Kurz und knapp – darum geht’s

Ein Berufsschullehrer wird in einem Kölner Park erstochen aufgefunden – während gleichzeitig eine Weltkriegsbombe die halbe Stadt in Atem hält. Die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk stoßen bei ihren Ermittlungen auf die verschwundene Schwester des Opfers und die Spur eines Prepper-Workshops in einem stillgelegten Atombunker. Während draußen der Großalarm die Stadt lähmt, brodelt es drinnen im Bunker: Misstrauen, Angst und dunkle Geheimnisse bringen eine Gruppe von Fremden gefährlich nah an den Rand der Eskalation.

Inhalt der Tatort-Folge „Die letzten Menschen von Köln“

Köln im Ausnahmezustand: Eine Weltkriegsbombe wurde gefunden, weite Teile der Stadt müssen evakuiert werden, Sirenen und Straßensperren bestimmen den Alltag. Mitten in diesem kollektiven Krisenmodus liegt eine ganz reale Leiche im Park – der Berufsschullehrer Linus Makris, getötet mit einem Jagdmesser. Für Max Ballauf und Freddy Schenk beginnt die Ermittlung ausgerechnet dann, wenn die Stadt selbst am Rand der Kontrolle steht. Ein Zufall? Oder passt der Mord viel zu gut in diese Tage des Ausnahmezustands?

Die Spur führt die Kommissare zu Elara Schmidtke, der Schwester des Opfers – doch die ist spurlos verschwunden. Wo die junge Frau steckt, bleibt zunächst ein Rätsel, bis erste Hinweise auf einen sogenannten Krisenvorbereitungs-Workshop auftauchen: Geleitet von einem gewissen Moritz Zechmann, findet er an einem denkbar passenden Ort statt – einem alten Atombunker in Köln-Kalk. Ausgerechnet während draußen wegen einer echten Bombe geräumt wird, bereiten sich drinnen Menschen auf den nächsten großen Weltuntergang vor. Die Ironie könnte kaum größer sein.

Doch der Bunker bleibt zunächst unauffindbar, und während Ballauf und Schenk sich durch Kölns Krisenchaos kämpfen, spitzt sich die Lage im Inneren dramatisch zu. Zwischen Beton und Kunstlicht wächst unter den Teilnehmenden ein Klima aus Argwohn und Furcht – Menschen, die eigentlich lernen wollten, wie man überlebt, werden sich zunehmend selbst zur größten Gefahr. Als die Ermittler endlich eine heiße Spur zum Bunker finden, tickt die Uhr für alle im Inneren.

Hinter den Kulissen

„Die letzten Menschen von Köln“ ist der 96. gemeinsame Fall des Kölner Ermittlerduos Ballauf und Schenk. Gedreht wurde die Produktion des WDR vom 11. März bis zum 10. April 2025 in Köln und Umgebung, unter anderem in einem echten Atombunker in Köln-Kalk – ein Motiv, das Dietmar Bär, seit 1997 als Kölner Tatort-Kommissar im Einsatz, als besonderen Reiz seines Berufs hervorhob: Auch nach so vielen Jahren gebe es immer wieder spannende neue Drehorte.

In den Hauptrollen agieren wie gewohnt Klaus J. Behrendt als Max Ballauf und Dietmar Bär als Freddy Schenk, unterstützt vom bewährten Team um Roland Riebeling als Kommissar Norbert Jütte, Tinka Fürst als KTU-Chefin Natalie Förster und Joe Bausch als Rechtsmediziner Dr. Roth. Zu den Gaststars zählen Katharina Schüttler als Elara Schmidtke sowie Florian Stetter, Katrin Wichmann, Ann-Kathrin Kramer, Dominik Flade, Marshall Ölmez und Paul Ahrens.

Das Drehbuch stammt vom Autorenduo Eva Zahn und Volker A. Zahn, die zuvor bereits „Tatort: Colonius“ verantworteten. Regie führt Marcus Weiler, bekannt durch „Tatort: Hubertys Rache“, die Bildgestaltung übernimmt Ralph Kaechele nach seiner Arbeit an „Tatort: Spur des Blutes“. Produziert wurde die Folge von der Bavaria Fiction, Niederlassung Köln, im Auftrag des WDR für die ARD.

Die Erstausstrahlung ist für den 20. September 2026 angesetzt.