Kurz und knapp – darum geht’s
Schock für das Ensemble der Kölner Oper kurz vor der Premiere: Die Requisiteurin Elli Zander liegt tot auf der Bühne, gekleidet in ein auffälliges Kostüm. Alles sieht nach einer makabren Inszenierung aus. Doch warum musste die „Herrin der Rüstkammer“ sterben, wo sie doch angeblich keine Feinde hatte? Schnell stoßen die Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk bei ihren Ermittlungen auf allerlei Rivalitäten und Eifersüchteleien sowie auf Menschen, die unter enormem Druck stehen – vom nervösen Intendanten bis zur alkoholsüchtigen Sängerin. Als es einen zweiten Toten gibt, müssen sich die Ermittler noch ganz andere Fragen stellen: Haben sie es mit einer Mordserie zu tun? Und wer wird das nächste Opfer sein?
Der neue Tatort Köln „Die Schöpfung“, zu großen Teilen gedreht in der „neuen alten“ Oper und der Interimsspielstätte, ist am Sonntag, den 11.01.2026 um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.
Inhalt der Tatort-Folge „Die Schöpfung“
Es ist der Super-GAU für die Kölner Oper: Kurz vor der Premierenvorstellung von Haydns „Schöpfung“ wird auf der Bühne der noch gar nicht wiedereröffneten „neuen alten“ Oper eine Tote gefunden: Elli Zander war Requisiteurin und Herrin über die „siebte Kammer“, wo die Waffenattrappen lagern. Makabres Detail: Elli wurde erschossen, natürlich mit einer echten Pistole. Außerdem ist sie in ein auffälliges Kostüm gekleidet, ganz so, als wäre die Frau, die stets hinter den Kulissen gearbeitet hat, ein Opernstar gewesen. Alles sieht nach einer großen Inszenierung aus, als sollte die Tote genau an diesem Ort und in dieser Aufmachung gefunden werden. Doch warum? Wer hatte einen Grund, Elli Zander zu töten?
Auf der Suche nach Verdächtigen und Motiven müssen sich die Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk erstmal im Mikrokosmos Oper zurechtfinden, der vor allem für Großstadtcowboy Ballauf komplettes Neuland ist. Kollege Schenk hingegen outet sich überraschend als großer Opernfan und fühlt sich unter den zahlreichen Sängerinnen, Kostüm- und Maskenbildnern sichtlich wohl. Doch bei wem sollen sie ihre Ermittlungen im Tatort „Die Schöpfung“ beginnen? Intendant Darius Henning ist jedenfalls keine große Hilfe: Der Chef des Hauses ist chronisch überlastet und gestresst und hat zudem panische Angst davor, in der nächsten Spielzeit ohne Dach überm Kopf dazustehen, wenn die Sanierung der alten Oper dann immer noch nicht abgeschlossen sein sollte und der Mietvertrag für das Interim nicht verlängert würde. Deshalb soll wenigstens die Premiere von Haydns „Schöpfung“ reibungslos und vor allem pünktlich über die Bühne gehen. Doch polizeiliche Ermittlungen haben natürlich immer Vorrang, insbesondere, wenn es um Mord geht – was beim Intendanten auf wenig Verständnis stößt.
Vielleicht kann Eva Krüger den Kommissaren bei der Wahrheitssuche weiterhelfen: Die resolute Frau ist offiziell als Elektrikerin im Bühnenbetrieb angestellt, aber doch so viel mehr als das: Eva ist die „gute Seele“ der Oper, kennt alles und jeden, natürlich auch Elli Zander, das Mordopfer. Über die weiß sie jedoch nur Gutes zu berichten: keine Feinde, keine Affären, keine Skandale, nichts. Und doch bekommt das Ermittlerteam Ballauf und Schenk schnell mit, dass unter der glamourösen Oberfläche des Opernbetriebs allerlei Rivalitäten und Konflikte lauern. Alle stehen unter dem Druck, beständig Höchstleistungen abliefern zu müssen, bei miserabler Entlohnung. Dazu die Ungewissheit über die Zukunft des Hauses: Wann können sie endlich ins renovierte Stammhaus zurückkehren? Auch fürs Management des Umzugs ist Eva Krüger zuständig, die sich von dem ganzen Trubel um sie herum nicht beirren lässt: Die Frau scheint in sich selbst zu ruhen.
Immerhin kann KTU-Spezialistin Natalie Förster mit der Erkenntnis aufwarten, dass die Mordwaffe im WDR-Tatort „Die Schöpfung“ aus dem Fundus der Oper stammen muss: eine tschechische Pistole, die in der Requisitenkammer fehlt. Wahrscheinlich nachträglich wieder scharfgestellt, keine große Sache. Sehr wahrscheinlich also, dass Elli Zanders Mörder unter der Opernbelegschaft zu suchen und zu finden ist.
