Kurz und knapp – darum geht’s
Sturzregen in Stuttgart: Eine völlig durchnässte Frau stolpert verwirrt in die Polizeidienststelle und redet in Panik auf die Beamten ein: Ihr Auto sei gestohlen worden, mitsamt ihren beiden Kindern! Früher war Pony Hübner ein gefeiertes Society-Girl, jetzt ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst. Beim Zigarettenkaufen hat sie ihren Sohn und ihre Tochter allein im SUV zurückgelassen, der wenig später aus dem Neckar geborgen wird: Die kleine Penelope tot, Sohn Hugo verschwunden. Mehrere Erpresserschreiben tauchen auf, alles sieht nach einer Entführung aus. Kein Wunder, schließlich ist Ponys Mann Stefan als Verleger von Klatschblättern reich geworden – und hat Pony zu einem Leben im Scheinwerferlicht verholfen. Doch in der Ehe der beiden kriselt es gewaltig, wie die Kommissare Lannert und Bootz schnell merken. Kann sich das einstige Glamourpaar zusammenraufen, um ihren Sohn zu finden – und lebt Hugo überhaupt noch?
Der Tatort Stuttgart „Ex-It“ ist am Sonntag, den 18. Januar 2026 um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.
Inhalt der Tatort-Folge „Ex-It“
Sturzregen in Stuttgart: übergelaufene Keller, überflutete Straßen in der ganzen Stadt, Feuerwehr und Polizei im Dauereinsatz. Inmitten dieses Chaos stolpert eine völlig durchnässte, verwirrt wirkende Frau in eine Polizeidienststelle und redet panisch auf die Beamten ein: Ihr Auto sei gestohlen worden, mitsamt ihren beiden Kindern Hugo und Penelope. Tatsächlich wird wenig später ein schwerer SUV aus den Fluten des Neckars geborgen – und es gibt traurige Gewissheit: Penelope, die kleine Tochter von Pony Hübner, ist tot, ertrunken. Kindersitz und Sicherungsgurt wurden ihr zum Verhängnis. Von Sohn Hugo fehlt jede Spur.
„Pony Hübner, mit langem O, vor zehn Jahren die meistfotografierte Frau Deutschlands“ – Kommissar Sebastian Bootz muss seinem älteren Kollegen Thorsten Lannert den Promistatus der trauernden Mutter im Tatort „Ex-It“ erst noch erklären. Pony Hübner, ein ehemaliges It-Girl, die einst die Cover und Klatschspalten der Yellow Press füllte, um die es in den letzten Jahren aber deutlich stiller geworden ist. Ponys Schwester Pat Wagner hat dafür eine ganz einfache Erklärung: „Er hat ihre Todesanzeige veröffentlicht.“ Er, das ist Stefan Hübner, Ponys Ehemann und Verleger diverser Boulevardmedien. Und mit „Todesanzeige“ meint Pat einen Artikel über Pony in einem seiner Klatschblätter in der Rubrik „Was macht eigentlich …?“ – Wer dort landet, ist für die Öffentlichkeit quasi tot, höchstens noch als nostalgische Erinnerung an frühere Zeiten interessant, aber definitiv kein Trendsetter im Hier und Jetzt. Und die Trends wechseln immer schneller, im Auf und Ab der digitalen Hypes. Weshalb sich Stefan Hübner (Selbstbeschreibung: „irgendwas zwischen Verleger, Social Media-Manager und Arschloch“) mittlerweile aufs Management von Influencern verlegt hat. Mit denen lässt sich jetzt das große Geld verdienen. Einst hat Stefan Hübner Pony und ihr „gewisses Etwas“ entdeckt, hat sie berühmt gemacht, jetzt lässt er seinen einstigen Coverstar fallen, obwohl sie die Liebe seines Lebens ist – oder gerade deshalb?
Dem Ermittlerteam Lannert und Bootz entgeht jedenfalls nicht die Spannung, die zwischen den Eheleuten Hübner herrscht. In ihrer 400-Quadratmeter-Luxusvilla fehlt es ihnen an nichts, und doch wirkt Pony Hübner wie eine zutiefst unglückliche Frau, und zwar nicht erst seit Penelopes tragischem Tod im TV-Krimi „Ex-It“. Von ihrem Mann fühlt sie sich verraten, ausgebootet, im Stich gelassen – und sie sehnt sich zurück nach der früheren Aufmerksamkeit: „Wenn ich meine Fotos nicht in den Magazinen sehe, ist es, als existierte ich gar nicht.“ Immer öfter flüchtete das einstige Partygirl in letzter Zeit zu ihrer Schwester Pat und deren Freund Eckhard, von allen nur „Echse“ genannt. Die beiden sind das genaue Gegenteil der Hübners: bodenständig, proletarisch, immer knapp bei Kasse – aber herzlich. Für Stefan Hübner hat Pat nur Verachtung übrig: „Ein Arschloch mit Asche.“
Auch am Tatabend war Pony mit den Kindern bei Pat und Echse. Als sie auf dem Rückweg noch schnell Zigaretten holen wollte, ließ sie das Auto offen – und Hugo und Penelope allein zurück. Ein fataler Fehler. Doch wer hat ihn ausgenutzt? Wer steuert einen schweren SUV absichtlich in den Neckar, mit zwei kleinen Kindern als Insassen? Oder war es ein Unfall? Und was ist mit Hugo passiert?
Stefan Hübner – gewohnt, im Alleingang Entscheidungen zu treffen – verliert schnell die Geduld: Ohne Absprache mit den Kommissaren veröffentlicht er Suchaufrufe auf den Titelseiten sämtlicher Blätter, die ihm gehören. Die Telefonleitungen bei der Polizei laufen heiß, sie kann sich vor Wichtigtuern nicht retten. Schließlich tauchen mehrere Erpresserschreiben im SWR-Tatort „Ex-It“ auf. Damit war zu rechnen, schließlich ist bei den Hübners viel Geld zu holen. Auch passt es zu Pony Hübners Gefühl, dass jemand sie in den letzten Wochen verfolgt habe. Doch haben die Eltern damit auch Gewissheit, dass Hugo noch lebt? Zwar halten Lannert und Bootz die Erpresserschreiben für echt – und doch glauben sie, dass hinter diesem Fall mehr steckt als eine simple Kindesentführung …
Hinter den Kulissen
Ihr 36. Fall führt die Stuttgarter Kommissare Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) in eine glamouröse Welt, wo unter der glattpolierten Oberfläche tiefe Konflikte verborgen liegen. In den Episodenhauptrollen sind diesmal Kim Riedle als Pony Hübner und Hans Löw als ihr Ehemann Stefan Hübner zu sehen.
Premiere feierte der Tatort „Ex-It“, der vom 24. September bis zum 21. Oktober 2024 in Stuttgart, Karlsruhe und Baden-Baden gedreht wurde, am 1. September 2025 auf dem Festival des deutschen Films in Ludwigshafen. Im TV ist der SWR-Krimi erstmals am Sonntag, den 18. Januar 2026 zu sehen, wie gewohnt um 20:15 Uhr im Ersten.

















