Kurz und knapp – darum geht’s
Eine spektakuläre Kunstdiebstahl-Nacht in Wien endet tödlich: Bei einem Raub in einer Egon-Schiele-Ausstellung wird ein Wachmann getötet, ein weiterer schwer verletzt. Kommissar Moritz Eisner und sein Team übernehmen die Ermittlungen und stoßen auf ein undurchsichtiges Geflecht aus Spielschulden, Fälschungen und Erbstreitigkeiten. Als sich herausstellt, dass die gestohlenen Bilder möglicherweise Fälschungen sind, gerät der Ausstellungsorganisator ins Visier. Doch die Diebe haben noch längst nicht alles unter Kontrolle – und Eisner ahnt nicht, in welch gefährliches Spiel er hineingezogen wird …
Inhalt der Tatort-Folge „Nichts mehr im Griff“
Die neonbeleuchteten Straßen Wiens spiegeln sich im Regen, als Kommissar Moritz Eisner zum Tatort eilt. Die Nacht ist still, bis auf das ferne Sirenengeheul, das durch die engen Gassen hallt. In der Galerie des Österreichischen Bankvereins herrscht Chaos: Glasscherben liegen verstreut, die Wände sind leer, und ein Wachmann liegt regungslos auf dem kalten Steinboden. Die Alarmanlage wurde außer Kraft gesetzt – ein klarer Hinweis auf Insiderwissen. Eisner, mit seiner charakteristischen ruhigen Art, beginnt sofort, die Szene zu analysieren. Doch etwas an diesem Fall fühlt sich anders an, undurchsichtig, als ob jeder Beteiligte ein Geheimnis hütet.
Die Ausstellung, die erst zwei Monate zuvor geplant wurde, sollte eigentlich eine Sensation werden. Doch die Ankunft der amerikanischen Jüdin Ester von Steinhof wirft dunkle Schatten auf die Veranstaltung. Sie behauptet, zwei der ausgestellten Schiele-Bilder seien einst ihrer Familie gestohlen worden. Ihr Anwalt, Dr. Manfred Reichelt, sorgt mit provokativen Aussagen für mediale Aufmerksamkeit – und für Unruhe unter den Organisatoren. Doch wer hätte gedacht, dass die Bilder nur Stunden später gestohlen werden?
Eisners Ermittlungen führen ihn zu Professor Gerold Stanitzky, dem Organisator der Ausstellung. Der Mann wirkt nervös, fast verzweifelt, und Eisner spürt, dass er mehr weiß, als er zugibt. Stanitzkys Spielsucht wird schnell offensichtlich, und die Verbindungen zu den Dieben verdichten sich. Doch die Diebe selbst scheinen überfordert: Die gestohlenen Bilder sind Fälschungen, und ihre Pläne geraten immer mehr außer Kontrolle. Als sie Stanitzkys Freundin entführen, um Druck auszuüben, eskaliert die Situation.
Eisner, der sich sonst durch seine analytische Ruhe auszeichnet, spürt, wie ihm der Fall entgleitet. Die Fahndung gleicht einem Schachspiel, bei dem jeder Zug unvorhersehbare Konsequenzen hat. Als er schließlich das Spielcasino stürmt, wo sich die Diebe versteckt halten, ahnt er noch nicht, dass die Auflösung des Falls noch mehr Fragen aufwerfen wird …
Hinter den Kulissen
Der Tatort „Nichts mehr im Griff“ wurde vom Österreichischen Rundfunk produziert und am 28. Januar 2001 erstmals im Ersten ausgestrahlt. Regie führte Walter Bannert, das Drehbuch stammt von Peter Zingler, einem ehemaligen Häftling, der sich nach seiner Entlassung als erfolgreicher Krimiautor etablierte. Zingler erhielt 1993 den Adolf-Grimme-Preis für sein Drehbuch zum Tatort „Kinderspiel“.
Gedreht wurde die Folge in Wien, wobei die atmosphärischen Szenen in der Galerie des Österreichischen Bankvereins und im Spielcasino besonders hervorstechen. Harald Krassnitzer spielte in dieser Episode seinen fünften Fall als Kommissar Moritz Eisner. Die Folge erreichte bei ihrer Erstausstrahlung 7,16 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 20,0 %.
Ein besonderes Detail: Die Diskussion um die Rückgabe von Naziraubgut, die im Mittelpunkt der Handlung steht, war zur Zeit der Ausstrahlung ein hochaktuelles Thema und sorgte für rege Diskussionen unter den Zuschauern.
Besetzung
Chefinspektor Moritz Eisner – Harald Krassnitzer
Suza Binder – Loretta Pflaum
Dr. Renata Lang – Gundula Rapsch
Angelika Bojahn – Katharina Böhm
Dieter Kimmel – Peter Faerber
Dr. Manfred Reichel – Alexander Strobele
Dr. Fuchs – Georg Kern
Ester von Steinhof – Sam Sorbo
Norbert Dobos – Alois Frank
u.a.
Stab
Drehbuch – Peter Zingler
Regie – Walter Bannert
Kamera – Hanus Polak
Bilder: MDR/ORF/Ali Schafler
ich suche die musik die in film gespielt wird . Können sie mir helfen weil der Titel hat mir so gut gefallen ,
Der Tatort mit der Nummer 462 aus Wien und mit Chefinspektor Eisner. Ermittelt wird nach einem spektakulären Kunstraub mit Todesopfer. Wertvolle Kunstgegenstände werden entwendet und, eigentlich unverkäuflich, da zu bekannt, an den Mann gebracht. Aber die Raubmörder sind selber hereingelegt worden und die illegale Kunstunterwelt steht Kopf. Ein klassischer und mäßig spannender Tatort-Fernsehfilm mit einem überraschenden und trotzdem gar nicht so seltenem Ende. Ein Kunstraub, der eigentlich keiner war, ein Mord und ein versuchter Mord, so unsinnig wie nur irgend etwas. Diesen Streifen sollte man sich meines Erachtens ruhig einmal anschauen, wobei Kunstliebhaber aber nicht auf ihre Kosten kommen werden.
Eis am Stiel Regisseur Walter Bannert inszenierte diesen eher mittelmäßigen Tatort aus Wien. Die Geschichte bleibt grau, kaum Spannung und wenig Höhepunkte. 2 Sterne