Doch mitten hinein in diese neuen Ermittlungsdetails platzt eine weitere Schocknachricht: Wilhelm „Willi“ Köpke, der Schuhmachermeister des Hauses, hängt leblos an einem Seil, mitten im Bühnenraum. Ein weiterer Toter also, und schnell ergibt die Obduktion: Köpke wurde ebenfalls erschossen, genau wie Elli Zander. Und auch diese Leiche hat die Tatperson im TV-Krimi „Die Schöpfung“ spektakulär in Szene gesetzt. Nun müssen sich die Kommissare Ballauf und Schenk also noch ganz andere Fragen stellen: Haben sie es mit einer Mordserie zu tun? Wer wird das nächste Opfer sein? Und welche Bedeutung haben eigentlich die seltsamen Tierfiguren, die als „Opfergabe“ bei den Leichen drapiert wurden? Der Druck auf die Ermittler wächst, schnell Ergebnisse zu liefern, denn die wichtige Premiere steht kurz bevor. Und womöglich sucht der Mörder für seinen nächsten Coup den ganz großen Auftritt …
Hinter den Kulissen
In ihrem 94. Fall ermitteln die beiden Domstadt-Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) hinter den Kulissen der Kölner Oper, die in den letzten Jahren vor allem wegen ihrer aufwendigen und kostenintensiven Sanierung auch bundesweit Schlagzeilen machte. Schauplätze für die Dreharbeiten, die vom 29. August bis zum 30. September 2024 stattfanden, waren deshalb sowohl die Interimsspielstätte im Staatenhaus auf dem Messegelände in Köln-Deutz als auch das weiterhin im Umbau befindliche Opern-Stammhaus am Offenbachplatz.
Von der Möglichkeit, die „neue alte“ Spielstätte quasi einweihen zu dürfen, zeigte sich Dietmar Bär – auch privat ein großer Opernfan – begeistert: „Egal, mit welcher Oper dieses wunderbare, alte, neue Haus seine Wiedereröffnung feiern wird – WIR DREI [gemeint sind neben Bär die Kollegen Behrendt und Grossmann] WAREN DIE ERSTEN HIER ON STAGE!!“
Nicht auf der großen Opernbühne, sondern in der heimischen Flimmerkiste feiert der Tatort Köln „Die Schöpfung“ seine Premiere, nämlich am Sonntag, den 11. Januar 2026 um 20:15 Uhr im Ersten.





















Sowohl die Kölner als auch die Münchner ermitteln in Kürze auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“. Oder auch nicht. Es verspricht, spannend zu werden!!!
By the way… @Gerald: Besteht vielleicht eine Möglichkeit, einen Chat zu eröffnen, in welchem sich TO-Fans unabhängig von aktuellen Folgen austauschen und ggf. Fragen stellen können???
Ich fände es auch spannend, wenn wir Fans eine Möglichkeit hätten, zum Beispiel eine persönliche Top-Ten-Liste zu posten und zu diskutieren…
@Imki:
Ja, 2-mal „Tod auf der Bühne“ innerhalb zweieinhalb Wochen ist schon eine bemerkenswerte Häufung in der TO-Welt!
Da Katja Bürkle mitspielt, darf man schon mal auf eine Tatverdächtige tippen.😏
@Der Fremde: Stephan Grossmann macht sich aber auch gerne verdächtig… 😉
@Imki:
Ich kenne Stephan Grossmann eigentlich nur im Sternbild (oder Rollenbild) des ‚Tollpatschs‘ …😌
@Der Fremde
Vor allem 2019 im Franken TO hat er einen ziemlich düsteren Täter gespielt.
Es drängen sich hier aber noch mehr Verdächtige aus der Liste heraus.
@Der Fremde
Vor allem 2019 im Franken TO hat er einen ziemlich düsteren Täter gespielt. Das war alles andere als tollpatschig.
Es drängen sich hier aber noch mehr Verdächtige aus der Liste heraus.
@AnOnymous:
Vermutlich hat jede/r so seine prägenden ‚Bilder‘, die man mit best. Schauspielern verbindet. Bei mir ist das hinsichtlich Stephan Grossmann halt der seltsame Polizei-Chef in ‚Wolfsland‘ bzw. der tölpelhafte Schriftsteller in der ‚Bundschuh-Saga‘ …😏
Es hat geklappt. Sie war’s.
Liebe Imki,
es wurde nicht zu viel versprochen, siehst Du das genauso?
👍
Ich seh manche Kommentare schon vor mir, die jammern, dass doch gerade erst ein Theater Schauplatz war.
och nee, nich‘ gleich schon wieder so’n Theater(-TO) … 🤣
aber ganz, wie es verschiedene Märchen(-TO’s) gibt, gibt’s bekanntlich auch recht unterschiedliche Theater(-TO’s) … 🧐
-> also „schaun mer doch erst mal, dann sehn mer scho“ aka
-> „All’s Well, That Ends Well“ (William Shakespeare) 🤓
Gerade den Trailer in der ARD-Mediathek gesehen… ich bin gespannt! Es scheint ein bißchen dramatischer und blutiger zu werden, als der Theatermord in München… 😉
Alles richtig, es könnte anders (besser) werden.
Aber wenn ich gestern vom Essen bei Mc… enttäuscht war, würde ich mit wenig Erwartungen – wenn überhaupt – in eine andere Filiale der gleichen Kette gehen.
Hui, na, das ist ja mal ein Vergleich… 😆🍔
Schau’n mer doch einfach mal.
Seltsamer Vergleich!
Seltsam für die, die keine Zusammenhänge erkennen können. 🙃
ich wurde hier angenehm überrascht. Besonders von einer „Valerie“, die in dem Alter nicht nur schon seit 10 Jahren Erfahrung auf der Opernbühne hat, sondern auch schon in 51 Filmen mitwirkte.
Kleiner Wermutstropfen von der Regie.
Welche Alkoholikerin, die an ihr „Depot“ möchte, schließt nicht hinter sich die Tür. Ist aber eine Kleinigkeit in der an sich gut durchdachten Thematik.⭐⭐⭐⭐⭐
Yes!!! 👍👍👍
Stark, laut, bunt, und irgendwie auch ziemlich abgedreht…
Sicher nicht jedermann’s Sache, für mich rundum gelungen.
