Kurz und knapp – darum geht’s
Totschlag in einem Freiburger Club – doch dieser Fall ist anders. Der mutmaßliche Täter sitzt bereits im Verhör, die Indizien scheinen eindeutig. Aber wo ist das Tatwerkzeug? Und warum liefern die sechs Polizisten, die als erste am Tatort waren, kein Protokoll? Während Friedemann Berg im Präsidium auf ein Geständnis drängt, versucht Franziska Tobler vor Ort die aufgebrachte Rockergang des Opfers zu beruhigen – und stößt auf Ungereimtheiten. Draußen, in einem Mannschaftswagen auf einem Parkplatz, versuchen sechs Beamt:innen fieberhaft, sich auf eine gemeinsame Version der Ereignisse zu einigen. Eine Nacht der Wahrheit beginnt – und die Frage, wer hier eigentlich Täter und wer Opfer ist, erweist sich als immer komplizierter.
Inhalt der Tatort-Folge „Innere Angelegenheiten“
Die Nacht ist lang in Freiburg, und sie wird für die Ermittler Tobler und Berg zur Zerreißprobe. In einem Club kommt es in den frühen Morgenstunden zu einer tödlichen Auseinandersetzung: Ramin Taremi, ein junger Intensivtäter, soll im Nebenraum einen Mann erschlagen haben. Die Lage ist brisant – die Rockergang des Opfers drängt vor Ort auf Rache, während Freunde des Tatverdächtigen im Club eingeschlossen sind. Franziska Tobler hält die Fronten auseinander und sammelt Indizien, doch etwas stimmt nicht: Von einem Tatwerkzeug fehlt jede Spur, und das Einsatzprotokoll der Bereitschaftspolizei, die als erste am Tatort war, lässt auf sich warten.
Im Präsidium verhört derweil Friedemann Berg den verhafteten Taremi. Sein Ziel ist klar: Ein schnelles Geständnis, damit der polizeibekannte Täter nicht auf freien Fuß kommt. Doch Taremi schweigt oder redet sich um Kopf und Kragen – und Berg spürt, dass hier mehr im Spiel ist als ein simpler Totschlag in der Clubnacht.
Die entscheidende Spur könnte von sechs Polizist:innen kommen, die mit ihrem Mannschaftswagen auf einem nahegelegenen Parkplatz stehen. Sie waren die ersten am Tatort, doch statt auszurücken, sitzen sie im Wagen und versuchen verzweifelt, sich auf eine gemeinsame Geschichte zu einigen. Jeder von ihnen hat die Ereignisse anders in Erinnerung – oder will sie anders in Erinnerung haben. Die Zeit drängt, der Leiter der Einheit wartet auf das Protokoll, doch Einigkeit will sich nicht einstellen. Was ist in dieser Nacht wirklich passiert? Und warum haben die Beamt:innen etwas zu verbergen?
Während Tobler und Berg an verschiedenen Enden desselben Falls ziehen, beginnt sich die Gewissheit, einen Täter zu haben, in Rauch aufzulösen. Die Ermittler merken bald: Hier geht es nicht nur um einen Toten in einem Club, sondern um die Frage nach Schuld, Verantwortung – und der Wahrheit hinter den Protokollen.
Hinter den Kulissen
„Innere Angelegenheiten“ ist der 17. Fall für Eva Löbau als Franziska Tobler und Hans-Jochen Wagner als Friedemann Berg aus dem Schwarzwald. Die Folge entstand unter der Regie von Robert Thalheim nach einem Drehbuch von Bernd Lange, der bereits für seine präzisen Milieustudien bekannt ist. Gedreht wurde an 24 Drehnächten in Freiburg und Umgebung, was der Folge eine dichte, nächtliche Atmosphäre verleiht. Kameramann Andreas Schäfauer sorgt für den unverwechselbaren Look zwischen Club-Licht und Verhörzimmer-Kahlheit.
Die Erstausstrahlung ist für den 19. April 2026 um 20:15 Uhr im Ersten geplant. Im Herbst 2025 feierte mit „Tatort: Der Reini“ bereits ein weiterer Fall des Duos Tobler/Berg aus der Feder von Bernd Lange und unter der Regie von Robert Thalheim Premiere – ein Beleg für die kontinuierliche Zusammenarbeit dieses erfolgreichen Teams hinter den Kulissen des Schwarzwald-Tatorts.










Nächste Kommentarmöglichkeit: Sonntag, 15.03.2026 ab 20:00 Uhr (in ca. 3 Tagen).
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