Kurz und knapp – darum geht’s
Ein Toter, den offenbar niemand vermisst hat, und ein Auto, das sehr wohl jemandem fehlte: In einem als gestohlen gemeldeten Wagen wird die Leiche eines etwa 80 Jahre alten Mannes gefunden. Die Stuttgarter Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz nehmen schnell den Halter ins Visier. Dietmar Wöck ist ein glückloser Gastwirt, der jede Verbindung zu dem Fund bestreitet und lieber andere beschuldigt. Beweisen lässt sich ihm allerdings nichts. Unterdessen laufen sich Lucy Biel und Hümeyra Erol, genannt Hummel, zufällig wieder über den Weg. Beide haben einst für Wöck gearbeitet, und beide sind nicht gut auf ihn zu sprechen. In bester Laune schmieden sie bei einer Geburtstagsfeier Pläne gegen ihren früheren Chef. Zwei Geschichten, die nichts miteinander gemein zu haben scheinen …
Inhalt der Tatort-Folge „Lucys Geburtstag“
Ein Mann um die 80 liegt tot in einem Auto, und allem Anschein nach hat ihn niemand vermisst. Als die Leiche geborgen wird, liegt sie schon eine ganze Weile in dem Fahrzeug. Wer der Tote ist, wissen die Stuttgarter Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz zunächst nicht. Über den Wagen dagegen wissen sie mehr: Er wurde als gestohlen gemeldet, und es handelt sich nicht um irgendeine Kiste, sondern um ein kostspieliges Modell.
Der Besitzer heißt Dietmar Wöck, ein Gastwirt, dessen Geschäft gescheitert ist. Bei der Befragung gibt er sich ahnungslos, und das mit Nachdruck. Wo sein Auto geblieben ist, davon will er keinen blassen Schimmer haben, von einer Leiche erst recht nicht. Lannert und Bootz nehmen ihm das nicht ab, zumal Wöck nichts Brauchbares beisteuert. Statt den Ermittlern konkrete Hinweise zu geben, teilt er lieber kräftig aus: gegen die Polizei, gegen seine Angestellten, gegen seine Exfrau. Wer so wild um sich schlägt, macht sich nicht gerade glaubwürdiger.
Im SWR-Tatort „Lucys Geburtstag“ wird Wöck damit zum Hauptverdächtigen. Nachweisen können ihm die Kommissare allerdings nichts. Ein Verdacht allein reicht nicht, und der Mann, der Antworten liefern könnte, verlegt sich aufs Abstreiten und Anklagen. Wer der alte Mann war und wie er in das Auto kam, ist noch völlig offen. Das Duo muss herausfinden, was ein gestohlenes Fahrzeug, sein wenig kooperativer Halter und ein Toter ohne Namen miteinander zu tun haben.
Ganz woanders nimmt derweil eine zweite Geschichte ihren Lauf. Lucy Biel und Hümeyra Erol, die nur Hummel genannt wird, verbindet eines: Beide haben früher als Aushilfen in Wöcks Gasthof gearbeitet. Ansonsten trennt die zwei jungen Frauen eine ganze Menge. Als sie sich zufällig wiedersehen, stellen sie schnell fest, dass sie über ihren einstigen Chef genau gleich denken. Wie er sich ihnen gegenüber verhalten hat, bringt beide noch immer auf die Palme. Die geteilte Empörung schweißt zusammen, und aus dem unverhofften Wiedersehen wird eine neue Freundschaft.
Das muss gefeiert werden. Auf einer Geburtstagsparty geraten Lucy und Hummel richtig in Fahrt, und mit der Stimmung wachsen auch die Ideen, was man mit Wöck anstellen könnte. Besonders freundlich sind diese Pläne nicht. Im Stuttgarter Tatort „Lucys Geburtstag“ beginnt dieser Strang als Feier zweier Freundinnen. Mit den Ermittlungen von Lannert und Bootz scheint er rein gar nichts zu tun zu haben.
Doch beide Handlungsstränge haben einen gemeinsamen Bezugspunkt: Dietmar Wöck. Bei den Kommissaren kommt er mit Ausflüchten davon. Zwei Frauen, die ihn als Chef aus nächster Nähe erlebt haben, haben sich derweil ihre ganz eigenen Gedanken über ihn gemacht. Wissen Lucy und Hummel etwas, das Lannert und Bootz weiterhelfen könnte? Oder stecken die beiden selbst tiefer in der Sache drin, als es zunächst aussieht …
Hinter den Kulissen
In „Lucys Geburtstag“ ermitteln Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) in ihrem 37. Fall. Das Drehbuch schrieb Daniel Nocke, Regie führte Stefan Krohmer. Neben dem Stuttgarter Ermittlerduo sind Dina Demchenko, Anna Shirin Habedank und Andreas Lust in den Hauptrollen zu sehen. In weiteren Rollen spielen unter anderem Jürgen Hartmann als Gerichtsmediziner Dr. Daniel Vogt, Jaschka Lämmert und Rainer Juriatti.
Der Film ist eine Produktion des Südwestrundfunks für die ARD. Gedreht wurde vom 28. Januar bis zum 3. März 2025 in Stuttgart, Baden-Baden, Karlsruhe und Ettlingen.
Seine Premiere feierte der Krimi am 6. Mai 2026 beim Deutschen FernsehKrimi-Festival in Wiesbaden. Am 22. Mai 2026 lief er zum Auftakt des SWR Sommerfestivals auf dem Stuttgarter Schlossplatz vor mehr als 4000 Zuschauern.
Erstausstrahlung: Sonntag, 6. Dezember 2026, 20:15 Uhr im Ersten.
Musik
Güner Künier – Sabahlar
Hüsker Dü – Don’t Want To Know If You’re Lonely
Besetzung
Kommissar Thorsten Lannert – Richy Müller
Kommissar Sebastian Bootz – Felix Klare
Gerichtsmediziner Dr. Daniel Vogt – Jürgen Hartmann
u. v. a.
Stab
Drehbuch – Daniel Nocke
Regie – Stefan Krohmer
Kamera – Stefan Sommer
Schnitt – Sabine Engel-Garscha
Szenenbild – Andreas C. Schmid
Kostüm – Caroline Sattler
Casting – Nina Haun
Produktionsleitung – Marcus Schulze-Erdel
Ausführender Produzent – Timo Held
Redaktion – Brigitte Dithard

Nächste Kommentarmöglichkeit: Sonntag, 01.11.2026 ab 17:00 Uhr (in ca. 4 Tagen).
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