Die verrückte Theaterwelt auf ein ganz neues, fast schon absurdes Level gehoben. Skurrile Masken und Kostüme. Und… „fragen Sie Eva. Eca weiß alles…“
Meine Meinung: Top!!!
Sorry, vertippt.
„Eva weiß alles.“ Natürlich. 😉
Da schließe ich mich (wenn auch ungern, weil das Kölner Team) absolut an.
Ein Genuss die Opern Einlagen. Ein Fest diese wunderbare Singstimme sowie die Aufmachung des Countertenor.
Die (Adoptiv)Mutter hätte skurriler nicht dargestellt werden können.
Werden diese Pseudo-Kunst-Filme für das Fernsehpublikum oder für die Filmemacher selbst gedreht?! Gähn-Langeweile pur!
Harte Kost. Bei Opernsgesang bin ich echt raus.
ist halt, wie in den letzten Wochen immer Geschmackssache.
ich kann mich nur wiederholen.
Wann kommt endlich mal wieder ein ganz normaler Tatort, ohne Schnickschnack, ohne Übertreibungen etc.
Es gibt auch Leute die Opern mögen. Ich zum Beispiel. Ich fand den Tatort klasse.
Die alten Tatorte a la Schimanski und Co interessieren mich tatsächlich wenig. Deshalb habe ich erst vor einigen Jahren angefangen diese Reihe anzusehen …
Deshalb ja auch Geschmackssache. Ich finde, ein Tatort sollte die breite Masse abholen. Ein bisschen Operngesang ist ja ok, aber für meinen Geschmack einfach zuviel.
Ich mag Opern nicht. Mir hat der Tatort aber trotzdem gefallen.
Ich finde es sehr schade und bedauerlich, das sehr häufig „Schimanski“ als Negativbeispiel für die TO der alten Schule her genommen wird.
Damit tut man Götz George (den man ja damit zwangsläufig indentifieziert) unrecht. Er war in meinen Augen ein erstklassiger Schauspieler mit sehr viel mehr Facetten als nur der Macho-Typ.
Leider ist Tatort nicht wie in alten Zeiten eben besser !
So sehe ich es auch.
Ein Königreich für einen
„normalen“ Kriminalfilm
alter Machart,
falls die pseudo-künstlerische
die neue sein sollte,….jedenfalls im Tatort-Universum.
Ich möchte keine Oper sehen, sondern einen Tatort. Hört endlich auf zu experimentieren und zeigt einen normalen Krimi,und nicht so einen Mist!
Nun ja, viel „Oper“ wurde ja nicht gezeigt.
Und die Ausschnitte aus dieser Rockoper waren für die Handlung und für das Verständnis der Motive wichtig und durch die Aufmachung der Darsteller auch gut anzusehen. Finde ich, der auch niemals eine ganze Oper ansehen würde.
Langweilig
Wieso kann es eigentlich keinen ganz normalen Tatort mehr geben .Schrecklich anzusehen das ganze. Haben dann umgeschaltet .Man kann sich echt nicht mehr auf einen guten Sonntag abend Tatort freuen. Schade. 😭
Nach ca der Hälfte der Zeit hab ich mir gedacht, gleich muss doch Ende sein? Mäßig spannend, viel Gejaule ( ja, mir gibt Oper nichts) das Highlight waren Freddy’s Opel und die Mutter. Ach ja, was soll das für ein Kinderstück gewesen sein, mit den Masken, dazu Jemanden erschießen – und natürlich hat all den Krach niemals eine der vorher so geschickt umschlichenen Wachen gehört..
Aber Geschmäcker sind ja verschieden, “ prima , prima, prima“
Der Krach war, wie ich es verstand, während der normalen Arbeitszeiten.
Ganz mein Gusto.
Habe auch letzte Woche gefragt,
wer wie was in dieser einmaligen Abfolge
von Psycho-Kammerspielen terminiert.
Jetzt auch Köln.
Warum auch nicht?
Aber ich halte durch.
Um 22:15 Uhr kommt Barnaby bei der Konkurrenz.
Da weiß man, was man hat.
Das ZDF und die ARD sind eigentlich keine Konkurrenten und Inspector Barnaby mit den TO Kommissaren zu vergleichen, kommt einem Vergleich von Äpfeln und Birnen gleich.
Da weiß man, was man hat – naja…
Äpfel sind leider gleich Birnen, in diesem Fall, jedenfalls für mich.
Ich möchte spannende Krimis, miträtseln, und mich nicht langweilen, und bei letzterem liegt die ARD mit dem Tatort seit geraumer Zeit meistens zunehmend vor dem ZDF, was die Spannung betrifft.
Genial ! Beste Stelle : ich muss jetzt singen ! … das hoffe ich
Noch besser waren die verrückt spielenden Drogenspürhunde in den Garderoben der Künstler. 😀
EDIT by Gerald
### Spoiler ###
Was für ein Wortspiel heute.
Hat mir gefallen, außer dass Eva die Täterin war. Eigentlich zu einfach gelöst. Es war von Anfang an klar. „Eva weiß alles.“
Ja, die Wahrscheinlichkeit war sehr hoch: noch dazu, weil sie von Katja Bürkle dargestellt wurde. Spielt diese nicht fast immer die Täterin?😖
Um Längen besser als der Quatsch aus München. Dieses „Kammerspiel“ war für mich sehenswert.
Lag es am Buch, an der Regie?
Hannah Schiller als Valerie war überzeugend.
Heute verdienten sich alle die vollen Punkte.
