen und -schnüffeln von Nowak?
Ach nein, mit dem besserwisserischen Getue von Krieger.
Wieder einmal erliegt die ARD dem woken Jugendwahn. Ist Ihnen eigentlich klar, dass das Durchschnitts(!)alter Ihrer Zuschauer bei 65J. liegt? _Mehr_ Zuschauer gewinnt man so sicher nicht.
Schickt die Schauspieler wenigstens zum Logopäden – das Genuschel ist unerträglich! Lernt man auf der Schauspielschule eigentlich keine Artikulation mehr?
Borowski trinkt seinen Kaffee in einem anderen Jahrhundert. Und Sie schreiben: „Bitte bitte, komm zurück.“
Und ich sage: Komm nicht zurück. Trink deinen Kaffee. Die Welt hat jetzt Kaugummi.
Das ist kein Jugendwahn. Das ist Dienstplan.
Was ist das denn für eine neue Kommissarin in Kiel?
Anna Nowak
Sie sieht fürchterlich ungepflegt aus,raucht E-Zigaretten im Auto,kaut ständig Kaugummis und klebt sie dann irgendwo hin (igitt) legt die Füße auf den Tisch,ist unhöflich zu fast allen und kokst mit einem Verdächtigen und steigt mit ihm in die Kiste um irgendwelche Beweise zu finden.
Gleichzeitig benimmt sie sich gegenüber Sahin wie ein kleines abhängiges Kind.
Ich habe nur gedacht: Also hoffentlich ist die nicht ihre neue Kollegin……sonst wünsche ich mir Borowski zurück
Ansonsten war der Krimi spannend und ich bin neugierig auf Teil 2 am nächsten Sonntag.
tja – Zeitenwende in Kiel – nach der heutigen TO Folge kann ich mir nicht vorstellen , daß ich mich mit der Borowski Nachfolge künftig anfreunden könnte . Na wenigstens fährt man mit einem niedlichen Twingo und nicht mit einem dicken SUV durch die Lande .
..ob ein alter, „niedlicher“ Twingo aber weniger Schadstoffe ausstößt als ein moderner SUV mit all seinen Abgasreinigungssystemen sei dahingestellt.
Am Anfang ein gewöhnungsbedürftiges Team.
Warum mussten die Beiden wieder mit einem alten Auto durch die Gegend kurven. Findet das noch jemand originell. Wenn etwas 769 mal wiederholt wird ist das einfach nur noch albern.
Auch für Polizistinen gilt die Anschnallpflicht.
Das war der Beste Tatort seit langem ⭐
Ein Sonntagabendkrimi sollte mich unterhalten! Das hat dieser Tatort mit seinen diversen Charakteren und deren Facetten durchaus erreicht! Wenn ich realistische Polizeiarbeit sehen möchte besuche ich vielleicht besser die nächstgelegene Polizeistation. Mir ist der neue Kieler Tatort also durchaus positiv aufgefallen, was nicht heisst, dass ich nicht auch an der Story und den beteiligten Porta- und Antagonisten zu kabbern hatte: Doch deshalb möchte ich ja gerade einen dramatischen Krimi sehen – ich möchte auch mal knabbern. Also bin ich zunächst positiv gespannt auf den folgenden weiteren Teil. Kiel – schaun‘ wir mal!!
⭐⭐⭐
Mein erster Tatort mit Sahin, kenne die 13 Borowski-Folgen mit ihr nicht.
Ich finde den Auftakt des neuen Kieler Teams gut, nicht toll, nicht hervorragend, aber gut. Minuspunkt in dieser Folge ist für mich die neue Kollegin Anna Nowak, über die ich eigentlich viel Schlechtes schreiben wollte, aber das hat sich ja jetzt erledigt. Sahin finde ich gut, und zwar sowohl die Rolle als auch die Schauspielerin. Ich finde es blöd und auch antiquiert, dass eine Frau, die beruflich weiterkommen will, mit Ausdrücken wie „Karriereweib“ etc. belegt wird, das tut man bei einem Mann in entsprechender Lage ja auch nicht. Also bitte, sie ist Hauptkommissarin und will höher hinaus, gut so, alles Gute auf deinem Weg nach oben.
Den Fall finde ich auch ziemlich interessant. Ärgerlich finde ich die Alleingänge von Anna Nowak, seeeeehr problematisch, dass sie sich um der guten Sache willen gleich prostituiert; aber auch so was bleibt uns hoffentlich in den weiteren Folgen erspart.
Bin gespannt auf den 2. Teil.
Wahrlich erschüttert über die Masse an haltlos negativer Kritik zu diesem völlig neuen, gewagten und durchaus gelungenem Tatort- Konzept. Ein sauber gespielter Krimi, neu und ungewohnt und eben deshalb einfach mal offen zu begegnen. Dann mag vielleicht die sonntägliche Tatort-Erwartung zurücktreten und den Blick erweitern für eine neue Ära der spannenden Unterhaltung am Sonntag Abend. Wir freuen uns sehr darauf. Herzlichen Glückwunsch zu dieser gelungenen ersten Folge.
Diese Aufgabe ohne Milberg ist Für Frau Bagriacik zwei Nummer zu groß. Farblos geruchlos ist der Charakter was sie darstellt. Schade eigentlich.
Langweiliges „Genuschele“ – stellenweise unverständlich, englisches „Hintergrundgejaule“, „Kaugummigekaue“ das brauche ich alles nicht!
Da geht man mit der Erwartung in diese Folge: heute wird das NEUE Kieler Team vorgestellt. Aber stattdessen hat die angekündigte Karoline Schuch eine eher kleinere Nebenrolle.
Der Schachzug hier zunächst eine Anna Nowak einzuführen sorgt für ordentlich Verwirrung wie man aus zahllosen Kommentaren ablesen kann. Dabei ist sie nur eine Figur die man benutzt hat, um das tatsächliche o.g. neue Team dann später zu integrieren.
Jegliche Ablehnung gegenüber Anna sind also schon nächste Woche hinfällig, und die ganze Aufregung eigentlich gar nicht wert. Ich werde mir somit ein Urteil erst nach dem 2. Teil „unter Feinden“ bilden, wenn man mehr Aufschluss darüber bekommt was uns da in Zukunft in Kiel erwartet.
Der Plot des Tatorts mag grundsätzlich gut sein, allerdings schließe ich mich der Kritik vieler hier an: die Darstellung der Anna Nowak war vollkommen unglaubwürdig und schwer erträglich durch ihr schlechtes Benehmen und ewiges mit offenem Mund Kaugummi kauen – das wird nur noch von Trainer Carlo Ancelotti an der Seitenlinie beim Fußball übertroffen. Welch schlechte Erziehung trägt dazu bei, dass man sich so in der Öffentlichkeit benimmt? Dass die Filmfigur der Anna Nowak am Ende das Zeitliche gesegnet hat, haben meine Frau und ich als Wohltat empfunden. Weitere Tatorte mit ihr hätten wir nicht sehen mögen. Leider muss man auch bei diesem Tatort wieder konstatieren, dass viele Schauspieler keine deutliche Aussprache haben – allen voran Lilith Stangenberg.