Guter Tatort mit interessanten Setting und tollen Bildern.Katja Bürkle mit tollem Schauspiel und glaubhafter Handwerker- Ausstrahlung. Die Ko..issare angenehm zurückhaltend.Durchweg gute Schauspieler in den NEbenrollen.
😭😭 Wie München, nur mit bunten Lichtern, und eindrucksvoller, da Oper.
Aber: Außer Spesen nichts gewesen. Die Handlung war eine Aneinanderreihung von Effekten, die Texte waren schwach. Die Schauspieler haben ihr Bestes gegeben, aber was nützt das schon? Die Geschichte war simpel ohne das gewisse Etwas.
Ansprechend waren die Deathmetall-Oper, weil wirklich gut. Und der kraftvolle Gesang allgemein. Ich sollte mal in die Oper gehen.
Vorsicht, die Oper birgt Suchtpotential, bzw. könnte selbige auslösen. 😉
Auszug aus Pretty Woman – Richard Gere, alias Edward Lewis sagt zu Julia Roberts, alias Vivien Ward, beim Besuch der Oper La Traviata:
„Leute, die zum ersten Mal in der Oper sind, reagieren oft sehr überraschend. Entweder mögen sie die Oper, oder sie hassen sie. – Wenn sie die Oper mögen, ist es für immer. Die anderen tun mir leid.“
Vielleicht besuchen wir die Oper zusammen, lieber Bert? 😁
@Bina:
Ich mag den Film „Pretty Woman“ und kenne auch den zitierten Monolog von Herrn Lewis in der Opern-Loge.
Ich fand diesen immer sehr arrogant/überheblich, weil Lewis glaubt, er sei der Maßstab, zu beurteilen welches Interessengebiet allein glücklich machend sei.
Ich denke, dass jeder, der ein Hobby oder Interessengebiet findet, das ihn ‚erfüllt‘ – also tiefe positive Emotionen erzeugt – ist seiner Liebe zu Opern gleichgestellt.
Nur wer über gar nichts verfügt, das ihm Freude bereitet und tiefe Emotionen erzeugt, kann einem ‚leidtun‘. Aber ob das Oper oder etwas anderes ist, ist m.E. einerlei …😏
@Der Fremde:
Lieber Fremder,
ich denke nicht, dass es Arroganz war, eher die Begeisterung für die Oper, die ja auch Vivien erfasst. Aber ich verstehe Deine Sichtweise.
In einer Oper sind nun mal sehr viele Emotionen, oftmals übertrieben, dargestellt, aber das ist ja das Besondere der Oper.
Ich bin zugegebenermaßen bekennender Opernfan🥰 komme aber auch sehr gut mit Kritik und damit zurecht, dass das natürlich Geschmacksache, wie bei so vielem, ist.
Ja, das stimmt, dass wer über nichts verfügt, das einem Freude bereitet, einem leid tun kann. Uns verbindet hier die Freude zum Tatort, das ist auch etwas Wunderbares. 😀
@Bina:
😀👍
Viel Theater um seltsame Theaterleute, unrealistischer und langweiliger Krimi. Viele Mitarbeiter des Theater sind eingebildet und zynisch, wie auch (leider) beide Kommissare. 1 von 5 Sterne.
ich glaub´so kann man das aber nicht stehen lassen ; Sie diffamieren ja so ziemlich alle Gewerke , die am Theater beschäftigt sind – ich habe mehr als ein Vierteljahrhundert Berufsleben am Theater verbracht – also eingebildet und zynisch ??????? – wie kommen Sie zu dieser Behauptung ?
@alter Fan ™: Ich meine nicht Theaterleute im Allgemeinen sondern nur die im Film!
Ich habe vor fünf Jahren hier (d.h. beim Tatort Parasomnia) geschrieben, Hannah Schiller sehe jünger aus, als sie tatsächlich sei. Ich glaube, es gitl bis heute, obwohl sie mittlerweile 26 ist (und in der Zeit der Dreharbeiten 24 war).
Bei Eva habe ich fon Anfang an gedacht, es wäre eigentlich eine Rolle für einen Mann – tja, ein Mann könnte nicht die Mutter gewesen sein. Aber, Eva arbeitet seit einer Ewigkeit in der Oper, und sein Sohn, den nicht sie großgezogen hat, wurde, rein zufällig, auch Opersänger. Nein, ich nehme es so nicht an.
Sonst die typische kölner Qualität, die ich eigentlich mag.
Schenk: Irgendwas muss bei der Schöpfung schiefgelaufen sein.
Ballauf: Du meinst jetzt aber nicht die Oper, oder?
Schenk: Nee, die meine ich nicht.
Standing Ovations meinerseits, Chapeau und vielen Dank für diesen großartigen Tatort. *Applaus*
Herrlich schräg der Einblick in die Theaterwelt und die wunderbare Musik, ich singe selbst im Chor und habe auch schon Haydns Schöpfung gesungen. 🤩
Die Story wunderbar gespielt von allen Schauspielern.
Großartige ⭐⭐⭐⭐⭐
@Bina: 😊😊😊 …da bin ich aber froh, daß ich mit meiner Meinung nicht so ganz alleine dastehe!!!
Der Arbeitseifer der seniorenreifen Ermittler lässt zu wünschen übrig. Der jüngere Kollege besticht mit dauernd anhaltendem Stirnrunzeln. Man fragt sich, denkt er zu viel nach?
Literally fragt man sich, warum das Mädchen im Chor die ganze Zeit gezeigt wird.
Hat das Mädchen etwas mit den Morden zu tun?
Spoiler: Ja – Lügen kurze Beine.
Für mich war der Tatort eine Mischung aus Phantom der Oma und Striking Distance (Bruce Willis), fantastische Mischung.
Dramatische Endung hervorgehoben durch den dramatischen Operngesang und bildgewaltige Szenen.
Grundsätzlich hat man legit einen Klasse Einblick in die gesamten Räumlichkeiten der Kölner Opa.
Fazit: Ein Ende, mit dem niemand gerechnet hat in Köln.
Leider war es kein Theater, sondern Oper und jemand hatte Spaß, richtig viel Opern-Gesang einzubinden. Mir ging’s auf die Nerven und irgendwann hat mich dann nicht mehr interessiert, wie es ausging.
Ja, das mag man oder eben nicht. Allerdings sind Theater und Oper sich recht ähnlich, denke ich, denn es sind bei beiden Ausdrucksformen ähnliche Eigenschaften der Hauptakteure gefragt. Dazu kommen die Statisten, der Stuff usw…
… ging es hier nicht eher stark um den Suff; statt um den Stuff?
(Was auch immer du damit meinst)
@Bruno:
Er meinte wohl den ‚Staff‘, also die Gesamtheit der Darsteller:innen …
kleine Korrektur:
„Staff“ = Gesamtheit der ‚Beschäftigten‘ bei einem Projekt oder einer Organisation (nicht nur der Darsteller:innen😔)
Streng genommen noch nicht mal eine Oper, sondern ein Oratorium.
>Die Schöpfung<: Ein Phantom bringt die (Krimi-)Opas Schenk & Ballauf auf der “verknoteten“ Baustelle Kölner Oper in Fieber.
Wer infolge der gegenwärtigen Nachrichtenmüdigkeit ein wenig Selbstfürsorge vorm Heimkino betreiben möchte, sollte sich mit dieser etwas bummligen Mischform aus Mord, Chaos, Sarkasmus, Death-Metal, Revue “und was nicht all" im Maschinenraum der Kunst, einfach mal für 90 Minuten in eine andere Welt entführen lassen …
@Freddy Schenk:
»I'm gonna hit the highway like a battering ram / On a silver black phantom bike /
When the metal is hot and the engine is hungry / And we're all about to see the light«*
@Max Ballauf:
»Nothing ever grows in this rotting old hole / Everything is stunted and lost /
And nothing really rocks and nothing really rolls«*
﴾* ♪ Bat Out of Hell – Meat Loaf﴿
Der beste Kölner seit langem. Entweder die Theaterszene hat den einzelnen Zuschauer heute total angesprochen nach dem Motto „bei sowas würde ich auch gerne mitmachen“ oder das Gegenteil ist der Fall – etwas dazwischen gibt es glaube ich nicht. Der Fall war gut konstruiert und die Rollen glaubhaft, wobei man da ja mehr Spielraum hat, wenn es um die Künstlerszene geht. Es gab vor mehreren Jahren einen Polizeiruf 110, der die Theaterbühne auch gut an den Mann (mwd) brachte. Mir hat die Musik bei der „geheimen“ Metaloper gut gefallen, erinnerte mich an „Theatre of Tragedy“. Würde ich jederzeit wieder anschauen, toll gemacht!
Toller Tatort!
Beste Dialoge ever, voller Wortwitz und Sarkasmus, herrlich.
Die Story lud in bester „Whosdoneit“-Manier zum mit-Kombinieren ein.
Toll aufgelegte Schauspieler, wunderschöne Musik, dass Haydns Schöpfung keine Oper ist, macht nix 😌
das ist vollkommen richtig ; ich kann mich allerdings erinnern , daß die Schöpfung in der Vergangenheit auch schon mit “ Bühnenhandlung “ inszeniert wurde
Ein kurzweiliger, mit teils witzigen Dialogen und hervorragenden Schauspielern bis in die Nebenrollen besetzter Tatort.
Wer kann mir jedoch die Motive für die Morde in kurzen Sätzen erklären?
Irgendwas habe ich nicht verstanden…
Ganz einfach: der Countertenor war lebensmüde und hat seinen eigenen Tod herbeigeführt durch die Frau die ihn verlassen hat. Die Mutter hat den vermeintlichen Mord an ihrem Sohn durch die drei anderen auf der Bühne mitbekommen und falsche Schlüsse gezogen und hat / wollte Rache üben
Vor allem wollte sie sich dafür rächen, dass die 3 die Leiche (vorübergehend) im Bauschuttcontainer entsorgt haben.
Herzlichen Dank, gut beobachtet/kombiniert, Jay. Auch danke an boz.
Nun ist es mir klarer.🧐
Wattn Tatort! Besonders die schönen Wortspielereien, die Metal-Oper und Gisdol und Bürkle fand ich grossartig. Und erst die Filmmusik!
Auch wenn ich gelegentlich nach einem klassischen Krimi dürste mit ehrenwerten Motiven wie Gier oder Eifersucht, mag ich die seltsameren Tatorte.
Die Handlung war ein Spürchen unrealistisch. Tatort halt. Trotzdem fünf Sterne und stehende Ovulationen. 😀
Ein Tatort öffnet sich zur ganz großen Bühne mit einer vieldimensionalen Unterwelt.
Geschliffene Dialoge mit subtiler Ironie bestimmen das spannende Drehbuch von Wolfgang Stauch ! Ganz große Klasse!
Die Valerie Schmitt, Opernsängerin, dargestellt von Hannah Schiller, erinnert mich irgendwie an Greta Thunberg
Wie lustig, das fand ich auch, hätte ihre Schwester sein können.
Mich auch. Endlich sagt es mal einer.
hm. Tut mir leid. Ich hab vergessen wie Greta Thunfisch aussieht.🤨
Wobei Hannah Schiller besser aussieht UND eine sympathischere Ausstrahlung hat als diese Öko…istin. 😇
ich fand diesen Köln TO wieder mal recht ordentlich gemacht – sicher war es kein ausgewogenes Timing in der Präsentation von Tatortfolgen , welche sich in der Theaterwelt abspielen – letztens der Münchner im Schauspiel ; der heutige im Musiktheater – sicher nicht jedermans Geschmack – für manchen halt eine Welt für sich , in die man sich aber auch reindenken kann .
Trotzdem ein stimmiger Tatort – und der Opel war garantiert vom Eberhofer Pappa ausgeliehen .
Nein. Der Opel Diplomat ist der Dienstwagen von Henning Baum in DER LETZTE BULLE. ausgeborgt vom Kollegen. 😃
Wieder mal eine optisch interessante Kulisse für das Ermittlerduo Max Ballauf und Freddy Schenk,
wie auch schon beim TO Colonius. Ein toller Schauplatz und hervorragend agierende Schauspieler (bis in die Nebenrollen), sind aber noch lange kein Garant für einen guten Krimi.
Es gelingt eben auch diesmal nicht besonders gut, die anfängliche Geschichte über die gesamten 90 Minuten hinweg interessant zu verpacken. Der Zuschauer bekommt zwar einen Mix aus Arie, Theater, Kulissen und Baustellenbetrieb. Aber viel mehr ist in so einem Microcosmos dann leider auch nicht drin – und so verfällt der Spannungsbogen in narkotisierende Langeweile.
Zudem ist die thematische Nähe zum Münchner TO erkennbar und der Zeitpunkt der Ausstrahlung somit schlecht gewählt. (schließlich wurde der Kölner schon im Herbst 2024 gedreht)
Wer beide Filme gesehen hat, erkennt viele Parallelen – Ensemble unter Druck, Alkoholprobleme, Masken und prachtvolle Kostüme. Dazwischen der/die Mordfälle.
In Summe nichts besonderes und somit ein Fall den man in 2 Wochen schon wieder vergessen hat.
Ich fand den Kölner Tatort zwei Klassen besser als den Münchener, der vergleichsweise eine schlechtere Story, schlechtere Bilder und Dialoge hatte.Auch der Cast in Köln war bis in die Nebenrollen besser. Köln hat die Magie der Oper auf die Bühne gebracht, was München nicht gelang mit dem Theater. Auch wirkten die Kölner jünger und authentischer als Noch Polizisten. Das “ Ablaufdatum „wird bei beiden Teams sichtbar.
Mir geht es hier wie Gregi: Mir ist die Motivlage nicht klar.
Es hatte wohl meine Fernsehzeitschrift Recht, die in ihrer Vorabkritik schrieb: „Im letzten Drittel vergaloppiert sich die Story.“ Für mich fügten sich die einzelnen Handlungsstränge nicht zu einer nachvollziehbaren Motivkette zusammen:
Der Countertenor David wollte sich umbringen – warum? Weil er erfahren hatte, dass die Frau, die er bisher für seine Mutter gehalten hatte, ihn nur adoptiert hat und ihm die Kontaktaufnahme zu seiner leiblichen Mutter verweigert? Vor allem aber: David will seinen Selbstmord von Valerie Schmitt ausführen lassen, indem für eine Szene, in der sie ihn erschießen soll, den Revolver in der Requisite zu einer scharfen Waffe umbaut. Und schließlich schießt er in das Kostüm, in dem er erschossen werden wird, noch ein weiteres Loch hinein.
Der ebenfalls umgebrachte Schumacher Willi Köpke wurde von Valerie verlassen, was er nie verwunden hat.
Eva Krüger, die leibliche Mutter von David, erschießt die Waffenmeisterin – warum?
Wahrscheinlich habe ich Vieles falsch verstanden, die Zusammenhänge nicht durchschaut. Ich werde mir heute und morgen mal in Ruhe die anderen Posts durchlesen, um zu sehen, ob jemand anders durchgestiegen ist, oder ob die Handlung doch „Logiklöcher“ hatte.
David wollte sterben, weil Valerie, die er liebte, ihn verlassen hatte. Und er wollte ausdrücklich surch Valerie getötet werden, um sie dadurch zu quälen.
Eva, die leibliche Mutter des David, hat aber die Lage falsch verstanden, sie dachte, ihr Sohn wurde ermordet, und wollte aus Rache alle beteiligten töten.
Danke. Und was war der Grund für den Tod des Schumacher?
@Der Wanderer:
Der Schuhmacher war bei der ‚Erschießung‘ von David auch dabei und half mit, dessen Leiche in den Bauschutt-Container zu hieven.😔
@Der Wanderer: Das gleiche, er war auch dabei, wenn David erschossen wurde.
Der Begriff „lebensmüde“ dürfte Ihnen bekannt sein, der Countertenor war es.
Erschwerend hinzu kam, dass ihn seine Liebe verlassen hatte und er seinen Tod so zelebrieren wollte, dass die Verflossene ihn tötet.
Sicher für uns „Normalsterbliche“ schwer zu verstehen, aber es führt uns auch den Druck der Theaterwelt vor Augen, der durch Alkohol und Drogen zu kompensieren versucht wurde. Und eben durch den Tod.
Für „Normalsterbliche“ dürfte Mord-und Totschlag generell schwer zu verstehen sein. Ungeachtet dessen existiert ein großer Hang dazu, sich haufenweise Krimis anzugucken (nicht ohne Spannung und Action zu fordern). Wie kommt‘s?
Ansonsten erzählen Filme und Bücher immer Geschichten (phantasiereich und mehr oder weniger nachvollziehbar).
Was die Rollenverteilung im Kölner Team betrifft, so werde ich seit etlichen Folgen einfach den Eindruck nicht los, dass nach dem Serientod der patenten Franziska Lüttgenjohann keine weitere starke Frau gewollt war, sondern ganz bewusst ein rückwärts gewandtes Frauenbild propagiert werden soll. In der heutigen Folge darf Natalie Förster ein paar Sätze sagen, und dann steht sie doch tatsächlich auf und fragt: „Werde ich noch gebraucht?“ Nach einem lakonischen „Nein“ geht sie weg und kommt nicht wieder.
Auf mich wirkt das so, als ob die Botschaft übermittelt werden sollte: Frauen dürfen ein bisschen mitreden, aber alles Wesentliche regeln die Männer unter sich.
Gefällt mir nicht. So ein rückwärtsgewandtes Frauenbild finde ich genauso schlimm, wie ich es andererseits schlimm fand, dass im Dresdner Tatort in der ersten 6 Folgen, in denen die Kommissarin Sieland von Alwara Höfels dargestellt wurde, der Kommissariatsleiter Michael Schnabel (Martin Brambach) konsequent als Trottel dargestellt wurde, dem die Kommissarinnen ständig aus der Patsche helfen müssen.
Zum Glück gibt es Tatort-Teams, in denen bei gemischt-geschlechtlicher Besetzung ein gleichberechtigtes Miteinander ganz selbstverständlich ist – das neue Frankfurter Team ist ein Beispiel dafür. Aber es gibt halt immer wieder Regisseure, die meinen, entweder Frauen oder Männer als geistig minderbemittelt darstellen zu müssen.
Das tut nicht nur den betreffenden Filmen nicht gut, sondern ist auch schädlich für das Miteinander der Geschlechter im realen Leben, denn Filme bilden die Wirklichkeit nicht nur ab, sondern gestalten sie auch mit.
Du lieber Gott, lass doch dieses so blöde wie überflüssige Geschlechtergetue aus diesem Krimi raus!!!
Danke Virginia. Du hast recht, es nervt.
Und das in Bremen und demnächst in Kiel reine Frauenteams ermitteln gehört auch abgeschafft😁😇?
Vielleicht sind es eher die Regisseure, die ein wenig minderbemittelt sind .
DAS Gefühl habe ich eher bei so einigen Tatorten, wo die Regisseure m. E. die Filme nicht für den Zuschauer, sondern für ihr eigenes Ego machen, um sich als kleine Spielbergs zu fühlen.
Das denke ich bei sehr vielen ARD-Tatorten oft; bei ZDF Produktionen so ziemlich nie.
Welche Tatorte würdest du in diese Kategorie stecken wollen? Für mich ist es eher umgekehrt, beim ZDF habe ich oft ein Gefühl von „betreutem Zuschauen“ und mangelndem künstlerischen Anspruch, während beim Tatort/Polizeiruf hin und wieder auch etwas mehr Substanz kommt. Es ist wohl immer eine Frage der Perspektive.
Die kölner Oper soll übrigens nach einer sehr langen Renovierung, insgesamt 14 Jahren, im September wieder eröffnet werden. Die Eröffnung wurde, wie bei fast allen deutschen Großprojekten, mehrfach aufgeschoben, wer weiß, ob sie tatsächlich in diesem Herbst statt findet.
Die Tatort-Redaktion war diesbezüglich optimistisch.
Mei; die einen haben ihren Flughafen, die anderen ihre Oper.
In München ist es die Sanierung des Teichs im Westfriedhof, die offenbar schwieriger ist als ein bemannter Marsflug. 🥳
Ganz großartig!
Retro (Opel Diplomat, Haydn, Oper überhaupt), aber mit Kontakt zum Jetzt und den dazugehörigen Reibungen. Ob allerdings die Idee der Absolutheit von Liebe noch wen interessiert? Da sollte man nochmal kritisch den Werther und bei den Romantikern lesen.
Tolle Schauspielerleistungen, Kameraführung und – was ich immer sehr schätze – klasse Beleuchtung! Großes Kompliment an Alle!
Wir sind heute etwas später dran… Wie immer eine tolle Leistung aus Köln! Auch wenn man von Anfang an wusste, dass es die Eva gewesen sein muss (so wie schon aufgetreten ist!) konnte man trotzdem mitfiebern, was als nächstest wohl passiert… Kurz dachten wir auch: vielleicht war es doch die Sängerin, so eine Art Schizophrenie vielleicht….? Aber nein, es war die Eva und das war ja auch ganz passend! Schade, dass es die Wurstbude nicht mehr gibt, die hat uns immer gut gefallen… Also, Grüße an alle die dabei waren und einen gemütlichen Abend noch!
Katja Bürkle war ja schon so prominent im Cast gesetzt, das alles andere eine Überraschung gewesen wäre.
So wie die beiden heute ihre Rollen gespielt haben, habe ich ehrlich gesagt das Gefühl, dass sie sich innerlich schon auf den Ruhestand einstellen. Ganz besonders Klaus J. Behrendt als Max Ballauf wirkt für mich seit einigen Folgen phlegmatisch, wenig präsent, kaum Ausstrahlung, als wäre er nicht mehr richtig bei der Sache. Dietmar Bär alias Freddy Schenk kommt dagegen noch einigermaßen authentisch rüber.
Nur: Die Handlung von „Die Schöpfung“ war insgesamt ziemlich überschaubar und hat mich nicht wirklich gepackt. Dabei war das Kölner Ermittler lange mein Lieblings-Team in der Tatort-Reihe. Und genau deswegen wünsche ich mir, dass sie vor ihrem Abschied noch ein, zwei richtig starke Folgen bekommen. Mit einem Drehbuch, das knallt (am liebsten von Jürgen Werner) und einer Regie, die den Laden im Griff hat (am liebsten Thomas Jauch). Denn sind wir mal ehrlich: Auch Hauptdarsteller werden nochmal ganz anders beflügelt, wenn ein tolles Drehbuch und ein erstklassiger Regisseur verantwortlich sind. Das hätten sie zum Abschluss ihrer Ermittlerlaufbahn wirklich verdient
Was knallt denn?
Beim kurzen Überfliegen der Kölner Krimi´s nur eine kleine Auswahl (Sortierung ohne „Wertung“ von alt nach neu)
Tatort Folge 472: Kindstod
Tatort Folge 895: Franziska
Tatort Folge 977: Kartenhaus
Tatort Folge 1172: Der Reiz des Bösen
Tatort Folge 1288: Restschuld
Knallt alles sicher mehr rein und bleibt nachhaltig in Erinnerung – (auch wenn dort gar unbedingt nicht geschossen wird)
Ich finde Jürgen Werners Drehbücher meistens zu klischeehaft und mit grobem Pinsel gezeichnet. Die beste Autor-/Regisseur-Kombi bleibt für mich immer noch Günter Schütter/Dominik Graf, die aber wahrscheinlich Köln nicht mehr beehren werden.
@Manne:
Und wo bleibt in Ihrer Aufzählung „Der Fall Reinhardt“(2014)?🧐
Für mich schauspielerisch deer Kölner TO schlechthin …
Hi Fans,
nunja. Bin jetzt auch kein großer Fan von Opern. Aber die hintergründige Begehung der Opern-Unterwelt war dann doch interessant. Dazu solide Krimikost. Prima.
4/5 Sternen
So am Rande: „Die Schöpfung“ von Haydn ist keine Oper, sondern ein Oratorium.
Das verhindert ja nicht, dass jemand in der Neuzeit eine Oper komponiert und sie so nennt.
Richtig, aber im Tatort ging es offensichtlich ums Haydn-Werk.
Besonders steht nirgendwo, dass ein Oratorium nicht auf einer Opernbühne aufgeführt werden darf. Kann diese nicht als Konzertsaal fungieren?
@Bruno: Klar, aber es wurde im Tatort mehrfach „Oper“ benannt, u.a. in der letzten Szene.
Wunderbar mit feinsinnigem, unaufdringlichem Humor gewürzter Film, unaufgeregt und nicht Nerven kostend. Die Dialoge könnte man sich gleich noch mal zu Gemüte führen und genießen.
Die Schauspieler hatten bestimmt ähnlich viel Spaß beim Dreh wie ich beim anschauen.
Unterschreibe ich. Ein grundsolider Krimi mit pointierten Dialogen, der mich ebenfalls sehr gut unterhalten hat.
By the way (Btw)
@Anna (Krechel): wo bleibst Du?
Hallo zusammen. Weiß jemand, was das Cue bei den Musikltitel-Angaben „Die Schöpfung Cue“ und „Metal Oper Cue“ bedeutet? Habe nirgendwo eine Erklärung gefunden.
Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle. Erstklassige hochwertige Zutaten, aber der Suppe, die daraus gekocht wurde, hat ganz entschieden eine Prise an ganz banalem Salz gefehlt. Positiv viele der schrägen Typen, die da aufmarschiert sind und in deren Reihe sich Ballauf und Schenk diesmal mühelos eingereiht haben, schöne Dialoge zuweilen, gut aufgelegte Schauspieler (wenn ich Katja Bürkle auch schon überzeugender gesehen habe), und diese „Metal-Oper“ mit dem Countertenor hat einen Schuss Exotik in die Sache gebracht … das hat schon gepasst. Die einzelnen Mosiaksteinchen also durchaus gelungen, aber dennoch wollte mich das nicht so richtig packen, das war fast mehr so eine Nummernrevue. Ein paar zu viel Redundanzen – dass die Sängerin ständig an der Flasche hing, hat man irgendwann schon kapiert, und die vielen Chor-Szenen hatten wohl nur die Funktion, den Schauplatz „Oper“ zu rechtfertigen, irgendein dramaturgisches Konzept dahinter war da für mich nicht erkennbar -, ein wenig zu viel Verwirrung, wer da wofür zuständig war, ein paar lose Fäden zu viel. In der Oper („Liebe. Drama. Tod“) als Schauplatz musste das natürlich alleine deshalb spielen, weil die Geschichte als solche geradezu aberwitzig war in jeder Hinsicht (zur Adoption freigegebener Sohn taucht als Countertenor da wieder auf, wo seine leibliche Mutter arbeitet, lässt sich aus Liebeskummer – inszeniert – erschießen, woraufhin ihn die Mutter operngemäß – „Ich liebe Oper“ – rächt, uiuiui). Gar nicht so schlecht, ich bin da nicht so streng, wenn’s nur gut erfunden ist, aber woanders wäre das natürlich nicht gegangen. Fazit: drei ordentliche Sterne, mehr ist diesmal für mich nicht drin.
***/5